Die helle Spiralgalaxie M81

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Bildcredit: Subaru-Teleskop (NAOJ), Weltraumteleskop Hubble;
Bearbeitung und Bildrechte: Roberto Colombari und Robert Gendler

Beschreibung: Eine der hellsten Galaxien am Himmel des Planeten Erde ist ähnlich groß wie unsere Milchstraße: die große, schöne M81. Diese große Spiralgalaxie befindet sich im nördlichen Sternbild Großer Bär (Ursa Major). Diese wunderbar detailreiche Ansicht enthüllt den hellen, gelblichen Kern von M81, die blauen Spiralarme und ausladenden kosmischen Staubbahnen in einer Größe, die mit der Milchstraße vergleichbar ist. Mitten durch die Scheibe läuft links neben dem Zentrum der Galaxie eine markante Staubbahn, entgegengesetzt zu den anderen markanten Spiralstrukturen in M81 – ein Hinweis auf eine ordnungswidrige Vergangenheit. Die fehlgeleitete Staubspur könnte das Ergebnis einer nahen Begegnung von M81 mit ihrer kleineren Begleitgalaxie M82 sein. Untersuchungen veränderlicher Sterne in M81 lieferten eine der besten Entfernungsbestimmungen für eine externe Galaxie – 11,8 Millionen Lichtjahre.

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Sternbildung im Kaulquappennebel

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Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Beschreibung: IC 410 liegt mit seiner staubhaltigen Emission im Kaulquappennebel etwa 12.000 Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Fuhrmann. Die Wolke aus leuchtendem Gas ist mehr als 100 Lichtjahre groß und wird von Sternwinden und der Strahlung des eingebetteten offenen Sternhaufens NGC 1893 geformt. Helle Sterne im Haufen, die vor zirka 4 Millionen Jahren in der interstellaren Wolke entstanden sind, sind überall im Sterne bildenden Nebel zu sehen. Nahe der Bildmitte winden sich zwei markante, relativ dichte Materieströme, die von den Zentralregionen des Nebels wegziehen. Diese kosmischen Kaulquappenformen in IC 410 sind etwa 10 Lichtjahre lang, und möglicherweise entstehen darin neue Sterne. Das hier gezeigte Bild wurde vom Satelliten Wide Field Imager Survey Explorer (WISE) der NASA im Infrarotlicht fotografiert.

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Die Doppelstaubscheibe von HD 95086

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Illustrationscredit: Spitzer Space Telescope, JPL, NASA

Beschreibung: Wie sehen andere Sternsysteme aus? Um das herauszufinden, führen Astronomen detaillierte Beobachtungen naher Sterne im Infrarotlicht durch, um zu sehen, welche davon Staubscheiben haben, die Planeten bilden könnten. Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Spitzer der NASA und dem Weltraumobservatorium Herschel der ESA zeigten, dass das Planetensystem HD 95086 zwei Staubscheiben besitzt: eine heiße nahe am Heimatstern und weiter draußen eine kühlere. Eine künstlerische Darstellung davon, wie das System aussehen könnte, ist hier zu sehen, zusammen mit hypothetischen Planeten mit großen Ringen, die zwischen den Scheiben kreisen. Die Planeten könnten die große Lücke zwischen den Scheiben erzeugt haben, indem sie mit ihrer Gravitation den Staub absorbierten und ablenkten. HD 95086 ist ein blauer Stern mit etwa 60 Prozent mehr Masse, als unsere Sonne besitzt. Er ist zirka 300 Lichtjahre von der Erde entfernt und mit einem Fernglas im Sternbild Schiffskiel zu sehen. Die Untersuchung des HD-95086-Systems könnte Astronomen helfen, die Entstehung und Entwicklung unseres eigenen Sonnensystems sowie der Erde besser zu verstehen.

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Leoniden über dem Torre de la Guaita

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: 1999 erreichte der Meteorstrom der Leoniden eine eindrucksvolle Stärke. Beobachter in Europa erkannten bei der Meteorrate einen klar eingegrenzten Höhepunkt, der in den frühen Morgenstunden des 18. November um 0210 UTC zu beobachten war, bei dem die Anzahl an Meteoren auf 1000 pro Stunde anstieg – das Minimum, um ihn als echen Meteorsturm zu bezeichnen. Zu anderen Zeiten und an anderen Orten auf der Welt meldeten Beobachter meist beachtliche Zahlen von zwischen 30 und 100 Meteoren pro Stunde. Dieses Foto ist eine 20-Minuten-Belichtung, die knapp vor der Spitze des Leonidenhöhepunktes endete. Mindestens fünf LeonidenMeteore sind hoch über dem Torre de la Guaita zu sehen, einem Beobachtungsturm aus dem 12. Jahrhundert in Girona (Spanien). 2014 erreicht der Meteorstrom der Leoniden wieder in den nächsten Nächten die Leoniden seinen Höhepunkt. Dieses Jahr streut der Sichelmond zwar nicht allzuviel störendes Himmelslicht, doch die Erde passiert voraussichtlich einen ruhigeren Strom aus Teilen, die vom Kometen Tempel-Tuttle zurückgelassen wurden, als 1999, was an dunklen Orten zu vielleicht 15 sichtbaren Meteoren pro Stunde führt.

