Sonnenuntergangsfinsternis in den Anden

Hinter einer beleuchteten Stadt liegt ein See, dahinter ragen die Anden hoch und darüber geht eine Sonnenfinsternis unter. Im Vordergrund steht der Fotograf.

Credit und Bildrechte: Janne Pyykkö

Beschreibung: Am 11. Juli erreichte der Mondschatten nach seiner Reise ostwärts über den südlichen Pazifischen Ozean bei Südamerika das Festland. Bei einer totalen Sonnenfinsternis kurz vor Sonnenuntergang umarmten die Sonne und die Mondsilhouette den westlichen Horizont. Hier sind sie über den Anden bei der Südspitze des Kontinents zu sehen.

Um einen guten Aussichtspunkt zu erreichen, bestieg der Fotograf einen windigen Punkt, der etwa 400 Meter über einem See Lago Argentino lat, und trat in das Bild, nachdem er seine Kamera auf einem Stativ montiert und ausgelöst hatte. Links liegt der Himmel außerhalb des Schattenkegels und ist dort hell. Unten leuchten die Lichter von El Calafate am Seeufer, die Stadt liegt im argentinischen Patagonien.

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Alle Farben der Sonne

Das Bild zeigt ein Sonnenspektrum, das so lang ist, dass es in viele Zeilen aufgeteilt wurde. Oben ist ein breiter Bereich mit roten Zeilen, die nach einem schlalen orange und gelb gefärbten Zeilen in einen breiten grünen Bereich übergehen, unten folgt ein blauer Teil.

Credit und Bildrechte: Nigel Sharp (NSF), FTS, NSO, KPNO, AURA, NSF

Beschreibung: Immer noch ist nicht sicher, warum manche Farben im Licht der Sonne fehlen. Oben sind alle sichtbaren Farben der Sonne dargestellt. Für das Bild wurde das Licht der Sonne durch ein prismaähnliches Gerät geleitet. Dieses Spektrum entstand am McMath-Pierce-Sonnenobservatorium. Es zeigt vor allem, dass unsere gelblich leuchtende Sonne zwar Licht in fast jeder Farbe ausstrahlt, aber im gelb-grünen Bereich am hellsten leuchtet.

Die dunklen Flecken im Spektrum stammen von Gas auf oder über der Sonnenoberfläche, welches das darunter abgestrahlte Sonnenlicht absorbiert. Da verschiedene Arten von Gas unterschiedliche Farben des Lichtes absorbieren, ist es möglich, die Zusammensetzung der Sonne zu ermitteln. Helium zum Beispiel wurde 1870 erstmals im Sonnenspektrum entdeckt und erst danach hier auf der Erde. Inzwischen konnte der Großteil der Absorptionslinien im Spektrum zugeordnet werden – aber nicht alle.

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Brodelnde orangefarbene Sonne

Im Bild ist eine orangefarbene Kugel mit einer Oberflächenstruktur dargestellt, sie wird zum Rand hin heller. Am Rand sind einige kleine Sonnenfackeln, auf der Vorderseite einige kleine Strukturen.

Credit und Bildrechte: Alan Friedman (Averted Imagination)

Beschreibung: Sogar eine ruhige Sonne kann ein hektischer Ort sein. Und während des Sonnenaktivitätsminimums der letzten Jahre war unsere Sonne ungewöhnlich ruhig. Dieses Bild wurde letzte Woche in einer einzigen Farbe des Lichts – H-alpha – aufgenommen und dann in Falschfarben gefärbt. Es zeigt zahlreiche Details auf der brodelnden Oberfläche unseres Heimatsterns.

Die Aufhellung auf diesem farbinvertierten Bild zum Sonnenrand hin wird als Randverdunkelung bezeichnet. Sie entsteht durch die zunehmende Absorption durch relativ kühles Sonnengas. Über dem Sonnenrand ragen mehrere Protuberanzen, und auf der Sonnenoberfläche sind zwei Sonnenfackeln als helle Schlieren rechts über der Bildmitte zu sehen. Zwei besonders aktive Regionen der Sonne werden von dunklen „Plages“ markiert.

Nach den jüngst ruhigen Zeiten bewegt sich unsere Sonne auf ein Sonnenfleckenmaximum zu und wird im Lauf der nächsten Jahre wahrscheinlich sehr viel aktiver erscheinen.

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Station und Raumfähre ziehen vor der Sonne vorbei

Die abgebildete Sonne ist sehr gleichmäßig und hat einen abgedunkelten Rand. Rechts oben ist ein dunkler Fleck, es sind die Internationale Raumstation und die Raumfähre Atlantis.

Credit und Bildrechte: Thierry Legault

Beschreibung: Das ist kein Sonnenfleck. Die dunklen Flecken rechts oben im Bild der Sonne sind die Internationale Raumstation (ISS) und die Raumfähre Atlantis bei der Mission STS-132. In der Vergangenheit haben viele Himmelsbeobachter*innen Raumstation und Raumfähre als helle Lichter beobachtet, die in der Dämmerung über den Himmel glitten und dabei immer noch im Sonnenlicht glänzten, während sie mehr als 200 Kilometer über der Erdoberfläche ihre Bahn zogen.

Hier berechnete der Astrofotograf Thierry Legault den Eintritt eines noch selteneren Ereignisses, um die Raumfahrzeuge in Kombination zu fotografieren, während sie als Silhouetten mit hoher Geschwindigkeit über die Sonnenscheibe rasten. Er fotografierte das oben gezeigte Bild letzten Sonntag am 16. Mai, etwa 50 Minuten vor dem Andocken der Raumfähre an die Raumstation.

