Der Hexenkopfnebel IC 2118

Wie eine Fratze, die mit offenem Mund nach unten blickt, sieht dieser blassbläuliche Nebel aus. Er ist von vielen Sternen umgeben.

Bildcredit und Bilrechte: Gimmi Ratto und Davide Bardini (Collecting Photons)

Doppelt plagt euch, mengt und mischt! Kessel brodelt, Feuer zischt!

Vielleicht hätte Macbeth den Hexenkopfnebel befragen sollen. Dieser suggestiv geformte Reflexionsnebel steht in Verbindung mit dem hellen Stern Rigel im Sternbild Orion. Der Hexenkopfnebel ist auch als IC 2118 bekannt. Er leuchtet vorwiegend im reflektierten Licht des hellen Sterns Rigel, der knapp außerhalb des unteren Bildrandes liegt. Feiner Staub im Nebel reflektiert das Licht.

Die blaue Farbe entsteht nicht nur durch Rigels Blaufärbung, sondern auch, weil die Staubkörnchen blaues Licht stärker reflektieren als rotes. Durch den gleichen physikalischen Prozess erscheint der Tageshimmel der Erde blau, obwohl die streuenden Teilchen in der Erdatmosphäre Stickstoff- und Sauerstoffmoleküle sind. Der Nebel ist etwa 1000 Lichtjahre entfernt.

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Stenfarben im Orion

Die Sterne im Sternbild Orion sind durch Änderung der Brennweite beim Fotografieren zu bunten Fliegen vergrößert.

Credit und Bildrechte: Jens Hackmann

Was bestimmt die Farbe eines Sterns? Seine Temperatur. Rote Sterne sind kühl und haben Oberflächentemperaturen um die 3000 Kelvin (K). Blaue Sterne sind heißer, ihre Temperaturen kann mehr als 30.000 K betragen. Die Temperatur unserer „gelben“ Sonne beträgt behagliche 6000 Kelvin.

Dieses interessante Komposit des Sternbildes Orion zeigt auf leicht erkennbare Weise die Unterschiede der Sternfarben. Das Bild entstand bei einem Experiment zum schrittweisen Fokussieren einer Strichspuraufnahme. Dabei wurde eine Serie von 35 Aufnahmen zusammengefügt, welche die Spuren der Sterne abbildeten, die von links nach rechts durchs Bildfeld zogen. Dabei wurde die Brennweite der Kamera schrittweise geändert.

Am Anfang und Ende war die Kamera unscharf gestellt und erzeugte nahe der Mitte der Aufnahmeserie ein scharfes Bild. Die verschwommenen Enden verwandeln die Sternspuren in Fliegen. Bei den helleren Sternen erzeugt das Verschwimmen auf der Abbildung sattere Farben. Links oben bildet Orions Überriese Beteigeuze einen Kontrast zu den anderen heißeren, bläulicheren Sternen, die den Körper des Sternbildes nachzeichnen.

Der Orionnebel, der kein Stern ist, fügt einen lila Farbton unter der Mitte hinzu. Die blasseren Scharfstellschritte der Spur des kühlen, roten Kohlenstoffsterns W Orionis fallen etwa in der Mitte des rechten Randes markant ins Auge; sein roter Farbton entsteht durch seine kohlenstoffreiche Zusammensetzung.

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Wintersechseck über Stagecoach in Colorado

Hinter einer verschneiten Landschaft leuchtet am Horizont schwaches orangefarbenes Licht, von einer Senke in der Mitte steigt die Milchstraße auf, links davon leuchtet das Sternbild Orion, unten der helle Stern Sirius und oben der Sternhaufen der Plejaden. Oben links neben der Milchstraße sind die hellen Sterne Kastor und Pollux.

Credit und Bildrechte: Jimmy Westlake (Colorado Mountain College)

Beschreibung: Wenn ihr Orion am Himmel erkennt, findet ihr auch das Wintersechseck. Das Wintersechseck besteht aus einigen der hellsten Sterne am Himmel, die zusammen ein großes, leicht erkennbares Muster am Winterhimmel auf der Nordhalbkugel der Erde bilden.

