Zeitraffer: Eine totale Sonnenfinsternis

Bildcredit und Bildrechte: Colin Legg

Habt ihr schon einmal eine totale Sonnenfinsternis gesehen? Dieses Zeitraffervideo zeigt so eine Finsternis dramatisch detailreich. Die Finsternis war 2012 in Australien zu sehen. Zu Beginn des Videos nimmt man eine leichte Abdunklung der Sonne und der Umgebung auf der Erde kaum wahr. Während der Mond wandert und fast die ganze Sonne bedeckt, zieht von links die Dunkelheit heran. Dort ist der vollständig abgedeckte Teil der Sonne.

Während der Totalität ragt nur die helle Sonnenkorona über den Mondrand hinaus, und ihr seid von Dunkelheit umgeben. Doch der weit entfernte Horizont ist noch hell, weil er nicht im dunkelsten Teil des Schattens liegt. Der Schattenkegel der Erde bildet die Dunkelheit. Zur Mitte der Totalität erreicht er den Horizont unter der verfinsterten Sonne. Dieser Schattenkorridor reicht bis zum Mond. Am Ende der totalen Phase der Sonnenfinsternis kehrt sich der Prozess um. Das passiert meist nach ein paar Minuten. Der Mondschatten zieht dann auf der anderen Seite ab.

Die Sonnenfinsternis morgen Nachmittag sieht man in ganz Nordamerika, zumindest als partielle Finsternis. Man kann sie bei geselligen Treffen erleben. Einige werden in örtlichen Bibliotheken organisiert.

Finsternis: NASA-Infosite

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Ein Tag im Leben einer (großteils) menschlichen Sonnenuhr

Videocredit und Bildrechte: Astronomie-AG, Progymnasium Rosenfeld, Till Credner, AlltheSky.com

Wolltet ihr schon einmal ein Gnomon sein? Ein Gnomon ist der Teil einer Sonnenuhr, der den Schatten wirft. Der Schatten des Schattenzeigers wandert, während die Sonne über den Himmel zieht. Die Position des Schattens zeigt die Zeit auf dem Ziffernblatt.

Am 19. Juli bildete die Astronomiegruppe des Progymnasiums Rosenfeld eine menschliche Sonnenuhr. Jeder Teilnehmer spielte geduldig zehn Minuten lang die Rolle des Schattenzeigers. Für dieses Zeitraffervideo der Entdeckungs-„Zeitreise“ wurde von 8 bis 16 Uhr MESZ alle 20 Sekunden ein Bild fotografiert.

Die berechneten Stundenmarkierungen, welche die Ortszeit an genau diesem Tag zeigen sollten, wurden auf den Boden gezeichnet. Die Turmuhr hinten bietet einen Zeitvergleich.

Erkennt ihr die Ortszeit des Sonnenhöchststandes? (Tipp: Beim Sonnenhöchststand steht die Sonne im Meridian.) Die geduldige Gruppe plant für den Winter eine Wiederholung des Auftritts als menschlichen Sonnenuhr, um die Tageslänge und die Höhe der Sonne zu vergleichen.

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Eine totale Sonnenfinsternis von Saros 145

Am 11. August 1999 strahlte die Venus links neben der verfinsterten Sonne. Der Horizont ist hell, oben leuchtet die Korona der Sonne um den Neumond.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN), Alkim Ün

Am dunklen Himmel strahlt der Planet Venus. Das Bild einer totalen Sonnenfinsternis zeigt den Neumond als Silhouette und die schimmernde Korona der Sonne. Die Aufnahmen für das Kompositbild wurden gleichzeitig mit Tele- und Weitwinkelobjektiv fotografiert. Es entstand vor 18 Jahren am 11. August 1999 bei Kastamonu in der Türkei auf dem Pfad der Totalität.

