Jupiter über dem Mittelmeer

Über einem dunklen Grund mit verschwommenem Horizont leuchtet ein violetter Himmel mit dem hell leuchtenden Jupiter und der senkrecht aufsteigenden Milchstraße.

Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Diese Reise bot einen unvergesslichen Anblick. Oben seht ihr eine malerische Sternenlandschaft über einem stimmungsvollen Meerespanorama. Sie war letzten August in der Türkei zu sehen. Das Panorama wurde digital kombiniert. Im Vordergrund strahlt der Leuchtturm von Gelidonya vor dem ruhigen Mittelmeer.

Links leuchtet Jupiter. Er ist der hellste Punkt im Bild. Weil auf der gleichen Seite der Sonne steht wie die Erde, hatte er fast die größte Helligkeit des Jahres erreicht. Jupiter leuchtete mit –3 Magnituden. Er war heller als jeder Stern am Himmel, sogar heller als der Mars bei seiner berühmten hellen Opposition im August 2003.

Rechts verblasst das Band der Milchstraße am Horizont im fernen Dunst der Atmosphäre. Jupiter steht kurz vor dem sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Bahn. Bei seiner nächsten Opposition im September 2010 leuchtet er deshalb sogar noch heller.

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Mondbogen und Regenbogen über Patagonien

Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de Chile)

Habt ihr schon einmal einen Mondregenbogen gesehen? Regenbögen entstehen aus Sonnenlicht und Mondregenbögen aus Mondlicht. Die Sonne ist viel heller als der Mond. Daher leuchten Regenbögen der Sonne viel stärker und sind häufiger zu beobachten als Mondregenbögen.

Der Film zeigt nicht nur einen, sondern mehrere Regenbögen, außerdem wandernde Wolken und den Sternenhimmel. Alles war im Februar 2009 im chilenischen Patagonien zu sehen. Die leichte Bewegung der Regenbögen entsteht durch die veränderliche Position von Sonne und Mond am Himmel.

Da das Mondlicht reflektiertes Sonnenlicht ist, sind die Farben fast dieselben. Regenbogen und Mondregenbogen entstanden durch Licht, das in kleinen Wassertröpfchen gestreut wurde, wenn in der Nähe Regen fiel. Regentropfen verhalten sich wie Miniaturprismen. Zusammen erzeugen sie ein malerisches Farbspektrum.

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Küsten-Mondtrugbild

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Jean-Marc Audrin

Beschreibung: Diese seltsame Ansicht des Vollmondes wurde am 7. Juni bei seinem Aufgang mit einem Teleobjektiv auf einem Balkon an der Küste nahe Nizza in Frankreich aufgenommen. Die dunklen Markierungen und die seltsame Form des orangefarbenen Mondes erinnerten den Fotografen an das Gesicht eines Außerirdischen, der auf das vorbeifahrende Schiff blickt. Natürlich entsteht die verzerrte Erscheinung des Mondes durch die ungewöhnliche Brechung (Refraktion) der Lichtstrahlen, wodurch Mehrfach- oder Trugbilder, ähnlich wie Sonnenuntergangs- und Sonnenaufgangs-Luftspiegelungen, entstehen. Die Effekte werden am häufigsten angekündigt, wenn durch Temperaturschichten in der Atmosphäre abrupte Unterschide der Luftdichte und des Brechungsindexes auftreten. Die Lichtbrechung, die entlang der weiten Sichtlinien zu auf- oder untergehender Sonne oder zum Mond auftritt, ändert den Weg der Lichtstrahlen erheblich, wodurch gekrümmte, verzerrte Bilder entstehen. Solche Trugbilder werden auch mit dem Grünen Blitz assoziiert.

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Mondaufgang über der Türkei

Der Mond geht über einer Bucht auf, am hinteren Ufer liegt Izmit in der Türkei.

Credit und Bildrechte: Tahir Sisman

Ist der Mond größer, wenn er nahe am Horizont steht? Nein. Oben seht ihr, dass der Mond immer fast gleich groß erscheint, egal wo er am Himmel steht. Es ist seltsam, dass die Ursachen für die bekannte Mondtäuschung immer noch diskutiert werden.

Zwei der häufigsten Erklärungen von früher hängen mit der Illusion zusammen, dass Objekte im Vordergrund den Mond am Horizont breiter erscheinen lassen. Die gängigste Erklärung lautete, dass der Verstand weiter entfernte Objekte als größer interpretiert. Dazu gibt es eine aktuellere Deutung, dass die Illusion der Distanz sogar dazu führt, dass das Auge anders fokussiert. Wie dem auch sei – der Winkeldurchmesser des Mondes beträgt immer etwa 0,5 Grad.

Diese Bildfolge des Mondes entstand 2007. Eine Aufnahme wurde länger belichtet und zeigt vorne die Bucht von Izmit in der Türkei. Zum 14. Jahrestag von APOD danken die Herausgeber allen Mitarbeitenden und Übersetzenden. Ihr ehrenamtlicher Einsatz bringt die Wunder der Astronomie Millionen von Menschen auf der ganzen Welt näher. Besonderer Dank geht an die Betreiber der türkischen Site für den Gruß. Er erscheint, wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Über der Erde Hubble reparieren

Hinter einer Ladebucht derRaumfähre Atlantis ist das Weltraumteleskop Hubble befestigt, dahinter ist eine beleuchtete Sichel der Erde zu sehen.

