Komet PanSTARRS und Sichelmond

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Las Campanas Observatory, Carnegie Institution)

Beschreibung: Ein Komet wurde rasch und unerwartet heller. Komet C/2014 Q1 (PanSTARRS) wurde letztes Jahr entdeckt, nun könnte er ein paar Tage lang an manchen Orten mit bloßem Auge kurz nach Sonnenuntergang sichtbar sein. Der Komet umrundete die Sonne am 6. Juli und hat offenbar einiges an Gas und Staub verloren. Heute kommt er der Erde am nächsten – eine weitere Erklärung für den aktuellen großen Zuwachs an scheinbarer Helligkeit und die große Winkelausdehnung seiner Schweife. Auf diesem Bild von vor zwei Tagen ist Komet PanSTARRS mit einem kurzen, weißen Staubschweif zu sehen, der nach rechts verblasst, sowie einem langen blauen Ionenschweif, der von der kurz zuvor untergegangenen Sonne wegweist. Ein Sichelmond leuchtet in der Bildmitte. Morgen zieht Komet PanSTARRS nur 7 Grad am hellen Jupiter vorbei, in der Nähe steht die sogar noch hellere Venus. Wegen seiner Nähe zur Sonne ist der Komet mit seinen Schweifen im Licht der Abenddämmerung am besten mit Fernglas oder auf lang belichteten Fotos zu sehen.

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Der erste Raketenstart von Cape Canaveral

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Bildcredit: GRIN, NASA

Beschreibung: Ein neues Kapitel der Raumfahrt begann in dieser Woche im Juli 1950 mit dem Start der ersten Rakete von Cape Canaveral in Florida: Bumper V-2. Oben ist Bumper-V-2 zu sehen, ein ehrgeiziges zweistufiges Raketenprogramm, bei dem eine WAC Corporal-Rakete auf eine V-2-Rakete gesetzt wurde. Die Oberstufe erreichte die damalige Rekordhöhe von fast 400 Kilometern, das ist höher, als einst die Raumfähren flogen. Die Bumper-V-2 wurde unter der Regie der General Electric Company gestartet und diente vorwiegend dem Test von Raketensystemen und der Erforschung der oberen Atmosphäre. Bumper-V-2-Raketen trugen kleine Nutzlasten, mit denen Eigenschaften wie Lufttemperatur und Auswirkungen der kosmischen Strahlung gemessen wurden. Sieben Jahre später startete die Sowjetunion Sputnik I und Sputnik II, die ersten Satelliten im Erdorbit. Als Reaktion darauf gründeten die USA 1958 die NASA.

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Flug über Pluto


Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Beschreibung: Es dauerte 9,5 Jahre, um so nahe hinzugelangen, doch nun können Sie in dieser Animation aus Bilddaten der Raumsonde New Horizons einen virtuellen Flug über Pluto machen. Das plutonische Gelände, das sich 77.000 Kilometer unterhalb entfaltet, wird als Norgay Montes bezeichnet, gefolgt von Sputnik Planum. Die eisigen Berge – informell benannt nachTenzing Norgay, einem der beiden Erstbesteiger des Mount Everest – türmen sich 3500 Meter über der Oberfläche auf. Die gefrorenen jungen kraterlosen Ebenen wurden inoffiziell nach dem ersten künstlichen Satelliten der Erde benannt. Sputnik Planum liegt nördlich von Norgay Montes in Plutos ausgedehnter, heller, herzförmiger Struktur, die vorläufig Tombaugh Regio heißt, nach Clyde Tombaugh, der Pluto 1930 entdeckte.

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Charon

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Beschreibung: Die eisige Welt Charon ist 1200 Kilometer groß. Damit hat der größte Mond Plutos nur etwa 1/10 des Erddurchmessers, doch einen kolossalen halben Plutodurchmesser. Auf diesem Bild von New Horizons ist Charon so detailreich wie nie zuvor zu sehen. Das Bild wurde Ende des 13. Juli beim Flug der Raumsonde durch das Plutosystem aus einer Entfernung von weniger als 500.000 Kilometern fotografiert. Zum Vergleich: Die Entfernung Erde-Mond beträgt weniger als 400.000 Kilometer. Charons Oberfläche wird als überraschend, jung und vielfältig beschrieben und enthält eine 1000 Kilometer breite Schneise mit Klippen und Tälern in der Mitte, eine 7 bis 9 Kilometer tiefe Schlucht, die den oberen rechten Rand durchschneidet, sowie eine rätselhafte dunkle Nordpolregion, die inoffiziell Mordor genannt wird.

