NGC 6240: verschmelzende Galaxien

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Credit: NASA / JPL-Caltech / STScI-ESA / S. Bush, et al. (Harvard-Smithsonian CfA)

Beschreibung: NGC 6240 bietet einen seltenen flüchtigen Blick auf eine kosmische Katastrophe in den letzten Zügen. Die gigantische Kollision zweier Galaxien findet etwa 400 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus) statt. Die verschmelzenden Galaxien sind eine der hellsten Quellen am Infrarothimmel, sie speien gekrümmte Gezeitenschweife aus Sternen, Gas und Staub aus und durchleben heftige Phasen von Sternbildung. Die beiden sehr massereichen schwarzen Löcher in den ursprünglichen galaktischen Kernen werden ebenfalls zu einem einzigen noch massereicheren schwarzen Loch verschmelzen. Bald wird eine riesige Galaxie übrigbleiben. Dieses dramatische Bild der Szenerie ist ein in mehreren Wellenlängen erstelltes Komposit; rote Farben zeigen Infrarot-Emissionen von Staub, aufgenommen mit dem Spitzer-Weltraumteleskop, zusammen mit Hubble-Bildern im sichtbaren Licht von Sternen und Staub in grünen und blauen Farben. Die Ansicht erstreckt sich über 300.000 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung von NGC 6240.

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M13, ein prächtiger Kugelsternhaufen

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Credit und Bildrechte: Danny Lee Russell

Beschreibung: M13 ist einer der markantesten und am besten bekannten Kugelsternhaufen. Er ist mit einem Fernglas im Sternbild Herkules zu sehen und häufig eines der ersten Objekte, die neugierige Himmelsbeobachter finden, wenn sie nach himmlischen Wundern suchen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. M13 ist die kolossale Heimat von mehr als 100.000 Sternen und misst mehr als 150 Lichtjahre im Durchmesser. Er ist weiter als 20.000 Lichtjahre von uns entfernt und älter als 12 Milliarden Jahre. Bei der Einweihung des Arecibo-Radioteleskops im Jahre 1974 wurde eine Radiobotschaft über die Erde zu M13 geschickt. Der Grund für das geringe Vorkommen ungewöhnlicher blauer Nachzüglersterne (blue stragglers) in M13 ist noch unbekannt.

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Mondaufgang über der Türkei

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Credit und Bildrechte: Tahir Sisman

Beschreibung: Ist der Mond größer, wenn er nahe am Horizont steht? Nein – wie oben gezeigt erscheint der Mond immer fast gleich groß, unabhängig von seinem Standort am Himmel.

Seltsamerweise werden die Ursachen für die bekannten Mondtäuschung immer noch diskutiert. Die beiden häufigsten Erklärungen hängen mit der Illusion zusammen, dass Vordergrundobjekte einen am Horizont stehenden Mond weiter entfernt erscheinen lassen. Die früher gängigste Erklärung besagt, dass der Verstand weiter entfernte Objekte als größer interpretiert, während eine aktuellere Deutung ergänzt, dass die Entfernungsillusion tatsächlich den Augenfokus abweichen lässt.

Wie dem auch sei, der Winkeldurchmesser des Mondes beträgt immer etwa 0,5 Grad. In der oben gezeigten Zeitrafferaufnahme des Mondes aus dem Jahre 2007 wurde eine Aufnahme länger belichtet, um den Vordergrund der Bucht von Izmit in der Türkei zu zeigen.

Zum 14. Jahrestag danken die Herausgeber von APOD allen Mitarbeitern und Betreibern von Spiegel-Websites, auf denen der Einsatz Freiwilliger die Wunder der Astronomie Millionen von Menschen auf der ganzen Welt näher bringt. Zusätzlicher Dank geht an die Betreiber der türkischen Spiegelsite für die Übermittlung des obigen Bildes, das erscheint, wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben.

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Strömende dunkle Nebel nahe B44

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Credit und Bildrechte: Thomas V. Davis (tvdavisastropix.com)

Beschreibung: Dunkler Staub, der vom hellen gelblichen Stern Antares beleuchtet wird, hebt diese fotogene Sternlandschaft des südlichen Himmels hervor. Ein Bild mit größerem Aufnahmewinkel zeigt das zentrale Band unserser Milchstraße, das durch Staubsröme – bekannt als der Dunkle Fluss – mit Antares verbunden ist. Am vorderen Ende des Dunklen Flusses erscheint der Staub in dichten Knoten. Einer der dichtesten Knoten ist B44, oben am unteren Bildrand abgebildet. Links außerhalb des Bildes liegt Antares, ein Stern, der so hell ist, dass der abgebildete Staub sein Licht reflektiert, was ihm einen deutlich gelblichen Farbton verleiht. Das Licht des blauen Sterns links im Bild erzeugt einen ihn umgebenden blauen Reflexionsnebel mit der Bezeichnung IC 4605. B44 und IC 4605 liegen etwa 500 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Skorpion.

