Raumfahrzeuge ziehen über Colorado

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Credit und Bildrechte: Robert Arn

Beschreibung: Haben Sie je einen „Stern“ langsam am Himmel vorbeiziehen gesehen, aber nicht gewusst, was es ist? Manchmal ernten Sie sogar von Freunden oder Ihrer Familie, die Sie darauf hinweisen, nur ein Achselzucken. Was Sie sehen, ist höchstwahrscheinlich eine Raumsonde im niedrigen Erdorbit, welche das Sonnenlicht reflektiert, während sie etwa alle 90 Minuten die Erde umkreist.

Zwei der helleren Raumfahrzeuge am Himmel sind dieser Tage die Internationale Raumstation (ISS) und, wenn einer oben ist, ein Spaceshuttle der NASA. Wenn sich die relative Ausrichtung ändert, kann sich auch die Intensität der Reflexion ändern, manchmal sehr schnell. Eine weitere Quelle heller, vorbeiziehender Objekte, Iridium-Kommunikationssatelliten, können sogar sichtlich aufblitzen und einige Sekunden lang heller als alle anderen Himmelsobjekte werden.

Oben sind zwei helle Lichtpunkte, die letzte Woche nach Sonnenuntergang nur wenige Grad voneinander entfernt zusammen am Himmel über dem Lory State Park in Colorado (USA) trieben. Diese Lichter waren die ISS und der Spaceshuttle Discovery, der wenige Stunden zuvor von der ISS abgelegt hatte. Angesichts einer digitalen Zusammenfügung vieler Einzelaufnahmen und einem großen perspektivischen Winkel erscheint das Paar oben als Streifen vor punktförmigen Sternen.

Es gibt inzwischen Webplattformen, die Ihnen helfen unbekannte „Herumtreiber“ zu erkennen und sogar die Zeit der nächsten Passage, bei der die ISS an Ihrem Beobachtungsort zu sehen ist, im Voraus zu ermitteln.

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Über dem Südlicht (Aurora Australis)

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Credit: Besatzung ISS Expedition 23, ISAL, NASA

Beschreibung: Beim Blick nach Süden von einem 350 Kilometer über dem südlichen Indischen Ozean liegenden Aussichtspunkt beobachteten am 29. Mai Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation dieses gewaltige unterhalb schimmernde Band. Die sich bewegenden leuchtenden Bänder, die als Aurora australis oder Südlichter bekannt sind, sind für gewöhnlich auch in hohen nördlichen Breiten zu sehen und werden dort als Aurora borealis oder Nordlichter bezeichnet. Nord oder Süd – ihre Ursache ist dieselbe, nämlich energiereiche geladene Teilchen aus der Magnetosphäre, die sich nahe den Polen der Erde in die Atmosphäre drängen. Das charakteristische grünliche Leuchten erzeugen diese geladenen Teilchen, indem sie in einer Höhe von 100 Kilometern oder darüber Sauerstoffatome zum Leuchten anregen. Das Polarlicht am 29. wurde wahrscheinlich durch die Wechselwirkung zwischen der Magnetosphäre und einem koronalen Massenauswurf, der am 24. Mai auf der Sonne ausbrach, ausgelöst.

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Sonnenuntergang auf der Internationalen Raumstation

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Credit: Besatzung Expedition 23, NASA

Beschreibung: Was für seltsame Farbbänder sind da von der Internationalen Raumstation aus zu sehen? Die untergehende Sonne durch die Erdatmosphäre hindurch. Oben ist ein Sonnenuntergang abgebildet, der letzten Monat von der Expedition 23Besatzung aufgenommen wurde, und der anschauliche Details vieler Schichten der Erdatmosphäre zeigt.

Der Teil der Erde, auf dem Nacht ist, liegt im unteren Bildteil. Darüber erscheint in dunklem Orange und Gelb die Troposphäre der Erde, welche 80 Prozent der Atmosphärenmasse ausmacht und fast alle Wolken am Himmel enthält. Als weißes Band liegt über der Troposphäre die Stratosphäre, jener Teil der Erdatmosphäre, in der Flugzeuge fliegen und manche wiederstandsfähigen Bakterien schweben.

Über der Stratosphäre liegen dünnere Atmosphärenschichten, die als hellblaues Band zu sehen sind und allmählich in das kalte, dunkle Vakuum des Weltraums übergehen. Sonnenuntergang ist für Bewohner der Internationalen Raumstation kein ungewöhnlicher Anblick, weil er 16 Mal am Tag zu sehen ist.

