Der Planet Erde zur blauen Stunde

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Bildcredit und Bildrechte: Matthias Ciprian

Beschreibung: Naturfotografen und Freunde des Planeten Erde freuen sich immer wieder auf die blaue Stunde. Das ist der Übergang der Dämmerung kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang, wenn die Sonne unter dem Horizont steht, aber Land und Himmel noch in die schönen blauen Farbtöne getaucht sind.

Dieses Panorama von den frühen Morgenstunden des 8. August tastete den klaren westlichen Himmel gegenüber dem bevorstehenden Sonnenaufgang ab. Die atemberaubende Szene blickt die Hänge des Mount Whitney hinab, den John-Muir-Trail entlang zu den zerklüfteten Gipfeln der Sierra Nevada auf dem Planeten Erde. Über dem Horizont begrenzt ein blassrosarotes Band aus zurückgestreutem Sonnenlicht den absteigenden grauen Erdschatten. Es ist der Gegendämmerungsbogen, der auch als Venusgürtel bezeichnet wird.

Die zarten Lichtbänder am klaren Himmel sind Gegendämmerungsstrahlen, die von den Wolkenschatten am sonnenwärtigen Horizont geprägt werden. Eigentlich verlaufen sie parallel, aber wegen der Perspektive laufen sie scheinbar am Horizont an dem Punkt gegenüber der aufgehenden Sonne zusammen.

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Monduntergang hinter dem Vulkan Teide


Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: Prelude in C Major (J. S. Bach)

Beschreibung: Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Was von links runterkommt, ist nur der Mond in weiter Ferne. Luna erscheint hier so groß, weil sie mit einer Teleskoplinse fotografiert wurde. Was sich bewegt, ist hauptsächlich die Erde, durch deren Rotation der Mond langsam hinter dem Pico del Teide verschwindet, einem Vulkan auf den Kanarischen Inseln vor der nordwestlichen Küste von Afrika.

Die hier fotografierten Menschen sind 16 Kilometer entfernt, und viele blicken in die Kamera, um zu beobachten, wie hinter dem Fotografen die Sonne aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht, weil die Sonne bei Vollmond am Himmel immer gegenüber einem Vollmond steht. Dieses Video entstand letzte Woche beim Milch-Vollmond. Es ist kein Zeitraffervideo, sondern zeigt, wie schnell der Mond tatsächlich unterging.

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Chicagohenge: Äquinoktium in einer ausgerichteten Stadt

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Bildcredit und Bildrechte: Anthony Artese

Beschreibung: Manchmal ist Chicago eine Art modernes Stonehenge. Der Weg verläuft von Osten nach Westen, und die Zeit ist heute. Heute und bei jedem Äquinoktium geht die Sonne auf der ganzen Erde exakt im Westen unter. Daher geht die Sonne heute in Chicago genau hinter dem langen, äquatorial ausgerichteten Raster aus Straßen und Gebäuden unter – dem so genannten #chicagohenge.

Dieses ChicagohengeBild vom letzten Äquinoktium Mitte September 2017 überblickt einen Teil des Upper Wacker Drive. In vielen Städten gibt es Straßen oder andere Details, die an der Erdrotationsachse ausgerichtet sind. Daher ist es gut möglich, dass Ihre Lieblingsstraße ebenfalls von Osten nach Westen verläuft. Heute bei Sonnenuntergang können Sie das mit einem kurzen Blick herausfinden.

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Monduntergang bei Superga in den Alpen

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Bildcredit und Bildrechte: Stefano De Rosa

Beschreibung: Die Dezembervollmondphase war nahe dem Perigäum, dem erdnächsten Punkt seiner Bahn um unseren hübschen Planeten. Die voll beleuchtete, große, helle Mondscheibe geht auf dieser Morgenlandschaft bei Turin (Italien) über den zerklüfteten Bergen unter.

Das diffuse Sonnenlicht kurz vor Sonnenaufgang vom Rand des Erdschattens am gegenüberliegenden Horizont sorgt für das schöne rötliche Leuchten der Alpengipfel. Die Hügel im Vordergrund liegen noch im Schatten. Doch das diffuse Sonnenlicht beleuchtet gerade Kuppel und Türme von Turins historischer Basilika Superga auf einem Hügel rechts unten.

