M45: der Sternhaufen der Plejaden

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Credit und Bildrechte: Phillip L. Jones  / VisualUnivese.org

Beschreibung: Die Plejaden, der vielleicht berühmteste Sternhaufen am Himmel, sind ohne Fernglas sogar mitten in einer lichtverschmutzten Stadt zu sehen. Auch unter dem Namen Siebengestirn oder M45 bekannt ist der Sternhaufen der Plejaden einer der hellsten und uns am nächsten gelegenen Offenen Sternhaufen. Die Plejaden enthalten mehr als 3000 Sterne, sind etwa 400 Lichtjahre von uns entfernt und haben einen Durchmesser von nur 13 Lichtjahren. Eine bekanntes Teleskop und eine Autofirma haben den Namen des Sternhaufens geborgt. In der obigen Aufnahme sind die blauen Reflexionsnebel sehr gut zu sehen, welche die helleren Haufensterne umgeben. Daneben wurden auch massearme, lichtschwache Braune Zwerge in den Plejaden gefunden.

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Der dunkle Doodad-Nebel

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Credit und Bildrechte: Andrey Oreshko

Beschreibung: Was ist das seltsame dunkle Band am Himmel? Wenn Beobachter den großen Kugelsternhaufen NGC 4372 betrachten, bemerken sie häufig einen seltsamen dunklen Streifen, der mit einer Länge von fast drei Grad in der Nähe verläuft. Der unbenannte Streifen, eine lange Molekülwolke, wurde als der dunkle Doodad-Nebel bekannt. („Doodad“ ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für „Dingsbums“ oder „Dingsda“.) Oben ist der dunkle Doodad-Nebel in einem reichhaltigen und farbenprächtigen Sternfeld abgebildet, zu finden in der Bildmitte. Der Kugelsternhaufen NGC 4372 ist links im Bild zu sehen, während der helle Stern Gamma Muscae rechts neben dem Haufen zu sehen ist. Der dunkle Doodad-Nebel ist mit großen Ferngläsern im südlichen Sternbild Fliege (Musca) zu sehen. Das obige Bild wurde aus aufeinanderfolgenden 45-Minuten-Aufnahmen zusammengestellt, die mit einem kleinen Teleskop in der Region La Frontera in Chile aufgenommen wurden.

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Halo um den Mond

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Credit und Bildrechte: Juan Carlos Casado, TWAN

Beschreibung: Haben Sie schon einmal einen Hof um den Mond gesehen? Diesen recht häufigen Anblick hat man dann, wenn hoch stehende dünne Wolken, die Millionen winziger Eiskristalle enthalten, einen Großteil des Himmels bedecken. Jeder Eiskristall verhält sich wie eine Miniaturlinse. Weil ein Großteil der Kristalle eine ähnliche längliche hexagonale Form besitzt, wird Licht, das an der Stirnseite eines Kristalls ein- und durch die gegenüberliegende Stirnseite wieder austritt, um 22 Grad abgelenkt, was dem Radius des Mondhalos entspricht. Ein ähnlicher Sonnenhalo könnte dann tagsüber beobachtet werden. Die Stadt im Vordergrund des obigen Bildes ist San Sebastian in Spanien. Der weit entfernte Planet Jupiter erscheint zufällig rechts über dem Halo. Wie sich die Eiskristalle in den Wolken bilden, wird derzeit noch untersucht.

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Monddiamant

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Bildcredit und Bildrechte: Deirdre Kelleghan

Beschreibung: Kameras auf der ganzen Erde waren diese Woche zum Himmel gerichtet, um die spektakuläre Konjunktion des zunehmenden Mondes mit den hellen Planeten Venus und Jupiter einzufangen. Doch die Astronomiekünstlerin Deirdre Kelleghan dokumentierte das Himmelsereignis, indem sie Skizzen von ihren Beobachtungen anfertigte. Mit ihrem kleinen Teleskop in Greystones in der Grafschaft Wicklow in Irland folgte sie der Mondbedeckung, bei der die gleißende Venus hinter dem dunklen Mondrand verschwand und später am hellen Mondrand wieder auftauchte. Ihre interessante Zeichnung des Wiedererscheinens der Venus entstand mit Pastellkreide auf einem A3-Zeichenblatt unter sehr kalten Bedingungen. Sie meint dazu: „Der Anblick, als die Venus noch einmal wie ein an den Mond gesteckter Diamant glitzerte, war fantastisch.“

