Perseïden-Feuerkugel am Sunset Crater

Über den Silhouetten von hügeligen Wäldern im vulkanischen Sunset Crater National Monument zischt ein heller grüner Meteor der Perseïden die Sommermilchstraße entlang.

Bildcredit und Bildrechte: Jeremy Perez

In der Nacht des 12. August blitzte ein heller Meteor der Perseïden über dem vulkanischen Sunset Crater National Monument auf. Der Krater befindet sich im US-amerikanischen Arizona auf dem Planeten Erde. Der Meteor streift die Sommermilchstraße entlang. Seine ursprüngliche Farbe entstand wohl durch die charakteristische hohe Geschwindigkeit der Meteore des Stroms.

Die Perseïden treten mit 60 km pro Sekunde ein. Daher können sie grüne Emissionen von Sauerstoffatomen anregen, wenn sie die dünne Atmosphäre in großer Höhe passieren. Dieser Perseïd hinterließ eine leuchtende, beständige Spur. Auch das ist charakteristisch für helle Meteore. Unten zeigt eine Bildfolge von links nach rechts seine Entwicklung im Lauf von drei Minuten. Die Kamera erfasste ein Zeitraffervideo der verdrehten, treibenden Bahn.

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Perseïdennacht bei Yosemite

Über dem Yosemite-Nationalpark strömten die Meteore der Perseïden scheinbar aus dem Sternbild Perseus. Die Straße unten wird von einem Fahrzeug beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Shaw

Der Meteorstrom der Perseïden war in der Nacht von 11. auf 12. August 2016 sehr ergiebig. Der Himmel wurde an dem unvergesslichen Abend an einem Aussichtspunkt im Yosemitetal auf der Erde fotografiert. Die Bildserie entstand im Lauf einer ganzen Nacht. Für diese Szenerie wurden 25 Einzelbilder gewählt. Jedes Bild zeigt einen einzelnen Meteor und wurde an den Sternen im Hintergrund ausgerichtet.

Die digitale Manipulation gleicht die Erdrotation aus. Das ermöglicht den perspektivischen Blick auf eine Explosion farbiger Spuren, die vom Radianten ausströmen. Der Radiant liegt im Sternbild Perseus. Das letzte Abendrot leuchtet nach Sonnenuntergang sanft auf die Westseite von El Capitan.

Kurz vor Sonnenaufgang schimmert Zodiakallicht neben dem Half Dome. Es verläuft im Osten am fernen Horizont vom Tal aufwärts. Das Zodiakallicht heißt auch „falsche Dämmerung“. Scheinwerfer beleuchten die Straße im Tal. Das Bild der Perseïdennacht ist voller Himmelsschätze. Dazu zählten die Milchstraße und der Sternhaufen der Plejaden.

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Meteor vor Galaxie

Vor der Andromedagalaxie M31 zischt ein grün lodernder Meteor vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Was ist der grüne Strich vor der Andromedagalaxie? Ein Meteor. Letzten Freitag wurde die Andromedagalaxie um den Höhepunkt des Meteorstroms der Perseïden fotografiert. Dabei zog ein sandgroßer Stein aus den Tiefen des Alls direkt vor dem fernen Begleiter unserer Milchstraße vorbei.

Die Sternschnuppe brauchte nur den Bruchteil einer Sekunde, um durch das 10 Grad große Feld zu zischen. Dabei loderte der Meteor mehrmals auf, als er beim Eintritt in die Erdatmosphäre gewaltig abbremste. Die grüne Farbe entstand – zumindest teilweise – durch das Leuchten des Meteorgases, als es verdampfte.

Die Aufnahme fand zwar während der Perseïden statt. Doch die Richtung der abgebildeten Lichtspur passt besser zu einem Meteor der Juli-Aquariiden. Dieser Meteorstrom erreichte vor ein paar Wochen seinen Höhepunkt.

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Fünf Planeten und der Mond über Australien

Über einer Bucht steigen die Planeten Venus, Merkur, Jupiter, Mars und Saturn sowie der Mond in einer Reihe steil vom Horizont auf. Über dem Horizont ist ein schmaler Streifen Abendrot. Oben schimmert die Milchstraße am nachtblauen Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Wenn Planeten in einer Reihe stehen, ist das kein Zufall. Denn alle Planeten kreisen in (fast) derselben Ebene um die Sonne. Diese Ebene heißt Ekliptik. Bewohner* der Erde befinden sich praktisch immer in dieser Ebene. Von dort aus gesehen sind die Planeten auf ein schmales Band begrenzt.

Wenn aber mehrere helle Planeten in fast derselben Richtung stehen, ist das Zufall. So eine Begegnung wurde letzte Woche fotografiert. Oben standen sechs Planeten und der Erdmond kurz vor Sonnenuntergang in einer Reihe über der Mornington-Halbinsel im australischen Victoria. Das große Bild zeigt auch ein zweites Band: die zentrale Milchstraße.

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Der Mensch als Raumschiff

Die Illustration visualisiert einen Menschen als Lebewesen, das von vielen weiteren Lebewesen besiedelt ist.