Diese spezielle Sonnenfinsternis gehört zum Saroszyklus 145. Historisch gesehen kennt man den Saroszyklus schon lange durch Beobachtung der Mondbahn. Er sagt voraus, wann Sonne, Erde und Mond wieder dieselbe Anordnung für eine Sonnen- oder Mondfinsternis erreichen. Eine Sarosperiode dauert 18 Jahre und 11,3 Tage.

Finsternisse im Abstand einer Sarosperiode gehören zum selben Saroszyklus. Diese Saroszyklen sind nummeriert und einander sehr ähnlich. Doch die Pfade der Totalität von Sonnenfinsternissen im selben Saroszyklus wandern über die Erde. Denn der Planet rotiert während des Tagesbruchteils der Sarosperiode weitere 8 Stunden. Daher ist auch die nächste Sonnenfinsternis von Saros 145 am 21. August 2017 total. Doch der schmale Pfad der Totalität zieht nun quer über die USA, von einer Küste zur anderen.

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Eine totale Finsternis am Ende der Welt

Über dem Horizont aus Schnee und Eis bedeckt der Mond die Sonne, sodass man ihre strahlende Korona sieht. Vor dem Schauspiel prüft gerade ein Fotograf seine Kamera. Links neben ihm steht seine Ausrüstung.

Bildcredit und Bildrechte: Fred Bruenjes (moonglow.net)

Würdet ihr ans Ende der Welt reisen, um eine totale Sonnenfinsternis zu sehen? Und wärt ihr dann überrascht, wenn dort noch jemand wäre? 2003 standen die Sonne, der Mond, die Antarktis und zwei Fotografen bei einer ungewöhnlichen totalen Sonnenfinsternis in einer Reihe. Trotz der extremen Lage wagte sich eine Gruppe an den untersten Rand der Welt, um zu erleben, wie die Sonne auf surreale Weise hinter dem Mond verschwand.

Dieses Bild war einer der Schätze, die gesammelt wurden. Es ist ein digitales Komposit aus vier Einzelbildern. Es zeigt auf realistische Weise, was das menschliche Auge, das sich sehr gut anpassen kann, bei der Finsternis sah. Sonne und Mond ragten zusammen gerade noch über einen antarktischen Bergrücken. In der plötzlichen Finsternis leuchtete die prächtige Korona der Sonne um den Mond herum auf. Zufällig geriet ein weiterer Fotograf auf eines der Bilder, als er seine Videokamera überprüfte. Links neben ihm stehen eine Gerätetasche und ein Klappstuhl.

In drei Wochen ist in den USA eine Sonnenfinsternis, die man leichter beobachten kann.

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Hybride Sonnenfinsternis über Kenia

Auf einem dunklen Hügel ist die Silhouette eines Massai in Kriegertracht. Dahinter geht eine hybride Sonnenfinsternis unter.

Bildcredit und Bildrechte: Eugen Kamenew (Kamenew Photography)

Die Jagd nach einer Sonnenfinsternis kann euch an die spannendsten Orte führen und mit interessanten Menschen in Kontakt bringen. Fast. Die Jagd nach dieser Finsternis 2013 brachte zum Beispiel einen Astrofotografen nach Kenia. Sein Kontakt war ein Mitglied der Massai. Er sollte ihn vom Flughafen abholen und ihm den Süden von Kenia zeigen. Er stimmte sogar zu, in traditioneller Kriegertracht auf einem Hügel zu posieren, als die hoffentlich eindrucksvolle Finsternis dahinter unterging.

Leider verschied die Kontaktperson unerwartet eine Woche vor der Ankunft des Astrofotografen. Daher konnte er nicht auf dem Foto posieren. Er wusste auch nicht, dass das Bild später einen internationalen Preis für Astrofotografie gewann. Es wurde 2013 in Kenia fotografiert.

Bei der hybriden Finsternis bedeckte der Mond einen Großteil der Sonne. Diese seltene Art Sonnenfinsternis erscheint an manchen Orten der Erde total und an anderen ringförmig. Bei der ringförmigen Phase der Finsternis ist der Mond zu weit von der Erde entfernt, um die ganze Sonne zu bedecken.