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Nimm meine Hand

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Credit: NASA / STS-128 / Expedition 20 – Stereobild von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blauen Brillen zur Hand und betrachten Sie diese Nahaufnahme des NASA-Astronauten John Olivas im Raumanzug außerhalb der Internationalen Raumstation. Der 3D-Anaglyph, sorgfältig aus zwei Fotos erstellt (ISS020-E-038481, ISS02-0E-038482), die während des jüngsten Besuchs der Raumfähre Discovery beim Außenposten in der Umlaufbahn aufgenommen wurden, erzeugt die zwingende Illusion, dass Sie einfach hingreifen und seine im Handschuh steckende Hand nehmen können. Der Fotograf, ESA-Astronaut Christer Fuglesang, der ihn beim Außenbordmanöver begleitete, wird zusammen mit ISS-Strukturen und dem Horizont des Planeten Erde in Olivas Helmvisier reflektiert. Letzten Freitag kehrten die beiden zur Erde zurück, zusammen mit dem Rest der Besatzung der Discovery, und landeten an der Edwards Air Force Base in Kalifornien.

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Der Vulkan Sarytschew in Stereo

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Credit: Besatzung Expedition 20 – Internationale Raumstation, NASA; Stereobild: Patrick Vantuyne

Beschreibung: 400 Kilometer über dem Planeten Erde wurden die Besatzungsmitglieder der Expedition 20 an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) an einem ungewöhnlichen Aussichtspunkt Zeugen eines bemerkenswerten Ereignisses – dem Ausbruch des Sarychev-Vulkans am 12. Juni. Der aktive Vulkan liegt auf den russischen Kurilen, sie nordöstlich von Japan liegen. Diese erstaunliche Farbstereoansicht, welche die orbitale Perspektive betont, entstand durch Kombination zweier Bilder von der ISS und sollte mit rot-blauen Brillen (rot am linken Auge) betrachtet werden. Die vulkanische Rauchwolke, die zu einem frühen Zeitpunkt der Eruption in die Atmosphäre aufsteigt, zeigt eine braune Aschensäule, die von einer ebenmäßigen, blasenartigen weißen Wolke gekrönt ist, die wahrscheinlich aus Kondenswasser besteht. Darunter gleitet eine Wolke dichterer grauer Asche den Vulkanhang hinab. Am Boden sind etwa 1,5 Kilometer der Inselküstenlinie zu sehen. Die sich aufblähende Aschenwolke stellte keine Gefahr für die Crew der Expedition 20 dar, doch Linienflüge wurden von der Region weggeleitet um die Gefahr eines Maschinenschadens durch das Ansaugen von Asche zu vermeiden.

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ISS und Astronaut

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Credit und Bildrechte: Ralf Vandebergh

Beschreibung: Diese beiden Bilder, die mit einer Videokamera und einem Teleskop aufgenommen wurden, zeigen bemerkenswerte Details der Internationalen Raumstation (ISS), welche die Erde in einer Höhe von etwa 350 Kilometern umkreist. Das Bild, das während der Mission STS-119 der Raumfähre Discovery aufgenommen wurde, zeigt ausladende Solarpaneel-Anordnungen, die am dunklen Himmel im Sonnenlicht glänzen. Wahrscheinlich zeigen sie sogar das verschwommene Bild eines Astronauten bei einem Außenbordmanöver während der EVA-2 (Extravehicular Activity-2) der Mission! Der Astronaut montiert Geräte an einem der Montageausleger der Station. Der Astronom Ralf Vandebergh, der häufig Bilder der ISS während günstiger Passagen am Himmel der Niederlande aufnimmt, bemerkt, dass keine andere helle ISS-Struktur zu der Position im Einschub passt, dass ein reflektierender, weiß gekleideter Astronaut vor dem Ausleger und zu sehen wäre und auch zu dem hellen Fleck passen würde. Vandebergh meint weiters, dass anhand der Zeit und des Ortes der STS-119-Astronaut Joseph Acaba in Frage käme.

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ISS: Reflexionen der Erde

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Credit und Bildrechte: Ralf Vandebergh

Beschreibung: Bemerkenswerte Details sind auf diesem Bild der um die Erde kreisenden Internationalen Raumstation (ISS), das mit einem kleinen Teleskop bei klarem Zwielicht-Himmel auf dem Planeten Erde aufgenommen wurde.

Teile der Station, darunter die Wissenschaftsmodule Kibo und Columbus, scheinen auf dieser Ansicht vom 27. Dezember bei einer Höhe von etwa 75 Grad und an die 350 Kilometer über der Oberfläche der Erde sogar die schöne blaue Farbe des Planeten Erde zu reflektieren.

Das Bild zeigt auch riesige Energie erzeugende Solarzellenguppen auf der 90 Meter langen tragenden Gitterstruktur. Schieben Sie einfach den Mauszeiger über das Bild, um einige der größten Teile der ISS zu erkennen.

