Mondfinsternis zur Sonnenwende

Das Bild zeigt eine digitale Vorschau auf die Mondfinsternie zurWintersonnenwende.

Credit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Beschreibung: Heute Abend wird der Mond einige Zeit nach Sonnenuntergang dunkel. Bei dieser totalen Mondfinsternis tritt der ganze Mond in den Schatten der Erde. Die Totalität der Finsternis ist in ganz Nordamerika sichtbar, die partielle Phase sieht man auf einem Großteil der Welt. Beobachtende an der Ostküste Nordamerikas müssen bis nach Mitternacht auf den Beginn der Totalität warten, Leute an der Westküste sehen noch vor Mitternacht einen völlig verdunkelten Mond.

Oben ist eine digitale Vorschau als Bild zu sehen. So könnten der Mond und der umgebende Himmel zur Mitte der Finsternis erscheinen. Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt, seht ihr eine Beschriftung. Die Teile des Mondes, die in den mit „umbra“ (Kernschatten) beschrifteten Kreis treten, erscheinen am dunkelsten, weil die Sonne dort vollständig von der Erde abgedeckt wird. Jene Teile des Mondes in dem Kreis, der mit „penumbra“ (Halbschatten) beschriftet ist, ragen teilweise ins direkte Sonnenlicht und reflektieren daher ein wenig Licht.

Der gedämpfte Schein des sonst vollen Mondes erlaubt eine ungewöhnlich gute Sicht auf nahe gelegene Prachtstücke am Himmel, zum Beispiel den Supernova-Überrest Simeis 147, den offenen Sternhaufen M35 und den Krebsnebel M1. Zufällig findet diese Finsternis am kürzesten Tag auf der Nordhalbkugel statt – zur Wintersonnenwende. Diese Sonnwendfinsternis ist die erste seit 456 Jahren. Die nächste in Europa sichtbare totale Wintersonnwendfinsternis findet am 21. Dezember 2029 statt. (Hinweis: In Europa ist nur der Beginn der Mondfinsternis morgens kurz vor Monduntergang und vor Sonnenaufgang sichtbar.)

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Küsten-Mondtrugbild

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Jean-Marc Audrin

Beschreibung: Diese seltsame Ansicht des Vollmondes wurde am 7. Juni bei seinem Aufgang mit einem Teleobjektiv auf einem Balkon an der Küste nahe Nizza in Frankreich aufgenommen. Die dunklen Markierungen und die seltsame Form des orangefarbenen Mondes erinnerten den Fotografen an das Gesicht eines Außerirdischen, der auf das vorbeifahrende Schiff blickt. Natürlich entsteht die verzerrte Erscheinung des Mondes durch die ungewöhnliche Brechung (Refraktion) der Lichtstrahlen, wodurch Mehrfach- oder Trugbilder, ähnlich wie Sonnenuntergangs- und Sonnenaufgangs-Luftspiegelungen, entstehen. Die Effekte werden am häufigsten angekündigt, wenn durch Temperaturschichten in der Atmosphäre abrupte Unterschide der Luftdichte und des Brechungsindexes auftreten. Die Lichtbrechung, die entlang der weiten Sichtlinien zu auf- oder untergehender Sonne oder zum Mond auftritt, ändert den Weg der Lichtstrahlen erheblich, wodurch gekrümmte, verzerrte Bilder entstehen. Solche Trugbilder werden auch mit dem Grünen Blitz assoziiert.

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Schloss und Vollmond

Über einer beleuchteten Burgruine auf einem Berg leuchtet der Vollmond, über dem ein Wolkenschleier liegt.

Credit und Bildrechte: Paolo Tanga, Observatoire de la Cote d’Azur

Die Wolken konnten diesen hellen Vollmond nicht verstecken, als er letzte Woche über der mittelalterlichen Burg von Tourrette-Levens in der Nähe der französischen Stadt Nizza aufging. Er war genau am 9. April um 14:56 UT voll und folgte auf die Tag- und Nachtgleiche im März. Somit war er der erste Vollmond des Frühlings im Norden und des Herbstes auf der Südhalbkugel.

Dieser Vollmond war der Ostervollmond, der das Datum des christlichen Osterfestes bestimmt. Es findet am Sonntag nach dem ersten Vollmond im nördlichen Frühling statt¹. Im Norden wird er auch Grasmond oder Eiermond genannt. Auf der Südhalbkugel leuchtet dieser Vollmond nach der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche die ganze Nacht und wird Jagdmond genannt.

