Frühe Morgendämmerung, rotes Raketenlicht

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Seeley

Beschreibung: Wenn Sie letzten Freitag, dem 29. Juni, das Licht der frühen Morgendämmerung an der Cape-Canaveral-Luftwaffenbasis gesehen hätten, dann hätten Sie das rote Leuchten dieser Rakete beobachten können. Die 277 Sekunden belichtete Einzelaufnahme, die auf dem Dach des Raumfahrzeugmontagegebäudes fotografiert wurde, zeigt den Start einer Falcon 9. Die Rakete steigt etwa 45 Minuten vor Sonnenaufgang nach Osten in den Himmel. In großer Höhe ist die Abgasfahne der Stufentrennung hell von der Sonne beleuchtet, die noch unter dem östlichen Horizont steht.

Die erste Stufe der Falcon-9-Rakete war zuvor schon einmal gestartet und hatte den Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) am 18. April – nur 72 Tage zuvor – in die Umlaufbahn gebracht. Bei diesem Start der SpaceX Commercial Resupply Service mission 15 (CRS-15) transportierte sie eine ebenfalls schon geflogene Dragon-Kapsel. Da jedoch keine weitere Wiederverwendung dieser Falcon 9 geplant war, folgte auf den Start keine dramatische Landung der ersten Stufe. Die Dragon-Kapsel erreichte die Internationale Raumstation am 2. Juli.

Zur Originalseite

Schatten der Raumfährenschwade zeigt zum Mond

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Beschreibung: Warum zeigt der Schatten der Abgasfahne beim Start dieser Raumfähre zum Mond? Anfang 2001 waren beim Start der Atlantis die Sonne, die Erde, der Mond und die Rakete passend für diese fotogene Anordnung ausgerichtet.

Zuerst einmal muss die Tageszeit nahe Sonnenauf– oder –untergang sein, damit die Rauchschwade der Raumfähre einen langen Schatten wirft. Nur dann ist der Schatten am längsten und reicht bis zum Horizont. Außerdem stehen bei Vollmond Sonne und Mond auf gegenüberliegenden Seiten des Himmels. Kurz nach Sonnenuntergang zum Beispiel steht die Sonne knapp unter dem Horizont, und in die andere Richtung steht der Mond knapp über dem Horizont. Als daher die Atlantis kurz nach Sonnenuntergang donnernd abhob, wurde ihr Schatten von der Sonne weg zum gegenüberliegenden Horizont projiziert, wo zufällig der Vollmond stand.

Zur Originalseite

Kleiner Planet Sojus

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Andrew Bodrov

Beschreibung: Mit lodernden Triebwerken verabschiedet sich eine große Rakete von diesem kleinen Planeten. Natürlich ist der kleine Planet der Planet Erde, und die große Rakete ist eine Sojus-FG. Sie startete am 6. Juni vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan und beförderte das Raumschiff Sojus MS-09 in die Umlaufbahn. An Bord waren die Besatzungsmitglieder der Expedition 56/57 der Internationalen Raumstation: Sergei Prokopjew von Roskosmos, Serena Aunon-Chancellor von der NASA und Alexander Gerst von der ESA.

Ihr Raumschiff dockte nur zwei Tage später erfolgreich an den Außenposten der Menschheit in der Erdumlaufbahn an. Die Kleiner-Planet-Projektion ist das digital gekrümmte und zusammengesetzte Mosaik aus Bildern, die 360 mal 180 Grad abdecken, und die 2018 bei der Star Trek car expedition fotografiert wurden.

Zur Originalseite

Endlich GLAST

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit:  NASA, DOE, Arbeitsgemeinschaft Gammastrahlen-Weltraumteleskop Fermi

Beschreibung: Diese Delta-II-Rakete, die vor langer Zeit von einem sehr nahen Planeten durch eine wogende Rauchwolke aufstieg, verließ am 11. Juni 2008 um 12:05 Uhr EDT die Startrampe 17-B der Luftwaffenstation Cape Canaveral. Gemütlich in der Ladebucht lag GLAST, das Gammastrahlen-Großflächen-Weltraumteleskop.

GLASTs Detektortechnologie wurde für den Einsatz in terrestrischen Teilchenbeschleunigern entwickelt. Daher kann GLAST im Orbit Gammastrahlen von extremen Umgebungen über der Erde und im fernen Universum aufspüren, darunter in sehr massereichen Schwarzen Löchern in den Zentren ferner aktiver Galaxien und die Quellen mächtiger Gammastrahlenausbrüche. Diese eindrucksvollen kosmischen Beschleuniger erreichen Energien, die in erdgebundenen Laboren nicht möglich sind.

Seine Bezeichnung lautet nun Gammastrahlen-Weltraumteleskop Fermi. Am 10. Jahrestag seines Starts mögen die Fermi-Wissenschaftsendspiele beginnen.

Zur Originalseite

TESS: Nahaufnahme des Starts

Die Unterstufe einer startenden Rakete ist in Nebel gehüllt. Unten leuchtet das Feuer der Triebwerke.

