Aussicht nahe einem schwarzen Loch

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Illustrationscredit: April Hobart, CXC

Beschreibung: Im Zentrum eines wirbelnden Strudels heißen Gases sitzt wahrscheinlich eine Bestie, die nie direkt beobachtet wurde: ein schwarzes Loch. Untersuchungen des hellen Lichts, das von dem wirbelnden Gas ausgestrahlt wird, weisen häufig nicht nur auf das Vorhandensein eines schwarzen Loches hin, sondern auch auf seine wahrscheinlichen Eigenschaften. Das Gas in der Umgebung von GRO J1655-40 weist zum Beispiel ein ungewöhnliches Flackern mit einer Frequenz von 450 Mal pro Sekunde auf. Angesichts einer früheren Massenabschätzung für das zentrale Objekt von sieben Sonnenmassen kann das schnelle Flackern durch ein schwarzes Loch erklärt werden, das rasend schnell rotiert. Welche physischen Mechanismen das Flackern – und eine langsamere quasi-periodische Schwingung – in Akkretionsscheiben, welche schwarze Löcher und Neutronensterne umgeben, verursachen, bleibt Gegenstand umfangreicher Forschungen.

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NGC 1333 Stardust

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Credit und Bildrechte: Stephen Leshin

Beschreibung: NGC 1333 ist als Reflexionsnebel im sichtbaren Licht zu sehen und wird von bläulichen Farbtönen dominiert, wie sie für Sternenlicht, das von Staub reflektiert wird, charakteristisch sind. Er liegt etwa 1000 Lichtjahre entfernt im heroischen Sternbild Perseus am Rande einer riesigen Sterne bildenden Molekülwolke. Diese plakative Nahaufnahme erstreckt sich in der Entfernung von NGC 1313 über etwa 4 Lichtjahre. Sie zeigt Details der staubhaltigen Region, zusammen mit Hinweisen auf kontrastierende Emissionen in roten Strahlen und leuchtendes Gas von jüngst gebildeten Sternen. Tatsächlich enthält NGC 1333 Hunderte von Sternen, die weniger als eine Million Jahre alt sind, die meisten davon vor optischen Teleskopen durch überall vorhandenen Sternstaub verborgen. Die chaotische Umgebung könnte jener ähneln, in der sich vor mehr als 4,5 Milliarden Jahre unsere eigene Sonne gebildet hat.

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Mittelalterliche Astronomie aus Stift Melk

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Credit: Paul Beck (Univ. Wien), Georg Zotti (Vienna Inst. Arch. Science); Bildrechte: Stiftsbibliothek Melk, Frag. 229

Beschreibung: Diese Manuskriptseite, die durch einen Zufall entdeckt wurde, bietet einen graphischen Einblick in die Astronomie des Mittelalters vor der Renaissance und dem Einfluss von Nikolaus Kopernikus, Tycho Brahe, Johannes Kepler und Galileo. Das faszinierende Blatt stammt aus einer Vorlesungsmitschrift über Astronomie und wurde von dem Mönch Magister Wolfgang de Styria vor dem Jahr 1490 im Stift Melk in Österreich gesammelt. Die oberen Bildfelder erklären die notwendige Geometrie für eine Mond- (links) und eine Sonnenfinsternis im geozentrischen Ptolemäischen Weltbild. Links unten ist ein Diagramm der ptolemäischen Sicht des Sonnensystems und rechts unten eine Grafik, mit der man das Datum des Ostersonntags im Julianischen Kalender berechnen kann. Der Text oben rechts erklärt die Bewegung der Planeten im Ptolemäischen Weltbild. Die Manuskriptseite ist derzeit als Teil einer Spezialausstellung im Internationalen Jahr der Astronomie im historischen Stift Melk zu sehen.

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Schloss und Vollmond

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Credit und Bildrechte: Paolo Tanga, Observatoire de la Cote d’Azur

Beschreibung: Wolken konnten diesen hellen Vollmond nicht verstecken, als er letzte Woche über dem mittelalterlichen Schloss von Tourrette-Levens in der Nähe von Nizza in Frankreich aufging. Genau zu Vollmond, am 9. April um 1456 UT, folgte er auf die Tag- und Nachtgleiche im März und war der erste Vollmond des Frühlings im Norden und des Herbstes auf der Südhalbkugel. Als Ostervollmond bekannt bestimmt er das Datum für das christliche Osterfest am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond des nördlichen Frühlings. Im Norden wird er auch Grasmond oder Eiermond genannt, auf der Südhalbkugel scheint dieser Vollmond, der auf die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche folgt, die ganze Nacht als Jägermond.