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80 Kilometer auf Pluto

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Beschreibung: Eine 80-Kilometer-Reise über Pluto entspricht der Entfernung, die der Maßstabsbalken auf diesem aufsehenerregenden Bild anzeigt. Die Nahaufnahme des zerklüfteten Geländes am Äquator der eisigen Welt wurde fotografiert, als die Raumsonde New Horizons etwa 77.000 Kilometer von der Oberfläche entfernt war – 1,5 Stunden vor ihrer größten Annäherung. Die Berge sind bis zu zirka 3500 Meter hoch und bestehen vermutlich aus Wassereis. Sie lassen auf eine überraschende geologische Aktivität schließen und sind wahrscheinlich jung – ihr Alter wird wegen der offensichtlichen Abwesenheit von Kratern auf 100 Millionen Jahre geschätzt. Die abgebildete Region befindet sich am Fuß der großen, hellen herzförmigen Struktur auf Pluto.

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Pluto hochaufgelöst

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Bildcredit und Bildrechte: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Beschreibung: New Horizons hat ihre nahe Begegnung mit Pluto überlebt und die Übertragung von Bildern und Daten wiederaufgenommen. Die Roboter-Raumsonde meldete sich pünktlich zurück, alle Systeme arbeiteten und das erwartete Ausmaß an Daten war gespeichert. Hier ist das am höchsten aufgelöste Bild von Pluto, das vor der größten Annäherung aufgenommen wurde – ein Bild, das Pluto in ein zufriedenstellendes Blickfeld rückt. Auf den ersten Blick ist Pluto rötlich und besitzt mehrere Krater. Am unteren Bildrand ist eine überraschend strukturlose, helle Region zu sehen, die einem Herz-Symbol ähnelt, und rechts unten tritt gebirgiges Gelände zutage. Dieses Bild ist jedoch nur der Beginn. Heute treffen weitere Bilder und Daten ein, und im Laufe der kommenden Woche und des nächsten Jahres wird das Verständnis der Menschheit von Pluto und seinen Monden wahrscheinlich revolutioniert.

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New Horizons passiert Pluto und Charon

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Bildcredit und Bildrechte: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Beschreibung: Überlebt die Sonde New Horizons ihre größte Annäherung an Pluto, und schickt sie brauchbare Bilder und Daten? Das wird die Menschheit in wenigen Stunden wissen. Unabhängig davon, wie gut New Horizons arbeitet, flitzt sie heute mit großer Geschwindigkeit an Pluto und seinen Monden vorbei, der Zeitpunkt ihrer größten Annäherung ist 11:50 UT (13:50 MESZ). Um jedoch besser Bilder und Daten sammeln zu können, wurde die Roboter-Raumsonde vorprogrammiert und die Kommunikation zur Erde bis 15. Juli zirka 1:00 UT unterbrochen, das entspricht ungefähr 3:00 MESZ am 15. Juli. Daher wird ein Großteil der Menschheit heute den Atem anhalten und hoffen, dass die Raumsonde, die etwa so groß ist wie ein Klavier, wieder mit den Bodenstationen auf der Erde kommunizieren wird. Hoffentlich beginnt New Horizons dann, neue und aufschlussreiche Daten über eine Welt zu senden, die seit ihrer Entdeckung vor 85 Jahren fern und rätselhaft blieb. Oben ist ein New-Horizons-Kompositbild von Charon (links) und Pluto (rechts) abgebildet, das vor 3 Tagen fotografiert wurde und bereits beide Welten beispiellos detailreich zeigt.

