Abgasfahne des SpaceX-Raketenstarts über Kalifornien

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Bildcredit und Bildrechte: Craig Bobchin

Beschreibung: Was passierte am Himmel? Am Freitag bot die fotogene Abgasfahne eines SpaceXRaketenstarts ein eindrucksvolles Schauspiel über Teilen von Südkalifornien und Arizona. Der imposante Raketenstart am Militärflugplatz Vandenberg bei Lompoc (Kalifornien) sah zeitweise wie ein riesiger Weltraumfisch aus und war so hell, weil die Sonne ihn von hinten beleuchtete.

Die Falcon-9Schwerlastrakete startete in einem winzigen einsekündigen Startfenster. Sie brachte zehn IridiumNEXT-Satelliten erfolgreich in den niedrigen Erdorbit. Diese Satelliten sind Teil eines wachsenden weltweiten Kommunikationsnetzwerks.

Die Schwade der ersten Stufe ist rechts zu sehen, die aufsteigende Oberstufenrakete befindet sich links am Scheitelpunkt der Abgasschwade. Mehrere gute Videos des Starts wurden gefilmt. Dieses Bild entstand in Orange County (Kalifornien) mit 2,5-sekündiger Belichtung.

Galerie: Mehr Bilder des SpaceX-Starts
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Die Prager astronomische Uhr

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Bildcredit und Lizenz: Jorge Láscar

Beschreibung: Im Zentrum von Prag gibt es eine Uhr so groß wie ein Gebäude. Tagsüber sammeln sich dort Menschenmassen, um zu sehen, wie sie die Stunde schlägt. Das Zifferblatt der Prager astronomischen Uhr ist eindrucksvoll komplex und zeigt nicht nur die erwartete Zeit bezüglich der Sonne (Sonnenzeit), sondern auch die auf die Sterne bezogene Zeit (Sternzeit), die Zeiten von Sonnenauf- und -untergang, die Zeit am Äquator, die Phase des Mondes und vieles mehr.

Die Uhr ging 1410 in Betrieb, und obwohl viele ihrer inneren Mechanismen mehrmals modernisiert wurden, blieben Originalteile erhalten. Unter der Uhr befindet sich ein fast gleich großer, statischer Solarkalender. Die Prager astronomische Uhr wurde hier allein fotografiert – an einem frühen Morgen im März 2009. Die Prager Rathausuhr und der alte Stadtturm werden derzeit wieder einmal renoviert, die Uhr geht voraussichtlich im Juni 2018 wieder in Betrieb.

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Staubstrahl von der Oberfläche des Kometen 67P

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Bildcredit und Bildrechte: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Beschreibung: Woher stammen Kometenschweife? Es gibt keine Orte auf Kometenkernen, an denen ganz offensichtlich die Strahlen entstehen, die Kometenschweife bilden.

Letztes Jahr jedoch fotografierte die ESA-Raumsonde Rosetta nicht nur einen vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aufsteigenden Strahl, sondern flog auch hindurch. Dieses aufschlussreiche Bild zeigt eine helle Schwade, die aus einer kleinen runden Senke aufsteigt, welche auf einer Seite von einer zehn Meter hohen Wand begrenzt ist. Analysen der Rosettadaten zeigen, dass der Strahl aus Staub und Wassereis bestand. Das öde Gelände lässt vermuten, dass wahrscheinlich tief unter der porösen Oberfläche etwas geschah, das die Schwade erzeugte.

Dieses Bild wurde letzten Juli fotografiert, etwa zwei Monate vor Rosettas Missionsende bei einem kontrollierten Einschlag auf der Oberfläche des Kometen 67P.

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A/2017 U1: ein interstellarer Besucher

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Bildcredit: Alan Fitzsimmons (ARC, Queen’s University Belfast), Isaac Newton Group

Beschreibung: Mit hoher Geschwindigkeit reist er auf einer extrem hyperbolischen Bahn und zog eine Haarnadelkurve, als er an der Sonne vorbeisauste. Er wird nun als A/2017 U1 bezeichnet und ist der erste bekannte kleine Körper aus dem interstellaren Weltraum.

