Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Was hier von links oben kommt, ist nur der weit entfernte Mond. Luna sieht hier so groß aus, weil ihr sie durch ein Teleobjektiv seht. Die Erde verursacht den Großteil der Bewegung. Weil sie sich dreht, verschwindet der Mond langsam hinter dem Berg Teide. Der Teide ist ein Vulkan auf den Kanarischen Inseln. Diese gehören zu Spanien und liegen vor der Nordwestküste Afrikas. Die Menschen im Film sind 16 Kilometer entfernt. Viele blicken in Richtung der Kamera, weil die Sonne hinter dem Fotografen aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht. Das liegt daran, dass die Sonne stets gegenüber dem Vollmond am Himmel steht. Dieses Video entstand 2018 während eines Vollmonds im Frühling. Im Englischen trägt dieser die Bezeichnung „Milk Moon“ (Milchmond). Das Video ist kein Zeitraffer. Der Mond ging wirklich so schnell unter.
Eis-Halos bei Mond- und Sonnenlicht

Bildcredit und Bildrechte: Antonella Cicala
Sowohl der Mond als auch die Sonne können wunderschöne Eishalos am Himmel des Planeten Erde bilden. Die zwei hellsten Leuchtfeuer am Himmel sind auf diesen Fotos von je einer Gruppe von Haloerscheinungen umgeben. Sie leuchten über Chamonix-Mont-Blanc in Frankreich. Die beiden Aufnahmen entstanden Ende Dezember 2025 in einer Nacht (links) und am darauffolgenden Tag.
Dass die Halos im Mond- und Sonnenlicht so ähnlich aussehen, liegt daran, dass sie auf ähnliche Weise entstehen. In beiden Fällen spielt Sonnenlicht mit kleinen, flachen sechseckigen Eiskristallen zusammen. Wenn Eiskristalle in der kalten Atmosphäre des Berg-Ressorts flattern, reflektieren und brechen sie das Licht.
Sonne und Mond sind von einem recht häufigen, kreisförmigen 22°-Halo umgeben. An den Schnittstellen des 22°-Halorings mit den angedeuteten Horizontalkreisen durch Mond und Sonne leuchten helle Flecken. Sie manchmal sogar farbig. Man nennt sie auch Nebenmonde und Nebensonnen.
Rakete vor der Sonne
Bildcredit und Bildrechte: Pascal Fouquet
Am Morgen des 24. September kreuzte eine Rakete die helle Scheibe der Sonne. Der Schnappschuss entstand in Orlando in Florida mit Teleskop. Das liegt etwa 50 Meilen nördlich vom Startplatz am Kennedy-Weltraumzentrum. Die Rakete brachte drei neue Missionen ins All, die das Weltraumwetter beobachten.
Alle drei Missionen schickten bereits auf ihrer Reise zu L1 ihre Signale. L1 ist ein Lagrangepunkt von Erde und Sonne. Er liegt etwa 1,5 Millionen Kilometer vom Planeten Erde entfernt Richtung Sonne. Eine Mission ist die Interstellaren Kartierungs- und Beschleunigungssonde (Interstellar Mapping and Acceleration Probe) der NASA. Die zweite ist das Carruthers-Geocorona-Observatorium, und die dritte ist Space Weather Follow-On Lagrange 1 (SWFO-L1) der nationalen Meeres- und Atmosphären-Verwaltung (National Oceanic and Atmospheric Administration, NOAA).
Es passt, dass hinter der vorbeifliegenden Rakete auf der Sonne ein paar wichtige Faktoren für Weltraumwetter posieren. Es sind dunkle Sonnenflecken und aktive Regionen. Rechts über der Spitze der Rakete ist die große Aktive Region AR4225.
Die große Mondwende 2024–2025

Bildcredit und Bildrechte: Luca Vanzella, Alister Ling
Dieser Stapel besteht aus monatlich aufgenommenen Panoramabildern von Edmonton im kanadischen Alberta. Die Zeitreihe verläuft senkrecht von oben nach unten. Das ehrgeizige Fotoprojekt folgt dem jährlichen Nord-Süd-Schwenk der Sonnenaufgangspunkte. Oben links geht es los. Es reicht von der Juni-Sonnenwende zur Dezember-Sonnenwende und wieder zurück.
Daneben ist der Aufgang des Vollmondes dargestellt. Man kann ihm deutlich schwieriger folgen. Natürlich verläuft der Nord-Süd-Schwenk bei Mondaufgang entgegengesetzt zum Sonnenaufgang am Horizont. Doch diese aufgehenden Vollmonde reichen auch über einen breiteren Bereich am Horizont als die Sonnenaufgänge. Das gut geplante Projekt deckt nämlich den Zeitraum von Juni 2024 bis Juni 2025 ab. In dieser Zeit fand eine große Mondwende statt. Dieses Video zeigt die Details.
Große Mondwenden stellen die Extreme im Nord-Süd-Bereich des Mondaufgangs dar. Er wird durch die 18,6-jährige Präzession der Mondbahn bestimmt.
Eine partielle Sonnenfinsternis über Island