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Der Tulpennebel

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Bildcredit und Bildrechte: J-P Metsävainio (Astro Anarchy)

Beschreibung: Diese Teleskopansicht mit Blick entlang der Ebene unserer Milchstraße zum nebelreichen Sternbild Schwan umrahmt eine helle Emissionsregion. Die leuchtende Wolke aus interstellarem Staub und Gas heißt allgemein Tulpennebel und ist auch im Katalog des Astronomen Stewart Sharpless aus dem Jahre 1959 als Sh2-101 zu finden. Der schöne Nebel ist etwa 8000 Lichtjahre entfernt, misst zirka 70 Lichtjahre im Komplex und blüht im Zentrum dieses Kompositbildes. Rote, grüne und blaue Farbtöne kartieren Emissionen ionisierter Schwefel-, Wasserstoff- und Sauerstoffatome. Ultraviolette Strahlung von jungen, energiereichen Sternen am Rande der Cygnus-OB3-Assoziation, darunter der O-Stern HDE 227018, ionisiert die Atome und liefert die Energie für die Emission des Tulpennebels. HDE 227018 ist der helle Stern neben dem blauen Bogen in der Mitte der kosmischen Tulpe. Der im gesamten elektromagnetischen Spektrum leuchtende Mikroquasar Cygnus X-1 und eine gekrümmte Stoßfront, die von seinen mächtigen Strahlen erzeugt wurde, befinden sich oben rechts.

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Willkommen auf einem Kometen

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Bildcredit: ESA/Rosetta/Philae/CIVA

Beschreibung: Die Landesonde der Mission Rosetta steht sicher auf einem Kometen. Einer von Philaes Füßen ist auf diesem spektakulären Bild der Oberfläche von C67P/Tschurjumow-Gerassimenko links unten zu sehen. Philae, die Landesonde mit viel Glück prallte zweimal ab, bevor sie zur Ruhe kam, und schickt Bilder von der Oberfläche, nachdem sie nach der ersten Berührung des angepeilten Landeplatzes Agilkia etwa einen Kilometer gereist war. Ein Oberflächenpanorama lässt vermuten, dass die Landesonde gekippt und in der Nähe einer abschattenden Wand zur Ruhe gekommen ist, weshalb die Solarpaneele weniger Licht bekommen als erhofft. Philaes wissenschaftliche Instrumente arbeiten wie geplant, und die Daten werden in den Kommunikationsfenstern weitergeschickt, wenn sich die Raumsonde Rosetta über dem neuen Horizont der Landesonde befindet.

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Abstieg zu einem Kometen

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Bildcredit: ESA/Rosetta/Philae/ROLIS

Beschreibung: Gestern fand etwa 500 Millionen Kilometer vom Planeten Erde entfernt die erste sanfte Landung auf einem Kometen statt, als die Sonde Philae der Mission Rosetta auf dem Kern von C67/P Tschurjumow-Gerassimenko landete. Der Landeort, der als Agilkia bezeichnet wird, liegt nahe der Mitte dieses beachtlichen Bildes, das von Philaes Kamera ROLIS (ROsetta Lander Imaging System) fotografiert wurde. Das Bild wurde aus einer Entfernung von etwa 3 Kilometern aufgenommen und hat an der Oberfläche eine Auflösung von zirka 3 Metern pro Bildpunkt. Nach Philaes Abtrennung vom Orbiter wurde sein siebenstündiger Abstieg ohne Antrieb oder Lenkung durchgeführt. Nach ihrem Sinkflug ist die Landesonde am rechten Ort, obwohl ihr Ankerharpunensystem nicht ausgelöst wurde. 2,5 Tage lang soll die Landesonde ihre Haupt-Wissenschaftsmission durchführen und viele Bilder und Daten schicken. Falls das Sonnenlicht und die Staubbedingungen ein Aufladen von Philaes Batterien durch die Solarpaneele erlauben, ist eine verlängerte Oberflächenmission möglich.

