NGC 4372 und das Dunkle Dingsda

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Bildcredit und Bildrechte: Ivan Eder

Beschreibung: Der entzückende dunkle Dingsda-Nebel treibt durch den Südhimmel und ist ein verlockendes Fernglasziel im Sternbild Musca, der Fliege. Die staubhaltige kosmische Wolke ist vor den reichhaltigen Sternfeldern südlich des markanten Kohlensacknebels und dem Kreuz des Südens zu sehen. Das Dunkle Dingsda umfasst in dieser Szenerie etwa 3 Grad und erscheint am südlichen Ende (links unten) vom Kugelsternhaufen NGC 4372 interpunktiert. Natürlich wandert NGC 4372 durch den Hof unserer Milchstraße und ist ein etwa 20.000 Lichtjahre entferntes Hintergrundobjekt, das nur zufällig in einer Sichtlinie mit dem „Dark Doodad“ liegt. Die klar umrissene Silhouette des Dunklen Dingsda gehört zur Musca-Molekülwolke, doch ihr bekannterer alliterativer Spitzname wurde erstmals 1986 vom Astrofotografen und Schriftsteller Dennis di Cicco geprägt, als er im australischen Busch den Kometen Halley beobachtete. Das Dunkle Dingsda ist etwa 700 Lichtjahre entfernt und länger als 30 Lichtjahre.

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Im Zentrum des Trifidnebels

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Bildcredit: Subaru Telescope (NAOJ), Weltraumteleskop Hubble, Martin Pugh; Bearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Wolken aus leuchtendem Gas, gemischt mit Staubstraßen, befinden sich im Trifidnebel, einer Sternbildungsregion im Sternbild Schütze (Sagittarius). In der Mitte laufen die drei markanten Staubranken zusammen, die dem Trifid seinen Namen geben. Rechts treten Berge aus opakem Staub auf, während sich dunkle Staubfasern durch den ganzen Nebel ziehen. Ein einzelner massereicher Stern nahe der Mitte verursacht Trifids Leuchten. Der Trifidnebel, auch als M20 bekannt, ist nur etwa 300.000 Jahre alt, was ihn zum jüngsten Emissionsnebel macht, die wir kennen. Der Nebel ist etwa 9000 Lichtjahre entfernt, und der hier abgebildete Teil umfasst ungefähr 10 Lichtjahre. Das obige Bild ist ein Komposit, bei dem die Leuchtdichte von einem Bild stammt, das mit dem erdgebundenen 8,2-Meter-Subaru-Teleskop fotografiert wurde, die Details lieferte das 2,4-Meter-Weltraumteleskop Hubble, die Farbdaten stammen von Martin Pugh, und die Bildmontage und -bearbeitung führte Robert Gendler durch.

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Komet McNaught über Chile

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Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard

Beschreibung: Komet McNaught im Jahr 2007 war der bislang fotogenste Komet unserer Zeit. Nachdem er Anfang Januar 2007 auf der Nordhalbkugel eine beeindruckende Schau geboten hatte, wanderte der Komet nach Süden und entwickelte einen langen und ungewöhnlichen Staubschweif, der die Beobachter der Südhalbkugel überwältigte. Auf diesem Bild wurde Komet McNaught über Santiago in Chile fotografiert. Der helle Komet prangt links, während sich ein Teil seines prächtigen Schweifes über das ganze Bild ausbreitet. An diesem Aussichtspunkt in den Anden blickt man zum Kometen McNaught und einem prunkvollen Himmel hoch, über einen Sichelmond hinweg und hinab auf Wolken, atmosphärischen Dunst und die Stadtlichter. Das aktuelle Jahr – 2013 – verspricht, was Kometen betrifft, sogar noch besser zu werden als 2007. Anfang März ist Komet PANSTARRS auf bestem Wege, mit bloßem Auge sichtbar zu werden, während Ende des Jahres Komet ISON möglicherweise einen Schweif entwickelt, der sich über den Himmel ausbreitet, aufbricht und sogar einer der hellsten Kometen der Geschichte wird.

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Nebenmond über Alaska

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Bildcredit und Bildrechte: Sebastian Saarloos

Beschreibung: Mondlicht leuchtet über die tief verschneite Szenerie dieser Nachthimmelslandschaft, die am 17. Januar bei Lower Miller Creek in Alaska (USA) fotografiert wurde. Überbelichtet steht in der Nähe des gebirgigen westlichen Horizonts der Halbmond, umgeben von einem eisigen Halo und links und rechts von Nebenmonden flankiert. Eine wissenschaftlichere Bezeichnung für die leuchtenden Erscheinungen ist Paraselene. Ähnlich wie eine Nebensonne oder ein Parhelion entsteht eine Paraselene durch die Brechung von Mondlicht in dünnen, sechsseitigen plattenförmigen Eiskristallen in hoch oben befindlichen Federwolken. Wie von der Kristallgeometrie vorgegeben, sind Paraselenae in einem Winkel von 22 Grad oder mehr vom Mond entfernt zu sehen. Verglichen mit der hellen Mondscheibe sind Paraselenae blass und leichter zu erkennen, wenn der Mond tief steht.