Bildcredit und Bildrechte: Wioleta Gorecka
Was ist, wenn Sonne und Mond zusammen aufgehen? Das passierte gestern über manchen nördlichen Teilen des Planeten Erde. Kurz nach Sonnenaufgang fand nämlich eine partielle Sonnenfinsternis statt. Man konnte beobachten, wie der Mond ein Stück der Sonne verdeckte. Das war in nordöstlichen Regionen von Nordamerika und in nordwestlichen Gebieten von Europa, Asien und Afrika zu sehen.
Das Bild wurde gestern beim isländischen Vulkankrater Grábrók fotografiert. Dort war ein großer Teil der Sonne kurz hinter dem Mond versteckt. Das Foto entstand bei wolkigem Himmel. Es war so gut geplant, dass hier ein Freund des Fotografen scheinbar die Sonne hinter dem Mond herauszieht.
Diesmal war nirgendwo auf der Erde eine totale Sonnenfinsternis zu sehen. In der fernen Vergangenheit waren Menschen bei einer Finsternis einmal so überrascht, dass sie laufende Kämpfe plötzlich einstellten. Heute sind Finsternisse keine Überraschung mehr. Sie können auf die Sekunde genau vorhergesagt werden.
Wachsende Galerie: Partielle Sonnenfinsternis im März 2025
Blutmond mit blauen Bändern

Bildcredit und Bildrechte: Zixiong Jin
Wie entsteht das blaue Band, das den Mond bei einer Mondfinsternis quert? Das blaue Band ist echt, aber normalerweise schwierig zu sehen. Dieses HDR-Bild wurde bei der Mondfinsternis letzte Woche in Norman im US-Bundesstaat Oklahoma fotografiert und digital bearbeitet, um die Farben zu verstärken.
Die graue Farbe rechts oben im oberen Mondbild ist die natürliche Farbe des Mondes, wenn er direkt von der Sonne beleuchtet wird. Die untersten Teile des Mondes auf allen drei Bildern werden nicht direkt von der Sonne beleuchtet. Dort ist er verfinstert und befindet sich im Erdschatten.
Er ist jedoch zart von Sonnenlicht beleuchtet, das tief durch die Erdatmosphäre gedrungen ist. Dieser Teil des Mondes ist rot, aus demselben Grund, warum Sonnenuntergänge auf der Erde rot sind, nämlich weil Luft bläulicheres Licht stärker streut als rotes Licht. Daher wird er Blutmond genannt.
Auf dem oberen und mittleren Bild ist ein ungewöhnliches, blau-violettes Band zu sehen, das anders entsteht. Seine Farbe stammt von Sonnenlicht, das hoch oben durch die Erdatmosphäre gedrungen ist. Dort absorbiert Ozon rotes Licht besser als blaues Licht.
Finsternis bei Sonnenaufgang

Bildcredit und Bildrechte: Wang Letian (Eyes at Night)
Die zweite Sonnenfinsternis von 2024 begann im Pazifik. Am 2. Oktober zog der Schatten des Mondes von West nach Ost. Auf einem schmalen Pfad, der hauptsächlich über das Meer führte, war dabei eine ringförmige Finsternis zu beobachten. Der Pfad kreuzte über die Südspitze von Südamerika und endete im Südatlantik. Die spektakuläre ringförmige Phase einer solchen Finsternis wird auch als Feuerring bezeichnet. In einem breiteren Streifen war eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen.
Auf diesem Schnappschuss ist die verfinsterte Sonne kurz nach Sonnenaufgang über den Wolken zu sehen. Das Bild wurde am Besucherzentrum des Mauna-Kea-Observatoriums auf der Insel Hawaii aufgenommen. Die Verfinsterung hatte zu diesem Zeitpunkt dort schon fast das Maximum erreicht.
Komet A3 bei Sonnenaufgang in Australien

Bildcredit und Bildrechte: Lucy Yunxi Hu
Der Komet Tsuchinshan-ATLAS ist jetzt am frühen Morgenhimmel zu sehen. Dieser große, schmutzige Eisberg taucht in einem seltsamen Winkel in das innere Sonnensystem. Er kommt in nur zwei Tagen der Sonne am nächsten – zwischen den Umlaufbahnen von Merkur und Venus.
Die Langzeitbelichtungen der Kamera zeigen jetzt C/2023 A3 (Tsuchinshan-ATLAS) und seinen Staubschweif vor und während des Sonnenaufgangs. Der Name wird manchmal als A3 abgekürzt. Dieses Bild wurde vor vier Tagen aufgenommen. Es zeigt, wie der Komet über dem Lake George im australischen New South Wales aufgeht. Die vertikalen Bänder weiter links zeigen Bilder des Kometen, als die aufgehende Sonne den Morgenhimmel immer heller und bunter machte.
Wie hell der Komet im Laufe des nächsten Monats wird, ist noch nicht bekannt. Es hängt davon ab, wie viel Gas und Staub der Kometenkern ausstoßen wird. Optimistische Himmelsbeobachter* hoffen auf ein großes Spektakel, bei dem Tsuchinshan-ATLAS Staub- und Ionenschweife erzeugt, die am ganzen Himmel der Erde sichtbar sind. Vielleicht wird er als der Große Komet des Jahres 2024 bekannt.
Umfrage: Farbenblindheit und astronomische Bilder (englisch)
Wachsende Galerie: Komet Tsuchinsan-ATLAS 2024