Die Milchstraße über einer Meereshöhle in Malibu

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Bildcredit und Bildrechte: Jack Fusco

Beschreibung: Was passiert vor dieser Höhle? Nichts Unerwartetes – das zentrale Band unserer Milchstraße zieht vorbei. Während die Erde sich dreht, scheint das Band unserer Galaxis zu rotieren und zieht den Horizont entlang. Dieses Bild stammt von einem Fotografen mit einer Leidenschaft für die Suche nach Meereshöhlen, er fand diese eindrucksvolle Grotte im Leo Carrillo State Park in der Nähe von Malibu in Kalifornien (USA). Nach etwas Planung fotografierte er diese Einzelaufnahme durch den 10 Meter hohen Höhleneingang, um die Milchstraße in weiter Ferne zu zeigen. Im Vordergrund sind mehrere etwa einen Meter große Felsbrocken zu sehen. In der Sternenlandschaft im Hintergrund leuchten Millionen Sterne, einer davon ist der relativ helle orangefarbene Antares rechts neben der Bildmitte.

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Farbenprächtige Wolken bei Rho Ophiuchi

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Bildcredit und Bildrechte: Markus Noller (Deep-Sky-Images)

Beschreibung: Warum ist der Himmel um Antares und Rho Ophiuchi so bunt? Die Farben stammen von einer Mischung aus Objekten und Prozessen. Feiner Staub, den das Sternenlicht von vorne beleuchtet, bildet blaue Reflexionsnebel. Gasförmige Wolken, deren Atome von ultraviolettem Sternenlicht angeregt werden, erzeugen rötliche Emissionsnebel. Von hinten beleuchtete Staubwolken blockieren Sternenlicht und erscheinen dunkel. Antares, ein roter Überriese und einer der helleren Sterne am Nachthimmel, beleuchtet die gelblich-roten Wolken unter der Mitte dieses Bildes. Rho Ophiuchi liegt in der Mitte des linken blauen Nebels. Der ferne Kugelsternhaufen M4 steht rechts über der Mitte. Diese Sternwolken sind sogar noch bunter, als Menschen sie sehen können, da sie Licht im gesamten elektromagnetischen Spektrum abstrahlen.

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Zeta Oph: Ausreißerstern

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Weltraumteleskop Spitzer

Beschreibung: Wie ein Schiff, das durch kosmische Meere pflügt, erzeugt der Ausreißerstern Zeta Ophiuchi die auf diesem faszinierenden Infrarotporträt dargestellte gewölbte interstellare Bug- oder Kopfwelle. Diese Falschfarbenansicht zeigt nahe der Bildmitte den bläulichen Zeta Oph, der ungefähr 20 Mal massereicher ist als die Sonne und sich mit 24 Kilometern pro Sekunde nach links bewegt. Sein starker Sternenwind, der ihm vorauseilt, komprimiert und erhitzt die staubhaltige interstellare Materie und formt die gebogene Stoßfront. Rundherum sind Wolken aus relativ unberührter Materie. Was brachte diesen Stern in Bewegung? Zeta Oph gehörte wahrscheinlich zu einem Doppelsternsystem, dessen Begleitstern massereicher und daher kurzlebiger war. Als der Begleiter als Supernova explodierte und vernichtend viel Masse verlor, wurde Zeta Oph aus dem System geworfen. Der ungefähr 460 Lichtjahre entfernte Zeta Oph ist 65.000 Mal leuchtstärker als die Sonne und wäre einer der helleren Sterne am Himmel, wenn er nicht von undurchsichtigem Gas umgeben wäre. Das Bild zeigt etwa 1,5 Grad oder 12 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung von Zeta Ophiuchi.

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Südlicht

Sechs kreisförmige Bildfelder zeigen Polarlichter im Laufe der Nacht.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Schwarz (Amundsen-Scott-Südpolstation)

Beschreibung: Diese intensiv schillernden Lichter – sie sind kein Feuerwerk – tanzten Ende letzten Monats über den Nachthimmel der Erde und sind hier über dem geografischen Südpol des Planeten zu sehen. Die faszinierende Polarlichtschau wurde ausgelöst, als ein Tage zuvor von der Sonne ausgestoßener koronaler Massenauswurf auf die Magnetosphäre traf – damit begann ein großflächiger geomagnetischer Sturm. Die sechs mit Fischaugenobjektiv aufgenommenen Bildfelder wurden mit Batterie in einem beheizten Gehäuse aufgenommen, um die Digitalkamera vor der Umgebungstemperatur von -70° C der langen Winternacht zu schützen. Um den Horizont sind astronomische Südpol-Observatorien angeordnet, hinter dem Südlicht breiten die Sterne der südlichen Milchstraße aus.

