Wirbel um das Auge des Wirbelsturms Irma

Videocredit: NASA, Satellit GOES-16, SPoRT

Warum ist mitten in einem Wirbelsturm ein Auge? Das wissen wir bisher nicht genau. Was in und um das Auge eines Wirbelsturms geschieht, ist jedoch gut bekannt. Warme Luft steigt an den Rändern des Auges auf. Sie kühlt ab, rotiert, breitet sich über dem großen Sturm aus und sinkt hauptsächlich am äußeren Rand ab.

Im Auge herrscht Niederdruck. Auch dort sinkt Luft ab und erwärmt sich. Dadurch entsteht Verdunstung, Beruhigung und Aufklaren. Sogar Sonnenlicht kann hineinströmen. Am Rand des Auges türmt sich ein Augenwall auf. In diesem Bereich herrscht der stärkste Wind. Es ist besonders gefährlich hinauszugehen, wenn das ruhige Auge vorüberzieht, weil bald wieder der brachiale Augenwall des Sturms folgt.

Dies ist eines der dramatischsten Videos, die es von einem Auge und dem rotierenden Augenwall gibt. Das Zeitraffervideo entstand letzte Woche, es wurde vom Satelliten GOES-16 der NASA im Weltraum gefilmt. Dargestellt ist einer der gewaltigsten tropischen Wirbelstürme der Geschichte: Wirbelsturm Irma.

Wirbelstürme können extrem gefährlich sein. Ihre Gefahren sind nicht auf das Auge des Sturms begrenzt.

Aktuelle Bilder der Erde

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Europa und Jupiter von Voyager 1

Mitten im Bild ist der große Rote Fleck auf Jupiter. Darüber ist ein dunkler Fleck, es ist der Schatten des Mondes Io. Rechts unten ist der Mond Europa, der einen Ozean unter der Oberfläche besitzt. Die Oberfläche von Jupiter ist von wild gemusterten Wirbelstürmen überzogen.

Bildcredit: NASA, Voyager 1, JPL, Caltech; Bearbeitung und Lizenz: Alexis Tranchandon / Solaris

Was sind diese Flecken auf Jupiter? Der größte ist der große Rote Fleck. Er ist rechts neben der Mitte und am weitesten entfernt. Der Rote Fleck ist ein riesiges Sturmsystem. Es wütet wohl seit seiner wahrscheinlichen Beschreibung durch Giovanni Cassini vor 352 Jahren auf Jupiter. Noch wissen wir nicht, warum dieser große Fleck rot ist.

Der Fleck links unten ist Europa. Das ist einer von Jupiters größten Monden. Bilder der Voyagersonden aus dem Jahr 1979 stützen die aktuelle Hypothese, dass Europa unter der Oberfläche einen Ozean besitzt. Somit ist der Mond ein guter Ort, um nach außerirdischem Leben zu suchen.

Doch was ist mit dem dunklen Fleck rechts oben? Das ist der Schatten von Io, er ist ein anderer großer Jupitermond. Voyager 1 entdeckte, dass Io vulkanisch so aktiv ist, dass man keine Einschlagkrater fand. Beim Vorbeiflug von Voyager 1 an Jupiter im Jahr 1979 entstanden sechzehn Bilder. Sie wurden kürzlich überarbeitet und zu diesem Bild kombiniert.

Heute vor vierzig Jahren startete Voyager 1 von der Erde zu einer der bisher interessantesten Forschungsreisen im Sonnensystem.

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Eine Wasserhose in Florida

Hinter einer Palme am Ufer ist eine Bucht. Aus dem Wasser steigt eine riesige Wassersäule auf, die sich oben wie ein Elefantenrüssel windet und in einer dunklen Wolke verschwindet.

Bildcredit und Bildrechte: Joey Mole

Was geschieht über dem Wasser? Hier ist eines der besten Bilder einer Wasserhose, die je fotografiert wurden. Es ist eine Art Wirbelsturm, der über Wasser auftritt. Wasserhosen sind rotierende Säulen aus feuchter Luft, die aufsteigt. Sie entstehen meist über warmem Wasser. Sie können so gefährlich sein wie Wirbelstürme und erreichen eine Windgeschwindigkeit von mehr als 200 km/h.

Manche Wasserhosen entstehen weit entfernt von Gewittern, sogar bei relativ heiterem Wetter. Sie können fast durchsichtig sein. Man erkennt sie dann zunächst nur als seltsames Muster auf dem Wasser. Dieses Bild entstand im Juli 2013 bei der Tampa Bay in Florida. Der Atlantik vor der Küste von Florida ist wohl die aktivste Region der Welt für Wasserhosen. Jedes Jahr entstehen Hunderte. Manche vermuten, dass sie sogar für einige Verluste im Bermudadreieck verantwortlich sind.

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Wirbelsturm Harvey wird stärker

Videocredit: NASA-NOAA GOES-Projekt

Im Golf von Mexiko entstand ein großer, gefährlicher Wirbelsturm. Dieses Zeitraffervideo zeigt, wie Wirbelsturm Harvey in den letzten Tagen die Kategorie 4 erreichte. Der Satellit GOESEast der NASA und der NOAA zeichneten das auf.

Wirbelstürme beginnen mit einer leichten Senkung des Luftdrucks. Später schwellen sie zu großen, spiralförmigen Sturmsystemen an. Diese werden oft von starken Winden und Schlagregen begleitet. Ihre Energie erhalten sie aus Meerwasser, das verdunstet. Daher werden sie über warmem Wasser stärker und nehmen über dem Festland wieder ab.

