Sonnenwende in Newgrange

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Credit: Fotografie von Cyril Byrne – zur Verfügung gestellt von The Irish Times

Beschreibung: Die morgige Sonnenwende markiert den südlichsten Punkt der jährlichen Sonnenbewegung am Himmel des Planeten Erde sowie den astronomischen Beginn des Winters im Norden. Zur Feier der nördlichen Wintersonnenwende und des Internationalen Jahres der Astronomie 2009 können Sie eine Internet-Liveübertragung des Sonnenaufgangs zur Sonnenwende beim megalithischen Hügelgrab von Newgrange in der Grafschaft Meath in Irland beobachten. Newgrange wurde vor 5000 Jahren erbaut und ist somit viel älter als Stonehenge, jedoch ebenfalls exakt zur Sonnwendsonne ausgerichtet. Auf dieser Ansicht von der inneren Kammer des Grabhügels treten die ersten Strahlen des Sonnwend-Sonnenaufgangs durch eine Öffnung über dem Eingang und leuchten einen 18 Meter langen Tunnel entlang, um den Boden am Fuß des verzierten Steines anzustrahlen. Vor 5000 Jahren wäre gegenwärtige Stein direkt von der Sonnwendsonne angestrahlt worden. Die Langzeitbelichtung zeigt auch die geisterhafte Gestalt eines sich bewegenden jetzt lebenden Astronomen. Um Live-Übertragung im Internet zu sehen, folgen Sie dem Link unten. Die Übertragung soll morgen Sonntag, 21. Dezember um 0830 koordinierte Weltzeit starten (9:30 Uhr Mitteleuropäische Zeit).

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Die Große Magellansche Wolke

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Credit und Bildrechte: Robert Gendler

Beschreibung: Der portugisische Seefahrer Ferdinand Magellan aus dem 16. Jh und seine Besatzung hatten reichlich Zeit um während der ersten Weltumsegelung den südlichen Himmel zu studieren. Ein Ergebnis davon ist, dass zwei verschwommene wolkenartige Objekte, die mittlerweile als Satellitengalaxien unserer viel größeren Milchstraßen-Spiralgalaxie verstanden werden und für Himmelsbeobachter der Südhalbkugel leicht zu sehen sind, als die Magellanschen Wolken bekannt sind. Die Große Magellansche Wolke (LMC) mit einer Entfernung von etwa 160.000 Lichtjahren im Sternbild Schwertfisch (Dorado) ist hier auf einem bemerkenswert deiailreichen Mosaikbild aus 10 Einzelaufnahmen zu sehen. Sie ist die massereichste Satellitengalaxie unserer Milchstraße, erstreckt sich über etwa 30.000 Lichtjahre und ist der Schauplatz der nächstgelegenen Supernova in jüngster Zeit, SN 1987a. Der markante rötliche Knoten unten ist 30 Doradus (auch Tarantelnebel), ein riesiges Sternbildungsgebiet in der Großen Magellanschen Wolke. Um die Supernova zwischen den zahllosen Sternhaufen und Nebeln der LMC zu finden, betrachten Sie einfach diese gut beschriftete Ansicht.

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La Superba

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Credit und Bildrechte:  Aufbereitung: Noel Carboni, Abbildung: Greg Parker, New Forest Observatory

Beschreibung: Y Canum Venaticorum (Y CVn) ist ein sehr seltener Stern am Nachthimmel des Planeten Erde. Er ist sehr rot und stellt ein so bemerkenswertes Lichtspektrum zur Schau, dass der Astronom Angelo Secchi ihn im 19. Jahrhundert als La Superba bezeichnete. Y CVn liegt 710 Lichtjahre weit entfernt im nördlichen Sternbild Canes Venatici (Jagdhunde). Die Helligkeit des Sterns variiert mit eine Perdiode von einem halben Jahr. Nahe dem Maximum wird er gerade hell genug um mit bloßem Auge gesehen zu werden, doch der schöne rote Farbton des Sterns ist leicht mit einem Feldstecher oder einem kleinen Teleskop zu erkennen. La Superba gehört zu den hellsten der Kohlenstoffsternen – kühle, hoch entwickelte rote Riesensterne mit einem ungewöhnlichen Reichtum an Kohlenstoff. Der Kohlenstoff wird durch Heliumfusion nahe dem stellaren Kern erzeugt und in die äußeren Hüllen des Sterns hochtransportiert. Der daraus resultierende Überfluss an einfachen Kohlenstoffmolekülen (wie CO, CN oder C2) in den Atmosphären von Kohlenstoffsternen absorbiert die Bande bläulichen Lichts sehr stark und gibt diesen Sternen eine tiefrote Farbe. La Superba verliert durch einen starken Sternenwind seine kohlenstoffreiche Atmosphäre an die ihn umgebende interstellare Materie und könnte kurz vor dem Übergang in die Phase eines Planetarischen Nebels stehen.

