Dezember-Komet Wirtanen

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Erde und Sterne)

Beschreibung: Komet 46P Wirtanen, der Mitte Dezember näherkommt, hängt an diesem sternklaren Himmel über dem Glockenturm einer romanischen Kirche. Dieses konstruierte vertikale Panorama aus einer Serie digitaler Aufnahmen vom 3. Dezember von Sant Llorenç de la Muga in Girona in Katalonien (Spanien, Planet Erde) zeigt seine grünliche Koma.

Die Umlaufzeit des periodischen Kometen beträgt etwa 5,4 Jahre. Am 12. Dezember erreicht er sein Perihel – die größte Annäherung an die Sonne. Am 16. Dezember kommt er der Erde am nächsten und passiert sie in einer Entfernung von etwa 11,6 Millionen Kilometer oder 39 Lichtsekunden. Das ist für einen Kometen sehr nahe, ungefähr die 30-fache Entfernung Erde-Mond. Wirtanen ist ein gutes Fernglasziel für Kometenbeobachter und könnte an Orten mit dunklem Himmel mit bloßem Auge sichtbar werden. Sie finden ihn am 16. Dezember nach der Abenddämmerung am Himmel im Sternbild Stier in der Nähe des Sternhaufens Plejaden.

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Walfischgalaxien und Supernova

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Bildcredit und Bildrechte: Massimiliano Veschini

Beschreibung: Auf dieser kosmischen Ansicht im Wasser bewohnenden Sternbild Cetus schließt sich die große Spiralgalaxie NGC 1055 links oben der Spirale Messier 77 rechts unten an. Die schmale staubige Erscheinung der Spiralgalaxie NGC 1055, die von der Seite sichtbar ist, steht in hübschem Kontrast zu der Aufsicht auf den hellen Kern und die Spiralarme von M77. Beide sind größer als 100.000 Lichtjahre und markante Mitglieder einer kleinen, ungefähr 60 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxiengruppe. In dieser geschätzten Entfernung ist M77 eines der fernsten Objekte in Charles Messiers Katalog und mindestens 500.000 Lichtjahre von seinem Begleituniversum NGC 1055 entfernt.

Das Sichtfeld ist am Himmel ungefähr so groß wie der Vollmond und enthält auch farbenprächtige Sterne im Vordergrund der Milchstraße sowie noch weiter entfernte Hintergrundgalaxien. Dieses scharfe Bild wurde am 28. November aufgenommen und zeigt auch die neu entdeckte Supernova SN2018ivc, ihre Position in den Armen von M77 ist markiert. Das Licht der Explosion eines der massereichen Sterne in M77 wurde nur wenige Tage zuvor am 24. November mit Teleskopen auf dem Planeten Erde entdeckt.

Update zum 5. Dezember 2018 – deutsche Grafik mit Ereignissen in Europa

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Höhepunkte am nördlichen Winterhimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Universe2go.com

Beschreibung: Was sehen Sie um diese Jahreszeit am Nachthimmel? Diese Grafik zeigt einige Höhepunkte für die Nordhalbkugel der Erde. Man kann sie als Uhr sehen, deren Ziffernblattmitte unten liegt. Frühere Ereignisse am (nördlichen) Winterhimmel sind nach links aufgefächert, spätere nach rechts. Relativ erdnahe Objekte sind allgemein näher an der Zeichenfigur mit Teleskop unten in der Mitte dargestellt, doch fast alles Gezeigte ist ohne Teleskop sichtbar.

Wie zu jeder Jahreszeit erscheinen Jahr für Jahr dieselben Sternbilder, und wie sonst auch erreicht der Meteorstrom der Geminiden Mitte Dezember seinen Höhepunkt. Wie immer ist die Internationale Raumstation ISS gelegentlich als heller Punkt zu sehen, der nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Weniger häufig ist, dass Anfang Januar der Mond fast genau vor mehreren Planeten vorbeizieht.

Ein besonderes Vergnügen in diesem Winter ist Komet 46P/Wirtanen, der bereits hell leuchtet, er zieht Mitte Dezember nur 36 Mondentfernungen an der Erde vorbei und ist möglicherweise mit bloßem Auge gut sichtbar.

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Raketenstart zwischen Bergen

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Bildcredit und Bildrechte: Yudong Jiang

Beschreibung: Was geschieht zwischen diesen Bergen? Eine Rakete wird in den Weltraum geschossen. Hier startete vor etwa zwei Wochen eine Trägerrakete Long March 3B am Xichang-Satellitenstartzentrum in der Provinz Sichuan in China. Die Rakete brachte zwei Navigationssatelliten etwa 2000 Kilometer über die Erdoberfläche, hoch über der Bahn der Internationalen Raumstation, aber weit unter der Bahn geosynchroner Satelliten. Chinas Chang’e 3-Mission, die den Roboter-Rover Yutu auf dem Mond brachte, wurde 2013 in Xichang gestartet.