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Philae versucht eine Landung auf dem Kometenkern

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Bildcredit: ESA

Beschreibung: Heute macht die Menschheit ihren ersten Versuch, eine Sonde auf einem Kometenkern zu landen. Im Laufe des Tages trennt sich die Landesonde Philae von der Raumsonde Rosetta und treibt hinunter zur Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Da die Struktur der Kometenoberfläche unbekannt ist und die Oberflächengravitation sicherlich gering ist, wird Philae dann versuchen, sich zu verankern – noch nie zuvor wurde so etwas versucht. Hier ist eine künstlerische Darstellung von Philae abgebildet – er hat die Größe eines Geschirrspülers – so könnte er auf der Oberfläche des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko aussehen, dazu Textfelder, welche die wissenschaftlichen Instrumente an Bord erklärt. Viele Menschen auf einem blauen Planeten irgendwo im Sonnensystem werden ungeduldig auf Nachrichten und Aktuelles warten. Ob Philae tatsächlich landet, ob er an einer glatten Stelle landet, ob die Harpnuen Halt finden und wie tief die Roboter-Landesonde in die Oberfläche sinkt, das alles sollte heute Laufe des Tages bekannt werden.

Aktuelles vom Kometenlander von der ESA
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Orion in Gas, Staub und Sternen

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Bildrechte: Roberto Colombari, Robert Gendler und Federico Pelliccia; Daten: DSS PLOSS II

Beschreibung: Das Sternbild Orion enthält viel mehr als drei Sterne in einer Reihe. Eine Langzeitbelichtung zeigt alles, vom dunklen Nebel bis zum Sternhaufen, allesamt eingebettet in einen ausgedehnten Fleck gasförmiger Büschel im größeren OrionMolekül wolken komplex. Die hellsten drei Sterne ganz links sind tatsächlich die berühmten drei Sterne, die Orions Gürtel bilden. Knapp unter Alnitak, dem untersten der drei Gürtelsterne, ist der Flammennebel, in dem angeregter Wasserstoff leuchtet, und der in Fasern aus dunklem braunem Staub getaucht ist. Links unter der Bildmitte liegt gleich rechts neben Alnitak der Pferdekopfnebel, eine dunkle Kerbe aus dichtem Staub und eine der bekanntesten Nebelkonturen am Himmel. Oben rechts liegt M42, der Orionnebel, ein energiegeladener Kessel aus stürmischem Gas, der mit bloßem Auge zu sehen ist, und in dem ein neuer offener Sternhaufen entsteht. Gleich links neben M42 liegt ein markanter bläulicher Reflexionsnebel, der manchmal „laufender Mann“ genannt wird, und der viele helle blaue Sterne enthält. Das dargestellte Bild zeigt eine etwa 75 Lichtjahre große Region mit Objekten, die ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt sind.

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Die protoplanetare Scheibe um HL Tauri von ALMA

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Bildcredit: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO), NSF

Beschreibung: Warum hat diese gewaltige Scheibe Lücken? Die aufregende mögliche Antwort lautet: Planeten. Ein Rätsel ist, wie Planeten, die massereich genug sind, um diese Lücken zu bilden, so rasch entstanden sein können, da das Sternsystem HL Tauri nur etwa eine Million Jahre alt ist. Das Bild, auf dem die Lücken entdeckt wurden, wurde mit den Teleskopen des neuen Atacama Large Millimeter Array (ALMA) in Chile erstellt. ALMA bildete die nur etwa 1500 Lichtminuten große protoplanetare Scheibe beispiellos detailreich ab und löst sogar nur 40 Lichtminuten große Strukturen auf. Das energiearme Licht, das ALMA beobachtet, konnte auch durch einen dazwischenliegenden Nebel aus Gas und Staub spähen. Das HL-Tauri-System ist ungefähr 450 Lichtjahre von der Erde entfernt. Untersuchungen von HL Tauri werden wahrscheinlich einen Einblick in die Entstehung und Entwicklung unseres eigenen Sonnensystems gewähren.

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Der Katzenaugennebel von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, HEIC und The Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Manche meinen, es sieht wie das Auge einer Katze aus. Der faszinierende Katzenaugennebel liegt jedoch dreitausend Lichtjahre von der Erde entfernt im interstellaren Raum. Das Katzenauge (NGC 6543), ein klassischer planetarischer Nebel, stellt eine letzte kurze, aber glorreiche Phase im Leben eines sonnenähnlichen Sterns dar. Der sterbende Zentralstern dieses Nebels könnte die einfachen äußeren Muster konzentrischer Staubhüllen durch Abstoß seiner äußeren Hüllen in einer Serie regelmäßiger Erschütterungen erzeugt haben. Doch die Entstehung der schönen, komplexeren inneren Strukturen ist nicht genau geklärt. Das wahrhaft kosmische Auge, das auf diesem digital geschärften Bild des Weltraumteleskops Hubble so deutlich zu sehen ist, hat einen Durchmesser von über einem halben Lichtjahr. Wenn sie in dieses Katzenauge starren, sehen Astronomen vielleicht das Schicksal unserer Sonne, der es bestimmt ist, in ihre Entwicklungsphase eines planetarischen Nebels einzutreten … in etwa 5 Milliarden Jahren.

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