Wann wird der helle Vollmond plötzlich dunkel? Wenn er in den Schatten der Erde eintritt. Vor fast zwei Wochen passierte das bei einer totalen Mondfinsternis. Diese Finsternis war auf jener Erdhälfte zu sehen, die zum Mond gerichtet war. Es entstanden vielespektakuläreFotos.
Das Zeitraffervideo oben zeigt etwa eine halbe Stunde der Finsternis. Das Video wurde am Mount-Lemmon-Sky-Center in Arizona (USA) gefilmt. Der Erdschatten liegt in der Mitte, und der Mond wandert von Westen nach Osten hindurch.
Morgen, genau einen halben Monat später, gibt es wieder eine kurzzeitig passende Ausrichtung von Erde, Mond und Sonne. Diesmal wandert die Erde durch einen Teil des Neumondschattens.
Diese keine Szene stammt nicht aus einem Science-Fiction-Film mit Spezialeffekten. Der grüne Lichtstrahl und die rote Mondscheibe sind echt. Sie wurden am 15. April in den frühen Morgenstunden fotografiert. Natürlich ist die rote Mondscheibe leicht erklärbar. Das Bild wurde nämlich diese Woche bei der totalen Mondfinsternis fotografiert.
Der verfinsterte Mond ist in den Erdschatten getaucht. Er reflektiert das gedämpfte rötliche Licht aller Sonnenuntergänge und -aufgänge, das am Rand des Planeten Erde gefiltert wird. Aus der Mondperspektive wäre es als Silhouette zu sehen.
Der grüne Lichtstrahl ist ein Laserstrahl. Er wurde vom 3,5-Meter-Teleskop am Apache-Point-Observatorium im Süden von New Mexico abgestrahlt. Man sieht den Pfad des Strahls, weil die Erdatmosphäre einen Teil des intensiven Laserlichts streut. Das Ziel des Lasers der Apollo-15-Retroreflektor, der 1971 von Astronautenauf dem Mond aufgestellt wurde.
Man misst die Zeit, die das Licht des Laserpulses braucht, bis es zurückkehrt. So kann das Experimentalteam der Universität von Kalifornien in San Diego die Distanz zwischen Erde und Mond millimetergenau messen. Das liefert einen Nachweis der Allgemeinen Relativitätstheorie. Sie war Einsteins Gravitationstheorie.
Wenn man des Lunar-Laser-Ranging-Experiment bei einer totalen Mondfinsternis durchführt, nützt man die Erde als kosmischen Lichtschalter. Wenn man das direkte Sonnenlicht abdeckt, war die Leistung des Reflektors besser, als wenn das Experiment im vollen Sonnenlicht bei einem normalen Vollmond durchgeführt wird. Dieser Effekt wird liebevoll „Fluch des Vollmondes“ genannt.
Alle 10 Minuten dokumentierte ein Bild die Mondposition und Finsternisphase. Die Finsternis wanderte von links nach rechts über die zerklüfteten Berge und die Lichter von Waterton. Die Abfolge zeigt effektvoll die Totalitätsphase der Finsternis. Sie dauerte etwa 80 Minuten.
Um 270 v. Chr. vermaß der griechische Astronom Aristarch von Samos die Dauer von Mondfinsternissen. Das tat er ohne den Vorteil digitaler Uhren und Kameras. Doch er fand mithilfe der Geometrie eine einfache, aber genaue Methode, wie er anhand der Finsternisdauer die Mondentfernung in Erdradien berechnen konnte.
Diese aktuelle Finsternisserie zeigt auch die Positionen des Mars (rechts über dem Mond) und des hellen Sterns Spica bei der geröteten Mondscheibe. Saturn ist links darunter.
Ein schöner rötlicher Mond glitt am 15. April über den dunklen Himmel. Er wanderte länger als eine Stunde durch den Erdschatten. Es war die erste totale Mondfinsternis des Jahres. Die Finsternis war auf dem Großteil der westlichen Halbkugel des Planeten zu bewundern.
Die dämmrige Mondscheibe schwebt hier über der karibischen Insel Barbados. Sie wurde auf der farbigen Himmelsansicht bei der Totalität fotografiert. Die rote Farbe des dunklen Mondes steht in einem hübschen Kontrast zum hellen, bläulichen Stern Spica. Er ist der Alphastern im Sternbild Jungfrau und posiert nur zwei Grad entfernt.
Mars leuchtet heller als Spica. Er steht etwa 10 Grad rechts neben dem Mond. Mars steht nahe der Opposition und seiner größten Annäherung an die Erde. Die Farbe des Roten Planeten spiegelt scheinbar die Farbe des verfinsterten Mondes.
