Das Monster des Mystischen Berges wird vernichtet

Der Kopf dieses Monsters im Catina-Nebel ist ein Herbig-Haro-Objekt, darin steckt ein neu entstandener Stern, der es langsam zerstört.

Bildcredit: Hubble, NASA, ESA; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Beschreibung: Im Kopf dieses interstellaren Monsters steckt ein Stern, der es langsam zerstört. Das riesige Monster ist eigentlich eine leblose Reihe an Säulen aus Gas und Staub, die Lichtjahre lang sind. Der Stern im Kopf selbst ist hinter dem undurchsichtigen interstellaren Staub verborgen, doch er bricht teilweise heraus, indem er einander gegenüberliegende Strahlen aus energiereichen Teilchen ausstößt – so genannte Herbig-Haro-Strahlen.

Diese Säulen befinden sich im etwa 7500 Lichtjahre entfernten Carinanebel. Inoffiziell sind sie als Mystischer Berg bekannt. Dunkler Staub bestimmt die Erscheinung dieser Säulen, obwohl sie großteils aus durchsichtigem Wasserstoff bestehen.

Dieses Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert. Das energiereiche Licht und die Winde von massereichen, neu entstandenen Sternen verdampfen und zerstreuen überall an diesen Säulen die staubigen Sternentstehungsorte, in denen sie selbst entstanden sind. In wenigen Millionen Jahren wird der Kopf dieses Riesen sowie ein Großteil seines Körpers von den Sternen im Inneren und in der Umgebung vollständig verdampft worden sein.

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Südlich von Carina

Staubwolken und Emissionsnebel nahe Eta Carinae im Carinanebel im Sternbild Schiffskiel

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Die farbenprächtige, chaotische Aussicht liegt in einer der größten Sternbildungsregionen in der Milchstraße, im großen Carinanebel. Sie zeigt die Silhouetten von Sternentstehungs-Staubwolken vor leuchtendem atomarem Gas. Die Teleskop-Nahaufnahme zeigt ein ungefähr 80 Lichtjahre großes Sichtfeld südöstlich von Eta Carinae, dem energiereichsten und rätselhaftesten Stern im Nebel.

Das finale Bild ist eine Kombination aus Schmalband-Bilddaten. Diese wurden in der Vorstadt fotografiert, wo der Himmel während der nationalen Beschränkungen eine bessere Sicht bot. Die typischen Emissionen ionisierter Schwefel-, Wasserstoff-und Sauerstoffatome im Nebel sind in roten, grünen und blauen Farbtönen kartiert. Diese Farbpalette wird auch für die Bilder des Weltraumteleskops Hubble verwendet.

Die himmlische Landschaft mit hellen Emissionsgraten, die von kühlem, undurchsichtigem Staub begrenzt sind, liegt ungefähr 7500 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Schiffskiel (Carina).

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Die Perspektive von Carina

Panorama vom Südhimmel mit Carinanebel, Running-Chicken-Nebel, Kreuz des Südens und Kohlensacknebel; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Kiko Fairbairn

Beschreibung: Man muss im Süden sein und nach Süden schauen, um so einen Himmel zu sehen. Und Glück gehört auch dazu. Über diesem malerischen Baum leuchtet der eindrucksvolle Carinanebel, er ist einer von wenigen Nebeln am Himmel, die man mit bloßem Auge sieht. Dieses Bild musste an einem sehr dunklen Ort fotografiert werden, um den Carinanebel mit dieser Perspektive und so nahe am Horizont zu fotografieren.

Der große Nebel in Carina ist als NGC 3372 katalogisiert, er enthält den stark veränderlichen Stern Eta Carinae, der manchmal aufflackert und dann einer der hellsten Sterne am Himmel wird. Über Carina erkennt man IC 2944, der Running-Chicken-Nebel, der nicht nur wie ein Huhn aussieht, sondern auch eindrucksvolle dunkle Knoten aus Staub enthält. Über diesen rot leuchtenden Emissionsnebeln stehen die hellen Sterne im Kreuz des Südens, links oben im Bild befindet sich der dunkle Kohlensacknebel.