¹ Tatsächlich ist es etwas komplizierter

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Größter Mond des Jahres 2009 über den Alpen

Über schneebedeckten Bergen geht der Vollmond auf. Scheinbar wird er von einem Flugzeug getroffen.

Credit und Bildrechte: Vincent Jacques Sky Shows

Beschreibung: Einen größeren Mond wird es dieses Jahr nicht mehr zu sehen geben. Am vergangenen Wochenende war in der Nacht der größte Mond des Jahres 2009 von fast jedem klaren Beobachtungsort der Erde aus zu sehen. Eine große Winkelausdehnung des Vollmondes ist üblicherweise dann zu beobachten, wenn der Mond während seiner vollen Phase nahe an der Erde steht. Weil der Mond die Erde auf einer elliptischen Bahn umkreist, hängt seine Winkelgröße davon ab, wie nahe sich der Mond am erdnächsten (Perigäum) oder erdfernsten Punkt (Apogäum) befindet. Dennoch war die Fläche und Helligkeit des Mondes nur etwa 30 Prozent größer als ein typischer Vollmond. Auf diesem Bild wurde ein pathetisch positionierter Mondes von Breil-sur-Roya im Südosten Frankreichs aus fotografiert, während er über den Alpen aufging. Dieses Bild, das mit einer gewöhnlichen Digitalkamera zu einem außerordentlich gut gewählten Zeitpunkt aufgenommen wurde, hielt auch ein vorbeifliegendes Flugzeug fest. Der letzte Vollmond im Dezember 2008 war der größte Vollmond des Jahres 2008.

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Von Mondaufgang bis Sonnenuntergang

Das Bild ist ein sehr breites Panorama mit Blick über Lissabon, rechts geht die Sonne unter, links geht der Mond auf.

Credit und Bildrechte: Miguel Claro

Beschreibung: Auf diesem Panorama von Erde und Himmel, das am Donnerstag, dem 13. November aufgenommen wurde, erhebt sich der Vollmond weit links am östlichen Horizont. Natürlich geht dieser zu Sonnenuntergang auf, und an jenem Donnerstag wurde die untergehende Sonne weit rechts ebenfalls erfasst. Dazwischen wurden 17 Digitalbilder zusammengefügt, die den Süden entalang dem Horizont folgen und ein hübsches Zwielichtporträt des Zentrums von Lissabon in Portugal zeigen. Die stimmungsvolle Ansicht umfasst auch einen Teil der längsten Brücke Europas, die Vasco-da-Gama-Brücke unter dem aufgehenden Mond, und endet bei der Mündung des Flusses Tajo, wenn man nach Westen in Richtung des Sonnenuntergangs und des Atlantischen Ozeans blickt. Der Aussichtspunkt des Fotografen war das 28 Meter hohe Cristo-Rei-Monument am Südufer des Tajo am Fuß der anderen berühmten Brücke der Hafenstadt, der Ponte 25 de Abril.

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Mondspiele

Vor einem dunkelblauen Himmel vermisst eine dunkle Silhouette die Breite des Vollmondes.

Credit und Bildrechte: Laurent Laveder (PixHeaven.net / TWAN)

Beschreibung: Der gemessens Durchmesser des Mondes beträgt etwa 3476 Kilometer. Doch der scheinbare Winkeldurchmesser – der Winkel, den ein Objekt abdeckt – kann für Mondliebhaber* ebenfalls wichtig sein. Die Winkelgröße hängt von der Entfernung ab – je weiter ein Objekt entfernt ist, desto kleiner ist der Winkel, den es abdeckt. Da der Mond ca. 400.000 Kilometer weit entfernt ist, beträgt seine Winkelgröße nur etwa 1/2 Grad – eine Spanne, die ihr leicht mit der Fingerspitze am ausgestreckten Arm abdeckt, oder mit einem Maßband, das in einiger Entfernung von einem Freund gehalten wird.

Natürlich ist die Sonne viel größer als der Mond, 400 Mal, um genau zu sein, doch heute wird der Neumond die Sonne passgenau bedecken. Die totale Sonnenfinsternis ist auf einer Bahn zu sehen, die quer über den Norden von Kanada, die Arktis, Sibirien und Nordchina verläuft. (Eine partielle Finsternis ist in einem größeren Bereich zu sehen).

Sonnenfinsternisse zeigen den glücklichen Zufall, dass die Sonne einerseits 400 Mal den Monddurchmesser misst, sie auch 400 Mal weiter entfernt ist. Daher besitzen Sonne und Mond exakt den gleichen Winkeldurchmesser.

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