Vieles an Wirbelstürmen und Zyklonen ist unklar, zum Beispiel die Details, wie sie entstehen und welchen Pfad sie genau nehmen. Wirbelsturm Harvey erreicht voraussichtlich heute in Texas das Festland, zusammen mit gefährlichen Sturmfluten.

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Kleiner Roter Fleck in der Nord-Nord-gemäßigten Zone

Links im Bild ist ein wirbelndes Sturmsystem, das in den 1990er-Jahren auf Jupiter entdeckt wurde. Es ist nur halb so groß wie der Rote Fleck und etwas kleiner als der Planet Erde.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Gerald Eichstadt, Damian Peach

Am 11. Juli flog die Raumsonde Juno wieder einmal tief über Jupiters turbulente Wolken. Es war die 7. große Annäherung. Juno näherte sich bei ihrem nahen Vorbeiflug an Jupiter der größten planetaren Atmosphäre im Sonnensystem auf weniger als 3500 km.

Kurz vor der größten Annäherung gelang der rotierenden JunoCam diese erstaunliche klare Sicht auf einen der markanten Wirbel auf Jupiter. Das Sturmsystem rotiert antizyklonal. Es misst etwa 8000 km und wurde in den 1990er-Jahren in Jupiters North North Temperate Zone entdeckt.

Das Sturmgebiet ist etwa halb so groß wie ein älteres, besser bekanntes Jupiter-Hochdruckgebiet, der große Rote Fleck. Es ist etwas kleiner als der Planet Erde. Das gewaltige Sturmsystem wird manchmal rötlich. Manche nennen es liebevoll North North Temperate Zone Little Red Spot.

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Nudelmosaik von Saturn

137 niedrig aufgelöste Bilder der Raumsonde Cassini wurden zu einem Mosaik kombiniert, das an eine Nudel erinnert. Es zieht von links oben nach rechts unten. Links oben ist der Nordpol.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Hampton-Universität

Am 26. April sauste die Raumsonde Cassini zwischen Saturn und den Ringen durch. Es war ein Saturn-Tauchgang beim Großen Finale. Das lange, dünne Mosaik erinnert an eine Nudel. Es zeigt die Reise über die wirbelnden Oberflächen der Wolken auf dem Gasriesen.

Das Mosaik ist eine schnelle Folge aus 137 Bildern mit niedriger Auflösung. Sie wurden mit Cassinis Weitwinkelkamera fotografiert. Die Mosaikprojektion kartiert den Bogen von Saturns gekrümmter Atmosphäre auf eine flache Bildebene. Das oberste Mosaikfeld ist auf 90 Grad Nord zentriert. Dort ist der dunkle Wirbel am Nordpol. Cassini flog dabei etwa 72.400 km über Saturn.

Nach unten hin wird das Mosaik schmäler. Das Maß schrumpft von 8,7 Kilometer auf 1 Kilometer pro Bildpunkt. Im letzten Bildfeld war die Raumsonde 8374 Kilometer von einer Region entfernt, die 18 Grad nördlich von Saturns Äquator liegt. Die Ausrichtung der Bilder ändert sich am unteren Rand, weil Cassini rotiert, um ihre große schüsselförmige Hochleistungsantenne nach vorne zu richten. Die Antenne diente als Schutzschild, als Cassini die Ringebene kreuzte.

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Nahaufnahme des großen Roten Flecks

Der große Rote Fleck auf Jupiter füllt fast das ganze Bild. Er ist so groß abgebildet, dass man ihn nicht ganz sieht. Die Erde ist kleiner als dieses Sturmsystem.

Bildcredit: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstadt, Sean Doran

Am 11. Juli zog die Raumsonde Juno wieder einmal tief über Jupiters turbulente Wolkenoberfläche. Es geschah bei einem ihrer lang gezogenen Umläufe um den größten Gasriesen im Sonnensystem. Jeder Umlauf dauert 53 Tage. Die größte Annäherung an Jupiter ist ein Perijovum. Etwa 11 Minuten nach dem Perijovum 7 zog die Sonde genau über Jupiters großen Roten Fleck.

Beim Überflug fotografierte die Sonde die Bilddaten für diese Nahaufnahme. Sie war weniger als 10.000 Kilometer entfernt. Bürgerforschende bearbeiteten die Rohdaten der JunoCam. Das größte Sturmsystem im Sonnensystem ist sehr langlebig, doch es schrumpft. Am 15. April wurde seine Größe gemessen. Sie beträgt derzeit 16.350 Kilometer. Das sind etwa 1,3 Erddurchmesser.

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Jupiter umkreisen

Videocredit und Lizenz: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstadt, Sean Doran

Wie ist es, wenn man um Jupiter kreist? Das zeigt dieses Video. Es entstand aus Bildern der NASA-Raumsonde Juno. Sie umkreist derzeit Gasriesen. Kürzlich vollendete Juno auf ihrer weiten elliptischen Bahn ihren sechsten Vorbeiflug an Jupiter. Jeder Umlauf dauert 6 Wochen.

Das Video zeigt den Flug in Zeitraffer. Am Anfang nähert sich die Sonde Jupiters Südpol. Dunkle und helle Wolkenbänder ziehen abwechselnd unter Juno vorbei. Diese Wolken haben komplexe Texturen wie Wirbel, Strudel, Ovale und weite Wolken. Auf der Erde gibt es nichts, was direkt damit vergleichbar wäre. Während die Raumsonde unter Jupiter durchzieht, tauchen neue Wolkenmuster ohne lange Bänder auf. Diese sind enthalten viele fremdartige Wirbel und Ovale.

Juno ermittelt, wie viel Wasser es in der Atmosphäre gibt. Außerdem versucht die Sonde, herauszufinden, ob Jupiter unter den faszinierenden Wolken eine feste Oberfläche hat.

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