Eine Feuerkugel lodert zwischen Orionnebel und Rigel

Links oben ist der berühmte Orionnebel, rechts neben der Mitte der helle Stern Rigel. Dazwischen zischt eine Feuerkugel hell leuchtend durchs Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Ivo Scheggia

Was passiert mit diesem Meteor? Vor ein paar Tagen wurde in den Schweizer Alpen eine helle Feuerkugel fotografiert, die über den Himmel flackerte. Die Feuerkugel gehörte wahrscheinlich zum Meteorstrom der Tauriden. Sie fiel nicht nur wegen ihrer Helligkeit auf, sondern auch, weil sie ein seltenes orangefarbenes Licht verströmte, das mehrere Minuten lang nachleuchtete.

Das orange Leuchten erweckte den Anschein, als würde die Meteorspur brennen. Doch der orangefarbene nachleuchtende Schweif stammte weder von Feuer noch von Rauch im Sonnenlicht. Das Licht der nachleuchtenden Spur stammt von Atomen in der Erdatmosphäre in der Meteorbahn. Die Elektronen dieser Atome wurden ausgeschlagen. Bei der Rekombination wurde Licht abgestrahlt. Spuren, die nachleuchten, treiben häufig ab. Daher sieht man, wie die hellen Ionen auf der 3 Minuten langen Belichtung vom Wind verweht werden.

Das Bild entstand beim Versuch, den berühmten Orionnebel links oben zu fotografieren. Rechts ist der helle, blaue Stern Rigel. Er gehört zum Sternbild Orion. Diese Woche bleibt der Tauriden-Meteorstrom aktiv. Er beschert viele Feuerkugeln. Sein Höhepunkt ist zwar schon vorbei, doch der aktivere Leoniden-Meteorstrom erreicht gerade seinen Höhepunkt.

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Der Hexenkopfnebel

Der bläuliche Nebel im Bild erinnert an das Gesicht einer Hexe. Sie blickt nach rechts, dort leuchtet der helle Stern Rigel, doch er ist nicht im Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Signorelli

Doppelt plagt euch, mengt und mischt! Kessel brodelt, Feuer zischt …“ Vielleicht hätte Macbeth den Hexenkopfnebel befragen sollen. Diese Visage ist ein unheimlich geformter Reflexionsnebel. Sie ist ungefähr 800 Lichtjahre entfernt. Die finstere Fratze starrt scheinbar auf den nahen, hellen Stern Rigel im Orion. Er liegt außerhalb des rechten Bildrandes.

Die interstellare Wolke aus Staub und Gas ist offiziell als IC 2118 bekannt. Sie ist fast 70 Lichtjahre groß. Ihre Staubkörnchen reflektieren Rigels Sternenlicht. Die Farbe des Nebels auf diesem Porträt entsteht nicht nur durch das intensiv blaue Licht des Sterns, sondern auch, weil die Staubkörnchen blaues Licht stärker streuen als rotes. Derselbe physikalische Prozess färbt den Tageshimmel der Erde blau, doch die streuenden Teilchen in der Erdatmosphäre sind Moleküle von Stickstoff und Sauerstoff.

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Orion über und unter Tibet

Über dem Himalaja geht das Sternbild Orion auf, zusammen mit der Barnardschleife, Rigel und Beteigeuze. Der Himmel spiegelt sich in einem ruhigen See im Vordergrund.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai

Diese Nacht war so klar, dass man sah, wie Orion nach unten aufging. Das ungewöhnliche Schauspiel wurde auf dieser Einzelaufnahme festgehalten. Oben zeigt sie sehr detailreich den Himmel um das berühmte Sternbild Orion. Unten spiegelt sich der Himmel in einem friedlichen See im tibetischen Gyirong-Tal.

Das Bild wurde letztes Jahr zu dieser Zeit fotografiert. Die drei Gürtelsterne in Orion verlaufen fast senkrecht in einer Reihe über und unter dem Himalaja. Rechts neben den Gürtelsternen leuchtet der komplexe Orionnebel. Die rot leuchtende runde Struktur um Orion ist Barnards Schleife. Der helle, rote Stern Beteigeuze links im Bild ist doppelt zu sehen. Auch der strahlend blaue Stern Rigel ist zweimal rechts im Bild.

