Juris Planet

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Bildcredit: ISS Expedition 30, NASA

Beschreibung: An einem anderen 12. April, im Jahr 1961, wurde der sowjetische Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin zum ersten Menschen, der den Planeten Erde aus dem Weltall sah. Über seine Aussicht aus der Umlaufbahn berichtete er: „Der Himmel ist sehr dunkel; die Erde ist bläulich. Alles ist sehr deutlich zu sehen“. Um das zu feiern, betrachten Sie dieses aktuelle Bild aus der die Erde umkreisenden Internationalen Raumstation. Diese atemberaubende Ansicht des Planeten bei Nacht wurde am 28. März in einer Höhe von 390 Kilometern fotografiert. Die Lichter von Moskau in Russland liegen nahe der Bildmitte, links ist eines der Solarpaneele der Station zu sehen. Polarlichter und der Glanz des Sonnenlichts liegen am sanft gekrümmten Horizont des Planeten. Unter den Sternen über dem Horizont ist auch der kompakte Sternhaufen der Plejaden zu finden, der durch das Polarlicht hindurchschimmert.

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Bäume, Sterne, Polarlicht!


Videocredit und Copyright: Christian Mülhauser; Musik: Elemental von Pulse Faction; Path of Stars von Jonathan Geer

Beschreibung: Haben Sie schon einmal ein Polarlicht gesehen? Polarlichter treten jetzt wieder häufiger auf. Während die Sonne im Lauf der letzten vier Jahre ungewöhnlich ruhig war, blieb das Aufkommen an von der Sonne ausgelösten Polarlichtern ungewöhnlich gering. In jüngerer Zeit jedoch wurde unsere Sonne zunehmend aktiver und stellte einen größeren Reichtum an Sonnenflecken, Sonnenfackeln und koronalen Massenauswürfen zur Schau. Bei Sonnenaktivität wie dieser werden üblicherweise geladene Teilchen ins Sonnensystem geschleudert, von denen einige auf der Erde Polarlichter auslösen können. Vor zwei Wochen führte ein Sonnensturm hinter Bäumen und vor Sternen zu der oben gezeigten Zeitrafferdarstellung pittoresker Polarlichter über Ravnastua in Skoganvarre und Lakselv in Norwegen. Wenn energiereiche Teilchen zur Erde fallen und die Luftmoleküle hoch oben in der Erdatmosphäre anregen, fließen, schimmern und tanzen Schleier aus vorwiegend grünem Polarlicht. Da das Sonnenmaximum immer noch in der Zukunft liegt, könnte es im Lauf der nächsten paar Jahre sogar noch bessere Gelegenheiten geben, um spektakuläre Polarlichter zu sehen.

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Planet Nordlicht

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Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Beschreibung: Dieser interessante, kleine Planet, der von einem unheimlichen grünen Licht erhellt wird, ist mit Eis und Schnee bedeckt und von riesigen Kiefern umgeben. Natürlich ist der kleine Planet eigentlich die Erde, und die ihn umgebenden Sterne stehen über dem Horizont von Östersund in Schweden. Die blasse, grünliche Beleuchtung stammt von einem Schleier aus schimmerndem Polarlicht, das auch als Nordlicht bekannt ist. Das Leuchten wurde ausgelöst, als am 24. Januar ein riesiger, solarer koronaler Massenauswurf (CME) die Magnetosphäre des Planeten Erde erschütterte und einen starken geomagnetischen Sturm erzeugte. Himmelsbeobachter der Nordhalbkugel werden auch die vertraute Ausrichtung der Sterne auf der linken Seite erkennen, darunter die Sternhaufen der Plejaden und Hyaden sowie die Sterne des Orion. Die zunehmende Sonnenaktivität verursachte in jüngster Zeit weitverbreitete Polarlichtaktivität und südliche Polarlichter in hohen südlichen Breiten.

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Wolkige Nacht der Nordlichter

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Bildcredit und Bildrechte: Fredrick Broms (Northern Lights Photography)

Beschreibung: Am 26. September traf ein großer koronaler Massenauswurf der Sonne auf die Magnetosphäre der Erde und erzeugte einen heftigen geomagnetischen Sturm und ausgedehnte Polarlichter. Auf dem obigen Bild wurde etwa zur lokalen Mitternachtsstunde auf der Insel Kvaløya vor Tromsø im Norden Norwegens das intensive, von Regenwolken umrahmte Leuchten fotografiert. Die orange gefärbten Wolken erscheinen ebenfalls als Silhouetten, weil sich die oberen Enden der farbig schimmernden Gardinen der Nordlichter weit über 100 Kilometer über dem Boden befinden. Obwohl die Polarlichtstrahlen parallel verlaufen, entspringen sie durch die Perspektive aus einem Fluchtpunkt im Zenit. Nahe dem unteren Bildrand der Szenerie leuchten der noch viel weiter entfernte Sternhaufen der Plejaden und der helle Planet Jupiter durch dieses wolkige Nordlicht.