Dieses Bild entstand aus sechs Aufnahmen, die letzten Sommer nacheinander in Padre Bernardo (Goiás, Brasilien) fotografiert wurden. Trotz sorgfältiger Planung hatte der Astrofotograf Glück mit diesen Aufnahmen, weil immer wieder Wolken im Weg waren – einige sind noch am Horizont  zu sehen.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator
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Nahaufnahme des Carinanebels

Siehe Beschreibung. Eta Carinae und der Homunkulusnebel im großen Carinanebel; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA, Hubble, ESO, Amateureaten; Bearbeitung und Bildrechte: Robert Gendler und Roberto Colombari

Beschreibung: Der große Carinanebel ist ein Juwel am Südhimmel. Er ist auch als NGC 3372 bekannt und größer als 300 Lichtjahre – damit ist er eine der größten Sternbildungsregionen in unserer Galaxis. Wie auch der kleinere, nördlichere große Orionnebel ist der Carinanebel mit bloßem Auge leicht sichtbar, obwohl er mit seiner Entfernung von 7500 Lichtjahren fünfmal weiter entfernt ist.

Diese großartige Teleskop-Nahaufnahme zeigt interessante Details der leuchtenden Fasern im Zentrum der Region aus interstellarem Gas sowie die undurchsichtigen kosmischen Staubwolken in einem fast 20 Lichtjahre großen Sichtfeld. Der Carinanebel enthält junge, extrem massereiche Sterne, unter anderem den immer noch rätselhaften, gewaltigen Veränderlichen Eta Carinae, ein Sternsystem mit mehr als 100 Sonnenmassen.

Auf diesem Kompositbild, das aus Daten von Weltraum- und Boden-Teleskopen erstellt wurde, ist Eta Carinae – links unter der Mitte – scheinbar vom staubigen, zweilappigen Homunkulusnebel umgeben. Eta Carinae steht wahrscheinlich am Rand einer Supernovaexplosion, und Röntgenbilder lassen vermuten, dass der große Carinanebel bereits eine eche Supernovafabrik war.

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Molekülwolken im Carinanebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble

Beschreibung: Sie leben nicht – aber sie sterben. Die ungewöhnlichen Formen im Carinanebel, von denen einige hier abgebildet sind, könnte man am besten als verdampfend beschreiben. Das energiereiche Licht und die Winde naher Sterne zerstören die dunklen Staubkörnchen, welche die ikonenhaften Formen undurchsichtig machen.

Ironischerweise erzeugen die Gestalten, die als dunkle Molekülwolken oder hell umrandete Globulen bekannt sind, häufig in ihrem Inneren eben jene Sterne, von denen sie später zerstört werden. Die schwebenden Weltraumstrukturen, die hier vom Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit abgebildet wurden, sind einige Lichtmonate groß. Der große Carinanebel selbst ist ungefähr 30 Lichtjahre groß und 7500 Lichtjahre entfernt. Man sieht ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Schiffskiel (Carina).

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Panorama des Carinanebels von Hubble

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, N. Smith (U. California, Berkeley) et al. und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Wie beeinflussen stürmische Sterne ihre Umgebung? Um das herauszufinden, erstellten Astronomen ein hochaufgelöstes, farbgeprüftes Panorama aus 48 Bildern des Carinanebel-Zentrums, eine der größten Sternbildungsregionen am Nachthimmel. Dieses Bild wurde 2007 fotografiert, es ist das bislang detailreichste Bild dieses Nebels.

Der Carinanebel ist als NGC 3372 katalogisiert. Er enthält Ströme aus heißem Gas, Ansammlungen an kühlem Gas, Knoten dunkler Globulen und Säulen aus dichter, staubhaltiger interstellarer Materie. Der Schlüssellochnebel links neben der Mitte enthält einige der massereichsten Sterne, die wir kennen. Diese großen, mächtigen Sterne entstanden wahrscheinlich in dunklen Globulen und formten den Nebel ständig um, und zwar mit ihrem energiereichen Licht, ausströmenden Sternwinden und zuletzt, indem sie ihre Existenz mit Supernovaexplosionen beendeten.

Der ganze Carinanebel ist mit bloßem Auge sichtbar, er umfasst mehr als 450 Lichtjahre und liegt etwa 8500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schiffskiel (Carina).

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