Fibrillen blühen auf der Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Big Bear Sonnenobservatorium, NJIT, Alan Friedman (Averted Imagination)

Beschreibung: Wann sieht die Sonne wie eine Blume aus? In einer bestimmten Farbe des roten Lichtes, das von Wasserstoff abgestrahlt wird, erinnern – wie hier zu sehen ist – manche Regionen der Chromosphäre an eine Rose. Das farbinvertierte Bild wurde im Oktober 2014 fotografiert und zeigt die aktive Sonnenregion 2177. Die im Bild sehr auffälligen Blütenblätter sind Röhren aus heißem Plasma – sogenannte Fibrillen -, die durch Magnetfelder begrenzt sind, und von denen manche länger sind als der Durchmesser der Erde. In der Zentralregion blicken wir bei vielen Fibrillen auf das obere Ende, während in den umgebenden Regionen typischerweise gekrümmte Fibrillen vorkommen. Wenn diese riesigen Plasmaröhren am Sonnenrand zu sehen sind, werden sie Spikulen genannt, in passiven Regionen nennt man sie „mottles“ (Sprenkel, Marmorierungen). Die Sonnenfleckenregion 2177 überlebte mehrere weitere Tage, bevor das komplexe, stürmische Magnetfeld, das durch die Sonnenoberfläche stieß, sich neu bildete.

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M106: Spiralgalaxie mit seltsamem Zentrum

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Bildcredit: NASA, ESO, NAOJ, Giovanni Paglioli; Montage und Bearbeitung: R. Colombari und R. Gendler

Beschreibung: Was geschieht im Zentrum der Spiralgalaxie M106? Blaue Spiralarme und rote Staubbahnen um den Kern bestimmen die Erscheinung von M106, wie im obigen Bild zu sehen ist. Der Kern von M106 leuchtet hell in Radiowellenlängen und Röntgenstrahlen – darin wurden Doppelstrahlen gefunden, die durch die ganze Galaxie verlaufen. Mit ihrem ungewöhnlichen zentralen Leuchten ist M106 eine der nächstgelegenen Vertreterinnen der Klasse der Seyfertgalaxien, man vermutet, dass enorme Mengen leuchtenden Gases in ein massereiches Schwarzes Loch im Zentrum stürzen. M106, auch als NGC 4258 bezeichnet, ist mit einer Entfernung von 23,5 Millionen Lichtjahren relativ nahe, sie ist 60.0000 Lichtjahre groß und mit einem kleinen Teleskop im Sternbild der Jagdhunde (Canes Venatici) zu sehen.

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Zwei Stunden vor Neptun

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Bildcredit: Voyager 2, NASA

Beschreibung: 1989 fotografierte die Roboter-Raumsonde Voyager 2 zwei Stunden vor der größten Annäherung an Neptun dieses Bild. Erstmals waren lange, helle Federwolken deutlich zu sehen, die hoch in Neptuns Atmosphäre schweben. Die Schatten dieser Wolken sind auf tiefer den liegenden Wolkenoberseiten sichtbar. Der Großteil der Neptunatmosphäre besteht aus Wasserstoff und Helium, die beide unsichtbar sind. Neptuns blaue Farbe stammt daher von kleineren Mengen atmosphärischen Methans, das vorzugsweise rotes Licht absorbiert. Auf Neptun wehen die schnellsten Winde im Sonnensystem, mit Böen von bis zu 2000 Kilometern pro Stunde. Vermutungen zufolge könnten Diamanten in der dichten, heißen Umgebung unter den Wolkenoberflächen von Uranus und Neptun erzeugt werden. 26 Jahre später ist die NASA-Sonde New Horizons bereit, im Juli als erste Raumsonde an Pluto vorbeizurasen.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator
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Porträt des Sonnensystems

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Bildcredit: Voyager Project, NASA

Beschreibung: Am Valentinstag vor 25 Jahren blickte die Raumsonde Voyager 1, die 43 Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt kreuzte, ein letztes Mal zurück, um dieses allererste Familienporträt des Sonnensystems zu fotografieren. Das vollständige Porträt ist ein Mosaik aus 60 Bildern, die aus einem Winkel von 32 Grad über der Ekliptik fotografiert wurden. Die Bilder von Voyagers Weitwinkelkamera tasten das innere Sonnensystem links ab, bis hin zum Gasriesen Neptun ganz rechts, dem äußersten Planeten des Sonnensystems. Die Buchstaben zeigen die Positionen von Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun, die Sonne ist der helle Fleck etwa in der Mitte des Kreises aus Bildfeldern. Die eingesetzten Bilder für jeden der Planeten stammen von Voyagers Schmalbildkamera. Merkur ist auf diesem Porträt unsichtbar, der für die Beobachtung zu nahe an der Sonne ist, sowie Mars, der leider im Sonnenlicht, das vom optischen System der Kamera gestreut wurde, verborgen ist. Die Position des kleinen, blassen Plutos, der zu dieser Zeit näher an der Sonne war als Neptun, wurde nicht erfasst.