Dieses Bild wurde ungefähr 10 Kilometer vom Startplatz entfernt fotografiert und ist ein Komposit aus neun Aufnahmen, darunter ein eigenes Hintergrundbild.

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Massereiche Schwarze Löcher auf einer Spiralbahn


Videocredit: NASA’s Goddard Space Flight Center; Musik: In der Halle des Bergkönigs von Edvard Grieg

Beschreibung: Leuchten Schwarze Löcher, wenn sie kollidieren? Wenn sie verschmelzen, strahlen umeinander kreisende Schwarze Löcher mit Sicherheit eine Menge ungewöhnlicher Gravitationswellen ab. Strahlen sie aber schon viel früher Licht ab, wenn sie von Gas umgeben sind?

Um das herauszufinden, entwickelten Astrophysiker eine komplexe Computersimulation. Die Simulation und dieses Ergebnisvideo zeigen sehr detailreich zwei sehr massereiche Schwarze Löcher zusammen mit dem Einfluss von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie auf das umgebende Gas und Licht.

Das Video zeigt das System zuerst von oben, danach von der Seite, dabei sind ungewöhnliche Gravitationslinsenverzerrungen augenfälliger. Rechnerische Ergebnisse lassen vermuten, dass Gravitations- und Magnetkräfte das Gas aufheizen, sodass es sehr energiereiches Licht vom Ultraviolett– bis zum Röntgenbereich abstrahlt. Solche Lichtemissionen ermöglichen der Menschheit vielleicht, Paare sehr massereicher Schwarzer Löcher lange vor ihrem Verschmelzen auf spiralförmigen Bahnen aufzuspüren und zu untersuchen.

Offene Wissenschaft: Stöbern Sie in 1800+ Codes in der Astrophysics Source Code Library

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Die Fee des Adlernebels

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Bildcredit: NASA, ESA, The Hubble Heritage Team, (STScI/AURA)

Beschreibung: Die Staubskulpturen im Adlernebel verdampfen. Starkes Sternenlicht schnitzt die kühlen kosmischen Berge fort. Die übrig bleibenden statuenhaften Säulen kann man sich als mythologische Untiere vorstellen. Hier ist eine von mehreren auffälligen Staubsäulen im Adlernebel abgebildet, die man als als gewaltige außerirdische Fee beschreiben könnte. Diese Fee ist jedoch zehn Lichtjahre groß und speit Strahlung, die viel heißer ist gewöhnliches Feuer.

Der größere Adlernebel, M16, ist eigentlich eine riesige verdampfende Hülle aus Gas und Staub, in deren Inneren sich eine wachsende Höhle befindet, die mit einer eindrucksvollen Sternkrippe gefüllt ist, in der ein offener Sternhaufen entsteht. Diese prächtige Säule ist ungefähr 7000 Lichtjahre entfernt und verdampft wahrscheinlich in etwa 100.000 Jahren.

Dieses Bild in wissenschaftlich neu zugewiesenen Farben wurde 2005 zum 15. Jahrestag des Starts des Weltraumteleskops Hubble veröffentlicht.

Neu: kürzlich bei APOD eingereichte Bilder auf Instagram

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Strichspuren auf dem Mount Everest

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Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Diese Berg- und Nachthimmelslandschaft umrahmt den höchsten Gipfel auf dem Planeten Erde. Das Foto ist ein digitaler Stapel aus 240 aufeinanderfolgenden Aufnahmen, die am 30. September mit Kamera und Stativ bei einem Basislager des Mount Everest fotografiert wurden, es zeigt die steile Nordwand des Himalaja und den Vordergrund, beleuchtet vom hellen Mondlicht.

Die Bildfolge wurde in einem Zeitraum von mehr als 1,5 Stunden aufgenommen und zeigt auch farbige Strichspuren. Ihre Bewegungen, welche die tägliche Rotation des Planeten um seine Achse widerspiegelt, verlaufen entlang konzentrischer Bögen, die auf den Himmelssüdpol zentriert sind. Dieser Punkt liegt weit unter dem zerklüfteten Horizont. Die Farbe der Strichspuren zeigt die Temperatur der Sterne. Bläuliche Farben stammen von heißeren Sternen, gelbliche und rötliche Töne stammen von Sternen, die kühler sind als die Sonne.

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Fluss zu Orion

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Bildcredit und Bildrechte: Juris Sennikovs

Beschreibung: Auf dem Lielupe bildet sich Eis, während er durch diese ruhige Nachtlandschaft fließt. Sogar in Bewegung reflektiert das eisige Wasser noch den sternklaren Himmel. Flache Pfannkuchen aus bewegtem Eis ziehen auf den lang belichteten Aufnahmen Streifen, während die bunten Sterne des Orion und der nördlichen Winternacht über und unter dem Horizont erscheinen.