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Eine sternklare Nacht in Island

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Credit: Stephane Vetter (Nuits sacrees)

Beschreibung: In manchen Nächten ist der Himmel die beste Schau der Stadt. Doch in dieser Nacht war er nicht nur die beste Schau der Stadt, denn ein Kompositbild des Himmels gewann einen internationalen Wettbewerb für Landschafts-Astrofotografie. Das obige Siegerbild wurde vor zwei Monaten über dem Jökulsárlón aufgenommen, dem größten Gletscherrandsee Islands. Der Fotograf kombinierte sechs Aufnahmen und fotografierte nicht nur zwei grüne Polarlichtringe, sondern auch ihre Reflexion im ruhigen See. Am Hintergrundhimmel sind das Band unserer Galaxis, der Milchstraße, sowie der offene Sternhaufen der Plejaden und die Andromedagalaxie zu sehen. Ein mächtiger koronaler Massenauswurf der Sonne verursachte Polarlichter, die weit im Süeden zu sehen waren, wie etwa auch in Wisconsin in den USA. Während die Sonne im Lauf der nächsten Jahre auf ein Sonnenmaximum zusteuert, sind viele weitere spektakuläre Bilder von Polarlichtern zu erwarten.

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Polarlicht über Alaska

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Credit und Bildrechte: Paul Aslop

Beschreibung: Sind das grüne Wolken oder Polarlichter? Flauschige grüne Polarlichter, die vor zwei Wochen fotografiert wurden, beleuchten zusammen mit dem Mond den heiteren Willow Lake und die verschneiten Wrangell Mountains und die Eliaskette im Osten Alaskas (USA). Obwohl Polarlichter auf den ersten Blick wie mondbeleuchtete Wolken aussehen, fügen sie Licht zum Himmel hinzu und decken Hintergrundsterne nicht ab. Polarlichter, die auf der Nordhalbkugel Nordlichter genannt werden, entstehen durch Zusammenstöße zwischen geladenen Teilchen aus der Magnetosphäre und Luftmolekülen hoch oben in der Erdatmosphäre. Vom Weltall aus ist zu sehen, dass Polarlichter auch im Röntgen- und Ultraviolettlicht leuchten. Vorhersagbare Polarlichter treten mit hoher Wahrscheinlichkeit wenige Tage nach gewaltigen magnetischen Ereignissen auf, die der Sonne beobachtet wurden.

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Polarlichter über dem Prelude Lake

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Bildcredit und Bildrechte: Yuichi Takasaka / TWAN / www.blue-moon.ca

Beschreibung: Schleier aus schimmerndem grünem Licht breiten sich über diese herrliche Himmelslandschaft. Im Vordergrund liegt der friedliche Prelude Lake, der etwa 30 Kilometer östlich von Yellowknife in den Nordwest-Territorien in Kanada liegt. In hohen nördlichen Breiten werden diese hypnotisierenden Nordlichter, auch als Aurora Borealis bekannt, ein eher vertrauter Anblick. Wenn am 23. September die Tag- und Nachtgleiche kommt, werden die Nächte länger, und eine günstige Jahreszeit für Nordlichter beginnt. Diese Panoramaszenerie wurde am 11. September aufgenommen und umfasst etwa 180 Grad. Die helleren Sterne, die links durch das Polarlicht durchschimmern, bilden die leicht erkennbare nördliche Sterngruppe Großer Wagen. Der kompaktere Sternhaufen der Plejaden leuchtet weit rechts.

