Sternenstaub in der Perseus-Molekülwolke

In der Mitte liegt der Reflexionsnebel NGC 1333, rechts oben vdB 13, und links oben vdB 12, einen der seltenen gelblichen Reflexionsnebel.

Bildcredit und Bildrechte: Kerry-Ann Lecky Hepburn, Stuart Heggie

Beschreibung: Wolken aus Sternenstaub treiben durch diese detailreiche Himmelslandschaft in der Perseus-Molekülwolke, die ungefähr etwa 850 Lichtjahre entfernt ist. Staubige Nebel, die das Licht von eingebetteten jungen Sternen reflektieren, zeichnen sich im fast zwei Grad breiten Teleskopsichtfeld ab. In der Mitte liegt der charakteristisch bläulich gefärbte Reflexionsnebel NGC 1333, rechts oben seht ihr vdB 13, und links am oberen Bildrand vdB 12, einen der seltenen gelblichen Reflexionsnebel.

In der Molekülwolke entstehen Sterne, doch die meisten sind im allgegenwärtigen Staub in sichtbaren Wellenlängen verdeckt. Dennoch finden wir in NGC 1333 Hinweise auf kontrastierende rote Emissionen von Herbig-Haro-Objekten, weiters Strahlen und erschüttertes leuchtendes Gas, das von kürzlich entstandenen Sternen ausströmt.

Die chaotische Umgebung ist vielleicht ähnlich wie die, in der vor 4,5 Milliarden Jahren unsere Sonne entstand. In der geschätzten Entfernung der Perseus-Molekülwolke ist diese kosmische Szene etwa 40 Lichtjahre breit.

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Der Pelikannebel in Rot und Blau

Der Pelikannebel IC 5070 liegt im Sternbild Schwan neben dem Nordamerikanebel.

Bildcredit und Bildrechte: M. Petrasko, M. Evenden, U. Mishra (Insight Obs.)

Der Pelikannebel verändert sich. Der ganze Nebel wird offiziell als IC 5070 bezeichnet. Er ist durch eine dunkle, staubige Molekülwolke vom größeren Nordamerikanebel getrennt. Der Pelikan ist sehr interessant, weil er eine ungewöhnlich aktive Mischung aus Sternbildung und Gaswolken ist, die sich verwandeln.

Das Bild wurde so bearbeitet, dass beiden Hauptfarben Rot und Blau zur Geltung kommen. Der interstellare Wasserstoff strahlt vor allem rotes Licht ab. Das ultraviolette Licht der jungen, energiereichen Sterne erwärmt das kalte Gas im Nebel langsam. Die Grenze zwischen den beiden Bereichen rückt voran. Sie wird als Ionisationsfront bezeichnet und verläuft in hellem Rot über die Bildmitte. Übrig bleiben sehr dichte Tentakel aus kaltem Gas.

In einigen Millionen Jahren ist dieser Nebel vielleicht nicht mehr als Pelikan bekannt. Denn das Verhältnis und die Anordnung von Sternen und Gas hinterlässt sicherlich etwas, das ganz anders aussieht.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Die Spiralgalaxie M66 von Hubble

Die Spiralgalaxie M66 gehört zum Leo-Triplett, einer Gruppe aus drei Galaxien im Sternbild Löwe.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, Janice Lee; Bearbeitung und Bildrechtet: Leo Shatz; Text: Karen Masters

Beschreibung: Ein neuer Anblick einer alten Freundin ist immer wieder schön, zum Beispiel dieses faszinierende Bild des Weltraumteleskops Hubble, das die nahe Spiralgalaxie M66 zeigt.

M66 besitzt einen kleinen Zentralbalken. Sie gehört zum Leo-Triplett, einer Gruppe aus drei Galaxien, die ungefähr 30 Millionen Lichtjahre von uns entfernt sind. Das Leo-Triplett ist ein beliebtes Ziel für relativ kleine Teleskope, teils weil M66 und ihre galaktischen Begleiterinnen M65 und NGC 3628 allesamt etwa den Winkeldurchmesser eines Vollmondes voneinander entfernt erscheinen.

Dieses Bild von M66 wurde mit Hubble fotografiert, um den Zusammenhang zwischen Sternbildung und molekularen Gaswolken zu untersuchen. Gut erkennbar sind helle blaue Sterne, rosarote ionisierte Wasserstoffwolken, die entlang der äußeren Spiralarme verteilt sind, sowie dunkle Staubbahnen, in denen weitere Sternbildung versteckt sein könnte.

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NGC 2244: Ein Sternhaufen im Rosettennebel

Im Zentrum des Rosettennebels im Sternbild Einhorn befindet sich der Sternhaufen NGC 2244.

Bildcredit und Bildrechte: Don Goldman

Mitten im Rosettennebel liegt ein heller offener Sternhaufen, der den Nebel zum Leuchten bringt. Die Sterne von NGC 2244 sind erst vor ein paar Millionen Jahren aus dem umgebenden Gas entstanden.

Dieses Bild entstand im Jänner mit Mehrfachbelichtungen. Es wurde in den spezifischen Farben von Schwefel (rot), Wasserstoff (grün) und Sauerstoff (blau) fotografiert und zeigt die zentrale Region ungeheuer detailreich. Die Haufensterne verströmen einen heißen Teilchenwind. Er führt zu einer komplexen Menagerie aus Gas und Staubfasern, während er langsam das Innere des Haufens leerfegt.

Der Rosettennebel ist ungefähr 5200 Lichtjahre entfernt. Mit einem Fernglas findet man ihn im Sternbild Einhorn (Monoceros). Sein Zentrum hat einen Durchmesser von etwa 50 Lichtjahren.

