Kobold-Blitze in hoher Auflösung

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Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter (TWAN)

Beschreibung: Was verursacht Koboldblitze? Obwohl sie seit mehr als 30 Jahren dokumentiert werden, bleibt ihre eigentliche Ursache unbekannt. Bei manchen Gewittern treten sie auf, bei den meisten jedoch nicht. Diese rätselhaften Lichtausbrüche in der oberen Atmosphäre ähneln für einen Augenblick riesigen Quallen. Vor wenigen Jahren wurden Hochgeschwindigkeitsvideos aufgenommen, die genau zeigen, wie sich Rote Kobolde entwickeln.

Dieses Bild wurde letzten Monat in hoher Auflösung in Italien fotografiert. Es ist eines der am höchsten aufgelösten Bilder von Kobolden, die je aufgenommen wurden. Ein ungewöhnliches Merkmal von Kobolden ist, dass sie relativ kalt sind – sie verhalten sich eher wie lange fluoreszierende Leuchtröhren als heiße kompakte Glühbirnen. Rote Kobolde treten im Allgemeinen nur einen Sekundenbruchteil auf und sind am besten zu beobachten, wenn ein mächtiges Gewitter von der Seite sichtbar ist.

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Juno zeigt den Schatten von Io auf Jupiter

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Bildcredit und Lizenz: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung: Kevin M. Gill

Beschreibung: Was ist der dunkle Fleck auf Jupiter? Es ist der Schatten von Jupiters vulkanischstem Mond Io. Da Jupiter vorwiegend Sonnenlicht reflektiert, hinterlässt alles, was dieses Licht abdeckt, einen Schatten. Wenn Sie in diesem Schatten stehen könnten, würden Sie eine totale Sonnenfinsternis durch Io beobachten.

Ios Schatten ist ungefähr 3600 Kilometer groß und etwa gleich groß wie Io selbst – und dieser ist nur ein bisschen größer als der Erdmond. Dieses Bild wurde letzten Monat von der Roboter-Raumsonde Juno der NASA fotografiert, die derzeit um Jupiter kreist. Etwa alle zwei Monate zischt Juno nahe an Jupiter vorbei, sammelt dabei eine Menge Daten und knipst eine Serie an Bildern, von denen manche zu einem Video verarbeitet werden.

Neben vielen anderen Dingen vermisst Juno Jupiters Gravitationsfeld und fand überraschende Hinweise, dass Jupiter großteils flüssig sein könnte. Unter unerwartet dichten Wolken könnte der jovianische Riese eine Region mit einer gewaltigen Masse an flüssigem Wasserstoff enthalten, die bis ins Innere reicht.

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Der Pferdekopfnebel

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Bildcredit und Bildrechte: José Jiménez Priego

Beschreibung: Der Pferdekopfnebel ist einer der berühmtesten Nebel am Himmel. Er ist die dunkle Einkerbung im roten Emissionsnebel in der Mitte der obigen Fotografie. Die Pferdekopfstruktur ist dunkel, weil sie eine undurchsichtige Staubwolke ist, die vor dem hellen roten Emissionsnebel liegt.

Diese kosmische Wolke hat – ähnlich wie Wolken in der Erdatmosphäre – zufällig eine erkennbare Form angenommen. In vielen Tausenden Jahren werden die inneren Bewegungen der Wolke sicherlich ihre Erscheinung verändern. Die rote Farbe des Emissionsnebels entsteht, wenn Elektronen mit Protonen rekombinieren und Wasserstoffatome bilden.

Links im Bild liegt der Flammennebel, ein orangefarbiger Nebel, der auch Fasern aus dunklem Staub enthält. Links unter dem Bild des Pferdekopfnebels liegt ein bläulicher Reflexionsnebel, der vorwiegend das blaue Licht naher Sterne reflektiert.

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Jupiter und die Monde

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Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Beschreibung: Am 3. Oktober standen nach Sonnenuntergang einige der größten Monde des Sonnensystems zusammen mit dem größten Planeten tief am westlichen Horizont. Gleich nach Anbruch der Dämmerung wurde eine Begegnung des Mondes, der sich der Halbmondphase nähert, mit Jupiter auf dieser Teleobjektivsichtfeld fotografiert. Das Bild ist eine Kombination von kurz und lang belichteten Aufnahmen. Es zeigt die vertraute Vorderseite des natürlichen großen Satelliten unseres hübschen Planeten im hellen Sonnenlicht und mit zartem Erdschein.

Rechts unten steht der größte Gasriese mit seinen vier galileischen Monden. Die winzigen Lichtpünktchen sind – von links nach rechts – Ganymed, [Jupiter], Io, Europa und Kallisto. Unser natürlicher Begleiter ragt scheinbar riesig auf, weil er so nahe ist, doch Ganymed, Io und Kallisto sind eigentlich größer als der Erdmond, und die Wasserwelt Europa ist nur ein wenig kleiner. Von den sechs größten Planetenbegleitern des Sonnensystems fehlt in dieser Szenerie nur der Saturnmond Titan.