Das bekannte Sternbild Orion ist ab jetzt immer besser zu sehen, während auf der nördlichen Halbkugel der Winter naht und im Süden der Sommer.

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Orion im Frühling

Von Zweigen gerahmt leuchtet das prachtvolle Wintersternbild Orion vom Himmel. Rechts oben ist der Stierkopf der Hyaden mit dem orangefarbenen Stern Aldebaran.

Bildcredit und Bildrechte: Bill Dickinson

Auf der Nordhalbkugel der Erde beginnt der Frühling. Derweil geht das vertraute Wintersternbild Orion am frühen Abendhimmel unter. Die Bäume um die die Sterne des Jägers treiben schon aus.

Der kühle rote Überriese Alpha Orionis ist der große Stern Beteigeuze. Sein gelblicher Farbton leuchtet oben in den Zweigen der farbigen Himmelslandschaft. Rechts neben Orions Alphastern steht Alpha Tauri. Er ist als Aldebaran bekannt und ebenfalls ein Riesenstern, der kühler ist als die Sonne. Er schimmert gelblich am Kopf des Stieres (Taurus).

Der blaue Überriese Rigel, Beta Orionis, ist Orions anderer markanter Stern. Er gleißt unter der Mitte am Fuß des Jägers und bildet einen Kontrast zu den gelblichen Sternen. An den drei blauen Gürtelsternen in der Mitte hängt Orions Schwert.

Die Mitte im Schwert ist alles andere als ein Stern. Das leicht verschwommene rosarote Leuchten zeigt seine wahre Natur: Es ist eine nahe Sternbildungsregion, die wir mit bloßem Auge sehen. Wir kennen sie als Orionnebel.

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Komet Lovejoy an einem Winterhimmel

Das Bildmosaik wurde bei Palau-saverdera in Spanien fotografiert. Das riesige Panorama zeigt viele Schätze am Winterhimmel: Orion und Stier mit ihren vielen Nebeln, den Kometen C/2014 Q2 (Lovejoy) und die Milchstraße.

Bildcredit und BY-NC-2 Lizenz: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars)

Welche Ikonen am Nachthimmel findet ihr auf diesem detailreichen Bild des nördlichen Winterhimmels? Dazu gehören die Sterne im Gürtel des Orion, der Orionnebel, der Sternhaufen der Plejaden, die hellen Sterne Beteigeuze und Rigel, der Kaliforniennebel, die Barnard-Schleife und Komet Lovejoy mit Koma und Schweif.

Orions Gürtelsterne verlaufen fast senkrecht in der Mittellinie zwischen Horizont und Bildmitte. Beim untersten Gürtelstern findet ihr den rot leuchtenden Flammennebel. Links neben dem Gürtel verläuft der rote Bogen der Barnard-Schleife, gefolgt vom hellen, orange gefärbten Stern Beteigeuze. Rechts daneben schimmert der farbige Orionnebel, gefolgt vom hellen, blauen Stern Rigel.

Oben in der Mitte ist ein blauer Haufen heller Sterne. Es sind die Plejaden. Der rote Nebel links daneben ist der Kaliforniennebel. Über der Bildmitte ist ein heller, orange gefärbter Punkt. Es ist der Stern Aldebaran. Das grüne Objekt mit dem langen Schweif rechts daneben ist Komet C/2014 Q2 (Lovejoy).

Das Bild wurde vor etwa zwei Wochen im spanischen Palau-saverdera fotografiert.

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Geminiden-Meteore über dem Vulkan Teide

Über dem Vulkan Teide auf Teneriffa leuchtet der helle Stern Rigel. Meteore der Geminiden strömen vom Himmel herab. Dahinter leuchtet das Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars)

In manchen Nächten regnet es Meteore. Asteroidenstaub streifte über den dunklen irdischen Himmel. Er regnete beim jährlichen Meteorstrom der Geminiden herab.