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Die Hanteln

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Credit und Bildrechte: Daniel López, IAC

Beschreibung: Diese beiden Nebel sind als M27 (links) und M76 katalogisiert und landläufig auch als Hantelnebel und Kleiner Hantelnebel bekannt. Ihre populären sind kein Zeichen minderbemittelter Fähigkeit, sondern beziehen sich auf die Form der Nebel, welche Hanteln oder Sanduhren ähneln. Beide sind planetarische Nebel – Gashüllen, die von sterbenden sonnenähnlichen Sternen abgestoßen wurden, und haben eine ähnliche Ausdehnung – fast aufs Lichtjahr genau. Beide Bilder wurden im gleichen Maßstab gemacht, sodass die unterschiedliche scheinbare Größe hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass einer davon näher ist. Entfernungsschätzungen belaufen sich auf etwa 1200 Lichtjahre für den Hantelnebel und 3000 Lichtjahre oder mehr für den Kleinen Hantelnebel. Diese detailreichen Schmalband-Falschfarbenbilder zeigen einige bemerkenswert komplexe Strukturen in M27 und M76, wobei die Emissionen von Wasserstoff-, Stickstoff- und Sauerstoffatomen in den kosmischen Wolken hervorgehoben wurden.

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Orion-Dämmerung über dem Nemrut

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Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Was liegt da vor dem Orion? Vierzig Kilometer nördlich von Kahta in der Türkei liegt der Berg Nemrut, der mit den Fragmenten gewaltiger Statuen geschmückt ist, die vor mehr als 2000 Jahren gebaut wurden. Die Steinskulpturen waren einst fast 10 Meter hoch und stellten Löwen, Adler, verschiedene altertümliche Gottheiten und König Antiochos I. dar, der Kommagene von 86 v. Chr. bis 38 v. Chr. beherrschte. Oben auf dem Hügel befinden sich die vom Mondlicht beleuchteten Ruinen der Körper mehrerer sitzender Figuren. Der Kopf des Zeus befindet sich bei der Bildmitte, der Kopf des Königs ist der zweitnächste beim Horizont. Auf diesem Bild, das vor drei Monaten aufgenommen wurde, ist in der Ferne das vertraute Sternbild Orion zu sehen. Der rote Fleck unmittelbar unter dem Gürtel des Orion ist der Orionnebel, der helle Stern links von Orion ist Sirius. Links kündigt der rote, heller werdende Horizont den Sonnenaufgang an.

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Sonnensäule über North Carolina

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Credit und Bildrechte: Terry Holdsclaw

Beschreibung: Haben Sie schon einmal eine Sonnensäule gesehen? Wenn die Luft kalt ist und die Sonne auf- oder untergeht, können fallende Eiskristalle das Sonnenlicht reflektieren und einen ungewöhnlichen Lichtpfeiler bilden. Eis bildet manchmal flache, sechsseitige Kristalle, wenn es aus hoch liegenden Wolken fällt. Der Luftwiderstand verursacht, dass diese Kristalle die meiste Zeit fast flach liegen, während sie zum Boden wedeln. Sonnenlicht wird von Kristallen reflektiert, die genau ausgerichtet sind, was den Sonnensäulen-Effekt erzeugt. Auf dem obigen Bild, das 2007 aufgenommen wurde, reflektiert eine Sonnensäule Licht eines Sonnenuntergangs über dem Lake Norman in North Carolina (USA).

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Zodiakallicht über New Mexico

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Credit und Bildrechte: Malcolm Park (North York Astronomical Association)

Beschreibung: Ein ungewöhnliches Dreieck aus Licht ist zu dieser Zeit des Jahres unmittelbar vor Dämmerungsbeginn zu sehen. Dieses Licht-Dreieck, einst als falsche Dämmerung bezeichnet, ist in Wirklichkeit das Zodiakallicht – Licht, das von interplanetaren Staubpartikeln reflektiert wird. Das Dreieck ist auf dem obigen Bild, das im Oktober in New Mexico in den USA aufgenommen wurde, deutlich zu sehen. Die durch das Weitwinkel-Objektiv verursachte Krümmung lässt die Bäume im Vordergrund weniger senkrecht erscheinen als sie tatsächlich sind. Zodiakalstaub umkreist die Sonne vorwiegend in derselben Ebene wie die Planeten: der Ekliptik. Das Zodiakallicht ist zu dieser Zeit des Jahres so hell, weil das Staubband zu Sonnenaufgang fast senkrecht steht, sodass die dicke Luftschicht am Horizont den relativ hellen reflektierenden Staub nicht vollständig ausblendet. Das Zodiakallicht ist im März und April auch für Bewohner der nördlichen Erdhalbkugel unmittelbar nach Sonnenuntergang gut beobachtbar.