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Letzter Blick auf Plutos Charonseite

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Bildcredit und Bildrechte: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Beschreibung: Plutos Oberfläche ist seltsam. Die Robotersonde New Horizons rast ihrer morgigen größten Annäherung an Pluto und seine Monde entgegen, doch schon jetzt kommen Bilder von Plutos immer seltsamer erscheinenden Oberfläche. Dieses zwei Tage alte Bild zeigt die Seite von Pluto, die immer seinem größten Mond Charon zugewandt ist. Besonders interessant ist der dunkle Gürtel am unteren Rand, der Plutos Äquator einkreist. Derzeit ist nicht klar, ob die Regionen in diesem dunklen Gürtel Berge oder Flachland sind, warum die Grenzen so scharf und die hellen Regionen scheinbar fast gleichmäßig verteilt sind. Weil New Horizons auf der anderen Seite Plutos vorbeifliegt, wird dieses das beste Bild der fernen Landschaft sein, das die Menschheit lange Zeit sehen wird. Wenn die Roboter-Raumsonde wie erhofft funktioniert, werden die Bilder von der anderen Seite Plutos von der größten Annäherung etwa 300-mal detailreicher sein.

Aktuell: bisher bestes Bild von Charon
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New Horizons‘ Start zu Pluto

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Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper

Beschreibung: Reiseziel: Pluto. Die Raumsonde New Horizons hob 2006 mit Getöse von der Startrampe am Cape Canaveral in Florida (USA) ab und brach zu Abenteuern im fernen Sonnensystem auf. Das Fahrzeug ist das schnellste Raumschiff, das je von Menschen gestartet wurde, es passierte den Mond nur neun Stunden nach dem Start und Jupiter nach nur einem Jahr. Nachdem New Horizons fast ein Jahrzehnt durchs Sonnensystem kreuzte, passiert sie am Dienstag Pluto. Beim Start von New Horizons war Pluto offiziell ein Planet und war noch nie zuvor von einer Raumsonde besucht oder aus der Nähe fotografiert worden. Nach Pluto wird das Roboter-Raumschiff mindestens ein weiteres Kuipergürtel-Objekt besuchen, das noch weiter draußen als Pluto um die Sonne kreist. Die abgebildete Sonde New Horizons startete an der Spitze einer mächtigen Atlas-V-Rakete in den Weltraum.

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Plutos Geologie

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Beschreibung: Pluto rückt ins Blickfeld. Während die Roboter-Raumsonde New Horizons sich dieser unerforschten Welt des fernen Sonnensystems schnell nähert, treten neue Details seiner Oberfläche zutage. Auf diesem Bild, das letzten Donnerstag fotografiert und gestern veröffentlicht wurde, ist links eine ungewöhnliche vieleckige, etwa 200 Kilometer große Struktur sichtbar, während knapp darunter relativ komplexes Gelände diagonal über den Zwergplaneten verläuft.

New Horizons‚ Bilder und Daten auf diesen Strukturen werden wahrscheinlich von nun an jahrelang untersucht, in dem Bemühen, die geologische Geschichte Plutos und unseres Sonnensystems besser zu verstehen. New Horizons, die letzte Woche eine ärgerliche Panne hatte, macht am Dienstag ihren historischen Vorbeiflug an Pluto und seinen Monden.

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Messier 43

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Obs.), Igor Chilingarian (Harvard-Smithsonian CfA)

Beschreibung: Der Nebel Messier 43 wird zwar oft fotografiert, aber nur selten erwähnt. Diese große eigenständige Sternbildungsregion gehört zu einem Sternbildungskomplex aus Gas und Staub, die auch den größeren, berühmteren Nachbarn Messier 42 enthält, den großen Orionnebel, der außerhalb des unteren Bildrandes liegt. Diese Nahaufnahme von Messier 43 entstand beim Test der Leistungsfähigkeit eines Nahinfrarot-Instruments mit einem der 6,5-Meter-Magellan-Zwillingsteleskope am Las-Campanas-Observatorium in den chilenischen Anden. Im Kompositbild sind die unsichtbaren Infrarotwellenlängen zu blauen, grünen und roten Farben verschoben. Im Nahinfrarot, das interstellare Staubhöhlen durchdringen kann, die normalerweise vor dem sichtbaren Licht verborgen sind, kann man auch kühle, braune Zwergsterne in der komplexen Region untersuchen. Messier 43 und sein berühmter Nachbar liegen etwa 1500 Lichtjahre entfernt am Rand von Orions gewaltiger Molekülwolke. In dieser Entfernung umfasst das Sichtfeld ungefähr 5 Lichtjahre.

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