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Eine außergewöhnliche Reise

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Credit: Jesse Carpenter, Bill Moede, Peter Jenniskens (NASA Ames Research Center)

Beschreibung: Der Sciencefiction-Autor Jules Verne schrieb im 19. Jahrhundert visionäre Arbeiten über außergewöhnliche Reisen, darunter Erzählungen über Raumfahrt und die Novelle über eine Reise von der Erde zum Mond. Passenderweise wurde das von der Europäischen Weltraumagentur ESA neu entwickelte Automated Transfer Vehicle (ATV), ein Roboter-Raumfahrzeug, welches Fracht zur Internationalen Raumstation ISS transportiert, nach ihm benannt und dockte dieses Jahr erfolgreich an die ISS an. Als das ATV Jules Verne abgekoppelt und kontrolliert zum Absturz gebracht wurde, wurde sein Wiedereintritt über dem Pazifik von Astronomen verfolgt, um detaillierte Vergleiche des aktuellen Ereignisses mit Computersimulationen vom Wiedereintritten und dem Auseinanderbrechen von Raumfahrzeugen in der Erdatmosphäre zu ermöglichen. Dieses dramatische Bild des auseinanderbrechenden 13-Tonnen-Raumfahrzeugs ist ein Einzelbild aus einem High-Definition-Video, das vom DC-8 Airborne Laboratory der NASA aufgenommen wurde. Die Beobachtungen waren Teil der gemeinsam von ESA und NASA durchgeführten Jules Verne Multi-Instrument Aircraft Campaign.

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Die ISS fangen

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Credit und BildrechteJürgen Michelberger

Beschreibung: In Sonnenlicht gebadet zog die Internationale Raumstation ISS am 31. Mai über den Abendhimmel über der Stadt Lauffen in Süddeutschland. Der helle Durchgang fand nur etwa 10 Minuten nach dem Start der Raumfähre Discovery zur Mission STS-124 vom Kennedy Space Center in Florida im Südosten der USA statt. Natürlich steuert die Discovery eine Begegnung mit der ISS im Orbit an.

Beim Verfolgen der Raumstation zog die Raumfähre nur 21 Minuten nach dem Start ebenfalls über Lauffen hinweg. Mit einer auf einem Stativ befestigten Kamera fotografierte der Astronom Jürgen Michelberger die beiden leuchtenden Raumfahrzeuge auf zwei Aufnahmen, während sie oben vorbeizogen. Jede Aufnahme wurde etwa zwei Minuten belichtet, beide wurden zu diesem Kompositbild zusammengefügt.

Wegen der Parallaxe scheinen die Bahn der ISS (rechts) und der Discovery (nahe der Bildmitte) auseinanderzuklaffen, da die beiden sich in sehr unterschiedlicher Höhe befanden. Sterne (und helle Planeten) ziehen zwei getrennte kurze Strichspuren. Die kurze, flackernde Spur eines Iridium-Satelliten und die zart gepunktete Bahn eines vorbeifliegenden Flugzeuges sind ebenfalls zu sehen.

Bei genauerem Hinsehen entdeckt man eine schwache, rote Spur – der abgeworfene externe Treibstofftank knapp links neben der Discovery. Wenn Sie den Mauszeiger über das Bild schieben, hilft das beim Erkennen einiger der dargestellten Objekte.

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Raumstation in der Sonne

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Credit und Bildrechte: Dirk Ewers

Beschreibung: Am 12. Mai war die Internationale Raumstation, noch von der Sonne beschienen, am Nachthimmel über Hombressen in Deutschland zu sehen. Dem Astronomen Dirk Ewers gelang es, aus einer Entfernung von mindestens 360 Kilometern eine eindrucksvoll scharf abgebildete Videosequenz des Vorüberfluges mit einem kleinen Teleskop zu filmen, wobei er aus einigen Einzelaufnahmen dieses Komposit erstellte. Die gesamte Konstruktion der Raumstation mit den Solarpaneelen ist fast 90 Meter lang. Das ATV Jules Verne ist an die Station gekoppelt, während die Raumstation die Erde mit annähernd 27.800 Kilometern pro Stunde umrundet. Eine vollständige Videosequenz ist als 1-MB-mpeg- oder avi-Datei verfügbar.

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Jules Verne im Orbit

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Credit: ISS-Besatzung Expedition 16, NASA, ESA

Beschreibung: Der helle Rand des Planeten Erde verblasst in die Dunkelheit des Weltraums im Hintergrund dieser Ansicht von Jules Verne auf einer außergewöhnlichen Reise. Dieses Bild, aufgenommen letzten Montag, zeigt das Automated Transfer Vehicle (ATV) der Europäischen Weltraumagentur ESA, das nach dem Sciencefiction-Autor und Visionär des 19. Jahrhunderts benannt wurde und seine automatische Docking-Tauglichkeit bei der Annäherung an die Internationale Raumstation erprobt. Unter Verwendung eines Laser-gesteuerten Rendezvous-Systems dockte Jules Verne sanft und sicher am Dienstag an die Station im Orbit an und lieferte 4.600 Tonnen Ausrüstung, Versorgungsgüter und Treibstoff. Der zylindrische Körper des robotischen Raumtransporters misst 4,5 Meter im Durchmesser, ist 10,3 Meter lang und mit Sonnenpaneelen ausgerüstet, die sich über 22,3 Meter erstrecken. Jules Verne soll bis August an die Raumstation angedockt bleiben und diese in eine höhere Umlaufbahn anheben, bevor das ATV den Orbit verlässt.

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