Bildcredit: SpaceX

Der Satellit TESS verließ am 18. April den Planeten Erde. Sein Ziel ist die Suche nach Transiten von Exoplaneten, also Planeten, die um fremde Sterne kreisen und sie dabei immer wieder bedecken. TESS startete auf einer Falcon-9-Rakete in die Umlaufbahn. „Falcon 9“ bezieht sich auf die 9 Merlin-Triebwerke der ersten Stufe, die hier feuern. Die Nahaufnahme vom Startrampenkomplex 40 des Raumfahrtstützpunkts Cape Canaveral wurde fernausgelöst.

In den nächsten Wochen dringt TESS mit einer Serie von Triebwerksschüben in einen stark elliptischen Orbit hoch über der Erde vor. Bei einem weiteren Manöver wird die Schwerkraft des Mondes genützt. Damit soll der Satellit einen stabilen Orbit erreichen, der aber noch nicht erprobt ist. Dieser Orbit hat die halbe Umlaufzeit des Mondes. Seine größte Entfernung von der Erde beträgt etwa 373.000 km. Dort sucht TESS zwei Jahre lang bei den hellsten und am nächsten gelegenen Sternen des Himmels nach Planeten.

Zur Originalseite

Aufstieg der Raumfähre

Aus einer dicken Wolkendecke steigt eine Raumfähre an einem riesigen Abgasstrahl auf. Oben ist der Feuerschweif der Triebwerke, unten fällt der Schatten der Rauchfahne auf die Wolken. Hinten, wo die Wolken aufhören, ist das blaue Meer.

Bildcredit: NASA

Was steigt da aus den Wolken? Eine Raumfähre. Wenn man zur richtigen Zeit am rechten Ort aus dem Fenster eines Flugzeugs schaut, sieht man manchmal etwas Ungewöhnliches. In diesem Fall ist es eine Raumfähre, die in die Umlaufbahn startet.

Das Bild stammt vom letzten Start der Endeavour im Mai 2011. Es wurde hoch über den Wolken von einem Raumfähren-Schulungsflugzeug der NASA fotografiert. Man kann es mit ähnlichen Bildern der gleichen Abgasfahne der Raumfähre unter den Wolken vergleichen. Unter der aufsteigenden Raumfähre sind heiße, leuchtende Gase, die von den Triebwerken ausgestoßen wurden. Darunter ist eine lange Rauchfahne, deren Schatten auf die Wolkendecke fällt. Er zeigt von der Sonne weg.

Das Programm der US-Raumfähren wurde 2011 beendet. Die Endeavour kann man nun im California Science Center besuchen. Für morgen ist ein anderer Start geplant: Der Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) startet an Bord einer Falcon-9-Rakete von Space X.

Zur Originalseite

Roadster, Starman, Planet Erde

Vor der Erde, die links oben als breite Sichel abgebildet ist, fährt ein rotes Fahrzeug ins All. Am Steuer sitzt eine Puppe mit Raumanzug und Helm.

Bildcredit: SpaceX

Immer mit der Ruhe. Es ist nur eine Puppe im Raumanzug, die den Namen Starman trägt. Die Sichel des Planeten Erde, die von der Sonne beleuchtet ist, rückt in den Hintergrund. Vorne sitzt Starman am Steuer eines Tesla Roadster. Es ist das letzte Bild der Nutzlast, die am 6. Februar mit einer Falcon Heavy gestartet war.

Roadster und Starman werden international als 2018-017A bezeichnet. Sie sind unterwegs in den Weltraum hinter die Marsbahn. Die erfolgreiche Rakete Falcon Heavy ist nun die mächtigste Rakete, die zur Verfügung steht.

Der Roadster ist eines von vier elektrischen Autos, die je vom Planeten Erde ins Weltall starteten. Die anderen drei flogen mit den historischen Saturn-V-Raketen zum Mond. Starmans Roadster ist das einzige straßentaugliche. Die Saturn V war zwar mächtiger als die Falcon Heavy, konnte aber nicht wieder verwendet werden.

Zur Originalseite

Der erste Explorer

Eine Rakete startet und stößt unten eine mächtige Feuerwolke aus. Weil der Start nachts stattfindet, leuchtet die Abgaswolke hell.

Bildcredit: NASA

Vor sechzig Jahren, am 31. Januar 1958, startete die Army Ballistic Missile Agency den ersten Explorer in den Erdorbit. Damit begann für die Vereinigten Staaten das Zeitalter der Forschung im Weltraum.

Der Satellit Explorer I war knapp vierzehn Kilogramm schwer. Seine Instrumente sollten die Temperatur und Einschläge von Mikrometeoriten messen. Ein Experiment von James A. Van Allen ermittelte die Dichte von Elektronen und Ionen im Weltraum.

Die Ergebnisse von Van Allens Experiment führten dazu, dass man zwei Gürtel entdeckte. Sie reichen um die ganze Erde und enthalten energiereiche Elektronen und Ionen. Diese Teilchen sind in der Magnetosphäre gefangen. Die Gürtel waren unerwartet und erschreckten. Heute werden sie als Van-Allen-Gürtel bezeichnet. Sie befinden sich in der inneren Magnetosphäre, aber über dem niedrigen Erdorbit*.

Explorer I sendete bis 28. Februar 1958. Er blieb noch bis März 1970 im Orbit.

*Daher ist die ISS in einer niedrigen Erdumlaufbahn vor kosmischer Strahlung geschützt.

Zur Originalseite