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Über Aurora Australis

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Credit: Besatzung ISS Expedition 23, ISAL, NASA

Beschreibung: Beim Blick nach Süden von einem 350 Kilometer über dem südlichen Indischen Ozean liegenden Aussichtspunkt beobachteten am 29. Mai Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation dieses gewaltige unterhalb schimmernde Band. Die sich bewegenden leuchtenden Bänder, die als Aurora australis oder Südlichter bekannt sind, sind für gewöhnlich auch in hohen nördlichen Breiten zu sehen und werden dort als Aurora borealis oder Nordlichter bezeichnet. Nord oder Süd – ihre Ursache ist dieselbe, nämlich energiereiche geladene Teilchen aus der Magnetosphäre, die sich nahe den Polen der Erde in die Atmosphäre drängen. Das charakteristische grünliche Leuchten erzeugen diese geladenen Teilchen, indem sie in einer Höhe von 100 Kilometern oder darüber Sauerstoffatome zum Leuchten anregen. Das Polarlicht am 29. wurde wahrscheinlich durch die Wechselwirkung zwischen der Magnetosphäre und einem koronalen Massenauswurf, der am 24. Mai auf der Sonne ausbrach, ausgelöst.

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Metorblitz und Polarlichtschimmer

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Credit und Bildrechte: Bjørnar G. Hansen,

Beschreibung: Nortdlichter, auch als Aurora borealis bezeichnet, spukten am 13. Dezember am Himmel über den Inseln von Kvaløya in der Nähe von Tromsø in Norwegen. Diese 30 Sekunden belichtete Aufnahme zeichnete das schimmernde Licht auf, das die winterliche Küstenlandschaft sanft beleuchtet. Im Kontrast dazu fing sie auch das plötzliche Aufblitzen einer Feuerkugel des in diesem Dezember sehr ergiebigen Meteorstroms der Geminiden ein. Die Spur, die an den vertrauten Deichselsternen des großen Wagens vorbeizieht, führt zum Sternbild Zwillinge zurück, das außerhalb des oberen Bildrandes liegt. Sowohl Nordlicht als auch Meteor erscheinen in der oberen Atmosphäre der Erde in einer Höhe von zirka 100 Kilometern; Nordlichter werden von elektrisch geladenen Teilchen aus der Magnetosphäre verursacht, während Meteore Spuren kosmischen Staubs sind.

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Polarlicht über Yellowknife

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Credit und Bildrechte: Yuichi Takasaka (Blue Moon Promotions), TWAN

Beschreibung: Manchmal, wenn Ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben, erscheint ein spektakulärer Himmel. In diesem Fall liegt ein pittoresker See vor Ihnen, schöne grüne Polarlichter flattern hoch über Ihnen, gleißende Sterne funkeln in weiter Ferne, und der helle Mond leuchtet genau vor Ihnen. Dieses digital zusammengefügte Panorama wurde Anfang dieses Monats in Yellowknife in den Nordwest-Territorien in Kanada und zeigt auch den offenen Sternhaufen der Plejaden rechts oberhalb des Mondes. Da Polarlichter letzten Endes durch Sonnenaktivität ausgelöst werden, ist diese aktuelle hektische Aktivität eines Polarlichts angesichts des historischen Mangels an Sonnenflecken und anderer Aktivitäten auf der Sonne im Lauf der letzten zwei Jahre etwas überraschend. Diese Zeit des Jahres ist als Polarlichtsaison bekannt, da ein allgemeiner Zuwachs an Polarlichtern zu verzeichnen ist. Der Grund für den jährlichen Zuwachs ist nicht sicher, hängt jedoch möglicherweise mit der Neigung der Erde zusammen, die eine leichter herstellbare Verbindung zwischen dem Erdmagnetfeld und dem Magnetfeld der der veränderlichen Windströme der Sonne bewirkt.

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Aurora Perseïdis

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Credit und Bildrechte: Jimmy Westlake (Colorado Mountain College)

Beschreibung: Um Meteore sehen zu können braucht man einen dunklen Himmel – der beste Zeitpunkt für die Beobachtung des diesjährigen Meteorstroms der Perseïden sind deshalb die frühen Morgenstunden. Die Perseïden erreichen in den kommenden Tagen das Maximum ihrer Aktivität, doch das helle Licht des zunehmenden Monds „schluckt“ die vielen schwachen Sternschnuppen. Nach Monduntergang (etwa gegen 1-2 Uhr morgens) stört er aber nicht mehr – dann sollten einige Dutzend Meteore pro Stunde zu sehen sein. Besonders lange und schöne Leuchterscheinungen sieht man, wenn die Meteore die Erdatmosphäre gerade eben streifen. Steht der Radiant im Sternbild Perseus tief am Himmel, kann an besonders viele dieser „Earthgrazer“ sehen. Mit etwas Glück erwischt man ein sehr helles Exemplar, eine so genannte Feuerkugel. Jimmy Westlake gelang im August 2000 diese spektakuläre Aufnahme eines hellen Perseïden – inklusive Polarlicht!

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