Dämmerung mit Mond und Planeten

Foto des Dämmerungshimmels über einer schneebedeckten Landschaft. Am Himmel steht die Mondsichel und drei helle Gestirne, die mit „Saturn“, „Mercury“ und „Venus“ beschriftet sind.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Eine schmale Mondsichel steht auf dieser winterlichen Landschaft in der Dämmerung über dem westlichen Horizont. Das Bild entstand nur zwei Tage nach Neumond und nach der ringförmigen Sonnenfinsternis im Februar. Der Erdschein erhellt die Nachtseite des Mondes.

Der Abendhimmel über dem Dorf Kirazli in der Türkei war weitgehend klar. Der junge Mond steht bei drei hellen Planeten. Den inneren Planeten Venus seht ihr direkt über dem Horizont. Die strahlende Venus steht mitten im Bild im warmen Leuchten des Sonnenuntergangs. Sie beginnt derzeit ihre Vorstellung als Abendstern im Jahr 2026.

Direkt über der Venus könnt ihr den sonnennächsten Planeten Merkur leicht erkennen. Er steht bemerkenswert hoch über dem Horizont, auch wenn es schon dunkel wird. Den äußeren Planeten Saturn findet ihr links neben der Mondsichel, die von der Sonne beleuchtet wird. Er ist der entfernteste Planet, den ihr mit bloßem Auge sehen könnt.

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Krater Galle: Fröhliches Gesicht auf dem Mars

Foto der Marsoberfläche aus dem All. Am rechten Bildrand, nahe der Tag- und Nachtgrenze ist ein runder Einschlagkrater zu sehen. In seinem Inneren sind Strukturen, die ihn wie ein Smiley aussehen lassen.

Bildcredit: NASA, MGS, MSSS

Der Mars hat ein fröhliches Gesicht aufgesetzt. Der Krater Galle auf dem Mars ist berühmt. In seinem Inneren gibt es Strukturen, die ihn wie ein lächelndes und zwinkerndes Gesicht aussehen lassen. Diese Strukturen entdeckte man erstmals in Bildern des Viking-Orbiters in den 1970er-Jahren. Die Sonde Mars Global Surveyor (MGS) umrundete den Mars von 1996 bis 2006. Dieses Bild stammt von ihr.

Der Krater mit dem fröhlichen Gesicht und seine unverwechselbaren Merkmale entstanden durch einen Zufall vor Milliarden von Jahren. Damals schlug ein Asteroid von der Größe einer Stadt auf dem Mars ein. Alle Planeten und Monde unseres Sonnensystems haben Einschlagkrater. Die meisten Krater gibt es auf unserem Mond und dem Planeten Merkur. Gäbe es Wetter und Erosion nicht, hätten Erde und Venus die meisten Krater.

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Jupiter und der grosse Rote Fleck

Jupiter füllt das ganze Bild. Rechts unten liegt der Große Rote Fleck unter den beiden markanten ockerfarbenen Gürteln. Braune Zonen wechseln sich mit hellen Bändern ab. Auch einige große weiße Ovale sind im Bild. Der größte Wirbelsturm ist immer noch der Rote Fleck, auch wenn er im Vergleich zu älteren Aufnahmen hier viel kleiner ist.

Bildcredit und Bildrechte: Christopher Go

Jupiter erreicht seine Opposition 2026 genau heute, am 10. Januar. Damit steht der schwerste Planet des Sonnensystems genau gegenüber der Sonne und er erreicht etwa seine größte Helligkeit für Beobachtende auf der Erde.

Dieser scharfe Schnappschuss wurde vor erst 3 Tagen mit einem Teleskop aufgenommen. Er zeigt viele Details des Gasriesen, z. B. die wirbelnden Oberflächen seiner Wolken. Sie bilden helle Streifen und dunkle Gürtel um den schnell rotierenden äußeren Planeten.

Jupiter ist für seinen lange bestehenden Antizyklon berühmt. Man nennt ihn den Großen Roten Fleck. Er befindet sich rechts unten südlich des Äquators. Auch zwei weitere kleinere rote Flecken sind sichtbar: Einer ist oben bei der nördlichen Zone und einer nah an Jupiters Südpol.

Jupiters Großer Roter Fleck wird bekanntlich allmählich kleiner. Trotzdem ist er immer noch ungefähr so groß wie die ganze Erde.

