Mars und die Plejaden hinter dem Vinegar Hill

Mars und Plejaden neben einem Baum auf dem Vinegar Hill in Milford in Nova Scotia, Kanada.

Bildcredit und Bildrechte: Kristine Richer

Ist das bloß ein einsamer Baum auf einem leeren Hügel? Auf den ersten Blick vielleicht, doch seht einmal dahinter. Dort wartet ein lebhaftes Universum darauf, erforscht zu werden.

Erst einmal steht der Planet Mars physisch links neben dem Baum. Der Rote Planet bleibt diesen Monat nach Sonnenuntergang weiterhin über dem westlichen Horizont sichtbar. Er ist auch die neue Heimat des NASA-Rovers Perseverance. Rechts neben dem Baum leuchten die Plejaden. Sie sind ein heller Sternhaufen mit mehreren hellen blauen Sternen.

Das Bild ist ein Komposit aus separaten Bildern von Vorder- und Hintergrund. Sie wurden Anfang des letzten Monats innerhalb weniger Stunden auf dem Vinegar Hill in Milford in Nova Scotia (Kanada) fotografiert. Nacht für Nacht wanderte der Mars damals langsam fast vor dem fernen Sternhaufen der Sieben Schwestern vorbei. Erst 2038 kommt der Mars den Plejaden wieder so nahe wie im März.

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Mars über dem Steinkreis von Duddo

Der Planet Mars über dem berühmten Steinkreis von Duddo in Northumberland in England.

Bildcredit und Bildrechte: Ged Kivlehan

Beschreibung: Was machen diese riesigen Steine hier? Der Steinkreis von Duddo in Northumberland in England ist einer der berühmteren Steinkreise. Er steht im Freien an der Kuppe einer leichten Steigung. Nach einer kurzen Wanderung über leere Felder gelangt ihr zu den ungewöhnlichen mannshohen Steinen, die sich von allem in der Umgebung unterscheiden.

Die gerillten, zernarbten und stark verwitterten Oberflächen der weichen Sandsteine lassen darauf schließen, dass die Steine vor etwa 4000 Jahren aufgestellt wurden – aus heute unbekannten Gründen.

Dieses Bild ist ein Komposit aus zwei nacheinander fotografierten Aufnahmen, die am selben Ort entstanden sind. Es wurde letzten Oktober bei sternklarem Himmel aufgenommen, als die Erde nahe am Mars vorbeizog, daher erschien der Rote Planet ungewöhnlich groß und hell.

Mars ist bei Sonnenuntergang noch zu sehen, doch in den nächsten Monaten kommt er dem Horizont immer näher.

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Der Mechanismus von Antikythera

Der Mechanismus von Antikythera wurde auf dem Meeresgrund in einem gesunkenen Schiff entdeckt und wird heute als der erste Computer betrachtet.

Bildcredit und Lizenz: Marsyas, Wikipedia

Beschreibung: Niemand hätte gedacht, dass es vor 2000 Jahren die Technologie gab, um so eine Maschine zu bauen. Der hier gezeigte Mechanismus von Antikythera wird heute allgemein als der erste Computer betrachtet. Er wurde auf dem Meeresgrund an Bord eines havarierten griechischen Schiffs entdeckt.

Seine Komplexität führte zu jahrzehntelangen Untersuchungen, und selbst heute noch sind wahrscheinlich nicht alle seine Funktionen bekannt. Röntgenbilder des Mechanismus zeigten jedoch, dass eine Hauptfunktion seiner vielen uhrähnlichen Rädchen und Getriebe darin besteht, eine tragbare handbetriebene geozentrische Planetenmaschine zu schaffen, um zukünftige Stern- und Planetenpositionen sowie Mond- und Sonnenfinsternisse vorherzusagen.

Der ungefähr 13 Zentimeter große korrodierte Kern des größten Getriebes im Mechanismus von Antikythera ist hier abgebildet. Der ganze Mechanismus ist 33 Zentimeter hoch, damit misst er etwa soviel wie ein großes Buch. In jüngster Zeit erlaubte eine aktuelle Computermodelierung der fehlenden Komponenten die Konstruktion einer vollständigeren Nachbildung dieser erstaunlichen antiken Maschine.