Das auf den Orion zentrierte Panorama blickt nach Süden, fotografiert wurde es auf drei geplanten Aufnahmen auf einer Brücke in der Nähe von Staļģene in Lettland auf dem Planeten Erde. Zu den Lichtern des Dorfes am Horizont zählen auch die Strahler der Gemeindekirche, die zum Himmel leuchten. Das Bild gewann einen ersten Platz beim StarSpace-Astrofotografiewettbewerb 2018.

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Durch die Südliche Krone

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Bildcredit und Bildrechte: Fabian Neyer

Beschreibung: Auf diesem Teleskop-Weitwinkelpanorama nahe der nördlichen Grenze von Corona Australis, der Südlichen Krone, sind kosmische Staubwolken über ein reichhaltiges Sternenfeld drapiert. Sie sind weniger als 500 Lichtjahre entfernt. Die dichteren Wolken verdecken das Licht der ferneren Hintergrundsterne in der Milchstraße. Die ganze Aussicht zeigt etwa 5 Grad, das sind in der geschätzten Entfernung der Wolken fast 45 Lichtjahre.

Rechts liegt eine Gruppe bläulicher Reflexionsnebel, die als NGC 6726, 6727, 6729 und IC 4812 katalogisiert sind. Die charakteristische blaue Farbe entsteht, wenn das Licht heißer Sterne von kosmischem Staub reflektiert wird. Der Staub verdeckt auch die Sterne in der Region, die sich noch im Entstehungsprozess befinden.

Der kleine gelbliche Nebel NGC 6729 umgibt den jungen veränderlichen Stern R Coronae Australis. Darunter befinden sich Bögen und Schleifen, die als Herbig-Haro-Objekte (HH) erkannt wurden und mit energiereichen neuen Sternen einhergehen. Der prächtige Kugelsternhaufen NGC 6723 liegt rechts über den Nebeln. NGC 6723 scheint zwar ein Teil der Gruppe zu sein, doch seine urzeitlichen Sterne sind fast 30.000 Lichtjahre entfernt und liegen weit hinter den jungen Sternen der Staubwolken in Corona Australis.

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IC 1871 im Seelenebel

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Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson

Beschreibung: Diese kosmische Nahaufnahme blickt tief in den Seelenebel. Die dunklen, brütenden Staubwolken links sind von hellen Graten aus leuchtendem Gas umrandet und als IC 1871 katalogisiert. Das Teleskopsichtfeld ist ungefähr 25 Lichtjahre groß und zeigt nur einen kleinen Teil des viel größeren Herz- und Seelenebels. Der Sternbildungskomplex liegt ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt im Perseus-Spiralarm unserer Milchstraße und ist am Himmel des Planeten Erde im Sternbild Kassiopeia zu sehen.

Die dichten Sternbildungswolken von IC 1871 sind ein Beispiel für ausgelöste Sternbildung, sind entstanden selbst durch die intensiven Winde und die Strahlung der massereichen jungen Sterne in der Region. Dieses Bild erscheint vorwiegend rot, wegen der Emissionen einer bestimmten Farbe des Lichts, das von angeregtem Wasserstoff abgestrahlt wird.

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InSights erstes Bild vom Mars

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Bildcredit: NASA/JPL-Caltech

Beschreibung: Willkommen auf dem Mars, NASA InSight! Gestern legte die robotische NASA-Raumsonde InSight nach einer sechs Monate langen Reise durch das innere Sonnensystem eine dramatische Landung auf dem Mars hin. InSight musste in etwa sieben Minuten von 20.000 km/h auf Null abbremsen. Sie verlangsamte mit gewaltigen 8g und wurde auf bis zu 1500 Grad Celsius aufgeheizt, während sie einen Hitzeschild, einen Fallschirm und am Ende Raketen einsetzte.

Dieses Bild war das erste, das InSight auf dem Mars fotografierte, und der ersehnte Beweis, dass die Raumsonde ausreichend gebremst hatte, um sanft zu landen und auf dem Roten Planeten zu arbeiten. Am Ende ihres Abstiegs wirbelten InSights Raketen Staub auf, der – wie man sieht – auf dem Objektivdeckel der Instrument Context Camera steckt. Außer dem fleckigen Schmutz sieht man Teile der Landesonde: Abdeckungsbolzen und rechts unten ein Landebein. Auf dem rostigen Boden sind kleine Steine erkennbar, der Bogen im oberen Teil des Bildes ist der Marshorizont, der Land und Himmel teilt.

In den nächsten Wochen wird InSight mehrere wissenschaftliche Instrumente einsetzen, darunter ein Seismometer, um Erschütterungen aufzuzeichnen. Diese Instrumente sollen der Menschheit beispiellose Daten liefern, unter anderem über das Innere des Mars. Man vermutet, dass dieses Hinweise auf die Entstehung enthält – nicht nur die des Mars, sondern auch der Erde.

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