Nahaufnahme der Tigerstreifen von Enceladus

Tigerstreifen überziehen Enceladus, wie wurden höher dargestellt, als sie wirklich sind. Durch diese Schlitze stömt Wasserdampf mit organischen Molekülen ins Weltall.

Credit: Paul Shenk (LPI), USRA; Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Gibt es Leben unter der Oberfläche von Enceladus? Ein Vorbeiflug der RoboterRaumsonde Cassini an dem Eismond bei Saturn stützt diese interessante Idee. Sie kreist derzeit um Saturn. Vor zwei Jahren zeigten Bilder von Enceladus unbestreitbar, dass durch die Risse an seiner Oberfläche Fontänen aus Gas und Eiskristallen strömen. Die Risse erinnern an Tigerstreifen.

Letzten Monat tauchte Cassini durch einige dieser Schwaden. Dabei entdeckte die Sonde Wasserdampf, in dem sich kleine Mengen Methan und einfache und komplexe organische Moleküle befinden. Es überraschte, dass die Zusammensetzung der Schwaden auf Enceladus ähnlich ist wie die von Kometen.

Temperatur und Dichte der Schwaden lassen vermuten, dass sie aus einer wärmeren Quelle unter der Oberfläche stammen, die womöglich flüssig ist. So ein Meer aus flüssigem Wasser mit organischen Molekülen wäre ein passender Ort, um nach Leben zu suchen.

Die Nahaufnahme zeigt einige lange Tigerstreifen, die an Schlitze erinnern. Ihre Höhe wurde verzerrt dargestellt. Das Computerbild entstand aus Aufnahmen vom letzten Vorbeiflug der Sonde Cassini. Derzeit sind neun weitere Vorbeiflüge von Cassini an Enceladus geplant.

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Wo ist HD 189733?

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Bildcredit: NASA, ESA, A. Fujii, and Z. Levay (STScI)

Beschreibung: Der Stern mit der Katalogbezeichnung HD 189733 ist nur 63 Lichtjahre entfernt. Auf diesem detailreichen Weitwinkelbild des nördlichen Sternbildes Schwan (Cygnus) ist seine Position eingezeichnet.

Angesichts der vielen vertrauten hellen Sterne, Nebel und Sternhaufen in dieser Region erscheint HD189733 nicht besonders interessant. Man weiß jedoch, dass er mindestens einen heißen, ungefähr jupitergroßen Planeten besitzt, der in einem sehr geringen Abstand um ihn kreist, und zwar mit einer beeindruckend kurzen Umlaufzeit von 2,2 Tagen.

Da der Planet seinen Heimatstern regelmäßig abdunkelt, können Astronomen das Sternenlicht, das direkt durch die Atmosphäre des Planeten dringt, mittels Spektroskopie analysieren und die Moleküle bestimmen. Zuerst wurde Wasserdampf in der Atmosphäre des Planeten entdeckt. Nun berichten Forschende, dass die Daten des Weltraumteleskops Hubble auch die chemische Signatur von Methan (CH4) aufweisen. Dieses interessante Ergebnis ist der erste Nachweis eines organischen Moleküls auf einem Planeten, der um einen fremden Stern kreist.

Wahrscheinlich ist der Planet von HD 189733 zu heiß und zu unwirtlich für Leben. Doch diese Arbeit ist ein erster Schritt zur Messung der Bedingungen und der Chemie auf anderen extrasolaren Planeten, auf denen es Leben geben könnte.

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Vorstoß in den Orbit

Das Bild zeigt eine Abgasschwade, die nach dem Start der Raumfähre Endeavour noch in der Luft hängt. Über den Wolken leutet es hell von den Triebwerken der Raumfähre.

Credit und Bildrechte: James N. Brown

Vögel fliegen nicht so hoch und Flugzeuge nicht so schnell. Die Freiheitsstatue wiegt weniger. Keine andere Spezies als die menschliche versteht, was hier passiert, doch vor nur einem Jahrtausend hätten auch es Menschen nicht verstanden.

Der Start einer Rakete ins All ist ein eindrucksvolles Ereignis, das sich nur schwer beschreiben lässt. Diese Abgasschwade stammt vom Nachtstart der Raumfähre Endeavour letzte Woche zur Internationalen Raumstation. Das eindrucksvolle Leuchten über den Wolken stammt von den Raketentriebwerken der Endeavour.

Das zwei Millionen Kilogramm schwere Raketenschiff startete aus dem Stand und umrundete die Erde, wo die Außenluft zu dünn zum Atmen und die Schwerkraft an Bord kaum spürbar ist. Heutzutage starten etwa einmal pro Woche irgendwo auf der Welt Raketen ins All.

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Mond über Byzanz

Über der Silhouette von Istanbul in der Türkei befindet sich über dem Topkapi-Palast eine sehr schmale Mondsichel.

Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Eine schmale Mondsichel, die sich in der Nähe der Sonne versteckt, ist ein schwieriger, aber lohnender Anblick. Auf diesem Panorama, das über den Bosporus hinweg entlang der Silhouette des historischen Zentrums von Istanbul verläuft, könnt ihr rechts neben der Mitte einen erkennen.

Auf diesem Bild vom 8. März ist der Mond nur 22 Stunden alt. Der dünne, gekrümmte Rand der beleuchteten Mondoberfläche stand bei Sonnenuntergang knapp über dem westlichen Horizont über den Mauern des Topkapi-Palastes. Der Palast wurde unter der Herrschaft des osmanischen Sultans Mehmed II. erbaut. Dieser eroberte die Stadt im 15. Jahrhundert. Damals hieß sie Konstantinopel und war die Hauptstadt des Byzantinischen Reiches.