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Venera 13 zeigt die Oberfläche der Venus

Aussicht der Landesonde Venera 13 auf der Oberfläche der Venus. In einer trostlosen Landschaft sind flache Felsen verteilt, unten sieht man den Rand der Sonde.

Bildcredit: Sowjetisches Programm zur Planetenerforschung, Venera 13;
Bearbeitung und Bildrechte: Donald Mitchell und Michael Carroll (mit Genehmigung verwendet)

Wenn wir auf der Venus stehen könnten, was würden wir sehen? Das Bild zeigt die Ansicht der sowjetischen Roboter-Landesonde Venera 13. Sie stieg im März 1982 mit Fallschirmen und Luftbremse in der dicken Venusatmosphäre ab. In der trostlosen Landschaft lagen flache Felsen in einem weiten, leeren Gelände. Oben ist ein strukturloser Himmel über Phoebe Regio nahe am Venusäquator.

Links unten ist das Penetrometer der Raumsonde zu sehen. Damit wurden wissenschaftliche Messungen durchgeführt. Der helle Teil rechts gehörte zu einer abgeworfenen Linsenabdeckung. Die Temperaturen betragen ständig um die 450 Grad Celsius. Der Druck ist 75-mal so hoch wie auf der Erde. Daher hielt die robuste Venera-Raumsonde nur etwa zwei Stunden durch.

Die Daten von Venera 13 wurden vor fast 40 Jahren durch das innere Sonnensystem geschickt. Doch Veneras ungewöhnlichen Bilder sind noch heute interessant. Aktuelle Analysen der Infrarotmessungen der ESA-Raumsonde Venus Express aus dem Orbit lassen vermuten, dass es auf der Venus noch heute aktive Vulkane gibt.

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Vorbeiflug an der Venus

Die NASA-Sonde Parker Solar Probe auf ihrer Mission zur Erforschung der inneren Heliosphäre und Sonnenkorona blickte am 11. Juli 2020 seitlich auf die Venus und das Hochland Aphrodite Terra.

Bildcredit: NASA, JHUAPL, Naval Research Lab, Guillermo Stenborg und Brendan Gallagher

Die NASA-Sonde Parker Solar Probe erforscht auf einer Mission die innere Heliosphäre und die Sonnenkorona. Am 11. Juli 2020 schickte ihre Weitwinkelkamera diesen überwältigenden Blick auf die Nachtseite der Venus. Die Entfernung betrug ungefähr 12.400 Kilometer.

Die Raumsonde führte das dritte von sieben Vorbeischwungmanövern am inneren Planeten durch. Bei jedem Vorbeiflug wird die Bahn der Raumsonde bei der Annäherung an die Venus so verändert, dass sich die Sonde Ende 2025 der Sonnenoberfläche auf etwa 6 Millionen Kilometer nähert.

Auf diesem Bild späht die Kamera seitlich scheinbar durch die Wolken. In der Mitte ist eine dunkle Struktur. Sie wird Aphrodite Terra genannt und ist das größte Hochland auf der Oberfläche der Venus. Am hellen Rand des Planeten leuchtet Nachthimmellicht. Es wird wahrscheinlich von angeregten Sauerstoffatomen abgestrahlt, wenn sie in der oberen Atmosphäre zu Molekülen rekombinieren.

Die hellen Streifen und Störungen im ganzen Bild stammen wahrscheinlich von energiereichen geladenen Teilchen und Staub in der Nähe der Kamera. Die Teilchen reflektieren Sonnenlicht. Leute vom Planeten Erde erkennen rechts unten die vertrauten Sterne im Gürtel und Schwert des Orion.

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Große Konjunktion von Jupiter und Saturn: Der Film


Videocredit: Thanakrit Santikunaporn (Nationales Astronomisches Forschungsinstitut von Thailand); Text: Matipon Tangmatitham

Beschreibung: Habt ihr schon einmal einen Film der Großen Konjunktion von Jupiter und Saturn gesehen? Dieses Zeitraffervideo wurde aus einer Serie an Bildern aus Thailand erstellt und zeigt, wie die beiden Riesenplaneten in einem Winkelabstand von nur etwa einem Zehntelgrad aneinander vorbeizogen.

Der erste Ablauf der Großen Konjunktion zeigt eine fünftägige, relativ nahe Aufnahme, bei der Monde und Wolkenbänder gut sichtbar sind, gefolgt von einer zweiten, optisch weiter entfernten Videosequenz von 9 Tagen.

