Sonnenaufgang über Miass

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Bildcredit und Bildrechte: Marat Ahmetvaleev

Beschreibung: Jeder Tag auf dem Planeten Erde kann mit einem heiteren Sonnenaufgang beginnen, wenn der Himmel langsam über einem goldenen Osthorizont heller wird. Dieses Sonnenaufgangspanorama des Wintermorgens vom 15. Februar scheint so einen Augenblick zu zeigen. Im Nebel fließt ein ruhiger, spiegelglatter Abschnitt des Flusses Miass durch die frostige Landschaft in der Nähe von Tscheljabinsk in Russland. Doch die lange Wolke, die oberhalb am blauen Himmel schwebt, ist die sich entfaltende, zurückgebliebene Spur des Tscheljabinsk-Meteors. Die Dampfspur blieb von dem Weltraumgestein zurück, das nur 18 Minuten zuvor über der Stadt explodiert war und erhebliche Schäden verursacht sowie mehr als 1000 Menschen verletzt hatte. Das Ereignis war gut dokumentiert, zahlreiche Web- und Armaturenbrettkamera-Videoaufnahmen aus der Region wurden bald darauf zusammengetragen, um die Flugbahn des Meteors zu rekonstruieren und die Ursprungsbahn zu berechnen. Vorläufige Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass der Ursprungsmeteoroid zum Apollo-Typ der erdbahnkreuzenden Asteroiden gehört.

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Sonnenaufgangsanalemma (mit kleinem Extra)

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Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Ein Analemma ist diese 8er-Schleife, die entsteht, wenn man ein Erdenjahr lang täglich die Position der Sonne zur gleichen Zeit markiert. In diesem Fall folgen 17 Einzelbilder der Analemmakurve. Alle wurden um 0231 UT an Tagen zwischen dem 2. April und dem 16. September fotografiert, mit Blick von der Promenade der Hafenstadt Baku in Aserbaidschan Richtung Osten zur aufgehenden Sonne über dem Kaspischen Meer. Die Daten, welche den horizontnächsten Punkten der Sonne entsprechen, umfassen beinahe den Zeitraum zwischen den Äquinoktien 2012 am 20. März und dem 22. September. Die nördliche Sommersonnenwende am 20. Juni entspricht dem linken oberen Ende der 8er-Schleife, als die Sonne ihre nördlichste Deklination erreichte. Natürlich enthielt dieses Jahr die Aufnahme vom 6. Juni ein kleines Extra. Der leicht verstärkte kleine Punkt auf der hellen Sonnenscheibe nahe dem oberen Bildrand ist der Planet Venus, der bei einem seltenen Transit während diesem gut geplanten Sonnenaufgangs-Analemmaprojekt fotografiert wurde.

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Wenn Venus zusammen mit der Sonne aufgeht

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Bildcredit und Bildrechte: Emil Ivanov

Beschreibung: Diese eindrucksvolle Teleobjektiv-Ansicht über dem Schwarzen Meer vom 6. Juni zeigt die Venus, die zusammen mit der Sonne aufgeht, als Silhouette vor einer roten, verzerrten Sonnenscheibe. Natürlich wird das Licht durch die Verzerrung in der Erdatmosphäre gerötet, und der seltene Venustransit übte keinen Einfluss auf die seltsam geformte und verzerrte Sonne aus. Die Sonne in Form einer etruskischen Vase zu sehen kommt sogar relativ häufig vor, besonders im Vergleich zu Venustransiten. Bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang werden die Effekte der Luftbrechung durch lange, niedrige Sichtlinien und starke atmosphärische Temperaturschwankungen verstärkt, welche die sichtbaren Verzerrungen und Luftspiegelungen verursachen. Diese Situation entsteht vorwiegend an einem Meereshorizont.

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Ein seltsamer Sonnenaufgang über Argentinien

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Bildcredit und Bildrechte: Luis Argerich

Beschreibung: Warum könnte die aufgehende Sonne so seltsam aussehen? Das ist noch nicht klar. Sicher ist, dass dieser ungewöhnliche Sonnenaufgang letzten Monat in Buenos Aires in Argentinien aufgenommen wurde. Das Gewässer im Vordergrund ist der Rio de La Plata, der von vielen für den breitesten Fluss der Welt gehalten wird. Obwohl dieses Bild eigentlich ein Komposit aus einer normal und einer sehr kurz belichteten Aufnahme ist, um eine Überbelichtung der hellen Sonne zu vermeiden, sah der Fotograf diese ungewöhnliche Struktur mit eigenen Augen, was vermuten lässt, dass dieser Effekt weder durch Reflexionen noch durch Verzerrungen in der Kamera oder der Linse auftrat. Was bei dieser Monster-Illusion wie Arme aussieht, könnten zum Beispiel tief stehende Wolken sein, die gerade dick genug waren, um Sonnenlicht zu streuen, ohne jedoch die Sonne komplett abzudecken. Zusätzlich könnte die Verzerrung, die im unteren Teil des Sonnenbildes zu sehen ist, die Illusion einer etruskischen Vase oder einer Fata Morgana sein, die vielleicht durch eine seltsame brechende Luftschicht über dem Wasser entstand. Die Beobachtung ungewöhnlicher atmosphärischer Phänomene ist immer wieder aufregend, und obwohl die meisten davon auf bekannte Phänomene zurückgeführt werden können, bleiben andere aus Mangel an genügend Daten ein Rätsel.