Credit: STS-125-Besatzung, NASA

Beschreibung: Was tut dieser Astronaut? Er repariert das Weltraumteleskop Hubble. Zu sehen ist der Astronaut Michael Good während der vierten Wartungsmission zu Hubbles Aufrüstung und Reparaur, wie er, am Roboterarm der Raumfähre befestigt, in einer offenen Abdeckung Hubbles arbeitet. Weit unten ist die Grenze zwischen Tag und Nacht auf dem Planeten Erde zu sehen. Seit Hubble letzten Mittwoch von der Raumfähre Atlantis eingefangen wurde, wurden fünf lange Außenbordmanöver durchgeführt, um das alternde Teleskop zu reparieren und aufzurüsten. Im Zuge der anspruchsvollsten Missionen in der Umlaufbahn, die je durchgeführt wurde, haben die hart arbeitenden Astronauten die Weitwinkelkamera aufgerüstet, die Verbesserte Kamera für Durchmusterungen gewartet, den Abbildungsspektrograph des Weltraumteleskops repariert und COSTAR durch den Spektrograf für kosmische Ursprünge ersetzt. Daneben gab es zahlreiche weitere allgemeine Reparaturen wie das Ersetzen der Batterien, der Gyroskop-Sensoren und Isolierabdeckung. Hubble wird nun einer Testphase unterzogen, während sich Atlantis für die Rückkehr zur Erde gegen Ende dieser Woche vorbereitet.

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Mimas: kleiner Mond mit großem Krater

Der schwarzweiß abgebildete runde Mond ist vollständig mit Kratern überzogen. Ein besonders großer Krater rechts oben gibt ihm eine Ähnlichkeit mit dem Todesstern aus Star Wars.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was immer Mimas getroffen hat, es hätte ihn beinahe zerstört. Zurück blieb einer der größten Einschlagkrater auf einem der kleinsten Saturnmonde. Der Krater mit dem Namen Herschel, benannt nach Sir Wilhelm Herschel, der Mimas 1789 entdeckte, hat einen Durchmesser von etwa 130 Kilometern und ist oben abgebildet.

Mimas‚ geringe Masse bewirkt eine Oberflächengravitation, die gerade stark genug ist, um einen kugelförmigen Körper zu erzeugen, aber schwach genug, um solche relativ großen Oberflächenerscheinungen entstehen zu lassen. Mimas besteht großteils aus Wassereis mit ein bisschen Gestein – somit kann er treffend als großer schmutziger Schneeball beschrieben werden.

Dieses Bild entstand im August 2005 bei einem Vorbeiflug der Robotersonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist.

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Heimat von oben

Ein Astronaut mit Kopfhörern blickt aus einem runden Fenster, durch das man den Rand der Erde sieht.

Credit: Expedition 18, NASA

Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause. Der Astronaut Greg Chamitoff blickt aus dem Fenster der Internationalen Raumstation ISS auf den Planeten, auf dem wir alle geboren wurden. Die ISS kreist etwa 350 Kilometer über der Erde. Das ist hoch genug, um den Horizont der Erde gekrümmt zu sehen. Durch das Fenster sah der Astronaut Chamitoff einige komplexe Wolken auf der Erde in Weiß. Die Atmosphäre und die Ozeane, die Leben ermöglichen, schimmern blau.

Die Raumstation kreist etwa alle 90 Minuten um die Erde. Menschen, die unten leben, können leicht zur ISS hinauf schauen. Man sieht die ISS ist immer wieder als hellen Lichtpunkt, der kurz nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Mit Teleskopen erkennt man sogar den allgemeinen Aufbau der Raumstation. Das Bild entstand Anfang letzten Monats im Labor Kibō der ISS.

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Von Mondaufgang bis Sonnenuntergang

Das Bild ist ein sehr breites Panorama mit Blick über Lissabon, rechts geht die Sonne unter, links geht der Mond auf.

Credit und Bildrechte: Miguel Claro

Beschreibung: Auf diesem Panorama von Erde und Himmel, das am Donnerstag, dem 13. November aufgenommen wurde, erhebt sich der Vollmond weit links am östlichen Horizont. Natürlich geht dieser zu Sonnenuntergang auf, und an jenem Donnerstag wurde die untergehende Sonne weit rechts ebenfalls erfasst. Dazwischen wurden 17 Digitalbilder zusammengefügt, die den Süden entalang dem Horizont folgen und ein hübsches Zwielichtporträt des Zentrums von Lissabon in Portugal zeigen. Die stimmungsvolle Ansicht umfasst auch einen Teil der längsten Brücke Europas, die Vasco-da-Gama-Brücke unter dem aufgehenden Mond, und endet bei der Mündung des Flusses Tajo, wenn man nach Westen in Richtung des Sonnenuntergangs und des Atlantischen Ozeans blickt. Der Aussichtspunkt des Fotografen war das 28 Meter hohe Cristo-Rei-Monument am Südufer des Tajo am Fuß der anderen berühmten Brücke der Hafenstadt, der Ponte 25 de Abril.

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