X-Schatten von Kondensstreifen

Am Himmel leuchtet ein riesiges X aus Kondensstreifen. Diese werfen einen X-förmigen Schatten auf die Wolken darüber.

Bildcredit und Bildrechte: Fatih Ekmen

Wie entstand dieses riesige X in den Wolken? Es war der Schatten von Kondensstreifen. Wenn Flugzeuge fliegen, können sich durch feuchte Triebwerksabgase Wassertröpfchen bilden, die in der kalten oberen Atmosphäre der Erde gefrieren können. Diese hartnäckigen Ströme aus Wasser und Eis streuen das Licht der Sonne von oben und erscheinen daher hell.

Diese Kondensstreifen werfen lange Schatten und genau das war Anfang dieses Monats über Istanbul, Türkei, der Fall. Kondensstreifen treten überall auf der Erde auf und erwärmen im Allgemeinen die Erde, wenn sie Infrarotlicht einfangen, und kühlen die Erde ab, wenn sie das Sonnenlicht effizient reflektieren.

Dieses Bild wurde von einem überraschten Fotografen am Morgen auf dem Weg zur Arbeit aufgenommen.

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Mond und Rauchringe am Ätna

Über der Silhouette eines Berges steigt Rauch auf und bildet Ringe. Nach oben hin wird der rötliche HImmel violett, rechts oben leuchtet eine schmale Mondsichel.

Bildcredit und Bildrechte: Dario Giannobile

Kann ein Vulkan das? Manche sind überrascht, dass der Ätna gelegentlich Rauchringe ausstößt. Technisch gesehen sind es Ringwirbel. Die Wände des Vulkans bremsen das Äußere der ausgestoßenen Rauchwolken leicht. Dadurch bewegt sich das innere Gas schneller, sodass die ausgestoßenen Vulkangase und Aschen ringförmig umherschwirren. Es entsteht eine vertraute geometrische Struktur, die überraschend stabil sein kann, wenn sie aufsteigt.

Solche Rauchringe sind ziemlich selten. Sie brauchen ein Zusammenspiel der richtigen Geometrie des Schlotes, die richtige Geschwindigkeit des ausgestoßenen Rauchs und eine relativ ruhige äußere Atmosphäre.

Dieses Bild wurde vor etwa zwei Wochen im italienischen Gangi auf Sizilien fotografiert. Mehrere vulkanische Rauchringe steigen auf. Die Szene wird vom roten Licht der aufgehenden Sonne beleuchtet. Im Hintergrund steht ein Sichelmond.

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Flugzeug kreuzt die Mondsichel

Am noch hellen Abendhimmel leuchtet eine orangefarbene Mondsichel, quer darüber verlläuft der orangefarbene Kondensstreifen. Das Flugzeug, das den Kondensstreifen zieht, fliegt nach links unten. Im Vordergrund sind einige dunkle Blätter zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Juned Patel

Nein, der Mond ist kein Bogen, und nein, er hat kein Flugzeug wie einen Pfeil geschossen. Das Bild zeigt eine zufällige Überlagerung.

Der Kondensstreifen eines Flugzeugs ist normalerweise weiß, doch das große Luftvolumen zur aufgehenden Sonne streut bevorzugt blaues Licht. Daher erscheint einerseits der Himmel blau, und andererseits erhält der reflektierende Streifen einen leuchtend roten Farbton. Der weit hinter dem Flugzeug gelegene Sichelmond wirkt ebenfalls leicht gerötet.

Dieses Bild wurde Anfang letzten Monats in Bolton in Großbritannien fotografiert, und zwar so kurz nach Sonnenaufgang, dass die Sonne Flugzeug und Kondensstreifen von unten beleuchtete.

Nur wenige Minuten später war die improvisierte Himmelsschau schon wieder zu Ende. Das Flugzeug flog aus dem Blickfeld. Der Mond ging weiterhin auf, aber er war am heller werdenden Himmel schwieriger zu sehen, und der Kondensstreifen löste sich langsam auf.

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Feuerring einer Sonnenfinsternis bei Sonnenaufgang

Videocredit: Colin Legg und Geoff Sims; Musik: Peter Nanasi

Was steigt hinter diesen Wolken über den Horizont? Es ist die Sonne. Die meisten Sonnenaufgänge sehen allerdings ganz anders aus, weil normalerweise der Mond nicht dabei ist. Doch am frühen Morgen des 10. Mai 2013 stand in Westaustralien der Mond zwischen der Erde und der aufgehenden Sonne.

Für Unwissende ist es manchmal schwer zu verstehen, was da passiert. Bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis ist der Mond zu weit von der Erde entfernt, um die ganze Sonne abzudecken. Wo Sonnenlicht um den Mondrand herum fließt, leuchtet ein Feuerring.

Bei diesem Zeitraffervideo stand die Finsternis knapp über dem Horizont. Durch die hohe Brechung der Erdatmosphäre erschienen die aufgehende Sonne und der Mond abgeflacht. Im Lauf des Videos steigt die Sonne höher, während Sonne und Mond anfangen, sich zu trennen.

Die nächste ringförmige Sonnenfinsternis findet in weniger als drei Wochen statt. Am Samstag, dem 14. Oktober, ist bei klarem Himmel auf einer schmalen Schneise, die über Nord- und Südamerika verläuft, ein Feuerring zu sehen.

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Venus, Mond und rauchender Berg

Über einer dunklen Landschaft mit den Lichtern einer Stadt zeichnet sich vor der Dämmerung am Horizont die Silhouette eines Vulkans mit Rauchfahne ab. Darüber leuchten am dunklen Himmel der Mond und die Venus.