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Polarlicht auf Eis

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Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrées)

Beschreibung: Diese ausgedehnte Fischaugenansicht mit Eis und Himmel stammt nicht aus einer Schneekugel, sie wurde am 1. Februar in Jökulsárlónim Südosten Islands auf dem Planeten Erde fotografiert. Brocken aus Gletschereis auf dem schwarzen Sandstrand funkeln im Licht des fast vollen Mondes, der von einem strahlenden Hof umgeben war. Der 22-Grad-Mondhalo entsteht durch Eiskristalle in hoch schwebenden, dünnen Wolken, die das Mondlicht brechen. Trotz des hellen Mondlichtes tanzen Polarlichtschleier durch die surreale Szene. Anfang Februar wurde ihre Aktivität durch die rastlose Magnetosphäre der Erde und den energiereichen Wind eines koronalen Loches nahe dem Sonnensüdpol ausgelöst. Der helle Jupiter, ebenfalls fast in Opposition, ist links unter dem eisigen Mondhalo sichtbar.

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Die Antennen erforschen

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Bildcredit: Subaru, NAOJ, NASA/ESA/Hubble, R.W. Olsen – Bearbeitung: Federico Pelliccia und Rolf Wahl Olsen

Beschreibung: Ungefähr 60 Millionen Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Rabe kollidieren zwei große Galaxien. Die Sterne in diesen Galaxien, die als NGC 4038 und NGC 4039 katalogisiert sind, kollidieren nur selten bei dieser schwerfälligen gewaltsamen Umwälzung, die Hunderte Millionen Jahre dauert. Ihre großen Wolken aus molekularem Gas und Staub kollidieren jedoch, wobei nahe der Mitte des kosmischen Trümmerhaufens Episoden heftiger Sternbildung ausgelöst werden. Dieses atemberaubende Kompositbild, das etwa 500.000 Lichtjahre umfasst, zeigt auch neue Sternhaufen und Materie, die durch die Gezeitenkräfte weit vom Unfallort fortgeschleudert wurden. Das außergewöhnliche, in Zusammenarbeit erstellte Bild ist ein Mosaik, das aus den Daten kleiner und großer erdgebundener Teleskope erstellt wurde, um groß angelegte und zarte Gezeitenströme hervorzuheben, kombiniert sehr detailreichen Bildern der hellen Kerne, aufgenommen mit dem Weltraumteleskop Hubble. Natürlich gibt die vielsagende visuelle Erscheinung der ausgedehnten gewölbten Strukturen dem Galaxienpaar seinen volkstümlichen Namen: die Antennen.

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M100: Eine Grand-Design-Spiralgalaxie

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Bildcredit: Hubble Legacy Archive, NASA, ESA Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Beschreibung: Die in wahrhaft kosmischem Maßstab majestätische M100 ist passenderweise als Grand-Design-Spiralgalaxie klassifiziert. Sie ist eine große Galaxie mit mehr als 100 Milliarden Sternen und klar definierten Spiralarmen und ähnelt unserer eigenen Milchstraße. M100 (auch NGC 4321), eine der hellsten Galaxien im Virgo-Galaxienhaufen, befindet sich 56 Millionen Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices). Dieses Bild von M100 wurde 2006 mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert und zeigt helle blaue Sternhaufen und komplexe gewundene Staubbahnen, die Kennzeichen dieser Galaxienklasse sind. Die Untersuchung veränderlicher Sterne in M100 spielte eine wichtige Rolle bei der Bestimmung der Größe und des Alters des Universums. Wenn Sie genau wissen, wo Sie suchen müssen, finden Sie einen kleinen Fleck – das Lichtecho einer hellen Supernova, die wenige Monate vor Aufnahme dieses Bildes entdeckt wurde.