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Aphel-Sonnenaufgang

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Bildcredit und Bildrechte: Stephen Mudge

Beschreibung: Am 3. Juli erreichte der Planet Erde das Aphel, den fernsten Punkt der elliptischen Bahn um die Sonne. Jedes Jahr ist an diesem Tag der größten Entfernung zur Sonne Winter auf der Südhalbkugel. Dort wurde 2015 dieser Aphel-Sonnenaufgang als Zeitserie hinter der Silhouette von Brisbane in Australien fotografiert und zusammengesetzt. Natürlich entstehen die Jahreszeiten auf unserem hübschen Planeten nicht durch die Entfernung zur Sonne, sondern durch die Neigung der Erdachse, bezogen auf die Ekliptik (die Bahnebene). Der Neigungswinkel wird naiv als Schwankung der Ekliptik bezeichnet und beträgt etwa 23,4 Grad zur Vertikalachse der Bahnebene. Daher findet der fernste Sonnenaufgang im nördlichen Sommer statt, wenn der Nordpol des Planeten zur Sonne geneigt ist und der Norden längere, wärmere Tage genießt.

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Sonnenaufgang bei Edmontonhenge

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Bildcredit und Bildrechte: Luca Vanzella

Beschreibung: Am 18. September beleuchtete die aufgehende Sonne beide Seiten der großen Ziegel- und Stahlschlucht, auch bekannt als Jasper Avenue im Zentrum von Edmonton in Alberta (Kanada, Planet Erde). Die Stonehenge-artige Ausrichtung wurde auf diesem gelungenen Schnappschuss von der Straßenmitte aus fotografiert. In Edmonton sind die Straßen an einem fast genau nach den Himmelsrichtungen orientierten Raster ausgerichtet, daher leuchten Sonnenaufgänge und -untergänge dort zweimal pro Jahr – etwa zum Äquinoktium – in die fast Ost-West-gerichteten Straßen. Am heutigen Äquinoktium kreuzt die Sonne den Himmelsäquator um 1421 UT, an diesem Tag geht die Sonne im Osten auf und im Westen unter, weshalb für Bewohner des Planeten Erde Tag und Nacht ungefähr gleich lang sind. Das September-Äquinoktium markiert den astronomischen Beginn des Herbstes auf der Nordhalbkugel und des Frühlings auf der Südhalbkugel.

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Sonnenaufgang zur Sonnenwende über Stonehenge

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Bildcredit und Bildrechte: Max Alexander, STFC, SPL

Beschreibung: Heute erreicht die Sonne am Himmel des Planeten Erde ihren nördlichsten Punkt. Dieses Datum heißt Sonnenwende und markiert traditionell einen Jahreszeitenwechsel – auf der Nordhalbkugel der Erde vom Frühling zum Sommer und auf der Südhalbkugel vom Herbst zum Winter. Dieses Bild wurde in der Sommersonnwendwoche 2008 bei Stonehenge im Vereinigten Königreich fotografiert und zeigt einen malerischen Sonnenaufgang mit Nebel, Bäumen, Wolken, Steinen, die vor etwa 4500 Jahren platziert wurden, und einem 4,5 Milliarden Jahre alten, großen leuchtenden Himmelskörper. Trotz der Präzession der Rotationsachse der Erde im Laufe der Jahrtausende geht die Sonne immer noch auf eine astronomisch bedeutsame Art über Stonehenge auf.

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Rückkehr bei Sonnenaufgang

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Bildcredit: NASA, Bill Ingalls

Beschreibung: Am Donnerstag kurz nach Sonnenaufgang schwebte in Zentralasien diese Sojus-Raumsonde bei ihrem Abstieg am Fallschirm durch die dichte Atmosphäre des Planeten Erde über einem Meer goldener Wolken. An Bord waren Barry Wilmore von der NASA und Commander der Expedition 42 sowie Alexander Samokutjajew und Elena Serowa, beide von der Raumfahrtbehörde der Russischen Föderation (Roscosmos). Die Landung fand am 12. März um 8:07 kasachischer Zeit (3:07h MEZ) südöstlich von Schesqasghan in Kasachstan statt. Die drei kehrten nach fast sechs Monaten aus dem niedrigen Erdorbit zurück, die sie als Besatzungsmitglieder der Expeditionen 41 und 42 auf der Internationalen Raumstation verbracht hatten.