Die beteiligten Sterne sind üblicherweise sogar am hellen Nachthimmel einer großen Stadt erkennbar. Hier stehen sie über dem dunkleren Stagecoach in Colorado (USA). Die sechs Sterne des Wintersechsecks sind Aldebaren, Kapella, Kastor (und Pollux), Prokyon, Rigel und Sirius. Das Band unserer Milchstraße läuft mitten durch das Wintersechseck, der offene Sternhaufen der Plejaden leuchtet unmittelbar darüber. Die Sterngruppe des Wintersechsecks enthält mehrere Sternbilder, auch den kultigen Orion.

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Seitlich geneigter Orion über dem verschneiten Irland

Der verschneite Weg im Bild ist kurz beleuchtet, links neben dem Weg ist ein Zaun. Dahinter erhebt sich am dunklen Himmel das Sternbild Orion mit den Gürtelsternen und dem Schwert.

Credit und Bildrechte: Brendan Alexander (Donegal Skies)

Beschreibung: Orion geht immer seitlich ausgerichtet auf … und er wurde diesen Monat über einer verschneiten Landschaft im irischen Donegal in flagranti erwischt. Für dieses stimmungsvolle Bild suchte der Fotograf eine hübsche Umgebung mit Blick nach Osten, wartete bis nach Sonnenuntergang und hellte den Vordergrund kurz mit einem Blitzlicht auf.

Die drei hellen Sterne im Gürtel des Orion steigen in einer steilen Linie über der schneebedeckten Straße auf. Die Sterne und Nebel im Schwert des Jägers, das von seinem Gürtel hängt, sind rechts darunter zu sehen. Der gelb-orangefarbene Betelgeuse ist der hellste Stern links im Bild. Wenn auf der Nordhalbkugel der Winter fortschreitet, geht Orion immer früher auf und steht bei Sonnenuntergang immer höher am Himmel.

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Orion: von Kopf bis Fuß

Waagrecht liegt das Sternbild Orion und seine nebelreiche Umgebung im Bild. Rundherum verläuft die Barnard-Schleife.

Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Die Sternschmieden im Jäger Orion sind in kosmischen Staub und leuchtenden Wasserstoff eingebettet. Sie liegen am Ende einer riesigen Molekülwolke, die etwa 1500 Lichtjahre entfernt ist. Diese atemberaubende Aussicht ist fast 25 Grad breit. Sie umfasst das ganze bekannte Sternbild von Kopf bis Fuß (von links nach rechts).

Der große Orionnebel ist die am nächsten gelegene Sternbildungsregion. Er steht rechts neben der Mitte. Links daneben liegen der Pferdekopfnebel, M78 und die Sterne in Orions Gürtel. Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt, findet ihr auch den Roten Riesen Beteigeuze an der Schulter des Jägers, den blauen Rigel an seinem Fuß und den leuchtenden Nebel um Lambda-Orionis (Meissa) ganz links nahe bei Orions Kopf. Natürlich kann man auch den Orionnebel und helle Sterne mit bloßem Auge leicht erkennen. Doch die Staubwolken und Emissionen im ausgedehnten interstellaren Gas in diesem nebelreichen Komplex sind zu blass. Es ist auch viel schwieriger, sie zu fotografieren.

Dieses Mosaik entstand aus Breitband-Teleskopbildern. Es wurde mit zusätzlichen Bilddaten ergänzt, die mit einem Schmalband-H-alpha-Filter aufgenommen. Das machte die Ranken aus angeregtem Wasserstoff, die alles durchdringen, und den Bogen der riesigen Barnardschleife sichtbar.

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Eine Hexe im Sternlicht

Links blickt ein blassblaues Gesicht auf einen hellen blauen Stern auf der rechten Seite.

