4000 Exoplaneten

Videocredit: SYSTEM Sounds (M. Russo, A. Santaguida); Daten: NASA-Exoplanetenarchiv

Mehr als 4000 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sind inzwischen bekannt, sie werden als Exoplaneten bezeichnet. Dieser Meilenstein wurde letzte Woche überschritten, wie das Exoplanetenarchiv der NASA berichtete. Das Video zeigt diese Exoplaneten in Licht und Ton, chronologisch beginnend mit der ersten bestätigten Entdeckung 1992 bis ins Jahr 2019.

Anfangs ist der gesamte Nachthimmel komprimiert dargestellt. Das Zentralband unserer Milchstraße bildet ein riesiges U. Exoplaneten, die durch leichtes Schwanken der Farben ihres Zentralsterns (Radialgeschwindigkeit) entdeckt wurden, erscheinen in rosa, während Planeten, die durch eine leichte Absenkung der Helligkeit ihres Zentralsterns (Transit) gefunden wurden, sind violett abgebildet. Weiters wurden direkt abgebildete Exoplaneten orange dargestellt. Exoplaneten, die durch gravitative Vergrößerung (Mikrolinseneffekt) des Lichts eines Hintergrundsterns entdeckt wurden, sind in Grün gezeigt.

Je schneller ein Planet um seinen Herkunftsstern kreist, desto höher wird der begleitende Ton abgespielt. Der ausgediente Satellit Kepler entdeckte etwa die Hälfte der ersten 4000 Exoplaneten in nur einer kleinen Region am Himmel, während die Mission TESS auf bestem Weg ist, noch mehr Exoplaneten zu finden, die um die hellsten, nahe gelegenen Sterne kreisen, und zwar am ganzen Himmel verteilt.

Exoplaneten zu finden hilft der Menschheit nicht nur, das Potenzial für die Häufigkeit von Leben anderswo im Universum besser zu verstehen, sondern auch, wie unsere Erde und das Sonnensystem entstanden sind.

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4000 Exoplaneten


Videocredit: SYSTEM Sounds (M. Russo, A. Santaguida); Daten: Exoplanetenarchiv der NASA

Beschreibung: Mehr als 4000 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – so genannte Exoplaneten – sind heute bekannt. Dieser Zwischenstand wurde letzten Monat erreicht, wie das Exoplanetenarchiv der NASA zeigt. Dieses Video visualisiert die Exoplaneten in Ton und Licht, chronologisch sortiert ab der ersten bestätigten Entdeckung 1992.

Zuerst sieht man ein komprimiertes Bild des ganzen Nachthimmels, mit dem Zentralband unserer Milchstraße, das darin ein riesiges U bildet. Exoplaneten, die durch leichte Farbschwankungen ihrer Heimatsterne (Radialgeschwindigkeit) entdeckt wurden, sind rosarot dargestellt, während Planeten, die durch leichte Helligkeitsabfälle ihrer jeweiligen Sterne entdeckt wurden (Transit), violett abgebildet sind. Weiters erscheinen Exoplaneten, die direkt abgebildet wurden, orangefarben, und jene, bei denen das Licht eines Hintergrundsterns gravitativ vergrößert wurde (Gravitationslinsen), werden grün gezeigt.

Je schneller ein Planet um seinen Heimatstern kreist, desto höher ist der begleitende abgespielte Ton. Der ausgemusterte Satellit Kepler entdeckte etwa die Hälfte dieser ersten 4000 Exoplaneten in einer kleinen Region des Himmels. Die neue Mission TESS ist jedoch auf dem besten Weg, am ganzen Himmel noch mehr Exoplaneten zu finden, welche die hellsten nahen Sterne umkreisen.

Exoplaneten zu finden hilft der Menschheit nicht nur, die potenzielle Verbreitung von Leben anderswo im Universum besser zu verstehen, sondern auch, wie unsere Erde und das Sonnensystem entstanden sind.

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Frühe Morgendämmerung, rotes Raketenlicht

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Seeley

Beschreibung: Wenn Sie letzten Freitag, dem 29. Juni, das Licht der frühen Morgendämmerung an der Cape-Canaveral-Luftwaffenbasis gesehen hätten, dann hätten Sie das rote Leuchten dieser Rakete beobachten können. Die 277 Sekunden belichtete Einzelaufnahme, die auf dem Dach des Raumfahrzeugmontagegebäudes fotografiert wurde, zeigt den Start einer Falcon 9. Die Rakete steigt etwa 45 Minuten vor Sonnenaufgang nach Osten in den Himmel. In großer Höhe ist die Abgasfahne der Stufentrennung hell von der Sonne beleuchtet, die noch unter dem östlichen Horizont steht.

Die erste Stufe der Falcon-9-Rakete war zuvor schon einmal gestartet und hatte den Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) am 18. April – nur 72 Tage zuvor – in die Umlaufbahn gebracht. Bei diesem Start der SpaceX Commercial Resupply Service mission 15 (CRS-15) transportierte sie eine ebenfalls schon geflogene Dragon-Kapsel. Da jedoch keine weitere Wiederverwendung dieser Falcon 9 geplant war, folgte auf den Start keine dramatische Landung der ersten Stufe. Die Dragon-Kapsel erreichte die Internationale Raumstation am 2. Juli.

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TESS: Nahaufnahme des Starts

Die Unterstufe einer startenden Rakete ist in Nebel gehüllt. Unten leuchtet das Feuer der Triebwerke.

Bildcredit: SpaceX

Der Satellit TESS verließ am 18. April den Planeten Erde. Sein Ziel ist die Suche nach Transiten von Exoplaneten, also Planeten, die um fremde Sterne kreisen und sie dabei immer wieder bedecken. TESS startete auf einer Falcon-9-Rakete in die Umlaufbahn. „Falcon 9“ bezieht sich auf die 9 Merlin-Triebwerke der ersten Stufe, die hier feuern. Die Nahaufnahme vom Startrampenkomplex 40 des Raumfahrtstützpunkts Cape Canaveral wurde fernausgelöst.

In den nächsten Wochen dringt TESS mit einer Serie von Triebwerksschüben in einen stark elliptischen Orbit hoch über der Erde vor. Bei einem weiteren Manöver wird die Schwerkraft des Mondes genützt. Damit soll der Satellit einen stabilen Orbit erreichen, der aber noch nicht erprobt ist. Dieser Orbit hat die halbe Umlaufzeit des Mondes. Seine größte Entfernung von der Erde beträgt etwa 373.000 km. Dort sucht TESS zwei Jahre lang bei den hellsten und am nächsten gelegenen Sternen des Himmels nach Planeten.

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