Weltraumbild-Credit: NASA, ESA, Hubble und J. Maiz-Apellániz (IAA); Danksagung: D. De Martin; Credit für das Bild des Menschenbild: Charis Tsevis; Komposition: R. J. Nemiroff

Jeder ist ein Raumschiff, das durchs Universum fliegt, genauso wie jeder Hund. Wir alle werden im Laufe unseres Lebens von Billionen Mikroorganismen besiedelt. Diese Scharen an Bakterien, Pilzen und Archaeen haben eine andere DNS als wir. Unsere Besatzung wird kollektiv als Mikrobiom bezeichnet. Sie sind unseren Zellen zahlenmäßig überlegen.

Die Mitglieder unserer Besatzung bilden Gemeinschaften. Sie helfen, Essen zu verdauen und bilden Armeen gegen Eindringlinge. Manchmal pendeln sie auf einer flüssigen Autobahn von einem Ende des Körpers zum anderen. Viel von dem, was das Mikrobiom tut, ist jedoch unbekannt. Ihr seid Kapitän. Wenn ihr nett zur Besatzung seid, erlaubt euch das vielleicht, mehr von eurem lokalen Kosmos zu erforschen.

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Das Schlüsselloch im Carinanebel

Braune dicht gewebte Staubwolken ballen sich vor einem blau leuchtenden Hintergrund.

Bildcredit: NASA, Hubble-Vermächtnis (AURA/STScI)

Der dunkle Schlüssellochnebel verdankt seinen Namen der ungewöhnlichen Form. Dieses klassische Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Es zeigt das verschlungene Schlüsselloch. Das ist eine kleine Region im größeren Carinanebel. Im Carinanebel sind viele Sterne reich an Masse und Energie. Sie formen mit Winden und Strahlung dramatische dunkle Staubknoten und komplexe Strukturen.

Die Form der linken oberen Staubwolke im Schlüssellochnebel regt die menschliche Phantasie stark an. Sie erinnert an einen Superhelden, der mit erhobenem Arm durch eine Wolke fliegt. Unten hat sie eine gerettete Person im Schlepptau. Die Region ist etwa 7500 Lichtjahre entfernt. Sie liegt am Südhimmel des Planeten Erde. Der vergehende Stern Eta Carinae liegt außerhalb des Bildes. Er erzeugte den Schlüssellochnebel. In seinen letzten Jahrhunderten neigt der Stern Eta Carinae zu gewaltigen Ausbrüchen.

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Perseïden von Torralba del Burgo

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Fernando Cabrerizo

Letzte Nacht regneten Perseïden auf den Planeten Erde. Dieses Jahr erzeugte der Staubstrom des periodischen Kometen Swift-Tuttle einen erstaunlich aktiven Schauer heller kosmischer Streifen.

Diese Aufnahme wurde 25 Sekunden belichtet. Leute in Torralba del Burgo im spanischen Soria beobachteten den Nachthimmel. Sie sahen die helle Perseïdenspur im Bild. Der Meteor war schnell und farbig und endete mit einer kleinen Explosion. Tief unter der ersten verläuft eine zweite, blassere Meteorspur. Wenn man beide verlängert, schneiden sie sich beim Radianten des Meteorstroms. Er liegt bei den helleren Sternen im heroischen Sternbild Perseus.

Die Aktivität des Meteorstroms nimmt zwar schon ab. Auch in den nächsten Tagen blitzen nachts noch Perseïden auf. Wenn ihr aber nicht hinausgeht und hinaufschaut, seht ihr sie nicht.

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Der Osterhase kommt zu NGC 4725

Über der Mitte leuchtet eine Spiralgalaxie mit nur einem Arm im Sternbild Haar der Berenike. Links unten sind zwei Lichtpünktchen mit roten Strichen markiert. Es ist der Zwergplanet Makemake im Kuipergürtel.

Bildcredit und Bildrechte: Bob English

Sein Entdeckerteam nannte ihn „Osterhase“. Er heißt jetzt offiziell Makemake und ist der zweithellste Zwergplanet im Kuipergürtel. Die eisige Welt erscheint auf diesem astronomischen Bild zweimal. Es basiert auf Daten vom 29. und 30. Juni der hellen Spiralgalaxie NGC 4725. Makemake ist mit kurzen roten Linien markiert. Seine Position wandert im Lauf von zwei Nächten eine ferne Bahn entlang durch das Sichtfeld eines selbst gebauten Teleskops.

Makemake befand sich an diesen Tagen fast in der Sichtlinie zu einer Spiralgalaxie im Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices). Er war etwa 52,5 Astronomische Einheiten (AE) entfernt, das sind 7,3 Lichtstunden. NGC 4725 ist mehr als 100.000 Lichtjahre groß und 41 Millionen Lichtjahre entfernt. Man weiß nun von Makemake, dass er mindestens einen Mond hat. NGC 4725 ist eine berühmte Spiralgalaxie mit nur einem Arm.

Schau hinauf! Der Meteorstrom der Perseïden

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