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Ein extrem langes Filament auf der Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Oliver Hardy

Beschreibung: Gestern stellte die Sonne eines der längsten Filamente zur Schau, die je erfasst wurden. Es könnte auch heute noch da sein. Das gewaltige Filament ist im Bild als dunkler Streifen unter der Mitte zu sehen und erstreckt sich auf der Vorderseite der Sonne über eine Distanz, die länger ist als der Sonnenradius – mehr als 700.000 Kilometer. Ein Filament besteht aus heißem Gas, das vom Magnetfeld der Sonne in Schwebe gehalten wird, sodass es von der Seite gesehen als erhabene Protuberanz erscheint. Das Bild bildet das Filament in von Wasserstoff abgestrahltem Licht ab und zeigt somit die Chromosphäre der Sonne. Sonnenbeobachtungsteleskope, darunter das Solar Dynamics Observatory (SDO) der NASA, verfolgen diese ungewöhnliche Struktur, wobei SDO gestern ein einhüllendes spiralförmiges Magnetfeld beobachtete. Da Filamente typischerweise nur Stunden oder Tage bestehen bleiben, könnten Teile davon jederzeit kollabieren oder ausbrechen und heißes Plasma entweder zur Sonne zurückwerfen oder ins äußere Sonnensystem ausstoßen. Ist das Filament noch da? Sehen Sie nach, indem Sie auf das aktuelle SDO-Sonnenbild klicken.

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Schichtgestein bei Mount Sharp auf dem Mars

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Beschreibung: Wie entstanden die Schichten in diesem Marsgestein? Die führende Hypothese vermutet einen urzeitlichen Marssee, der 10 Millionen Jahre lang fortwährend verdunstete und sich wieder füllte, nun jedoch seit Milliarden Jahren trocken und ohne Wasser ist. Das gezeigte Bild, das letzten November vom Roboter-Rover Curiosity fotografiert wurde, zeigt den einen Meter großen Whale Rock, er ist Teil des Pahrump-Hills-Aufschlusses am Fuß des Mount Sharp. Im Bild fällt auch die Schrägschichtung auf – Gestein mit geneigten Schichten, das wahrscheinlich durch Sandwellen entstand. Curiosity findet weiterhin viele geschichtete Gesteine wie dieses, während er um und auf den 5,5 Kilometer hohen Mount Sharp rollt.

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Staubsäule im Carinanebel

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Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble SM4 ERO Team

Beschreibung: Diese kosmische Säule aus Gas und Staub ist fast zwei Lichtjahre groß. Das Gebilde liegt in einer der größten Sternbildungsregionen unserer Galaxis, dem Carinanebel, der am Südhimmel in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren leuchtet. Die verschnörkelten Umrisse der Säule wurden vom Wind und der Strahlung junger, heißer, massereicher Sterne in Carina geformt. Doch auch das Innere der kosmischen Säule enthält Sterne im Entstehungsprozess. Eine alles durchdringende InfrarotAufnahme zeigt zwei schmale, energiereiche Strahlen, die in der Säule deutlich sichtbar sind, und die von einem noch versteckten jungen Stern nach außen strömen. Das oben gezeigte Bild in sichtbarem Licht entstand 2009 mithilfe der Weitwinkelkamera 3 des Weltraumteleskops Hubble.

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Polarlicht-Murmeln

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Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Es sieht wie eine hübsche Murmelsammlung aus. Doch dieses Raster mit eingebetteten Wirbeln und Streifen zeigt die dramatische Entwicklung eines Polarlicht-Teilsturms auf dem Planeten Erde. Die Folge aus mehr als 600 Fischaugen-Bildern von Horizont zu Horizont entstand im März 2012 in Lappland nahe dem Polarkreis im Norden Schwedens in einem Zeitraum von 2 Stunden. Es beginnt oben links in der Abenddämmerung, endet unten rechts und zeigt zwei Aktivitätsspitzen mit hellen Polarlichtern am Himmel. Die THEMIS-Raumsondenflotte der NASA entdeckte bei der Erforschung des Raums zwischen Erde und Mond, dass diese Polarlicht-Explosionen durch plötzliche Energieentladungen in der Magnetosphäre der Erde ausgelöst werden. Auch wenn Sie nicht mit Murmeln spielen, können Sie unter diesem Link die Bildfolge als vollständiges Zeitraffervideo sehen (vimeo) sehen.

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