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Matijevic-Hügelpanorama

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Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/Cornell/Arizona State U.

Beschreibung: Am 25. Januar (UT) 2004 fiel der Rover Opportunity auf den Mars, daher ist heute der 9. Jahrestag seiner Landung. Nach mehr als 3200 Sols (Mars-Sonnentage) erforscht der golfwagengroße Roboter von der Erde immer noch aktiv den Roten Planeten, obwohl sein ursprünglicher Missionsplan drei Monate vorsah. Nachdem er sich etwa 35 Kilometer (22 Meilen) von seinem Landeort fortbewegt hatte, fotografierte Opportunity mit seiner Panoramakamera im November und Dezember letzten Jahres die Segmente dieser Szenerie. Das digital zusammengefügte Panorama umfasst mehr als 210 Grad der Region des Matijevic-Hügels am westlichen Rand des Kraters Endeavour. Eine Struktur mit der Bezeichnung Kupferklippe – ein dunkler Ausbruch – ist links zu sehen, und Whitewater Lake – helles freiliegendes Gestein – weit rechts. Das Bild zeigt hier in annähernd natürlichen Farben, wie die Szenerie für menschliche Augen aussehen würde.

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ISS und Sommermilchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Luis Argerich

Beschreibung: Die Wolken einer Sommernacht rahmen diese Meeres- und Himmelslandschaft, die zu Beginn dieses Monats in der Nähe von Buenos Aires in Argentinien fotografiert wurde. Doch die Wolken des Planeten Erde sind nicht die einzigen in dieser Szenerie. Sternenwolken und Nebel in der Sommermilchstraße des Südhimmels wölben sich über den Horizont, darunter der dunkle Kohlensack beim Kreuz des Südens und das verlockende rosarote Leuchten des Carinanebels. Die Große (oben Mitte) und die Kleine Magellansche Wolke sind ebenfalls im Bild – sie sind kleine, eigenständige Galaxien und Begleiter der Milchstraße, beide ungefähr 200.000 Lichtjahre entfernt. Kanopus, der Alphastern im Sternbild Carina und der zweithellste Stern am Nachthimmel der Erde, leuchtet oben und ist etwa 300 Lichtjahre entfernt. In einer Höhe von 400 Kilometern schimmert die Internationale Raumstation in der Erdumlaufbahn noch in der Sonne und zieht eine lange Leuchtspur über die 5 Minuten belichtete Strichspuraufnahme.

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Die nahe Spiralgalaxie NGC 4945

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Bildcredit und Bildrechte: SSRO-South, J. Harvey, S. Mazlin, D. Verschatse, J. Joaquin Perez, (UNC/CTIO/PROMPT)

Beschreibung: Die große Spiralgalaxie NGC 4945 ist in der Mitte dieses kosmischen Porträts von der Seite zu sehen. NGC 4945 ist fast gleich groß wie unsere eigene Galaxis, der Milchstraße. Ihre staubhaltige Scheibe, die jungen, blauen Sternhaufen und rosaroten Sternbildungsregionen treten auf diesem scharfen, farbenprächtigen Teleskopbild markant hervor. NGC 4945 steht im ausgedehnten südlichen Sternbild Zentaur und ist etwa 13 Millionen Lichtjahre entfernt, also nur sechsmal weiter von der Milchstraße entfernt als Andromeda, die nächstgelegene große Spiralgalaxie. Obwohl die Zentralregion der Galaxie für optische Teleskope großteils verborgen ist, zeigen Röntgen- und Infrarotbeobachtungen beträchtliche Hochenergieemissionen und Sternbildung im Kern von NGC 4945. Ihr abgedeckter, aber aktiver Kern kennzeichnet das schöne Inseluniversum als Seyfertgalaxie und wahrscheinlichen Ort für ein zentrales, extrem massereiches Schwarzes Loch.

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Die Cygnus-Wand der Sternbildung

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Credit und Bildrechte: Nick Pavelchak

Beschreibung: Der Nordamerika-Nebel am Himmel kann etwas, das der Kontinent Nordamerika auf der Erde nicht kann – Sterne bilden. In Analogie zum irdischen Kontinent ist insbesondere der helle Teil, der als Zentralamerika und Mexiko erscheint, in Wirklichkeit ein als Cygnus-Wand bekanntes Bett aus heißem Gas, Staub und neu gebildeten Sternen. Das obige Bild zeigt die Sternbildungswand, die von hellen, jungen Sternen beleuchtet und erodiert wird, und die teilweise von dem dunklen Staub verdeckt ist, den diese erzeugt haben. Der oben gezeigte Teil des Nordamerika-Nebels (NGC 7000) umfasst etwa 15 Lichtjahre und befindet sich zirka 1500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schwan (Cygnus).

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