Nur zwei Tage nach Vollmond leuchtete der Februarmond durch dünne Wolken. Er geht links auf. Die Nachthimmelslandschaft wurde mit Fischaugenobjektiv fotografiert. Das Mondlicht beleuchtet einen verwitterten, abgerundeten Vordergrund in den Alabama Hills. Sie befinden sich östlich des Mount Whitney am Rand der Sierra Nevada im US-amerikanischen Kalifornien.
Der Himmelsjäger Orion ist ein vertrautes nördliches Wintersternbild. Er steht rechts. Der helle Jupiter beherrscht als Gasriese das Sonnensystem. Er leuchtet oben in der Mitte. Unter Jupiter steht Sirius, der Alphastern im Großen Hund.
Sirius posiert über einer gebogenen, verdrehten Landschaftsform. Sie ist als Möbius Arch bekannt. Der Bogen erinnert an eine Form, deren Oberfläche nur einer Seite hat. Diese Form ist in der Mathematik berühmt. Natürlich ist es einfacher, ein Möbiusband mit Papier, Schere und Klebeband herzustellen als mit Gestein, Wind und Wetter.
Habt ihr den großen, schönen Vollmond letzten Donnerstag gesehen? Es war eigentlich ein Mikromond! In dieser Nacht erreichte der kleinste Vollmond des Jahres 2014 seine volle Phase nur Stunden bevor er das Mond-Apogäum erreichte. Das ist der Punkt auf der elliptischen Mondbahn, der am weitesten von der Erde entfernt ist.
Letztes Jahr fand in der Nacht des 22. Juni ein voller Supermond nahe beim Perigäum statt. Das ist der erdnächste Punkt der Bahn. Das Kompositbild zeigt die scheinbare Größe des Mikromondes vom 15. Jänner im Vergleich zum Supervollmond vom 22. Juni. Dazu wurden zwei Teleskopbilder aus dem italienischen Perugia digital übereinandergelegt.
Der Unterschied der scheinbaren Größe zeigt die unterschiedliche Entfernung zwischen Apogäum und Perigäum. Das ist weniger als 50.000 Kilometer. Die durchschnittliche Entfernung des Mondes beträgt etwa 385.000 Kilometer.
Wie lang müssen wir auf den nächsten Mikro-Vollmond warten? Bis 5. März 2015. Dann ist die volle Mondphase wieder wenige Stunden vom Mondapogäum entfernt.
Dieser helle Vollmond ging Mittwoch Nacht über dem Lick-Observatorium auf. Traditionell heißt der Vollmond im Jänner Wolfsmond. Dieser Mond erreichte seine volle Phase am 16. Jänner um 4:54 UT, nur 2 Stunden vom Apogäum entfernt. Das Apogäum ist fernsten Punkt der elliptischen Mondbahn um die Erde. Also war er der kleinste Vollmond des Jahres 2014.
Der Unterschied an scheinbarer Größe zwischen dem größten und dem kleinsten Vollmond ist schwer zu erkennen. Die Differenz der Entfernung zwischen Apogäum und Perigäum – dem erdnächsten Punkt der Mondbahn – beträgt nämlich nur etwa 50.000 Kilometer. Der Mond ist im Schnitt an die 385.000 Kilometer von der Erde entfernt. Der Apogäumsvollmond war also – knapp – der kleinste Vollmond der letzten 1000 Jahre. Das bleibt er auch bis 2154. Dann ist ein noch kleinerer Vollmond zu beobachten.
Der Mond leuchtet normalerweise in zarten Grau- und Gelbtönen. Diese farbige Mondlandschaft wurde bei Vollmond mit einem Teleskop fotografiert. Kleine messbare Farbunterschiede wurden extrem verstärkt.
Es stellte sich heraus, dass unterschiedliche Farben echten Unterschieden der chemischen Zusammensetzung auf der Mondoberfläche entsprechen. Blaue Farbtöne zeigen titanreiche Regionen. Dagegen zeigen orange oder rötliche Farben Orte mit relativ wenig Titan und Eisen. Das vertraute Meer der Ruhe (Mare Tranquillitatis) ist die blaue Region am rechten Bildrand.
Links unten ist der 85 Kilometer große Strahlenkrater Tycho. Von dort aus laufen weiße Linien über die orangefarbenen südlichen Mondberge. Oben strömen dunklere Strahlen aus dem Krater Kopernikus ins Regenmeer (Mare Imbrium) links oben. Ähnliche farbige Bilder von Raumsonden wurden mit den Gesteinsproben der Apollo-Missionen kalibriert. Mit diesen Bildern wird die Zusammensetzung der ganzen Mondoberfläche erforscht.
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