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Schartige Schatten könnten von Saturnringteilchen stammen

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Credit: NASA, JPL, Space Sciences Institute

Beschreibung: Was verursacht die ungewöhnlichen gezackten Schatten auf Saturns Ringen? Das ist noch nicht bekannt. Während sich Saturn der Tag- und Nachtgleiche nähert, weisen seine Ringe zunehmend mit ihrer schmalen Kante auf Erde und Sonne. In Folge werfen die Saturnmonde nun häufig lange Schatten auf die Ringe. Ein Beispiel dafür ist der lange senkrechte Schatten des Mimas, der oben rechts zu sehen ist. Die Serien kürzerer, gezackter Schatten, die schräg verlaufen, sind da schon ungewöhnlicher. Nun ist seit Hunderten von Jahren bekannt, dass Saturns Ringe aus Teilchen bestehen, doch diese haben sich bisher einer direkten Beobachtung widersetzt. Daher ist es besonders interessant, dass diese gezackten Schatten einer vorläufigen Hypothese zufolge die Silhouetten vorübergehender Gruppen von Ringteilchen sind, die zeitweise durch ihre Gravitation zusammengehalten werden. Die Arbeiten werden sicherlich weitergeführt, da die Roboter-Raumsonde Cassini, die Saturn umrundet und das obige Bild aufgenommen hat, weiterhin Saturns prächtige Ringe fotografiert, auch während der Tag- und Nachtgleiche Saturns im August.

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M101: Die Feuerradgalaxie

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Credit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Beschreibung: Warum haben viele Galaxien die Form von Spiralen? Ein augenfälliges Beispiel ist M101, oben zu sehen, deren relativ geringe Entfernung von etwa 27 Millionen Lichtjahren es ermöglicht, sie genau zu untersuchen. Aktuelle Hinweise besagen, dass eine nahe gravitationsbedingte Wechselwirkungen mit einer benachbarten Galaxie Wellen hoher Masse und verdichteten Gases erzeugte, die das Galaxienzentrum weiterhin umrunden. Diese Wellen komprimieren das vorhandene Gas und lösen Sternbildung aus. Ein Ergebnis dessen ist, dass M101, auch als Feuerradgalaxie bezeichnet, mehrere extrem helle Sternbildungsregionen (als HII-Gebiete bezeichnet) besitzt, die über die Spiralarme verteilt sind. M101 ist so groß, dass ihre gewaltige Gravitation kleinere nahe gelegene Galaxien verzerrt.

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Sternspuren über dem Canada-France-Hawaii-Teleskop


Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT)

Beschreibung: Wenn Sie Ihre Kamera auf einem Stativ befestigen, können auch Sie ein Bild der zierlichen Spuren aufnehmen, welche die Sterne ziehen, während sich der Planet Erde um seine Achse dreht. Ein Zeitraffervideo wie das oben gezeigte ist allerdings mehr Aufwand. Dieses Video, das am 13. Oktober 2006 auf dem Mauna Kea auf Hawaii in den USA aufgenommen wurde, zeigt, was Sie vom Nachthimmel sehen würden, wenn Sie Ihr Gehirn davon abhalten könnten die sichtbare Bildwahrnehmungen etwa jede Hundertstelsekunde zu aktualisieren.

Das Video beginnt mit einem dunklen Himmel und punktförmigen Sternen und zeigt, wie die Sterne sich über den Himmel zu bewegen scheinen, während sich die Welt dreht. Nahe der Mitte der so entstandenen Zielscheibe steht der Polarstern.

Links im Vordergrund ist das 3,7-Meter- Canada-France-Hawaii-Teleskop (CFHT) zu sehen. Das rote Leuchten, das die Kuppel des CFHT kurz nach Beginn des Filmes beleuchtete, stammte von einem Auto, das den Vulkangipfel verließ. Der Mond geht etwa zur Hälfte des Videos auf und wirft weißes Licht, das allmählich einen Großteil der CFHT-Kuppel beleuchtet.

Das interessante Zeitraffervideo wurde aus etwa 1000 aufeinanderfolgenden Bildern erstellt, die mit einer Digitalkamera im Lauf von fast neun Stunden aufgenommen wurden.

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M39: Offener Haufen im Schwan

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Credit: Heidi Schweiker, WIYN, NOAO, AURA, NSF

Beschreibung: Knapp an der menschlichen Wahrnehmungsgrenze liegt ein pittureskes Sternfeld, das einen der größeren offenen Sternhaufen des nördlichen Himmels enthält. Die relativ wenigen Sterne von M39 liegen nur etwa 800 Lichtjahre entfernt im Sternbild Cygnus (Schwan) und erstrecken sich über ein Winkelfeld, das größer als der Mond ist. Das obige Bild von M39 ist ein Mosaik aus 33 Bildern, die vom WIYN-Teleskop auf dem Kitt Peak in Arizona (USA) aufgenommen wurden. Die Sterne in M39 sind allesamt mehr als 300 Millionen Jahre alt – viel jünger als die 5000 Millionen Jahre unserer Sonne. Offene Haufen, auch als galaktische Haufen bezeichnet, enthalten weniger und jüngere Sterne als Kugelsternhaufen. Ebenfalls anders als Kugelsternhaufen sind offene Sternhaufen auf die Ebene unserer Milchstraße begrenzt.