Der interstellare Besucher ist der Lichtpunkt in der Mitte dieser 5-Minuten-Belichtung, die am 28. Oktober mit dem William-Herschel-Teleskop auf den Kanarischen Inseln aufgenommen wurde. Er ist asteroidenähnlich ohne Anzeichen kometenartiger Aktivität. Die blassen Sterne im Hintergrund ziehen Streifen, weil das wuchtige Teleskop mit einem Durchmesser von 4,2 Metern dem schnell wandernden A/2017 U1 im Sichtfeld folgt.

Der Astronom Rob Weryk (IfA) entdeckte am 19. Oktober das bewegte Objekt erstmals auf nächtlichen Pan-STARRS-Himmelsdurchmusterungsdaten. A/2017 zieht derzeit aus dem Sonnensystem hinaus, kehrt niemals zurück und ist vom Planeten Erde aus nur nochmit großen optischen Teleskopen sichtbar.

Anhand seiner Bahn wurde zwar der interstellarere Ursprung festgestellt, aber noch ist nicht bekannt, wie lange das Objekt zwischen den Sternen der Milchstraße getrieben haben könnte. Seine interstellare Reisegeschwindigkeit beträgt etwa 26 Kilometer pro Sekunde. Die Raumsonde Voyager 1 der Menschheit reist im Vergleich dazu mit 17 Kilometern pro Sekunde durch den interstellaren Raum.

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Dunkle Materie in einem simulierten Universum

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Illustrationscredit und Bildrechte: Tom Abel und Ralf Kaehler (KIPAC, SLAC), AMNH

Beschreibung: Spukt es in unserem Universum?

Auf dieser Karte der Dunklen Materie sieht es fast so aus. Die Gravitation unsichtbarer Dunkler Materie ist die beste Erklärung dafür, warum Galaxien so schnell rotieren, warum Galaxien so schnell um Haufen kreisen, warum Gravitationslinsen Licht so stark ablenken und warum sichtbare Materie so verteilt ist, wie sie ist – sowohl im lokalen Universum als auch im kosmischen Mikrowellenhintergrund.

Dieses Bild aus der Weltraumschau „Das dunkle Universum“ des Hayden-Planetariums im American Museum of Natural History zeigt, wie die allgegenwärtige Dunkle Materie in unserem Universum spuken könnte. Auf diesem Bild aus einer detailreichen Computersimulation sind schwarz dargestellte, komplexe Fasern aus alles durchdringender Dunkler Materie wie Spinnennetze im Universum verteilt. Die relativ raren Klumpen aus vertrauter baryonischer Materie sind orange gefärbt.

Diese Simulationen stimmen statistisch gesehen gut mit astronomischen Beobachtungen überein. Etwas unheimlicher ist, dass Dunkle Materie – obwohl sie ziemlich seltsam ist und einer unbekannte Form hat – nicht mehr die seltsamste vermutete Quelle der Gravitation im Universum ist. Diese Ehre fällt nun der Dunklen Energie zu, einer homogeneren Quelle abstoßender Gravitation, welche die Ausdehnung des ganzen Universums zu bestimmen scheint.

Nicht nur Halloween: Heute ist Tag der Dunklen Materie
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Marius Hills und ein Loch im Mond

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Bildcredit: NASA, Lunar Orbiter 2; Einschub: Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Können Menschen unter der Mondoberfläche leben? Diese faszinierende Möglichkeit fand 2009 Zuspruch, als die japanische Raumsonde SELENE in der Mondumlaufbahn ein seltsames Loch unter der Marius-Hügelregion auf dem Mond abbildete, das möglicherweise eine Luke in eine Lavahöhle unter der Oberfläche ist.