Vergessen Sie nicht, heute Abend am Himmel nach großen Monden zu suchen.

Heute Nacht: Internationale Mondbeobachtungsnacht
Einsendungen an APOD: Der Mond und Jupiter mit ihren Begleitern
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InSight an einem trüben Tag

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Mars InSight

Beschreibung: Wolken treiben über den Himmel, während auf diesem animierten GIF aus drei Bildern das Licht bei Sonnenuntergang verblasst. Die Szene wurde an Sol 145 ab etwa 18:30 Ortszeit mit einer Kamera auf der Landesonde Mars InSight fotografiert. InSights Marstag Sol 145 entspricht auf der Erde dem Kalendertag 25. April 2019.

Unter der 69 Zentimeter großen Kuppel im Vordergrund befindet sich das empfindliche Seismometer SEIS der Landesonde, das zur Erkennung von Marsbeben entwickelt wurde. So wie Erdbeben die innere Struktur des Planeten Erde zeigen, können von SEIS gemessene Erschütterungen den Untergrund der Marsoberfläche erkunden. So registrierte SEIS am 22. Mai (Sol 173) und am 25. Juli (Sol 235) zwei typische Marsbeben. Die leichten Erschütterungen des Roten Planeten haben jedoch eine sehr tiefe Frequenz und müssen zum Hören in den Audiofrequenzbereich transponiert werden.

Externe Geräusche auf den beschleunigten Aufnahmen, die häufig an kühlen Marsabenden auftreten und wahrscheinlich durch mechanische Verschiebungen und Kontraktionen verursacht werden, werden technisch als Dinks und Donks bezeichnet.

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Die Wasserstoffwolken von M33

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Bildcredit: Subaru-Teleskop (NAOJ), Weltraumteleskop Hubble; Bildbearbeitung: Robert Gendler; zusätzliche Daten: BYU, Robert Gendler, Johannes Schedler, Adam Block; Bildrechte: Robert Gendler, Subaru-Teleskop, NAOJ

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie M33 besitzt anscheinend mehr als ihren gerechten Anteil an leuchtendem Wasserstoff. M33 ist auch als die Dreiecksgalaxie bekannt und ein markantes Mitglied der Lokalen Gruppe. Sie ist ungefähr drei Millionen Lichtjahre von uns entfernt.

Auf diesem prachtvollen Mosaik aus 25 Teleskopbildern sind die inneren 30.000 Lichtjahre der Galaxie dargestellt. Dieses Porträt von M33 entstand aus Bilddaten von Teleskopen im Weltraum und auf der Erde. Es zeigt die rötlichen ionisierten Wasserstoffwolken der Galaxie – so genannte HII-Gebiete. Die riesigen HII-Regionen von M33 sind entlang der losen Spiralarme verteilt, die sich zum Kern winden. Sie gehören zu den größten Sternbildungsgebieten, die wir kennen – Orte, an denen kurzlebige, aber sehr massereiche Sterne entstehen. Die intensive Ultraviolettstrahlung der leuchtstarken massereichen Sterne ionisiert den umgebenden Wasserstoff und erzeugt so das charakteristische rote Leuchten.

Um dieses Bild zu verbessern, wurde mit Breitbanddaten eine Farbansicht der Galaxie erstellt und mit Schmalbanddaten kombiniert, welche durch einen H-alpha-Filter aufgenommen wurden. Dieser Filter ist durchlässig für das Licht der stärksten sichtbaren Wasserstoffemissionsline.

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Molekülwolken im Carinanebel

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble

Beschreibung: Sie leben nicht – aber sie sterben. Die ungewöhnlichen Formen im Carinanebel, von denen einige hier abgebildet sind, könnte man am besten als verdampfend beschreiben. Das energiereiche Licht und die Winde naher Sterne zerstören die dunklen Staubkörnchen, welche die ikonenhaften Formen undurchsichtig machen.

Ironischerweise erzeugen die Gestalten, die als dunkle Molekülwolken oder hell umrandete Globulen bekannt sind, häufig in ihrem Inneren eben jene Sterne, von denen sie später zerstört werden. Die schwebenden Weltraumstrukturen, die hier vom Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit abgebildet wurden, sind einige Lichtmonate groß. Der große Carinanebel selbst ist ungefähr 30 Lichtjahre groß und 7500 Lichtjahre entfernt. Man sieht ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Schiffskiel (Carina).

