Heimat von oben

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Besatzung Expedition 18, NASA

Beschreibung: Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause. Bei einem Blick aus dem Fenster der Internationalen Raumstation (ISS) lässt der Astronaut Greg Chamitoff den Planeten, auf dem wir alle geboren wurden, auf sich wirken. Etwa 350 Kilometer über der Erde ist die ISS hoch genug oben, dass der Horizont der Erde deutlich gekrümmt erscheint. Das Fenster des Astronauten Chamitoff zeigt einige komplexe Wolken der Erde in weiß und die lebensspendende Atmosphäre und Ozeane in blau. Die Raumstation umkreist die Erde etwa alle 90 Minuten. Es ist nicht schwierig für Menschen, die unten leben, zur ISS hochzublicken. Die ISS ist regelmäßig als heller Lichtpunkt zu sehen, der unmittelbar nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Teleskope können sogar den allgemeinen Aufbau der Raumstation auflösen. Das obige Bild wurde Anfang letzten Monats im Kibo-Labor der ISS aufgenommen.

Zur Originalseite

NGC 1569: Sternbildung in irregulärer Zwerggalaxie

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: NASA, ESA, Hubble Heritage (STScI/AURA); Danksagung: A. Aloisi (STScI/ESA) et al.

Beschreibung: Große Spiralgalaxien scheinen oft den ganzen Rum einzuheimsen, indem sie ihre jungen, prächtigen blauen Sternhaufen in hübschen, symmetrischen Spiralarmen zur Schau stellen. Doch kleine, irreguläre Galaxien bilden ebenfalls Sterne. Die Zwerggalaxie NGC 1569 beispielsweise durchlebt, wie oben abgebildet, offensichtlich einen Ausbruch an Sternbildungsaktivität, der vermutlich vor mehr als 25 Milliarden Jahren begonnen hat. Die daraus resultierende turbulente Umgebung wird von Supernova-Explosionen gespeist, indem die kosmischen Detonationen Materie ausspeien und weitere Sternbildung auslösen. Zwei massereiche Sternhaufen – jugendliche Gegenstücke der Kugelsternhaufen in unserer eigenen spiralförmigen Milchstraßengalaxie – sind links der Mitte auf dieser großartigen Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops zu sehen. Das obige Bild erstreckt sich etwa 8000 Lichtjahre weit über NGC 1569. Diese relativ nahe liegende Sternbildungs-Galaxie, lediglich 11 Millionen Lichtjahre entfernt, bietet Astronomen eine ausgezeichnete Möglichkeit Sternpopulationen in sich rasch entwickelnden Galaxien zu untersuchen. NGC 1569 liegt im langhalsigen Sternbild Camelopardalis (Giraffe).

Zur Originalseite

Thackerays Globulen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Hubble Heritage Team (STScI/AURA), NASA

Beschreibung: Vor dem Hintergrund reichhaltiger Sternfelder und leuchtenden Wasserstoffgases zeichnen sich auf dieser Nahaufnahme des Hubble-Weltraumteleskops von IC 2944, einer 5000 Lichtjahre entfernten prächtigen Sternbildungsregion im Zentaur, dichte, opake Wolken aus interstellarem Gas und Staub ab. Die größte dieser dunklen Globulen, die erstmals 1950 von dem südafrikanischen Astronomen A. D. Thackeray beobachtet wurden, besteht wahrscheinlich aus zwei einander überlappenden Wolken, jede davon breiter als ein Lichtjahr. Zusammen enthalten die Wolken Materie, die etwa dem Äquivalent von 15 Sonnenmassen entspricht; werden sie jedoch jemals kollabieren, um massereiche Sterne zu bilden? Zusammen mit anderen Daten lassen die scharfen Hubblebilder den Schluss zu, dass Thackerays Globulen von derselben intensiven Ultraviolettstrahlung von jungen, heißen Sternen zerteilt und aufgewühlt wurden, die bereits den hellen Emissionsnebel anregen und aufheizen. Diese und ähnliche dunkle Globulen, die dafür bekannt sind mit anderen Sternbildungsregionen in Verbindung zu stehen, könnten letztendlich von ihrer feindlichen Umgebung aufgelöst werden – wie kosmische Klumpen aus Butter in einer heißen Bratpfanne.