Nachfolgende Beobachtungen mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) der NASA zeigten, dass sich das Marius Hills Hole (MHH) visuell fast 100 Meter unter der Oberfläche ausdehnt und mehrere Hundert Meter breit ist. Aktuelle Radardaten von SELENE, die den Boden durchdringen, wurden neu ausgewertet und zeigen eine Reihe verblüffender Zweitechos – Hinweise, dass die ausgedehnten Lavaröhren unter den Mariushügeln kilometerweit hinabreichen könnten und groß genug sein könnten, um ganze Städte zu beherbergen.

Solche Röhren könnten eine künftige Mondkolonie vor großen Temperaturschwankungen, Einschlägen von Mikrometeoriten und der schädlichen Sonnenstrahlung schützen. Man könnte solche Lavaröhren im Boden sogar verschließen, um sie mit atembarer Luft zu füllen. Diese Lavahöhlen entstanden wahrscheinlich vor Milliarden Jahren durch aktive Mondvulkane.

Dieses Bild der Oberfläche der Marius-Hügelregion wurde in den 1960er Jahren von der NASA-Mission Lunar Orbiter 2 fotografiert, der Bildeinschub des MHH stammt vom LRO der NASA, der noch in Betrieb ist. Mehrere Lavakuppeln sind zu sehen, der Krater Marius befindet sich rechts oben.

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Impression: Die Oberfläche von TRAPPIST-1f

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Illustrationscredit: NASA, JPL-Caltech, Spitzer-Team, T. Pyle (IPAC)

Beschreibung: Wenn Sie auf der Oberfläche des neu entdeckten erdgroßen Exoplaneten TRAPPIST-1f stehen könnten, was würden Sie sehen? Das weiß derzeit kein Erdling so genau, doch diese Illustration zeigt eine begründete Vermutung, die auf Beobachtungsdaten des Weltraumteleskops Spitzer der NASA im Sonnenorbit basiert. 2017 wurden vier erdgroße Planeten von Spitzer entdeckt, darunter TRAPPIST-1f, zuvor wurden 2015 bereits drei von der Erde aus entdeckt.

Auf der Planetenoberfläche sehen Sie nahe der milden Schattengrenze zwischen Tag und Nacht Wasser, Eis und Gestein auf dem Boden, während oben wasserbasierende Wolken schweben könnten. Hinter den Wolken würde der kleine Zentralstern TRAPPIST-1 röter als unsere Sonne erscheinen, und sein Winkeldurchmesser wäre wegen der engen Bahn größer.

Mit sieben bekannten erdgroßen Planeten – viele davon ziehen nahe aneinander vorbei – ist das TRAPPIST-1-System nicht nur ein Kandidat für Leben, sondern auch für miteinander kommunizierendes Leben – obwohl eine vorläufige Suche keine offensichtlichen Übertragungen fand.

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Leuchtende Salar de Uyuni

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Bildcredit und Bildrechte: Stephanie Ziyi Ye

Beschreibung: Diese kontrastreiche, besinnliche Nachthimmelslandschaft ist eine zeitgenössische Komposition. Sie wurde von M. C. Eschers Steindruck „Phosphoreszierendes Meer“ inspiriert. Die hellen, vertrauten Sterne des Jägers Orion und Aldebaran, das Auge des Stiers, hängen am klaren, dunklen Himmel über dem fernen Horizont. Darunter zeichnen blass leuchtende Kanten Muster einer außerirdischen Landschaft in den mineralisch verkrusteten Schlamm der Salzebene Uyuni im Südwesten Boliviens. Die Salar de Uyuni, Überrest eines urzeitlichen Sees, ist die größte Salzebene der Erde und liegt auf der bolivianischen Altiplano in einer Höhe von etwa 3600 Metern. Eschers Lithografie von 1933 zeigt auch vertraute Sterne der Nacht auf dem Planeten Erde, sie bilden den Pflug oder Großen Wagen über Wellen, die sich an einer nördlichen Küste brechen.

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