Credit und Bildrechte: Star Shadows Remote Observatory (Steve Mazlin, Jack Harvey, Rick Gilbert, Teri Smoot, Daniel Verschatse)

Beschreibung: Diese furchterregende Fratze leuchtet im Dunkeln im Sternenlicht. Das krumme Profil lässt an seinen gängigen Namen denken: Hexenkopfnebel. Dieses bezaubernde Teleskop-Porträt vermittelt den Eindruck, als fixierte die Hexe ihren Blick auf Orions hellen Superriesensterm Rigel. Die kosmische Staubwolke erstreckt sich über 50 Lichtjahre und reflektiert das blaue Licht des nahe gelegenen Sterns Rigel, was ihr die charakteristische Farbe eines Reflexionsnebels verleiht. Der Hexenkopfnebel ist als IC 2118 katalogisiert und etwa 1000 Lichtjahre entfernt. Natürlich könnten Sie in der heutigen Gruselnacht eine Hexe sehen, aber keine Panik! Wir wünschen einen sicheren und fröhlichen Abend vor Allerheiligen!

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Kamera Orion

Im Bild ist das Sternbild Orion zu sehen, links unten leuchtet der orangefarbene Stern Betelgeuse, in der Mitte befindet sich der diagonale Gürtel, rechts daneben das Schwert mit dem Orionnebel, und links oben strahlt der helle Stern Rigel.

Credit und Bildrechte: John Gauvreau

Der Jäger Orion ist eines der am leichtesten erkennbaren Sternbilder am Nachthimmel des Planeten Erde. Doch Orions Sterne und Nebel sehen mit bloßem Auge nicht so farbig aus wie auf diesem Bild, das Anfang letzten Monats bei der Black Forest Star Party im Cherry Springs State Park in Pennsylvania (USA) aufgenommen wurde.

Der kühle Rote Riese Betelgeuse, der hellste Stern ganz links, hat auf diesem Einzelbild einen gelblichen Farbton. Ansonsten überwiegen im Orion heiße blaue Sterne: der Überriese Rigel, der rechts oben diagonal gegenüber Beteigeuze liegt, Bellatrix links oben und Saiph rechts unten.

Im Gürtel des Orion leuchten (von unten nach oben) Alnitak, Alnilam und Mintaka in einer Linie, alle sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt und in den gut untersuchten interstellaren Wolken des Sternbildes entstanden. Der mittlere „Stern“ von Orions Schwert wirkt rötlich und verschwommen. Dieses Sternentstehungsgebiet ist als großer Orionnebel bekannt.

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Südlicher Orion: Von Gürtel zu Hexe

Um den Gürtel des Orion ist eine riesige Molekülwolke mit vielen Strukturen, die im Bild als rötlich leuchtende Nebel zu sehen sind, nur der Hexenkopfnebel rechts unten leuchtet bläulich.

Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard

Erkennt ihr auf diesem Bild den Gürtel des Orion? Links oben seht ihr das vertraute Sternentrio, das man mit bloßem Auge erkennen kann. Auf dieser ungewöhnlich detailreichen Weitwinkelansicht hat der südliche Teil des Sternbildes Orion ein neues Aussehen angenommen.

Alnitak ist der linke untere Gürtelstern. Links neben Alnitak seht ihr den Flammennebel mit hellen Emissionswolken und dramatischen dunklen Staubbahnen. Gleich unter Alnitak erkennt ihr mit Mühe den Pferdekopfnebel. Rechts darunter leuchtet der mit bloßem Auge sichtbare Orion-Nebel M42.

Der helle, blaue Stern rechts unten ist Rigel. Er beleuchtet einen unheimlichen blauen Reflexionsnebel in der rechten unteren Ecke, den Hexenkopf-Nebel. Der riesige rote Ring links ist die Barnardschleife, sie verläuft um die gesamte Region. Wenn die Augen von Menschen etwa 10.000 Mal empfindlicher wären, könnten sie diese Menagerie auch ohne Hilfsmittel sehen.

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