Der hell erleuchtete Kuppelbau links neben dem Palast ist die Ayasofya (Hagia Sophia), die ein berühmtes Beispiel byzantinischer Architektur und heute ein Museum ist. Weiter links seht ihr die Sultan-Ahmed-Moschee.

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Die Internationale Raumstation expandiert wieder

Vor der Erde schwebt die Internationale Raumstation ISS. Sie besitzt eine ganze Batterie an Solarpaneelen und Kühlaggregaten. Oben ist der Rand der Erde, wo die blaue Atmosphäre ins schwarze All übergeht.

Credit: Raumfährenbesatzung STS-122, NASA

Die Internationale Raumstation ISS hat ihr Aussehen wieder einmal verändert. Letzten Monat besuchte die Raumfähre Atlantis die ISS. Sie brachte neue Bauteile. Einer davon war das Wissenschaftslabor Columbus. Das Bild zeigt die ganze Anordnung mit ausgebreiteten Solarpaneelen. Es wurde von der Besatzung der Atlantis fotografiert, als sie die ISS schon verlassen hatten und zur Erde zurückkehrten.

Wenn man dieses Bild mit früheren Bildern vergleicht, sieht man die Entwicklung des Außenpostens im All in den letzten Jahren. Verschiedene Arten von Modulen, ein Roboterarm, eine eindrucksvolle Anlage von Solarpaneelen und ein Versorgungsschiff sind zu sehen. Der Aufbau der ISS begann 1998.

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Columbus an der Internationalen Raumstation montiert

Aus dem Fenster der ISS ist das Wissenschaftslabor Columbus zu sehen, links dahinter ist ein Arm mit Solarpaneelen. Oben auf dem zylinderförmigen Modul arbeitet Missionsspezialist Hans Schlegel.

Credit: Besatzungen STS-122 und Expedition 16, ESA, NASA

Die Internationale Raumstation ISS bekam ein neues Wissenschaftslabor. Die Raumfähre Atlantis brachte das Labor-Modul Columbus zur ISS. Dort wurde es letzte Woche montiert. Columbus ist sieben Meter lang. Es enthält zehn Halterungen für Experimente. Diese können entweder von der Raumstation oder vom Kontrollzentrum für Columbus in Deutschland kontrolliert werden.

Zum ersten Satz an Experimenten gehört das Fluid Science Laboratory. Es untersucht die Eigenschaften von Flüssigkeiten in der Mikrogravitation im niedrigen Orbit. Das Biolab ist ein weiteres Experiment für Mikroorganismen. Zu den weiteren Experimenten für Columbus zählt unter anderem eine Atomuhr. Sie misst winzige Zeiteffekte, die wir laut Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie erwarten.

Das Bild zeigt, wie der Missionsspezialist Hans Schlegel außen an Columbus arbeitet. Die Mission dieses Labors ist für zehn Jahre geplant. Forschende aus der ganzen Welt können Experimente dafür vorschlagen und abwickeln.

Totale Mondfinsternis in der Nacht vom 20. auf 21. Februar!

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Venus und Jupiter am Morgenhimmel

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Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Diese beiden himmlischen Lichtbaken, die vor Sonnenaufgang hell im Osten strahlen, sind eigentlich Kinder der Sonne – die Planeten Venus und Jupiter. Als die zweit- und dritthellsten Objekte am Nachthimmel nach dem Mond erschienen Venus und Jupiter etwa 2 Grad voneinander entfernt, als dieses Bild am 30. Januar aufgenommen wurde, gestern am frühen Morgen jedoch weniger als einen halben Grad. Der beschauliche Vordergrund ist die Küstenlinie entlang der Halbinsel Miankaleh und der Gorgan-Bucht, ein wichtiges Vogel- und Naturschutzgebiet im Südosten des Kaspischen Meeres. In den nächsten beiden Tage können Frühaufsteher des gesamten Erdkreises eine Begegnung von Venus und Jupiter am Himmel mit dem abnehmenden sichelförmigen Mond genießen.

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Astronaut im Orbit spiegelt die Erde

Im Helm eines Raumanzugs spiegeln sich die ISS, die Erde, die Arme des Astronauten Clay Anderson von der Expedition 15 und die Kamera, mit der er das Foto machte.

Credit: Clayton C. Anderson, Besatzung Expedition 15, NASA

Selbstporträts von Leuten im All sind manchmal recht interessant. Dieses Bild zeigt – von außen nach innen – den verspiegelten Helm eines Raumanzuges, die Module der Internationalen Raumstation ISS, in der Mitte die Erde, dann die Arme des Astronauten Clay Anderson von der Expedition 15 und innen die Digitalkamera für den Schnappschuss.

Dieses Bild entstand bei der Mission der Raumfähre Endeavour letzten August. Dabei wurde die Raumstation ausgebaut. Die starke Krümmung der kugelförmigen Erde, die man in der Reflexion des Visiers sieht, zeigt nicht die tatsächliche Krümmung. Sie ist ein Artefakt, das durch die Krümmung des Helmes entsteht. Wenn man den Horizont der Erde aus der Höhe der ISS betrachtet, erscheint nur sanft gekrümmt. Die ISS ist nur ungefähr 400 Kilometer von der Erde entfernt.

Nächsten Monat ist wieder eine Mission eines Spaceshuttles zur Raumstation geplant. Dabei wird das Wissenschaftslabor Columbus installiert.

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