Zur Originalseite

Krabbenpulsarwind-Nebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: NASA / CXC / SAO / F. D. Seward, W. H. Tucker, R. A. Fesen

Beschreibung: Der Krebs-Pulsar, ein magnetisierter Neutronenstern von den Ausmaßen einer Großstadt, der 30mal pro Sekunde um seine Achse rotiert, liegt in der Mitte dieses faszinierenden Bildes, das vom Weltraumteleskop Chandra aufgenommen wurde. Das Röntgenbild gibt uns eine erste klare Sicht auf die verschachtelten Grenzen des Krebspulsarwind-Nebels. Wie ein kosmischer Dynamo liefert der Pulsar die Energie für die Röntgenstrahlung. Die Energie des Pulsars beschleunigt geladene Teilchen, was unheimliche, leuchtende Röntgenstrahlen-Jets erzeugt, die von den Polen ausgehen, und einen heftigen Wind in der Äquatorebene. Die faszinierenden Ränder entstehen, wenn die geladenen Teilchen wegströmen, wobei sie schließlich ihre Energie verlieren, wenn sie mit dem starken Magnetfeld des Pulsars wechselwirken. Der rotierende Pulsar selbst, der mehr Masse besitzt als die Sonne und die Dichte eines Atomkerns, ist der kollabierte Kern eines massereichen Sterns. Der Kollaps des stellaren Kerns entstand bei einer Supernovaexplosion, die im Jahr 1054 beobachtet wurde. Dieses Chandra-Bild erstreckt sich über nicht einmal 9 Lichtjahre in der Entfernung des Krabbennebels von geschätzten 6000 Lichtjahren.

Zur Originalseite

Der Elefantenrüssel in IC 1396

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Gordon Haynes

Beschreibung: Wie eine Illustration einer galaktischen Genau-so-Geschichte windet sich der Elefantenrüssel durch den Komplex IC 1396 aus Emissionsnebeln und jungen Sternhaufen im hoch liegenden und weit entfernten Sternbild Kepheus. Natürlich ist dieser Elefantenrüssel ist länger als 20 Lichtjahre. Dieses Falschfarben-Komposit wurde mit Schmalbandfiltern aufgenommen, die für das Licht von Wasserstoff- (grün), Schwefel- (rot) und Sauerstoffatomen (blau) in der Region durchlässig sind. Das sich daraus ergebende Bild hebt die hellen, zurückgefegten Grate hervor, welche Taschen kühlen interstellaren Staubs und Gases abgrenzen. Solche eingebetteten, dunklen rankenförmigen Wolken enthalten Rohmaterial für Sternbildung und verstecken Protosterne im undurchdringlichen kosmischen Staub. Der relativ blasse Komplex IC 1396, der fast 3000 Lichtjahre entfernt ist, bedeckt eine riesige Region am Himmel, die sich über 5 Grad erstreckt. Diese beeindruckende Nahaufnahme deckt ein 2 Grad großes Feld ab, etwa von der Größe von 4 Vollmonden.

Zur Originalseite

Fuchspelz, Einhorn und Weihnachtsbaum

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: R Jay Gabany

Beschreibung: Wolken leuchtenden Wasserstoffgases füllen diese farbenprächtige Himmelslandschaft im zarten, fantastischen Sternbild Einhorn (Monoceros). Das komplexe Durcheinander aus kosmischem Gas und Staub – eine Sternbildungsregion, katalogisiert als NGC 2264 – ist etwa 2700 Lichtjahre entfernt und von rötlichen Emissionsnebeln, die vom energiereichen Licht von neu geborenen Sternen angeregt werden, und dunklen interstellaren Staubwolken durchmischt. Wo die ansonsten undurchsichtigen Staubwolken nahe bei den heißen, jungen Sternen liegen, reflektieren sie ebenfalls Sternenlicht und bilden blaue Reflexionsnebel. Das ausgedehnte Mosaik umfasst etwa ein Dreiviertel Grad oder fast 1,5 Vollmonddurchmesser und deckt somit 40 Lichtjahre in der Entfernung von NGC 2264 ab. In seinem Ensemble kosmischer Charaktere finden sich unter anderem der Fuchspelznebel, dessen verschnörkeltes Fell oben links liegt, der helle veränderliche Stern S Mon, eingetaucht in den blau getönten Schleier unmittelbar unter dem Fuchspelz, und der Kegelnebel weit rechts. Die Sterne von NGC 2264 sind auch als der Weihnachtsbaum-Haufen bekannt. Die dreieckige von den Sternen gezeichnete Baumform erscheint hier seitlich liegend mit dem Kegelnebel als Wipfel und der Mitte der breiteren Basis nahe S Mon.