Atlantis startete kürzlich zur letzten Mission zur ISS vor ihrem Ruhestand.

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Dunkle Filamente der Sonne

Aus einem Ausschnitt der Sonne strömen helle Lichter entlang von Magnetfeldlinien, dazwischen schwebt eine dunkle Wolke. Links ist der Sonnenrand, über dem ein heller Nebel aufsteigt.

Credit: NASA / Goddard / SDO AIA Team

Beschreibung: Das dunkle Filament, das von Magnetfeldern über einer aktiven Region in Schwebe gehalten wird, ist 40 Erddurchmesser lang. Die bedrohliche Struktur ist scheinbar nahe dem Sonnenrand in der Zeit festgefroren, doch Sonnenfilamente sind instabil und brechen häufig aus.

Das detailreiche Szenario wurde am 18. Mai von Kameras an Bord des Solar Dynamics Observatory (SDO) im extrem ultravioletten Licht aufgenommen. Das kühlere Plasma der Filamente wirkt dunkel, das heißere, hellere Plasma darunter folgt den Magnetfeldlinien, die von der aktiven Region ausgehen.

Wenn sich Filamente über den Sonnenrand wölben, wirken sie vor dem dunklen Hintergrund des Weltraums hell, sie werden dann als Protuberanzen bezeichnet.

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SDO: die extrem ultraviolette Sonne

Die Sonne ist dunkelblau und grün gefärbt dargestellt, unten fehlt ein Segment. Rund um die Sonne leuchtet eine gelbgrüne Korona, links oben ist ein riesiger Protuberanzenbogen. Auch am übrigen Sonnenrand steigen einige Protuberanzen auf.

Credit: NASA / Goddard / SDO AIA Team

Beschreibung: Keine Panik, die Sonne ist nicht verrückt geworden. Doch dieses stürmisch wirkende Porträt des Sterns, welcher der Erde am nächsten steht, wurde am 30. März vom kürzlich gestarteten Solar Dynamics Observatory (SDO) gemacht. Die Kompositansicht in Falschfarben zeigt extrem ultraviolette Strahlung und heißes Plasma mit Temperaturen von fast 1 Million Kelvin.

Bei voller Auflösung sollen SDO-Bilddaten die Sonnenoberfläche in beispiellos detailreich erfoschen. SDO schickt täglich 1,5 Terabyte an Daten zur Erde, das entspricht dem täglichen Herunterladen von etwa einer halben Million Musikstücken im MP3-Format.

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STEREO zeigt eine riesige Protuberanz, die ausbricht

Ein vollständiger Sonnenball schwebt im Raum. Die Sonne leuchtet rot und orangefarben mit einigen hellen Flecken, sie ist von dunkelroten Nebeln umgeben, an einigen Stellen steigen Protuberanzen hoch, oben ist eine riesige Sonnenfackel.

Credit: STEREO-Projekt, NASA

Beschreibung: Was ist mit der Sonne passiert? Letzte Woche warf sie eine der energiereichsten Protuberanzen aus, die je beobachtet wurden. Die oben abgebildete Protuberanz brach innerhalb weniger Stunden aus und wurde auf einem Film der Zwillingssatelliten STEREO der NASA, welche die Sonne umkreisen, abgebildet.

Eine ruhende Sonnenprotuberanz ist eine Wolke aus heißem Sonnengas, das vom Magnetfeld der Sonne über der Oberfläche in Schwebe gehalten wird. Protuberanzen können unvorhersehbar jederzeit ausbrechen. Bei einem koronalen Massenauswurf (KMA) wird heißes Gas ins Sonnensystem geschleudert. Das Bild oben zeigt, dass viele Erden leicht unter die sich ausdehnende Wölbung aus heißem Gas passen.

Der Energiemechanismus, der eine Sonnenprotuberanz erzeugt und aufrecht hält, hängt auf irgendeine Weise mit dem veränderlichen Magnetfeld der Sonne zusammen, wird aber noch erforscht.

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Helle Punkte auf der ruhigen Sonne

Die Sonnenoberfläche ist voller roter Mosaiksteinchen, zwischen denen schwarze Gräben verlaufen. Die Gräben sind von weißen Punkten übersät.

Credit: J. Sanchez Almeida (IAC) et al.

Beschreibung: Bei genauem Hinsehen ist die Sonnenoberfläche auf diesem sehr hoch aufgelösten Bild der ruhigen Sonne ein beachtliches Flickwerk aus Granulen. Die Granulen entstehen durch Konvektion, es sind heiße, aufsteigende Säulen aus Plasma, die von dunklen Bahnen aus kühlerem, absinkendem Plasma umgeben sind.

Die hoch aufgelöste Ansicht zeigt, dass die dunklen Gräben von sehr kleinen, kontrastierenden hellen Punkten gesprenkelt sind. Die hellen Punkte, die ständig auf der Sonnenoberfläche vorhanden sind, stehen anscheinend in keinem Zusammenhang mit Sonnenflecken, die mit dem magnetischen Sonnenzyklus kommen und gehen.

Dennoch sind die hellen Punkte Regionen konzentrierter Magnetfelder und hell, weil der magnetische Druck heißeren, tiefer gelegenen Schichten unter der Photosphäre ein Fenster öffnet. Zur Größenordnung: der weiße Balken links unten entspricht auf der Sonnenoberfläche 5000 Kilometern.

Das scharfe Schmalbandbild wurde im September 2007 mit dem schwedischen Sonnenteleskop auf der astronomischen Insel La Palma aufgenommen.

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