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Sterne im galaktischen Zentrum

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Credit: Susan Stolovy (SSC/Caltech) et al., JPL-Caltech, NASA

Beschreibung: Das Zentrum unserer Milchstraßengalaxis ist vor den neugierigen Augen optischer Teleskope durch Wolken undurchsichtigen Staubs und Gases verborgen. Doch auf dieser atemberaubenden Ansicht durchdringen die Infrarotkameras des Spitzer-Weltraumteleskops einen Großteil des Staubs und enthüllen die Sterne der überfüllten Region um das galaktische Zentrum. Das detailreiche Falschfarbenbild, ein Mosaik aus vielen kleineren Schnappschüssen, zeigt ältere, kühle Sterne in bläulichen Farbtönen. Rötliche leuchtende Staubwolken stehen im Zusammenhang mit jungen, heißen Sternen in Sternbildungsstätten. Erst kürzlich wurde herausgefunden, dass das Zentrum der Milchstraße in der Lage ist, neu geborene Sterne zu bilden. Das galaktische Zentrum liegt etwa 26.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schütze. In dieser Entfernung erstreckt sich das Bild über 900 Lichtjahre.

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Die Milchstraße

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Credit und Bildrechte: Larry Landolfi

Beschreibung: Inspiriert vom Nachthimmel des Planeten Erde im Internationalen Jahr der Astronomie schuf der Fotograf Larry Landolfi diese phantastische Ansicht. Das Kompositbild erweckt den Eindruck, als wäre eine strahlende Milchstraße die himmlische Verlängerung einer Landstraße. Natürlich bezieht sich der Name unserer Galaxis, Milchstraße (lateinisch: Via Lactea), auf ihre Erscheinung als milchiges Band oder Weg zum Himmel. Tatsächlich leitet sich das Wort Galaxie selbst vom griechischen Begriff für Milch ab. Das leuchtende himmlische Band, das in mondlosen Nächten in Regionen mit dunklem Himmel zu sehen ist, wenn auch nicht so hell und farbenprächtig wie auf diesem Bild, entsteht durch das gesammelte Licht unzähliger Sterne in der Ebene unserer Galaxis, zu zart um einzeln aufgelöst zu werden. Das diffuse Sternlicht wird von dunklen Schwaden undurchsichtiger galaktischer Staubwolken durchzogen. Vor vierhundert Jahren richtete Galileo sein Fernrohr auf die Milchstraße und beschrieb sie als „… eine Ansammlung zahlloser Sterne …“

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SNR 0104: ein unüblicher Verdächtiger

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Credit: Röntgenstrahlen: NASA / CXC / Penn State / S.Park und J.Lee; Infrarot: NASA / JPL-Caltech

Beschreibung: SNR 0104 ist ein Supernova-Überrest mit einer ungewöhnlichen Form. Er wurde 190.000 Lichtjahre entfernt in unserer Nachbargalaxie, der Kleinen Magellanschen Wolke, gefunden und ist vermutlich die sich ausdehnende Trümmerwolke einer Typ-1a-Supernova – der katastrophalen thermonuklearen Explosion eines weißen Zwergs. Zum Beispiel weist er, wie auch Typ-1a-Supernova-Überreste in unserer eigenen Galaxis, große Mengen Eisen auf. Doch anders als andere Typ-1a-Überreste, etwa die gut untersuchten Tycho, Kepler und SN 1006, ist SNR 0104 definitiv nicht sphärisch. Tatsächlich lässt die Form dieser Supernova den Schluss zu, dass sie sehr asymmetrisch verlief und starke Jets erzeugte. Dieses interessante Kompositbild verbindet Röntgendaten des Chandra-Observatoriums von diesem Überrest, dargestellt in violetten Farbtönen, mit Infrarot-Daten des Spitzer-Weltraumteleskops, welche die größere Region abdecken und in roten und grünen Farben kartiert sind. Sie lassen vermuten, dass die Supernova-Explosion in der komplexen und dichten Umgebung einer Sternbildungsregion stattfand. Daher besagt eine alternative Erklärung, dass die sich ausdehnende Trümmerwolke klumpige interstellare Materie zusammenfegt, was aus der seltsamen Form von SNR 0104 geschlossen werden kann. Die ausgedehnte Ansicht in mehreren Wellenlängen umfasst etwa 1800 Lichtjahre in der berechneten Entfernung von SNR 0104.