Zur Originalseite

Erdaufgang

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Apollo 8, NASA

Beschreibung: Vor vierzig Jahren, im Dezember 1968, flog die Besatzung der Apollo 8 von der Erde zum Mond und wieder zurück. Frank Borman, James Lovell und William Anders wurden am 21. Dezember an der Spitze einer Saturn V-Rakete gestarteten, kreisten in ihrer Kommandokapsel zehnmal um den Mond und kehrten am 27. Dezember zur Erde zurück. Die eindrucksvolle Liste der ersten Male der Apollo 8-Mission enthält unter anderem: die ersten Menschen, die zum Erdmond reisten, der erste Flug mit der Saturn V-Rakete und die ersten Fotografien der Erde aus den Tiefen des Weltalls. Als die Apollo 8-Kommandokapsel die erdabgewandte Seite des Mondes umrundete, blickte die Besatzung zum Mondhorizont und sah die Erde scheinbar aufgehen, da ihr Raumfahrzeug sich im Mondorbit bewegte. Ihr berühmtes Bild der fernen blauen Erde über dem Mondrand war ein großartiges Geschenk an die Menschheit.

Zur Originalseite

Collinder 399: der Kleiderbügel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Bearbeitung: Noel Carboni, Abbildung: Greg Parker, New Forest Observatory

Beschreibung: Ist dieser Kleiderbügel ein Sternhaufen oder ein Asterismus? Über diesen kosmischen Haken wurde im letzten Jahrhundert viel diskutiert, da Astronomen wissen wollten, ob dieses Feldstecherobjekt wirklich ein physikalisch verbundener offener Haufen oder eine zufällige Projektion ist. Zufällige Sternprojektionen werden als Sterngruppen bezeichnet, ein Beispiel dafür ist der bekannte Große Wagen. Jüngste präzise Messungen aus verschiedenen Blickwinkeln entlang der Erdbahn um die Sonne zeigten unterschiedliche Winkelverschiebungen, was vermuten lässt, dass der Kleiderbügel eher als Asterismus bezeichnet werden sollte. Diese prächtige Sterngruppierung, formell als Collinder 399 bekannt, ist größer als der Vollmond und liegt im Sternbild Fuchs (Vulpecula). Weit rechts im Bild befindet sich der offene Sternhaufen NGC 6802.

Zur Originalseite

Labtayt Sulci auf Saturns Enceladus

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Cassini-Abbildungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wandern Teile der Oberfläche von Enceladus wie auf einem Fließband? Eine der anerkanntesten Interpretationen aktueller Aufnahmen von Saturns explosivstem Mond lassen darauf schließen. Diese Form asymmetrischer tektonischer Aktivität, die auf der Erde sehr ungewöhnlich ist, enthält wahrscheinlich Hinweise auf die innere Struktur von Enceladus, welcher Seen unter der Oberfläche besitzen könnte, in denen sich Leben entwickeln könnte. Oben abgebildet ist ein Komposit aus 28 Bildern, die im Oktober von der Roboter-Raumsonde Cassini aufgenommen wurden, unmittelbar nachdem sie an dem Eis speienden Himmelskörper vorbeigeschwirrt war. Untersuchungen dieser Bilder zeigen deutlich tektonische Verschiebungen, bei denen sich große Stücke der Oberfläche in eine Richtung zu bewegen scheinen. Nahe dem oberen Rand erscheint eine der markantesten tektonischen Klüfte: Labtayt Sulci, eine etwa einen Kilometer tiefe Schlucht.

Zur Originalseite

Analemma über der Korenhalle

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und BildrechteAnthony Ayiomamitis (TWAN)

Beschreibung: Wenn Sie täglich zur gleichen Zeit ein Bild von der Sonne machen würden, würde sie ihre Position beibehalten? Die Antwort lautet nein, und die Form, der die Sonne im Laufe eines Jahres folgt, wird als Analemma bezeichnet. Die scheinbare Verschiebung der Sonne wird durch die Bewegung der Erde um die Sonne, kombiniert mit der Neigung der Erdachse verursacht. Die Sonne erreicht den höchsten Punkt des Analemmas im Sommer und den niedrigsten im Winter. Heute, am Wintersonnwendtag auf der Nordhalbkugel der Erde, steht die Sonne am tiefsten Punkt des Analemmas. Analemmae, die auf verschiedenen  geographischen Breiten abgebildet werden, unterscheiden sich voneinander, aber auch Analemmae, die zu verschiedenen Tageszeiten festgehalten werden. Dieses spezielle Analemma wurde aus 46 einzelnen Sonnenfotografien aufgebaut, die im Laufe des Jahres 2003 in Athen (Griechenland) aufgenommen wurden. Im Vordergrund dieses Kompositbildes ist die Korenhalle des antiken Erechtheions zu sehen, das 407 c.Chr. fertiggestellt wurde.

Zur Originalseite