Bildcredit und Bildrechte: Luis Miguel Meade Rodríguez

Die Venus ist als gleißender Morgenstern zurückgekehrt. Am 12. September wurde das helle Himmelslicht auf diesem astronomischen Schnappschuss bei einem Flug nach Mexico City an einem Fensterplatz kurz vor Sonnenaufgang fotografiert.

Die Venus rechts oben teilt sich den frühen Morgenhimmel mit einem alten Sichelmond. Die stratosphäische Perspektive zeigt beide Berggeipfel und die Wolken als Silhouetten am leuchtenden Osthorizont. Die dramatische, lange, niedrige Wolkenbank entstand durch Abgase des aktiven Vulkans Popocatépetl.

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Mond bedeckt Jupiter hinter einem Observatorium

Hinter der Silhouette eines Observatoriums ragt die Spitze der Mondsichel hervor, über einer Kuppel leuchtet Jupiter.

Bildcredit und Bildrechte: Rick Whitacre; Text: Natalia Lewandowska (SUNY Oswego)

Manchmal beobachten wir, wie sich der Mond bei einer sogenannten Bedeckung direkt vor einen Planeten in unserem Sonnensystem schiebt. Zu Beginn des Monats war dieser Planet Jupiter. Das Bild zeigt den Augenblick, als Jupiter hinter der Oberfläche unseres Mondes wieder auftauchte. Der Mond war zwei Tage vor dem dunklen Neumond eine abnehmende Sichel.

Nun ist unser Mond ständig zur Hälfte von der Sonne beleuchtet, aber im letzten Viertel sehen wir von der Erde aus relativ wenig von dieser Hälfte. Hier lag der Mond in einer Sichtlinie hinter dem berühmten Lick-Observatorium im US-amerikanischen Kalifornien auf dem Gipfel des Mount Hamilton. Zufällig gelang am Lick-Observatorium die Entdeckung des Jupitermondes Amalthea, dem letzten visuell entdeckten Jupitermond nach Galileis Beobachtungen.

Galerie: Mond bedeckt Jupiter im Mai 2023: Einreichungen an APOD
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Mondsichel hinter einem griechischen Tempel

Auf Kap Sounion steht der schmale Sichelmond kurz vor Sonnenaufgang hinter dem Poseidontempel.

Bildcredit und Bildrechte: Elias Chasiotis

Warum ist eine schmale Mondsichel nie weit vom Horizont entfernt? Weil die Geometrie, bei der eine dünne Sichelphase zu sehen ist, immer dann auftritt, wenn der Mond fast in derselben Richtung steht wie die Sonne. Die Sichel entsteht nicht durch den Schatten der Erde, sondern weil von der Erde aus gesehen nur ein kleiner Teil der Mondoberfläche direkt von der Sonne beleuchtet wird. Außerdem zeigt der breiteste Teil der Sichel immer zur Sonne.

Am Abend geht der schmale Sichelmond kurz nach der Sonne unter und ist den Rest der Nacht nicht mehr zu sehen. Vor Neumond geht der Sichelmond morgens kurz vor der Sonne auf, nachdem er fast die ganze Nacht unsichtbar war. Dieser Sichelmond wurde vor zwei Wochen morgens nahe am Horizont fotografiert. Er leuchtete weit hinter der Ruine des antiken Poseidontempels in Griechenland.

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Sonnenaufgänge zur Tagundnachtgleiche in aller Welt

Das Bildraster zeigt 24 Sonnenaufgänge, jeder davon wurde in einer anderen nautischen Zeitzone fotografiert.

Bildcredit der Arbeitsgemeinschaft: Chris Pegman, Ian Griffin, Lucy Yunxi Hu, Kwon O Chul, John Goldsmith, Jeff Dai, Soumyadeep Mukherjee, Neelam und Ajay Talwar, Awais Ahmed, Toky Sariaka, Zaid M. Al-Abbadi, Loredana Gentile, Chris Finlay, Si Rowland Romualdo Farias, Egon Filter, Jason Dain, Alexis Trigo, Corey Roberts, Tehno Tuomi, Luca Vanzella, Sean Neilson, Rob Ratkowski, Steven Percival

In einer planetenweiten Zusammenarbeit entstand diese interessante Anordnung von Sonnenaufgangsfotos, alle wurden um die Tagundnachtgleiche im September 2022 aufgenommen. Die Bilder stammen von 24 Fotografen, jeder befand sich in einer der 24 nautischen Zeitzonen der Welt.

Anders als die komplexen zivilen Grenzen der Zeitzonen sind die 24 nautischen Zeitzonen einfach 15 Grad breite Längenbänder, die je einer Stunde entsprechen und den Planeten umspannen. Rechts oben befindet sich das erste Sonnenaufgangsbild in der nautischen Zeitzone, die der koordinierten Weltzeit (UTC) +12 Stunden entspricht. Der Fotograf in dieser Zeitzone befand sich im neuseeländischen Christchurch.

Nach Westen gelangt ihr, indem ihr in der Spalte nach unten geht und dann für spätere Sonnenaufgänge zur nächsten Spalte nach links, da die Zeitzonenverschiebung in Stunden von UTC abnimmt.

Hier seht ihr ein Video der Sonnenaufgänge zum Äquinoktium im September 2022 aus aller Welt.

Hinweis der Übersetzerin: bis 5. Oktober erscheinen die Übersetzungen unregelmäßig, die fehlenden werden nachgetragen.

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