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Pyrenäen-Nebenmond

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Credit und Bildrechte: Patrick Lécureuil

Beschreibung: Ein Wolkenmeer umgibt auf dieser stimmungsvollen Aussicht vom Pic-du-Midi-Observatorium die zerfurchten Berggipfel der französischen Pyrenäen. Die Langzeitbelichtung wurde am 4. Juni aufgenommen, die Sternbilder Schütze und Skorpion standen in der sternklaren Nacht am Himmel. Oben rechts liegt ein schwacher, aber farbenprächtiger Nebenmond. Ähnlich wie eine Nebensonne oder Parhelion entsteht ein Nebenmond durch Mondlicht, das durch dünne, sechsseitige Eiskristalle in hoch gelegenen Zirruswolken leuchtet. Wie durch die Geometrie der Eiskristalle vorgegeben, beleuchtet ein heller, fast voller Mond, der sich jenseits des rechten Bildrandes befindet, die Szenerie, der in einem Winkel von 22 Grad zum Nebenmond steht.

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Der staubhaltige Irisnebel

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Credit und Bildrechte: Alvin Jeng (LightBuckets.com)

Beschreibung: Diese Wolken aus interstellarem Staub und Gas blühten 1300 Lichtjahre entfernt in den ergiebigen Sternfeldern des Sternbildes Kepheus. Dieser Nebel, manchmal Irisnebel genannt und pflichtbewusst als NGC 7023 katalogisiert, ist nicht der einzige Nebel am Himmel, der das Bild von Blumen evoziert. Dunkelwolken aus Staub und kaltem molekularem Gas, die ihn umgeben, sind ebenfalls vorhanden und können an weitere komplexe und phantastische Formen erinnern. Innerhalb der Iris umgibt das staubhaltige Material des Nebels einen heißen, jungen Stern. Die vorherrschende Farbe des helleren Reflexionsnebels ist blau, charakteristisch für Staubkörner, die Sternlicht reflektieren. Zentrale Filamente kosmischen Staubs leuchten in einer zarten rötlichen Fotolumineszenz, während einige Staubkörner die unsichtbare Ultraviolettstrahlung effektiv in sichtbares rotes Licht umwandeln. Infrarotbeobachtungen lassen darauf schließen, dass dieser Nebel komplexe Kohlenstoffmoleküle enthalten könnte, die als PAHs bekannt sind. In der geschätzten Entfernung des Irisnebels hat diese bemerkenswerte Weitwinkelansicht einen Durchmesser von mehr als 30 Lichtjahren.

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Markarjans Galaxienkette

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Credit und Bildrechte: Piotrek Sadowski

Beschreibung: Im Herzen des Virgo-Galaxienhaufens liegt eine auffällige Kette von Galaxien, die als Markarjansche Kette bekannt ist. Diese oben abgebildete Kette wird oben rechts durch die beiden großen, strukturlosen linsenförmigen Galaxien M84 und M86 markiert. Links darunter liegt ein auffälliges Paar miteinander wechselwirkender Galaxien, bekannt als die Augen. Der Virgo-Haufen ist der uns am nächsten gelegene Galaxienhaufen. Er enthält mehr als 2000 Galaxien und übt einen beträchtlichen Gravitationssog auf Galaxien der Lokalen Gruppe aus, welche unsere Milchstraßengalaxis umgeben. Das Zentrum des Virgo-Haufens liegt etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Jungfrau (Virgo). Mindestens sieben Galaxien in der Kette scheinen sich gleichförmig zu bewegen, während andere zufällig darüber zu liegen scheinen.

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Hüllen um den Mikroquasar Cygnus X-1

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Credit und Bildrechte: Steve Cullen (lightbuckets.com)

Beschreibung: Was passiert mit Materie, die in ein aktives Schwarzes Loch fällt? Im Fall von Cygnus X-1 gelangt wahrscheinlich nur ein kleiner Teil dieser Materie hinein. Einfallendes Gas kollidiert nicht nur mit sich selbst, sondern mit einer Akkretionsscheibe aus wirbelnder Materie, die das schwarze Loch umgibt.

Das Ergebnis könnte ein Mikroquasar sein, der im gesamten elektromagnetischen Spektrum leuchtet und mächtige Strahlen erzeugt, die einen Großteil der einfallenden Materie fast mit Lichtgeschwindigkeit in den Kosmos zurückwirft, ehe sie sich dem Ereignishorizont des schwarzen Lochs auch nur nähern kann.

Die Bestätigung, dass die Jets schwarzer Löcher Hüllen erzeugen können, welche sich ausdehnen, erfolgte kürzlich durch die Entdeckung von Hüllen um Cygnus X-1. Rechts oben ist eine solche Hülle abgebildet, die sehr wahrscheinlich durch den Jet des Mikroquasars und Kandidaten für ein schwarzes Loch Cygnus X-1 erzeugt wurde. Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild bewegen, sehen Sie eine kommentierte Ansicht. Der physikalische Prozess, der die Jets des Schwarzen Lochs erzeugt, wird weiterhin erforscht.

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