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Der 60-Zoll-Spiegel

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Credit und Bildrechte: Wally Pacholka (TWAN), mit Unterstützung von Mike Simmons (AWB)

Beschreibung: In der Nacht des 13. Dezember 1908, heute vor 100 Jahren, wurde der 1,54-Meter-Spiegel des Mount-Wilson-Observatoriums erstmals an den Sternen getestet. Es wurde das erste erfolgreiche große Spiegelteleskop. Der 1,54-Meter-Spiegel wies ein skalierbares Design auf, das einen Spiegel statt einer großen und aufwändiger zu wartenden Linse verwendete um schwaches Sternlicht zu sammeln, und wurde so zum Großvater aller sogar größeren modernen Teleskope. Nunmehr berühmte Astronomen, darunter Harlow Shapley und Edwin Hubble, konnten den 1,54-Meter-Spiegel nutzen um eine neue Richtung der Erforschung von Sternen, weit entfernten Galaxien und dem Aufbau des Universums einzuschlagen. Das historische Teleskop, das ein Jahrhundert nach seinem „first light“ immer noch zum Himmel blickt, ist hier zu sehen, wie es zum am besten erkennbaren himmlischen Ereignis des Jahres 2008 weist, der auffallenden Konjunktion von Mond, Venus und Jupiter.

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Mondaufgang am Lick-Observatorium

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Credit und Bildrechte: Rick Baldridge

Beschreibung: Von einem gut gewählten Beobachtungsort aus ging bei Sonnenuntergang der prächtige Oktober-Vollmond hinter dem Mount Hamilton auf, östlich von San Jose in Kalifornien. Auf dieser hübschen Teleskopansicht befindet sich das historische Lick-Observatorium auf dem etwa 1300 Meter hohen Gipfel; das Observatorium und der aufgehende Mond teilen sich für einen Moment die warmen Farben des gefilterten Sonnenlichts. Natürlich können heute Abend jene, die mit einem klaren Himmel gesegnet sind, ebenfalls einen herrlichen Vollmond genießen. Tatsächlich erreicht der Vollmond von heute seine volle Phase um 16:37 UT während nur weniger Stunden des Perigäums, des uns nächstgelegenen Punktes auf seiner elliptischen Bahn. Die nahe Annäherung macht den Dezember-Vollmond zum größten des Jahres 2008, sogar wenn er hoch über dem Horizont steht.

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Im Zentrum der Milchstraße

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Credit: ESO, Stefan Gillessen (MPE), F. Eisenhauer, S. Trippe, T. Alexander, R. Genzel, F. Martins, T. Ott

Beschreibung: Im Zentrum unserer Milchstraße liegt ein sehr massereiches Schwarzes Loch. Diese Aussage, früher heftig umstritten, basiert nunmehr solide auf Beobachtungen von 16 Jahren, bei denen die Umlaufbahnen von 28 Sternen um das galaktische Zentrum aufgezeichnet wurden. Astronomen vermaßen geduldig an Teleskopen der Europäischen Südsternwarte mit hochentwickelten Nah-Infrarotkameras die Positionen der Sterne im Laufe der Zeit, wobei sie auch den als S2 bezeichneten Stern während eines vollständigen Umlaufes verfolgten, der währenddessen dem Zentrum der Milchstraße näher als einen Lichttag kam. Ihre Ergebnisse zeigen überzeugend, dass sich S2 unter dem Einfluss der enormen Gravitation eines kompakten, unsichtbaren Objekts bewegt – ein Schwarzes Loch mit vier Millionen Sonnenmassen. Die Verfolgung von Sternen so nahe am galaktischen Zentrum machte nun die genaue Bestimmung der Masse des Schwarzen Lochs möglich und bestimmte auch unsere Entfernung zum Zentrum mit 27.000 Lichtjahren. Diese tiefen Nah-Infrarot-Bilder zeigen die dicht gedrängten inneren 3 Lichtjahre des Zentrums der Milchstraße. Spektakuläre Zeitraffer-Animationen der Sterne, die innerhalb von Lichttagen um das galaktische Zentrum kreisen, sind hier zu sehen.

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Porträt von NGC 281

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Credit und Bildrechte: Ken Crawford (Rancho Del Sol Observatorium)

Beschreibung: Wenn man durch die kosmische Wolke blickt, die als NGC 281 katalogisiert ist, dann kann man leicht die Sterne des Offenen Haufens IC 1590 übersehen. Doch die jungen, massereichen Sterne des Haufens, die sich im Nebel gebildet haben, liefern letztendlich die Energie für das alles durchdringende nebelartige Leuchten. Die auffälligen Formen, die in diesem farbenprächtigen Porträt von NGC 281 aufragen, sind als Silhouetten sichtbare geformte Säulen und dichte Staubglobulen, die von den intensiven, energiereichen Winden und der Strahlung von den heißen Haufensternen herauserodiert wurden. Wenn sie lange genug überleben, können die staubhaltigen Strukturen ebenfalls Orte zukünftiger Sternbildung werden. Manchmal wird NGC 281 wegen seiner Gesamtform auf Ansichten mit größerem Gesichtsfeld als Pacman-Nebel bezeichnet; er liegt etwa 10.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Cassiopeia. Dieses Kompositbild wurde mit Schmalbandfiltern gemacht und zeigt Emissionen von Wasserstoff-, Schwefel- und Sauerstoffatomen des Nebels in grünen, roten und blauen Farbtönen. Er erstreckt sich über 80 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung von NGC 281.

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