Cassini nähert sich Saturn

Videocredit und Bildrechte: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA, S. Van Vuuren et al.; Musik: Adagio für Streicher (NY Phil)

Wie sieht es aus, wenn man sich Saturn in einem Raumschiff nähert? Das wissen wir bereits. Die Raumsonde Cassini näherte sich dem Ringplaneten 2004. Sie fotografierte auf dem Weg Tausende Bilder. Hunderttausende weitere folgten nach dem Eintritt in den Orbit. Manche von Cassinis frühen Bildern wurden digital justiert und beschnitten und zu diesem faszinierenden Video verarbeitet. Es ist Teil eines größeren IMAX-Filmprojektes mit dem Titel „In den Ringen Saturns„. Der Film ist noch in Arbeit.

Im letzten Abschnitt der Annäherung ragt Saturn immer größer auf. Unten zischt der wolkige Mond Titan vorbei. Während Saturn im Hintergrund rotiert, fliegt Cassini als Nächstes über Mimas. Sein riesiger Krater Herschel ist deutlich sichtbar. Saturns majestätische Ringe übernehmen dann die Schau, wenn Cassini Saturns dünne Ringebene durchquert. Die Ringe werfen dunkle Schatten auf Saturn. Schließlich taucht in der Ferne der rätselhafte Mond Enceladus mit seinen Eis-Geysiren auf. Am Ende des Videoclips kommt er näher.

Nach mehr als einem Jahrzehnt der Forschung und Entdeckung ging der Treibstoff der Raumsonde Cassini 2017 zur Neige. Die Sonde wurde in Saturns Atmosphäre gelenkt. Dort ist sie sicherlich geschmolzen.

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Roboter Dragonfly soll über Titan fliegen


Videocredit: NASA, Johns Hopkins U. Applied Physics Lab.

Beschreibung: Wenn Sie über Titan fliegen könnte, was würden Sie sehen? Um das herauszufinden, und um diesen exotischen Saturnmond besser zu erforschen, gab die NASA kürzlich grünes Licht für Dragonfly – diese Mission zu Titan zum Einsatz einer hubschrauberartigen Drohne.

Der Saturnmond Titan ist einer der größten Monde im Sonnensystem und der einzige Mond, von dem wir wissen, dass er eine dichte Atmosphäre und sich verändernde Kohlenwasserstoffseen besitzt. Nach Entwicklung, Bau, Test und Start soll Dragonfly voraussichtlich 2034 Titan erreichen. Diese Animation zeigt, wie Dragonfly bei Titan ankommt und mit seiner Erforschung in der Luft beginnt. Dann landet die Sonde, um eine Radioverbindung zur Erde herzustellen, und startet zu einem weiteren Flug über Titan.

Wir hoffen, dass Dragonfly der Menschheit nicht nur hilft, das Wetter, die Chemie und die wechselnde Landschaft Titans besser zu verstehen, sondern auch ihr Wissen über die Entstehung des Lebens auf unserer jungen Erde erweitert.

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Saturn, Titan, Ringe und Dunst

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini Imaging Team

Beschreibung: Das ist keine Sonnenfinsternis. Das Bild zeigt eine belebte Aussicht mit Monden und Ringen bei Saturn. Das große runde Objekt in der Mitte ist Titan, der größte Saturnmond und eines der faszinierendsten Objekte im ganzen Sonnensystem. Der dunkle Fleck in der Mitte ist der feste Hauptteil des Mondes. Der helle Ring, der ihn umgibt, ist Atmosphärendunst über Titan – Gas, das Sonnenlicht zu einer Kamera an Bord der Roboter-Raumsonde Cassini streut. Die Saturnringe durchschneiden waagrecht das Bild, man blickt fast genau auf die Kante. Rechts unter Titan befindet sich Enceladus, ein kleiner Saturnmond.

Da das Bild fast genau in Richtung Sonne aufgenommen wurde, erscheinen die Oberflächen von Titan und Enceladus als Silhouetten, und die Saturnringe wirken wie ein Fotonegativ. Wenn Sie Enceladus wirklich sehr genau betrachten, sehen Sie leichte Hinweise auf Eisstrahlen, die zum unteren Bildrand hinausschießen. Es sind diese Strahlen, die Zukunftspläne für eine Landung auf Enceladus befeuern, um ins Eis zu graben und nach Anzeichen für extraterrestrisches Leben zu suchen.

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55 Nächte mit Saturn

Der Planet Saturn zieht auf dieser Mehrfachbelichtung vor den Sternen im Schützen vorbei. Rechts ist der Trifidnebel, unten der Lagunennebel.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Vom 1. Juli bis zum 24. August 2018, also in 55 Nächte lang, war in diesem Sommer der mediterrane Himmel zumindest teilweise klar. Jede Nacht entstand eine Aufnahme, alle wurden zu diesem Bild kombiniert. Es folgt dem hellen Planeten Saturn, der scheinbar rückwärts über den Abendhimmel wanderte. Im August bremste die Bewegung des äußeren Planeten ab. Saturn zog vor dem sternklaren Hintergrund nach rechts. Er kam der Sichtlinie zur zentralen Milchstraße nahe. Dort leuchten der Lagunennebel (M8) und der Trifidnebel (M20).

Auch Saturns größter Mond Titan ist im Bild. Titan umrundet den Gasriesen alle 16 Tage. Das führt zu einer wellenartigen Bewegung. Man erkennt sie leichter, wenn man den fast zu hellen Saturn digital aus der Szene entfernt. (Schiebt dazu den Mauspfeil über das Bild.)