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Das große Bild

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Credit und Bildrechte: Dennis di Cicco (TWAN) und Sean Walker, Skyandtelescope.com

Beschreibung: Komplexe, leuchtende Nebel, die am Nachthimmel des Planeten Erde stehen, sind ein schöner Anblick auf Detailbildern, die mit Teleskopen und empfindlichen Kameras gemacht werden. Doch sie sind blass und für das bloße Auge unsichtbar. Deshalb ist es schwierig, ihren Ort und ihre Ausdehnung am Himmel einzuschätzen.

Betrachten Sie dieses eindrucksvolle Kompositbild einer großen Region am nördlichen Winterhimmel. Das eindrucksvolle Mosaik mit einer Gesamtbelichtungszeit von 40 Stunden zeigt einen nebelreichen Bereich, der als die Orion-Eridanus-Riesenblase bekannt ist, über einem Haus in der Vorstadt von Boston (USA). Auf dieser weitläufigen, detailreichen Ansicht liegen Nebel, die sonst auf kleineren Ausschnitten abgebildet werden, etwa der große Orionnebel, der Rosettennebel, der Möwennebel, der Kaliforniennebel und die Barnardschleife.

Das vertraute Sternbild des Orion steht über dem Haus im Vordergrund. Der hellste Stern Sirius steht links neben dem Dach, und der leicht erkennbare Sternhaufen der Plejaden ist über dem Baum rechts erkennbar. Eine Version des großen Bildes mit einfachen Sternbildverbindungslinien ist hier verfügbar.

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ISS und Astronaut

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Credit und Bildrechte: Ralf Vandebergh

Beschreibung: Diese beiden Bilder, die mit einer Videokamera und einem Teleskop aufgenommen wurden, zeigen bemerkenswerte Details der Internationalen Raumstation (ISS), welche die Erde in einer Höhe von etwa 350 Kilometern umkreist. Das Bild, das während der Mission STS-119 der Raumfähre Discovery aufgenommen wurde, zeigt ausladende Solarpaneel-Anordnungen, die am dunklen Himmel im Sonnenlicht glänzen. Wahrscheinlich zeigen sie sogar das verschwommene Bild eines Astronauten bei einem Außenbordmanöver während der EVA-2 (Extravehicular Activity-2) der Mission! Der Astronaut montiert Geräte an einem der Montageausleger der Station. Der Astronom Ralf Vandebergh, der häufig Bilder der ISS während günstiger Passagen am Himmel der Niederlande aufnimmt, bemerkt, dass keine andere helle ISS-Struktur zu der Position im Einschub passt, dass ein reflektierender, weiß gekleideter Astronaut vor dem Ausleger und zu sehen wäre und auch zu dem hellen Fleck passen würde. Vandebergh meint weiters, dass anhand der Zeit und des Ortes der STS-119-Astronaut Joseph Acaba in Frage käme.

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Veuns nahe der unteren Konjunktion

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Credit und Bildrechte: Eddie Guscott

Beschreibung: Dieses bemerkenswerte Bild der schmalen sichelförmigen Venus wurde am 26. März bei Tageslicht aufgenommen. Die Venus war zu diesem Zeitpunkt nahe der unteren Konjunktion – das ist die nächste Annäherung an einen Punkt, der auf einer Linie zwischen Erde und Sonne liegt. Daher waren die Tagesstunden, als Venus und Sonne hoch am Himmel standen, ein guter Zeitpunkt, um vorsichtig Aufnahmen mit dem Teleskop zu machen. Nahe der unteren Konjunktion steht uns die Venus am nächsten und erscheint am größten, doch die Venus ist auch stark von hinten von der Sonne beleuchtet, und ihre Nachtseite ist teilweise von einer schmalen Sichel umrandet. Was dieses Bild bemerkenswert macht sind die zarten Bögen, die sich abseits der sonnenbeleuchteten Sichel zur Nachtseite der Venus ausdehnen, wo das Sonnenlicht durch die dichte Atmosphäre des Planeten dringt. Der Astronom Eddie Guscott berichtet von seinem Beobachtungsort Essex in England, dass die zarten Ausdehnungen mit der sich verändernden Luftunruhe der Erdatmosphäre kamen und gingen. Sein Bild wurde aus 85 der schärfsten Bilder erstellt, die er aus Tausenden mit Webcam und Teleskop aufgenommenen Bildern auswählte.

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