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Sicherheitsvideo für ein Schwarzes Loch


Videocredit: GSFC der NASA, SVS; Musik: Prim and Proper von Universal Production Music

Beschreibung: Wenn Sie ein kleines einäugiges Monster wären, würden Sie ein Schwarzes Loch besuchen wollen? Nun, das im Video möchte eins besuchen – aber sollte es? Eigentlich nicht, aber da unsere kleine Freundin auf die Reise besteht, informiert das Video, was Schwarze Löcher eigentlich sind, und wie man den Besuch so sicher wie möglich gestalten kann.

Schwarze Löcher sind Materieklumpen, die so dicht sind, dass Licht nicht entkommen kann. In jüngster Zeit fand man durch die Messung ungewöhnlicher Gravitationswellen heraus, dass Paare Schwarzer Löcher mit jeweils mehreren Sonnenmassen verschmelzen. Die Regionen um sehr massereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien können heller werden, wenn Sterne, die ihnen zu nahe kommen, geschreddert werden.

Das erdnächste Schwarze Loch ist V616 Mon, es ist etwa 3300 Lichtjahre von uns entfernt. Als beste Möglichkeit für unsere Monsterfreundin, sicher zu reisen, empfiehlt das Video, ihm nicht zu nahe zu kommen.

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Orion geht über Brasilien auf

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Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Beschreibung: Haben Sie kürzlich den Orion gesehen? Die nächsten Monate sind die besten, um zu beobachten, wie das vertraute Sternbild nachts immer früher aufgeht. Doch Orions Sterne und Nebel sehen mit bloßem Auge nicht ganz so bunt aus wie auf dieser fantastischen Fotografie. Auf diesem Bild wurde Orion letzten Monat in Brasiliens Mittelwestregion mit einer Kamera fotografiert, die seine vollen Farben zur Geltung brachte.

Der kühle Rote Riese Beteigeuze leuchtet hier einem starken Orangeton, er ist der hellste Stern ganz links. Ansonsten sind Orions heiße blaue Sterne zahlreich, der Überriese Rigel balanciert Beteigeuze oben rechts, Bellatrix  oben links und Saiph rechts unten. Im Gürtel des Orion sind von unten nach oben in einer Reihe Alnitak, Alnilam und Mintaka, alle sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt und in den bekannten, gut untersuchten interstellaren Wolken des Sternbildes entstanden. Falls Ihnen ein „Stern“ rechts oben in Orions Schwert rötlich und verschwommen vorkommt, ist das so in Ordnung. Es ist ein Sternentstehungsgebiet, das als Orionnebel bekannt ist.

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MyCn 18: Der gravierte planetarische Sanduhrnebel

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Beschreibung: Sehen Sie die Form der Sanduhr – oder blickt es Sie an? Mit etwas Fantasie zeichnen die Ringe von MyCn 18 die Umrisse einer Sanduhr – jedoch mit einem ungewöhnlichen Auge in der Mitte. Für den Zentralstern dieses sanduhrförmigen planetarischen Nebels läuft jedenfalls der Sand der Zeit aus. Wenn der Kernbrennstoff zur Neige geht, beginnt diese kurze, spektakuläre Schlussphase im Leben eines sonnenähnlichen Sterns, bei der seine äußeren Schichten abgestoßen werden – sein Kern wird ein abkühlender, verblassender Weißer Zwerg.

1995 machten Astronomen mit dem Weltraumteleskop Hubble (HST) eine Bilderserie mit planetarischen Nebeln, unter anderem diesem hier. Diese zarten Ringe aus farbenprächtigem leuchtendem Gas (Stickstoff: Rot, Wasserstoff: Grün, Sauerstoff: Blau) umranden die zarten Wände der Sanduhr. Die beispiellose Schärfe des Hubble-Bildes zeigte überraschende Details des Nebelauswurfprozesses, was zur Lösung der offenen Rätsel um komplexe Formen und Symmetrien planetarischer Nebel wie MyCn 18 beitragen soll.

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Ein Analemma der Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Gyorgy Soponyai

Beschreibung: Diese Woche stand die Sonne zum Äquinoktium nahe der Mitte, aber nicht am Kreuzungspunkt dieses Analemmas – ihrem jährlichen Pfad am Himmel des Planeten Erde.

Die grazile Achterschleife auf dieser anmutigen Ansicht wurde bewusst über der malerischen Donau und der Hauptstadt von Ungarn positioniert. Sie blickt von der Budapester Margaretenbrücke nach Süden und kombiniert Digitalbilder, die exakt zur gleichen Tageszeit (11:44 MEZ) fotografiert wurden, und zwar an Tagen zwischen dem 24. September 2018 und dem 15. September 2019. Somit befindet sich links das weltstädtische Pest und rechts das königliche Buda.

Die Positionen der Sonne liegen an den Sonnwendtagen am oberen und unteren Ende der Analemmaschleife. Die Dezembersonne in der Nähe der Sonnenwende ist gerade hinter einer dramatischen Wolkenbank versteckt.

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