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Saturn bei Nacht

Wir sehen auf die Nachtseite von Saturn. Oben ist der Planet sichelförmig von der Sonne beleuchtet. Sein Schatten fällt auf die Ringe, die ebenfalls im Sonnenlicht liegen. Die Cassini-Teilung ist eine markante dunkle Lücke in den Ringen.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumforschung, Mindaugas Macijauskas

Saturn ist ein heller Planet am Nachthimmel. Sein Anblick im Teleskop macht den äußeren Gasplaneten mit seinen wunderschönen Ringen oft zum Höhepunkt bei Sternführungen. Doch diese fantastische Ansicht von Saturns Ringen und seiner Nachtseite ist für keine Teleskope auf der Erde nicht möglich. Aus dem inneren Sonnensystem sehen wir nur die Tagseite von Saturn.

Dieses Bild zeigt Saturns schmale Sichel, die von der Sonne beschienen wird, und die Schatten der Nacht über seinem weiten und komplexen Ringsystem. Es stammt von der Raumsonde Cassini. 13 Jahre lang war das Raumfahrzeug, das von der Erde aus ferngesteuert wurde, in einer Umlaufbahn um Saturn. Am 15. September 2017 wurde Cassini schließlich in die Atmosphäre des Gasriesen gelenkt.

Dieses schöne Mosaik entstand aus Bildern von Cassinis Weitwinkelkamera. Sie wurden erst zwei Tage vor Cassinis endgültigem Eintauchen in Saturn aufgenommen. Wir sehen Saturns Nacht erst wieder, wenn das nächste Raumschiff von der Erde dem Planeten einen Besuch abstattet.

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50 Lichtjahre bis 51 Pegasi

Über der Kuppel eines Observatoriums, das zwischen Bäumen steht, leuchten Sterne am aufgehellten Himmel. Grüne Linien ziehen die Sternbilder Pegasus und Andromeda. Kreise markieren die Galaxien M31 und M33, den Planeten Saturn und 51 Pegasi.

Bildcredit und Bildrechte: José Rodrigues

Es sind nur 50 Lichtjahre bis 51 Pegasi. Diese Momentaufnahme vom August 2025 zeigt die Position dieses Sterns. In dieser Nacht sah man über der Kuppel des Observatoire de Haute-Provence in Frankreich überwiegend hellere Sterne.

Im Oktober 1995 gaben die Astronomen Michel Mayor und Didier Queloz eine bahnbrechende Entdeckung bekannt, die sie an diesem Observatorium gemacht hatten. Das war vor dreißig Jahren. Mit Hilfe eines präzisen Spektrografen hatten sie einen Planeten entdeckt, der 51 Peg umkreist. Es war der erste bekannte Exoplanet, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist.

Mayor und Queloz maßen mit dem Spektrografen die Veränderungen der Radialgeschwindigkeit des Sterns. Diese regelmäßige Schwankung entsteht durch die Anziehungskraft des Planeten, der um den Stern kreist. Der Planet mit der Bezeichnung 51 Pegasi b hat laut Messungen eine Masse von mindestens der Hälfte der Masse von Jupiter. Seine Umlaufzeit beträgt 4,2 Tage. Damit ist der Exoplanet viel näher an seinem Heimatstern als Merkur an der Sonne.

Ihre Entdeckung wurde schnell bestätigt. 2019 erhielten Mayor und Queloz schließlich den Nobelpreis für Physik. 51 Pegasi b gilt heute als Prototyp einer Klasse von Exoplaneten, die liebevoll als heiße Jupiter bezeichnet werden. 2015 erhielt er den offiziellen Namen Dimidium, das ist die lateinische Bezeichnung für „die Hälfte“. Seit er vor 30 Jahren entdeckt wurde, fand man mehr als 6.000 Exoplaneten.

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Pluto bei Nacht

Vor einem schwarzen Hintergrund steht ein schwarzer Kreis, der von einem zarten grauen Verlauf umgeben ist. An der oberen Seite des Kreises sind auf seiner Oberfläche bergige Strukturen erkennbar.

Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Südwest-Forschungsinstitut

Diese Schattenszene zeigt die Nachtseite von Pluto. Die atemberaubende Perspektive wurde aus dem Weltraum aufgenommen. Die Sonne befand sich 4,9 Milliarden Kilometer hinter der fernen und dunklen Welt. Diese Entfernung entspricht fast 4,5 Lichtstunden.