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Nordamerika-Nachtlandschaft

Über den Zwillingsgipfeln

Kompositbild-Credit und -Rechte: Liron Gertsman

Beschreibung: Am 21. Januar schien das Licht des Halbmondes auf den Vordergrund dieser verschneiten gebirgigen Nachtlandschaft. Das auffällige Gipfelpaar ist als „The Lions“ bekannt, es befindet sich nördlich von Vancouver in Britisch-Kolumbien in Kanada (Nordamerika, Planet Erde).

Über den Zwillingsgipfeln ragen links neben Deneb, dem Alphastern im Sternbild Schwan (Cygnus) die Emissionsregionen NGC 7000 und IC 5070. Sie sind Teil eines großen Sternbildungskomplexes, der ungefähr 1500 Lichtjahre von Vancouver entfernt ist und das charakteristische rote Licht von atomarem Wasserstoff abstrahlt. Die Umrisse der hellen Emissionsregionen erinnern an ihre landläufigen Namen Nordamerikanebel und Pelikannebel.

Die gut geplante, detailreiche Nachtlandschaft ist ein Komposit aus nacheinander fotografierten Aufnahmen, die mit einer modifizierten Digitalkamera und Teleobjektiv entstanden sind. Die Bilder des Vordergrundes wurden mit Kamera und Stativ fotografiert, für die Hintergrundbilder folgte die Kamera dem Sternenhimmel. Das Ergebnis zeigt scharfe natürliche Details und eine Bandbreite an Helligkeit und Farbe, die ihr mit freiem Auge so nicht sehen könnt.

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Das vertikale Magnetfeld von NGC 5775

Die Spiralgalaxie NGC 5775 wurde bei der CHANG-ES-Durchmusterung (Continuum Halos in Nearby Galaxies) beobachtet, zeigt besitzt Ausläufer von Magnetfeldlinien.

Bildcredit: NRAO, NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Text: Jayanne English (U. Manitoba)

Beschreibung: Wie weit reichen Magnetfelder aus Spiralgalaxien hinaus und nach oben? Jahrzehntelang wussten Astronom*innen nur, dass einige Spiralgalaxien Magnetfelder besitzen. Doch nachdem die NRAORadioteleskope des Very Large Array (VLA) (bekannt aus dem Film Contact) im Jahr 2011 aufgerüstet wurden, entdeckte man wie erwartet, dass diese Felder von der Scheibe aus senkrecht mehrere Tausend Lichtjahre hinaus reichen.

Dieses Bild der von der Seite sichtbaren Spiralgalaxie NGC 5775, die im Rahmen der CHANG-ES-Durchmusterung (Continuum Halos in Nearby Galaxies), zeigt auch Ausläufer von Magnetfeldlinien, wie sie in Spiralgalaxien üblich sein können. Ähnlich wie Eisenfeilspäne um einen Stabmagneten zeichnet die Strahlung von Elektronen galaktische Magnetfeldlinien nach, indem sich die Elektronen fast mit Lichtgeschwindigkeit um diese Linien schrauben.

Die Fasern im Bild wurden aus solchen Spuren in den VLA-Daten konstruiert. Das Bild in sichtbarem Licht wurde aus Daten des Weltraumteleskops Hubble konstruiert. Es zeigt rosarote, gashaltige Regionen, in denen Sterne entstehen. Anscheinend tragen Winde aus diesen Regionen zur Ausbildung der prächtigen ausgedehnten galaktischen Magnetfelder bei.

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Das weite Feld von M78

Weitwinkelfeld mit den Reflexionsnebeln M78 und NGC 2071 im Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Wes Higgins

Beschreibung: Interstellare Staubwolken und leuchtende Nebel sind im reichhaltigen Sternbild Orion reichlich vorhanden. Einer der hellsten – M78 – liegt mitten in dieser farbigen Weitwinkelansicht, die ein Gebiet nördlich von Orions Gürtel zeigt.

Der bläuliche Reflexionsnebel ist etwa 1500 Lichtjahren entfernt und ungefähr fünf Lichtjahre groß. Seine Färbung entsteht, weil Staub vorwiegend das blaue Licht heißer, junger Sterne reflektiert. Links neben M78 liegt der Reflexionsnebel NGC 2071.

Vor den dunklen Staubbahnen zeichnen sich die Lichtflecken von Herbig-Haro-Objekten ab – dabei handelt es sich um energiereiche Strahlen von Sternen im Entstehungsprozess. Die Aufnahme bringt auch das blassere, überall vorhandene rötliche Leuchten von atomarem Wasserstoff zur Geltung.

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Die Berge von NGC 2174

Die Sternbildungsregion NGC 2174 ist etwa 6400 Lichtjahre entfernt und wurde 2014 mit dem Weltraumteleskop Hubble in Infrarotwellenlängen aufgenommen.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Diese fantastische Himmelslandschaft liegt am Rand der Sternbildungsregion NGC 2174, etwa 6400 Lichtjahre entfernt im nebelreichen Sternbild Orion. Sie zeigt gebirgige Gas- und Staubwolken, die vom Wind und der Strahlung neu entstandener Sterne in der Region geformt wurden. Diese sind nun in offenen Sternhaufen um das Zentrum von NGC 2174 außerhalb des oberen Bildrandes verteilt.

Im Inneren der staubhaltigen kosmischen Wolken entstehen weiterhin Sterne, doch in wenigen Millionen Jahren werden sie wahrscheinlich von den energiereichen, neu entstandenen Sternen aufgelöst.

Die ungefähr 6 Lichtjahre breite interstellare Szenerie wurde 2014 mit dem Weltraumteleskop Hubble in Infrarotwellenlängen aufgenommen. 2021 soll das James-Webb-Weltraumteleskop starten, das für die Erforschung des Universums in Infrarot-Wellenlängen optimiert ist.

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