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Ein Lächeln am Himmel

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Credit und Bildrechte: Mike Salway

Beschreibung: Am Montag bei Sonnenuntergang zeigten sich am westlichen Himmel atemberaubende Farben und dramatische Wolken, die sich im Brisbane Wasser an der Zentralküste von New South Wales in Australien spiegelten. Auch die bemerkenswerte Konjunktion von Sichelmond, Venus und Jupiter war zu sehen, die zusammen im Zwielicht ein Smiley bildeten. Während die Begegnung der beiden hellen Planeten mit dem Mond Sterngucker auf der ganzen Welt beeindruckte, berichtete der Astronom Mike Salway von besonderen Schmerzen bei der Aufnahme dieser großartigen Ansicht, weil er an einer sumpfigen Küste Moskitos und Regenschauer aushalten musste. Von seiner Perspektive auf der Südhalbkugel aus befindet sich die gleißende Venus am höchsten Punkt dieser himmlischen Gruppierung. Derzeit dominiert nach Sonnenuntergang das leuchtende Paar von Venus und Jupiter weiterhin den westlichen Horizont, doch der Mond ist weitergewandert und erreicht heute fast sein erstes Viertel.

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Venus im Mond

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Credit und Bildrechte:  Johannes Schedler (Panther-Observatorium); Einschub: Vincent Jacques

Beschreibung: Am 1. Dezember sammelten sich die hellen Planeten Venus und Jupiter um den jungen Sichelmond – eine beeindruckende himmlische Szenerie am frühen Abendhimmel der ganzen Welt. Doch von einigen Orten aus zog der Mond vor der Venus vorbei, was die enge Gruppierung mit einer Verfinsterung unterbrach. Diese Dämmerungsansicht, aufgenommen von Wildon in Österreich aus, zeigt den silbernen Abendstern etwa fünf Minuten bevor er hinter den dunklen Mondrand schlüpfte und für mehr als eine Stunde aus der Sicht verschwand. Das Bild ist eine Kombination aus lang und kurz belichteten Aufnahmen, wodurch Details auf der Mondoberfläche sichtbar werden, die sowohl vom blassen Erdlicht als auch vom hellen Sonnenlicht beleuchtet wird. Im Kastenbild, das später vor dem dunklen Himmel über Breil-sur-Roya im Südosten Frankreichs aufgenommen wurde, ist die gleißende Venus unter der hellen Mondsichel wieder aufgetaucht. Natürlich zeigt auch Jupiter, etwa drei Grad von Mond und Venus entfernt, seine eigenen Monde, die als nadelfeine Punkte aus Licht auf beiden Seiten des hellen Planeten zu sehen sind.

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Heiterer Himmel über Los Angeles

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Credit und Bildrechte: Dave Jurasevich (Mt. Wilson Observatorium)

Beschreibung: Am Sonntag schien der Himmel über einem Großteil des Planeten Erde zu lächeln. Zu sehen war auf der ganzen Welt eine ungewöhnliche Konstellation aus unserem Mond und den Planeten Venus und Jupiter. Bilder, die zur rechten Zeit aufgenommen wurden, zeigen einen Sichelmond, der wie ein Lächeln erscheint, während er neben der Konjunktion der einander scheinbar nahe stehenden Planeten Jupiter und Venus steht. Oben abgebildet ist die Szenerie, wie sie vom Mt.-Wilson-Observatorium aus mit Blick über Los Angeles in Kalifornien (USA) am 30. November 08 nach Sonnenuntergang erschien. Am Himmel am höchsten und zugleich am weitesten entfernt steht der Planet Jupiter. Wesentlich näher, links unter Jupiter, steht Venus, die durch die Wolken der Erdatmosphäre ungewöhnlich blau schimmert. Weiter rechts, über dem Horizont, steht unser Mond in einer zunehmenden Sichelphase. Dünne Wolken, die vom Mond beleuchtet werden, erscheinen ungewöhnlich orange. Über den unteren Bildteil erstrecken sich die Hügel von Los Angeles, viele davon mit einem dünnen Dunst bedeckt, während die Wolkenkratzer von LA weit links zu sehen sind. Die Konjunktion von Venus und Jupiter wird noch einen Großteil des Monats nach Sonnenuntergang im Westen sichtbar bleiben. Stunden nach der Aufnahme dieses Bildes erreichte der Mond das weit entfernte Duo, bedeckte kurz die Venus und wanderte dann weiter.