Die weit entfernte Sonde New Horizons nahm das Bild im Juli 2015 auf. Zu dem Zeitpunkt war das Raumfahrzeug etwa 21.000 Kilometern von Pluto entfernt. Nur 19 Minuten zuvor war die Sonde noch näher am Pluto vorbeigeflogen. Pluto ist ein Himmelskörper im Kuipergürtel. Ihr könnt seine dünne, überraschend komplex geschichtete, dunstige Atmosphäre hier im Gegenlicht erkennen.

Im oberen Teil des Bildes seht ihr in der sichelförmigen dämmrigen Landschaft die südlichen Bereiche von Ebenen aus Stickstoffeis. Sie heißen heute offiziell Sputnik Planitia. Daneben befinden sich zerklüftete Gipfel der Tenzing Montes. Sie bestehen aus Wassereis.

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SWAN, ATLAS und Mars

Die Kometen C/2025 R2 (SWAN) und C/2025 K1 (ATLAS) begegnen einander auf diesem Teleskopfeld. Am unteren Bildrand begleitet sie der Planet Mars. SWANs Schweif breitet sich schräg nach rechts oben aus, der Schweif von ATLAS darüber ist im Vergleich nur sehr kurz.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block

Der Komet C/2025 R2 (SWAN) ist ein neuer Besucher im inneren Sonnensystem. Er wurde hier am 21. September fotografiert. Der Komet präsentiert einen langen Ionenschweif, der sich diagonal über das fast 7 Grad breite Teleskopsichtfeld ausbreitet.

Auch C/2025 K1 (ATLAS), ein weniger heller Komet, hat seinen ersten Auftritt im inneren Sonnensystem. Man sieht ihn links über SWANs grünlicher Koma. Dahinter ist ein Meer von Sternen im Sternbild Jungfrau (Virgo). Die beiden neuen Kometen wurden erst 2025 entdeckt. Auf diesem Himmelsausschnitt begleitet sie der rötliche Planet Mars (unten). Er ist ein besser bekannter Wanderer am Nachthimmel des Planeten Erde.

Die Kometen liefern sich hier scheinbar ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf ihrer Reise durch das innere Sonnensystem und um die Sonne. Doch der Komet SWAN hatte am 12. September sein Perihel bereits hinter sich. Das Perihel ist die größte Annäherung eines Himmelskörpers an die Sonne. Er zieht nun auf seiner Bahn hinaus. Der Komet ATLAS wandert noch nach innen. Er erreicht sein Perihel am 8. Oktober.

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Saturn gegenüber der Sonne

Über den Kuppeln eines Zwillingsteleskops breitet sich ein dichter Teppich aus Sternen aus. Unten ist der Himmel hell und rosa bis grünlich gefärbt. Oben steht der Planet Saturn. Er ist vom Gegenschein umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Jin Wang

Am 21. September dieses Jahres stand der Planet Saturn in Opposition zur Sonne. Das bedeutet, er stand von der Erde aus gesehen genau gegenüber der Sonne. In dieser Position war Saturn besonders hell und gut sichtbar. Er ging auf, als die Sonne unterging, und leuchtete die ganze Nacht über am Himmel, eingebettet zwischen den schwächeren Sternen im Sternbild Fische.

Das eindrucksvolle Foto zeigt das Qinghai-Lenghu-Observatorium. Es steht auf dem tibetischen Plateau im Südwesten Chinas. Saturn ist von einem schwach leuchtenden, ovalen Lichtschein umgeben. Es ist der sogenannte Gegenschein. Dieser entsteht durch Sonnenlicht, das von interplanetarem Staub in der Ekliptik zurückgestreut wird. Die Ekliptik ist die Ebene, in der sich die Planeten unseres Sonnensystems bewegen. Der Gegenschein erscheint gegenüber der Sonne am Himmel. Man sieht ihn, wenn der Himmel besonders dunkel ist.

Im Bild erinnern Saturn und der Gegenschein an ein riesiges, kosmisches Auge, das in der Nacht auf die Teleskopkuppeln der Sternwarte herabblickt. Am Horizont ist ein farbenfrohes Leuchten. Es ist Nachthimmellicht, ein natürliches Lichtphänomen in der oberen Atmosphäre.

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