Obwohl Jupiter und Saturn am 21. Dezember 2020 am Himmel scheinbar ungewöhnlich nahe aneinander vorbeizogen, waren sie in Wirklichkeit immer noch fast eine Milliarde Kilometer voneinander entfernt.

Alle 19,86 Jahre erfahren die beiden Gasriesen Treffen wie dieses. Doch der Winkel zwischen den beiden war in den letzten 397 Jahren niemals so klein, und das bleibt auch in den nächsten 60 Jahren so. Wenn ihr aber bis zum Jahr 7541 warten könnt, sehr ihr, wie Jupiter direkt vor Saturn vorbeizieht.

Galerie: Interessante Bilder der Großen Konjunktion, die bei APOD eingereicht wurden

Endlich wieder: Notizkalender 2021 mit Mondlauf und Himmelsereignissen

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Jupiter trifft Saturn: Große Konjunktion mit rotem Fleck

Jupiter mit seinen vier größten Monden Kallisto, Ganymed, Io und Europa sowie Saturns größter Mond Titan.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Beschreibung: Es war Zeit für ihre Begegnung. Vor zwei Tagen zogen Jupiter und Saturn bei ihrer Große Konjunktion einen Zehntelgrad aneinander vorbei. Die beiden Planeten ziehen zwar alle 20 Jahre am Himmel aneinander vorbei, doch das war die engste Begegnung seit fast vier Jahrhunderten.

Diese Mehrfachbelichtung wurde früh am Tag der Großen Konjunktion fotografiert und zeigt nicht nur beide Planetenriesen auf einem einzigen Bild, sondern auch die vier größten Jupitermonde (von links nach rechts) Kallisto, Ganymed, Io und Europa sowie Saturns größten Mond Titan. Wenn ihr sehr genau hinseht, erkennt ihr auf dem klaren Bild des Chilescopes sogar Jupiters großen Roten Fleck.

Die Planeten entfernen sich nun wieder voneinander, sind aber immer noch bemerkenswert eng beisammen – weniger als etwa einen Winkelgrad, und sie gehen knapp nach der Sonne im Westen unter – bis Jahresende jeden Abend.

Galerie: Interessante Bilder der Großen Konjunktion, die an APOD geschickt wurden
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Vulkanische Große Konjunktion

Die Planeten Jupiter und Saturn, in Zodiakallicht getaucht, hinter einem ausbrechenden Vulkan in Guatemala.

Bildcredit und Bildrechte: Francisco Sojuel

Beschreibung: Wo sehe ich die Große Konjunktion? Ungefähr dort, wo die Sonne untergeht. Diese enge Begegnung von Jupiter und Saturn findet in Richtung Südwesten statt. Da das Planetenpaar, Sonne und Erde geometrisch gesehen fast auf einer geraden Linie liegen, gehen die Planeten genau dort unter, wo zuvor die Sonne verschwunden ist, und zwar an jedem Ort der Erde.

Wann sehe ich die Große Konjunktion? Knapp nach Sonnenuntergang. Da die beiden Planeten so nahe in Richtung Sonne stehen, liegen sie am Himmel in der Nähe der Sonne, doch ihr seht sie am besten, wenn die Erde die Sonne bedeckt, nicht aber die Planeten: also kurz nach Sonnenuntergang. Bald danach gehen auch Jupiter und Saturn unter. Seid also pünktlich!

Ist morgen Abend die einzige Nacht, in der ich die Große Konjunktion sehe? Morgen Abend stehen die Götterriesen am engsten beisammen, aber in den nächsten Tagen stehen sie noch jede Nacht ungewöhnlich nahe beisammen. Ihre engste Begegnung findet am 21. Dezember um 18:20 UTC statt.

Bricht in der Nähe der Großen Konjunktion am Horizont ein Vulkan aus? Ja, zum Beispiel wenn ihr Guatemala lebt, wo dieses Bild fotografiert wurde. Ansonsten im Allgemeinen nicht. Auf diesem Foto von letzter Woche stehen Jupiter und Saturn rechts über einem Baum und sind in das diffuse Leuchten des Zodiakallichtes getaucht.

Wachsende Galerie: Interessante Bilder der Großen Konjunktion, die bei APOD eingereicht wurden
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