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Sonnenaufgang, Mondaufgang

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Bildcredit und Bildrechte: Robert Pölzl

Beschreibung: Für viele Europäer gingen am 4. Januar Sonne und Neumond zusammen als partielle Sonnenfinsternis auf. Sie war dem Neujahr dicht auf den Fersen und die erste einer Serie von vier(!) partiellen Sonnenfinsternissen im Jahr 2011. Dieses Kompositbild zeigt das prächtige Himmelsereignis am farbenprächtigen Mogenhimmel über Graz in Österreich. Noch vor Sonnenaufgang wurden Bilder aufgenommen, um die Position und den Fortschritt der Finsternis alle 15 Minuten festzuhalten. Während Sonne und Mond über dem östlichen Horizont aufgingen, war die Stadt Graz sichtlich in warmes Sonnenlicht getaucht, das nur teilweise vom Neumond abgedeckt wurde und sich unter dem Wahrzeichen der Stadt, dem Uhrturm, ausbreitete.

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Sonnenaufgangs-Sonnenwende über Stonehenge

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Credit und Bildrechte: Max Alexander, STFC, SPL

Beschreibung: Heute erreicht die Sonne ihren nördlichsten Punkt am Himmel des Planeten Erde. Das als Sonnenwende bezeichnete Datum markiert traditionell einen Wandel der Jahreszeiten – vom Frühling zum Sommer auf der Nordhalbkugel der Erde und vom Herbst zum Winter auf der Südhalbkugel. Das obige Bild wurde 2008 in der Woche der Sommersonnenwende bei Stonehenge in Großbritannien aufgenommen und zeigt einen pittoresken Sonnenaufgang mit Nebel, Bäumen, Wolken, Steinen, die vor etwa 4500 Jahren aufgestellt wurden, und einem 5 Milliarden Jahre alten riesigen leuchtenden Himmelskörper. Sogar in Anbetracht der Präzession der Erdrotationsachse im Lauf der Jahrtausende geht die Sonne weiterhin auf astronomisch signifikante Weise über Stonehenge auf.

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DIA-Sonnenaufgang

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Credit und Bildrechte: Neal Ulevich

Beschreibung: Was ist 150 Millionen Kilometer entfernt und schmerzt immer noch in den Augen, wenn man es ansieht? Die Antwort ist nicht der internationale Flughafen in Denver, manchen Reisenden als DIA bekannt. Doch DIA erscheint als pathetische Silhouette im Vordergrund dieses Teleobjektiv-Fotos. Die Ansicht weist nach Osten zum charakteristischen gezackten Spitzdach und der aufgehenden Oktobersonne. Die Erscheinung des Daches erinnert an die schneebedeckten Gipfel in der Rocky Mountains im Westen dieser Region. Da für die Bewohner von Denver sowie der Nordhalbkugel allgemein der Winter näherrückt, wandert die aufgehende Sonne in den kommenden Tagen weiter Richtung Süden (im Bild rechts). Natürlich ist die Sonne 150 Millionen Kilometer entfernt

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Dreifacher Sonnenaufgang über der Danziger Bucht

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Credit und Bildrechte: Barry und Noemi Diacon (McMaster U.)

Beschreibung: Wie kann ein und dieselbe Sonne dreimal aufgehen? Am Freitag, 10. Juli 2009, wurde um etwa 4:30 Uhr über der Danziger Bucht in Danzig (Polen) ein spektakulärer Dreifach-Sonnenaufgang fotografiert. Natürlich geht unsere Sonne nur einmal auf. Irgendein optischer Effekt erzeugt mindestens zwei Trugbilder der Sonne – doch welcher?

Die überwiegende Mehrheit ähnlicher gemeldeter Fälle an Trugbildern des hellsten Objekts im Bildfeld kann auf Blendenflecke im Inneren der Kamera, mit der das Bild aufgenommen wurde, zurückgeführt werden. Dennoch ist das obige Bild verblüffend, weil ein ehrlicher Fotograf meint, der Effekt wäre mit bloßem Auge sichtbar gewesen, und weil der Fotograf mehrere weitere Bilder fotografierte, welche Varianten desselben Effekts zeigen.

Daher sind die Leser eingeladen, darüber zu beraten ob das obige Bild ein besonders spektakuläres Beispiel gewöhnlicher Reflexionen in einer Standard-Digitalkamera oder eines der spektakulärsten Beispiele atmosphärischer Brechung, die je aufgezeichnet wurden, ist, oder ob es durch etwas völlig anderes hervorgerufen wurde. Falls die Diskussion zu einem Ergebnis kommt, wird der Konsens zu einem späteren Zeitpunkt hier veröffentlicht.

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