Die Geminiden erreichten vor zwei Nächten ihren Höhepunkt. Der Astrofotograf Juan Carlos Casado bildete das Weltraumwetter-Ereignis als Fotoserie ab. Er nahm etwa 2,3 Stunden lang mit einem Weitwinkelobjektiv Bilder auf. Vorne steht der schneebedeckte Vulkan Teide auf der spanischen Kanareninsel Teneriffa. Hinten liegt das ikonische Sternbild Orion. Der Stern beim Gipfel des Vulkans ist Rigel.

Die Asteroidenstaubteilchen reisen parallel zueinander. Trotzdem strömen die Meteorspuren scheinbar von einem gemeinsamen Punkt aus. In diesem Fall ist es das Sternbild Zwillinge (Gemini) über dem oberen Bildrand. Der Meteor-Radianteffekt entsteht durch die Perspektive, ähnlich wie Bahngleise, die scheinbar in der Ferne zusammenlaufen. Der Astrofotograf schätzt, dass das Kompositbild etwa 50 Geminiden zeigt. Wie viele seht ihr?

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Rigel und der Hexenkopfnebel

Der Hexenkopfnebel links im Bild blickt scheinbar zum hellen Stern Rigel im Orion mitten im Bild, der von einem blauen Hof umgeben ist.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Doppelt plagt euch, mengt und mischt! Kessel brodelt, Feuer zischt! Vielleicht hätte sich Macbeth vom Hexenkopfnebel beraten lassen sollen. Der suggestiv geformte Reflexionsnebel steht in Verbindung mit dem hellen Stern Rigel im Sternbild Orion.

Der Hexenkopfnebel ist formal als IC 2118 bekannt. Er ist etwa 50 Lichtjahre groß und besteht aus interstellaren Staubkörnern, die Rigels Sternenlicht reflektieren. Der Hexenkopfnebel und der Staub um Rigel sind auf diesem kosmischen Porträt blau gefärbt. Der Farbton entsteht nicht nur durch Rigels intensiv blaues Sternenlicht, sondern auch, weil die Staubkörnchen blaues Licht effizienter streuen als rotes Licht. Derselbe physikalische Prozess bewirkt auch, dass der irdische Tageshimmel blau erscheint. In der Erdatmosphäre wird das blaue Licht an Stickstoff- und Sauerstoffmolekülen gestreut.

Rigel, der Hexenkopfnebel und das Gas und der Staub in ihrer Umgebung sind etwa 800 Lichtjahre von uns entfernt.

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Die Sterne des Jägers

Hinter den kahlen Zweigen von Bäumen leuchtet das Sternbild Orion, es steht schräg am Himmel. Unten leuchten einige Lichter einer Siedlung.

Bildcredit und Bildrechte: Brendan Alexander (Donegal Skies)

Der Jäger Orion mit vielen funkelnden Sternen ist eines der am leichtesten erkennbaren Sternbilder. Auf dieser Nachthimmelslandschaft vom 15. Jänner gehen die Sterne des Jägers am Winterhimmel der Nordhalbkugel auf. Sie sind von kahlen Bäumen umrahmt. Unten sind sie von den irdischen Lichtern um den Lough Eske (See der Fische) im County Donegal in Irland begrenzt.

Der rote Riesenstern Beteigeuze leuchtet links über der Mitte an Orions Schulter in gelblichen Farbtönen. Der blaue Überriese Rigel rivalisiert mit dem hellroten Riesen und besetzt die gegenüberliegende Stelle an Orions Knie. Orions Schwert hängt mitten im Bild von den drei Gürtelsternen des Jägers.

Der Mittelstern im Schwert ist jedoch kein Stern. Das zarte verschwommene rötliche Leuchten zeigt seine wahre Natur. Es ist ein nahe gelegenes Sternbildungsgebiet, das mit bloßem Auge sichtbar ist. Es ist als Orionnebel bekannt.

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