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Internationale Raumstation: finden Sie den Astronauten

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Credit: Besatzung STS-126, NASA

Beschreibung: Wo ist der Astronaut? Irgendwo auf dieser beeindruckenden Anordnung von Komponenten der Internationalen Raumstation (ISS) befindet sich der Astronaut Steve Bowen, der gerade Kernstücke des markantesten Außenpostens der Erde aufrüstet und reinigt. Astronaut Bowen und Heidemarie Stefanyshyn-Piper (nicht im Bild), Mitglieder der kürzlich beendeten Mission STS-126 der Raumfähre Endeavour zur ISS, verbrachten fast drei Stunden bei diesem Raumspaziergang, bei dem sie hoch über dem Planeten Erde schwebten. Bowen machte sich gerade an die Ausführung eines der Hauptziele der Mission – die Wartung der Solar-Alpha-Drehgelenke, um die bessere Ausrichtung einiger Solarpaneele zur Sonne zu ermöglichen. Unten im Vordergrund des obigen Bildes ist das zylinderförmige Columbus-Labor zu sehen, von rechts ragt ein eindrucksvoll großer Ausleger der Raumstation vor, während sich im Hintergrund einige der ausgedehnten Solarpaneele befinden, die Sonnenlicht einfangen, um die ISS mit Strom zu versorgen. In der Ferne ist der blaue Bogen der dünnen Erdatmosphäre am Horizont zu sehen. Der nächste Shuttleflug ist für Februar 2009 angesetzt – dann wird die Discovery Elemente zum weiteren Ausbau der ISS liefern.

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Massereiche Sterne im Carina-Nebel aufgelöst

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Credit: NASA, ESA und J. Maíz Apellániz (Instituto de Astrofísica de Andalucía, Spanien)

Beschreibung: Wieviel Masse können Sterne besitzen? Große, mächtige Sterne leben ein kurzes, stürmisches Leben, das ihre Umgebung schwerwiegend beeinflussen kann. Einen massereichen Stern zu isoliert zu betrachten kann problematisch sein, da das, was ein einzelner heller Stern zu sein scheint, sich tatsächlich als mehrere nahe zusammenstehende Sterne entpuppen kann – so geschehen bei zwei der hellsten Objekte, die im offenen Sternhaufen Trumpler 16 zu sehen sind, der im südlichen Carinanebel liegt. Bei genauer Untersuchung durch das Weltraumteleskop Hubble stellte sich heraus, dass WR 25, das hellste Objekt im Bild oben, aus mindestens zwei Einzelsternen besteht. Zusätzlich wurde Tr16 -244, unmittelbar über WR 25, zum ersten Mal in drei Einzelsterne aufgelöst. Dennoch scheint der hellste Stern in WR 25 etwa 50 Sonnenmassen zu besitzen, was ihn zu einem der massereichsten uns bekannten Sterne macht. Winde von diesen Sternen sind wahrscheinlich maßgeblich für die Gestaltung der riesigen Blase verantwortlich, in der sich der Sternhaufen befindet. Der Carinanebel, der ungewöhnlich geformte Staubwolken und den berühmten veränderlichen Stern Eta Carinae enthält, liegt etwa 7500 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Schiffskiel (Carina).

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