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Venus und Jupiter sind fern

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Tomaszewski

Beschreibung: Am 30. Juni waren Venus und Jupiter zwar weit voneinander entfernt, standen jedoch bei Dämmerung im Westen nahe beisammen. Zum Höhepunkt der prächtigen Konjunktion dieses Jahres wurden die beiden hellen Abendplaneten auf diesem scharfen digitalen Kompositbild, das nach Sonnenuntergang in Poznań (Polen) fotografiert wurde, im gleichen Teleskop-Sichtfeld abgebildet. Der gebänderte Gasriese Jupiter war ganze 910 Millionen Kilometer von Polen entfernt. Das ist mehr als die 11-fache Entfernung der Venussichel, die zu dieser Zeit nur 78 Millionen Kilometer entfernt war. Doch weil der Durchmesser des Gasriesenplaneten Jupiter mehr als 11-mal größer ist als jener der Venus, haben beide Planeten fast die gleiche Winkelgröße. Natürlich hätte der polnische Astronom Nikolaus Kopernikus, der im 16. Jahrhundert lebte, diese Teleskopansicht mit Jupiters vier galileischen Monden und der Venussichel ebenfalls genossen. Beobachtungen von Jupiters Monden und der Sichelphase der Venus waren Beweise für das kopernikanische oder heliozentrische Modell des Sonnensystems.

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Venus und Jupiter sind nahe

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Kompositbild: Credit und Bildrechte: Wang, Letian

Beschreibung: Am 30. Juni standen Venus und Jupiter in der Dämmerung am im Westen nahe beisammen. Um den Höhepunkt der prächtigen Konjunktion dieses Jahres wurden die beiden hellen Abendplaneten auf diesem Bild nach Sonnenuntergang im selben Teleskop-Sichtfeld in Peking (China) abgebildet. Als die beiden hellen Planeten im Westen gemeinsam untergingen, stieg im Südosten ein fast voller Mond über den Horizont. Der aufgehende Mond vom gegenüberliegenden Teil des Himmels steht zum Vergleich neben der Planetenkonjunktion, alle Teile dieses Bildes wurden in einer Nacht mit derselben Teleskop- und Kamera-Kombination fotografiert und digital zusammengefügt. Die volle Mondscheibe bedeckt am Himmel einen Winkel von etwa 1/2 Grad. Die Venussichel und Jupiters galileische Monde sind sowohl mit Fernglas als auch mit kleinen Teleskopen sichtbar. Natürlich stehen Venus und Jupiter immer noch nahe beisammen.

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Venus, Jupiter und leuchtende Nachtwolken

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Haben Sie schon die Planetenbegegnung gesehen? Heute ziehen die Planeten Jupiter und Venus von der Erde aus gesehen weniger als einen halben Grad aneinander vorbei. Diese Konjunktion ist auf der ganzen Welt ziemlich gut beobachtbar – sehen Sie einfach kurz nach Sonnenuntergang Richtung Westen. Die hellsten Objekte über dem Horizont sind Venus und Jupiter, die Venus leuchtet heller. Auf dem obigen Bild wurden die einander begegnenden Planeten vor zwei Nächten nach Sonnenuntergang fotografiert, der Himmel war von hoch oben schwebenden leuchtenden Nachtwolken geschmückt. Im Vordergrund genießt die Schwester des Astrofotografen die Aussicht am Ufer der Talsperre Seč in Tschechien. Es waren die ersten leuchtenden Nachtwolken, die sie je gesehen hat. Jupiter und Venus kommen einander heute Abend noch näher und sind weiterhin bis Mitte August im gleichen Himmelsbereich sichtbar.

Heute Abend: Venus begegnet Jupiter nach Sonnenuntergang
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