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Titan sehen

Der Saturnmond Titan ist in der Mitte im sichtbaren Licht dargestellt. Man sieht nur seine gelbliche Wolkenoberfläche. Außen herum sind sechs Bilder angeordnet, die in Infrarot durch die Wolken blicken und Details der Oberfläche zeigen.

Bildcredit und Bildrechte: VIMS-Team, U. Arizona, ESA, NASA

Saturns größter Mond Titan ist in eine dichte Atmosphäre gehüllt. Es ist wirklich schwierig, ihn zu sehen. Kleine Teilchen in der oberen Atmosphäre bilden einen fast undurchdringlichen Dunst. Dieser streut sichtbares Licht stark und verbirgt die Details auf Titans Oberfläche vor neugierigen Augen. Doch in Wellenlängen von Infrarot kann man Titans Oberfläche besser abbilden. Infrarot wird weniger stark gestreut oder in der Atmosphäre absorbiert.

In der Mitte ist ein Bild von Titan im sichtbaren Licht. Außen herum sind die bisher besten Ansichten in Infrarot des faszinierenden Mondes angeordnet. Die sechs Bildfelder in Falschfarben entstanden in 13 Jahren. Sie zeigen einen faszinierenden Vergleich mit Cassinis Ansicht im sichtbaren Licht. Die Aufnahmen stammen vom Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS). Das Spektrometer befindet sich an Bord der Raumsonde Cassini.

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Titan: Mond vor Saturn

Die riesige Kugel im Bild ist der Saturnmond Titan. Auf seiner Oberfläche sind dunkle Schemen erkennbar. Dahinter zeichnet sich das Ringsystem des Planeten ab.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaften

Saturns größter Mond Titan rotiert gebunden – wie der Erdmond. Dieses Mosaik entstand aus Bildern, welche die Raumsonde Cassini im Mai 2012 aufnahm. Es zeigt die Seite des Mondes, die immer vom beringten Gasriesen Saturn wegweist.

Der Mond Titan ist 5000 Kilometer groß. Er ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre. Er ist auch die einzige Welt bei der Sonne außer der Erde, von der wir wissen, dass es auf der Oberfläche stehende Flüssigkeitskörper gibt, einen Kreislauf mit flüssigem Regen und Verdunstung. Die Dunstschicht hoch oben in der Atmosphäre erkennt man auf klar auf Cassinis Anblick des Mondes vor den Saturnringen und den Oberflächen der Wolken.

In der Mitte liegt eine dunkle Region mit Dünen. Sie wird Shangri-La genannt. Cassini setzte die Sonde Huygens auf Titan ab. Diese ruht nach der fernsten Landung einer Raumsonde von der Erde links über der Mitte.

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M22 und die Wanderer

Die Planeten Mars (rechts unten) und Saturn (oben) bilden ein Dreieck mit dem Kugelsternhaufen M22 (links unten) im Sternbild Schütze.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Die hellen Planeten Mars und Saturn wanderten durch das Sternbild Schütze. In den letzten Wochen traten sie gemeinsam am Morgenhimmel auf. Diese Aufnahme vom 31. März ist drei Grad breit. Die Planeten bilden hier am Himmel ein enges Dreieck mit dem großen Kugelsternhaufen Messier 22.

Der Sternhaufen M22 steht links unten. Die riesige Kugel ist etwa 10.000 Lichtjahre entfernt. Sie enthält über 100.000 Sterne, die viel älter sind als unsere Sonne. Der blassgelbe Saturn leuchtet oben, indem er Sonnenlicht reflektiert. Er ist etwa 82 Lichtminuten entfernt. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr den großen Mond Titan. Er ist ein winziger Lichtpunkt etwa auf der 5-Uhr-Position, den man im Glanz der überbelichteten Saturnscheibe kaum sieht. Der Planet Mars ist 9 Lichtminuten entfernt. Er ist etwas heller und röter.

Beide Planeten nähern sich ihrer Oppositionen. Dabei wird Mars im Juli noch viel heller. Um seine Opposition 2018 bietet er gute Ansichten im Teleskop. Er ist dann nur 3,2 Lichtminuten vom Planeten Erde entfernt.

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Cassini nähert sich Saturn

Videocredit und -rechte: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA, S. Van Vuuren et al.; Musik: Adagio for Strings (New Yorker Philharmoniker)

Wie sieht es aus, wenn man in einem Raumschiff zu Saturn fliegt? Das muss man sich nicht bloß vorstellen. Die Raumsonde Cassini tat das 2004. Sie machte unterwegs Tausende Bilder. Seit sie in die Umlaufbahn eingetreten ist, entstanden Hunderttausende weitere.

Einige von Cassinis frühen Bildern wurden digital justiert, beschnitten und zu diesem eindrucksvollen Video verarbeitet. Es gehört zu einem größeren IMAX-Filmprojekt. Es trägt den Namen Outside In und entsteht gerade. Im ersten Abschnitt wird Saturn beim Anflug immer größer. Unten zischt der bewölkte Titan vorbei.

Als Nächstes fliegt Cassini über Mimas. Darauf ist der riesige Krater Herschel gut sichtbar, während Saturn im Hintergrund rotiert. Dann bieten Saturns majestätische Ringe eine Schau, wenn Cassini die dünne Ringebene kreuzt. Die dunklen Schatten der Ringe fallen auf Saturn. Schließlich taucht in der Ferne der rätselhafte Mond Enceladus mit seinen Eisgeysiren auf. Das ist das Ende des Kurzfilms.

Die Raumsonde Cassini hat nur noch wenig Treibstoff. Am Freitag bringt sie ihre Mission zu Ende. Dann wird sie so nahe an Saturn gelenkt, dass sie hineinfällt und schmilzt.

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