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Fleckiger Sonnenaufgang über Brisbane

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Bildcredit und Bildrechte: Stephen Mudge

Beschreibung: Auf diesem zusammengesetzten Stadtbild steigen die ersten Farben der Dämmerung hinter den Lichtern von Brisbanes Silhouette auf, in der südöstlichen Ecke von Queensland in Australien auf dem Planeten Erde. Mit einem Sonnenfilter wurden alle 3,5 Minuten zusätzliche Aufnahmen gemacht, die dem Winter-Sonnenaufgang am 8. Juli folgen, und planetengroße Sonnenflecken die sichtbare Sonnenscheibe kreuzten. Die Sonnenflecken markieren aktive Sonnenregionen mit verschlungenen Magnetfeldern. Obwohl das Maximum des Sonnenaktivitätszyklus bereits überschritten ist, erzeugen die aktiven Regionen intensive Sonnenfackeln und Eruptionen, bei denen Koronale Massenauswürfe (KMAs) gewaltige Wolken energiegeladener Teilchen in unser Sonnensystem schleudern.

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Komet ISON geht auf


Videoredit und –rechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Erde und Sterne)

Beschreibung: Wird Komet ISON morgen seine nahe Begegnung mit der Sonne überleben? Das Schicksal eines der ungewöhnlichsten Kometen in jüngster Zeit, der sich der Sonnenoberfläche weniger als einen Sonnendurchmesser nähert, wird nun endgültig besiegelt. Der Komet könnte eine große Menge Eis und Staub in einen wachsenden Schweif abwerfen – oder gänzlich auseinanderbrechen. Unglücklicherweise wird es, je näher Komet ISON der Sonne kommt, für herkömmliche Teleskope immer schwieriger, den heller werdenden Kometen im Glanz der Morgensonne zu sehen. Im oben gezeigten kurzen Zeitraffervideo wurde Komet ISON fotografiert, als er vor wenigen Tagen knapp vor der Morgensonne über den Kanarischen Inseln aufging. Falls der Kern des Kometen überlebt, könnten die Koma und der Schweif, die er auswirft, in den nächsten Tagen oder Wochen gut sichtbar sein, wenn sie vor der Sonne aufgehen. Andernfalls könnten Satelliten, die die Sonne beobachten, eine der größeren Kometenauflösungen dokumentieren, die je beobachtet wurden. Bleiben Sie dran!

Watch: Komet ISON erreicht eine aktive Sonne (Direktlink zu SOHO)
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Sonnenaufgang über Miass

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Bildcredit und Bildrechte: Marat Ahmetvaleev

Beschreibung: Jeder Tag auf dem Planeten Erde kann mit einem heiteren Sonnenaufgang beginnen, wenn der Himmel langsam über einem goldenen Osthorizont heller wird. Dieses Sonnenaufgangspanorama des Wintermorgens vom 15. Februar scheint so einen Augenblick zu zeigen. Im Nebel fließt ein ruhiger, spiegelglatter Abschnitt des Flusses Miass durch die frostige Landschaft in der Nähe von Tscheljabinsk in Russland. Doch die lange Wolke, die oberhalb am blauen Himmel schwebt, ist die sich entfaltende, zurückgebliebene Spur des Tscheljabinsk-Meteors. Die Dampfspur blieb von dem Weltraumgestein zurück, das nur 18 Minuten zuvor über der Stadt explodiert war und erhebliche Schäden verursacht sowie mehr als 1000 Menschen verletzt hatte. Das Ereignis war gut dokumentiert, zahlreiche Web- und Armaturenbrettkamera-Videoaufnahmen aus der Region wurden bald darauf zusammengetragen, um die Flugbahn des Meteors zu rekonstruieren und die Ursprungsbahn zu berechnen. Vorläufige Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass der Ursprungsmeteoroid zum Apollo-Typ der erdbahnkreuzenden Asteroiden gehört.

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