Im nächsten Monat kreuzt eine totale Sonnenfinsternis die USA.

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Aphel-Sonnenaufgang

Hinter vielen Hochhäusern, auf deren Oberseiten rote Lichter leuchten, geht die Sonne an einem dunkelorangefarbenen Himmel auf.

Bildcredit und Bildrechte: Stephen Mudge

Am 3. Juli erreichte der Planet Erde das Aphel. Es ist der sonnenfernste Punkt der elliptischen Bahn der Erde um die Sonne. Jedes Jahr ist an diesem Tag der größten Entfernung zur Sonne Winter auf der Südhalbkugel. Dieser Sonnenaufgang beim Aphel wurde 2015 als Serie hinter der Silhouette von Brisbane in Australien fotografiert und montiert.

Natürlich entstehen die Jahreszeiten auf unserem Planeten nicht durch die Entfernung zur Sonne, sondern durch die Neigung der Erdachse zur Ekliptik, das ist die Ebene der Erdbahn. Der Neigungswinkel wird unrichtig als Schwankung der Ekliptik bezeichnet. Er beträgt etwa 23,4 Grad zur senkrechten Achse auf die Erdbahn. Daher findet der fernste Sonnenaufgang im nördlichen Sommer statt, wenn der Nordpol des Planeten Erde zur Sonne geneigt ist. Im Norden sind dann die Tage länger und wärmer.

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Eine Sonnenuhr zeigt die Sonnenwende

Diese Sonnenuhr schreibt am Tag der Sonnenwende das Wort SOLSTICE. Zur Tagundnachtgleiche schreibt sie EQUINOXE.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Marc Mari

Welcher Tag ist heute? Wenn Tag und die Zeit passen, zeigt diese Sonnenuhr: SOLSTICE. Nur dann steht unsere Sonne so, dass Sonnenlicht durch die Öffnungen strömt und den Begriff für die längsten und kürzesten Tage des Jahres zeigt. Genau das passiert heute (und im Dezember).

Die Sonnenuhr wurde 1980 von Jean Salins konstruiert und steht an der Ecole Supérieure des Mines de Paris in Valbonne Sophia Antipolis im Südosten von Frankreich. An zwei anderen Tagen des Jahres bekommen Beobachter dieser Sonnenuhr zu sehen, wie sie ein weiteres Wort bildet: EQUINOXE.

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Finsternis über Amerika: Video zeigt Pfadprognose

Videocredit: NASA GSFCStudio für wissenschaftliche Visualisierung; Blaue-Murmel-Daten: Dank an Reto Stöckli (NASA/GSFC)

Wo seid ihr bei der Finsternis in den USA? Am 21. August kreuzt der Mondschatten die Staaten auf dem Kontinent Nordamerika. Das passiert erstmals seit 1979. Der Pfad wurde dank aktuellen astronomischen Wissens präzise berechnet. Ihr seht ihn auf diesem NASA-Video. Die meisten Menschen in den USA sind weniger als eine Tagesreise vom Zentralpfad der totalen Sonnenfinsternis entfernt. Im Rest von Nordamerika sieht man eine partielle Sonnenfinsternis.

Auf dem Pfad der Totalität bedeckt der Mond die Sonne. Dabei verbreitet er ganze 2 Minuten und 40 Sekunden gruselige Dunkelheit, wenn der Himmel ausreichend klar ist. Möchtet ihr während der Finsternis eine Party veranstalten? Dann kontaktiert den örtlichen Verein für Astronomie, ein Zentrum für Wissenschaft oder die Universität. Vielleicht ist dort schon eine geplant.

Manche Leute reisten bis ans Ende der Welt und beobachteten dort eine totale Sonnenfinsternis. Auf dem Weg zeichneten sie unterhaltsame Abenteuer auf.

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