Röntgenstrahlen des Supernovaüberrestes SN 1006

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Bildcredit: NASA/CXC/P. Frank Winkler (Middlebury College)

Beschreibung: Was hier wie ein Bovist aussieht, ist sicherlich der Überrest einer der hellsten Supernovae der Geschichtsschreibung. 1006 n.Chr. beschrieb man sie als Aufhellung am Nachthimmel über Regionen, die nun als China, Ägypten, Irak, Italien, Japan und Schweiz bekannt sind. Die von der Explosion stammende, sich ausdehnende Trümmerwolke im südlichen Sternbild Wolf (Lupus) bietet immer noch ein kosmisches Lichtspektakel im gesamten elektromagnetischen Spektrum. Tatsächlich entstand das obige Bild aus Aufnahmen in drei Farben des Röntgenlichts, die mit dem Chandra-Röntgenobservatorium im Orbit aufgenommen wurden. Die Trümmerwolke, bekannt als Supernovaüberrest SN 1006, ist anscheinend etwa 60 Lichtjahre groß und repräsentiert die Überreste eines weißen Zwergsterns. Der kompakte weiße Zwerg, Teil eines Doppelsternsystems, sammelte nach und nach Materie seines Begleitsterns an. Der Materiezuwachs löste schließlich eine thermonukleare Explosion aus, die den Zwergstern zerstörte. Weil die Entfernung zum Supernovaüberrest etwa 7000 Lichtjahre beträgt, ereignete sich diese Explosion tatsächlich 7000 Jahre vor der Ankunft des Lichts 1006 bei der Erde. Stoßwellen im Überrest beschleunigen Teilchen auf extreme Energien und werden für eine Quelle der rätselhaften kosmischen Strahlen gehalten.

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