Orion in Gas, Staub und Sternen

Das staubbedeckte Bildfeld zeigt rechts oben den Orionnebel, unten sind der Pferdekopfnebel und der Flammennebel, links oben leuchten zwei Sterne im Gürtel des Orion.

Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Im Sternbild Orion gibt es viel mehr als drei Sterne in einer Reihe zu sehen. Eine Langzeitbelichtung zeigt alles von Dunkelnebeln bis hin zu Sternhaufen. Alle sind in einen ausgedehnten Fleck aus gasförmigen Büscheln eingebettet. Sie befinden sich im größeren OrionMolekülwolkenkomplex.

Die hellsten drei Sterne ganz links sind die berühmten drei Sterne, die den Gürtel des Orion bilden. Alnitak ist der unterste der drei Gürtelsterne. Daneben befindet sich der Flammennebel, in dem angeregter Wasserstoff leuchtet. Er ist in Fasern aus dunkelbraunem Staub gebettet.

Unten in der Mitte befindet sich der Pferdekopfnebel rechts neben Alnitak. Der dunkle Abdruck aus dichtem Staub ist der vielleicht am besten erkennbare Nebel am Himmel. Rechts oben schimmert M42, der Orionnebel. Der dynamische Kessel aus turbulentem Gas ist mit bloßem Auge zu sehen. Er bildet neue offene Sternhaufen. Links neben M42 steht ein markanter bläulicher Reflexionsnebel. Er wird manchmal Laufender Mann genannt und enthält viele helle, blaue Sterne.

Das Bild ist ein digital zusammengefügtes Komposit. Es wurde in mehreren Nächten aufgenommen. Die Objekte darin sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung ist das Bild etwa 75 Lichtjahre breit.

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Der Pferdekopfnebel

Hinter einer Dunkelwolke in Form eines Pferdekopfes leuchtet ein rötlicher Nebel.

Credit und Bildrechte: Nigel Sharp (NOAO), KPNO, AURA, NSF

Beschreibung: Einer der am besten erkennbaren Nebel am Himmel, der Pferdekopfnebel im Orion, ist Teil einer großen, dunklen Molekülwolke. Die ungewöhnliche Form, auch bekannt als Barnard 33, wurde erstmals gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf einer Fotoplatte entdeckt. Das rote Leuchten stammt von Wasserstoff, vorwiegend hinter dem Nebel, das von dem nahe liegenden hellen Stern Sigma Orionis ionisiert wird. Die Dunkelheit des Pferdekopfes wird hauptsächlich durch den dichten Staub verursacht, obwohl der untere Teil des Pferdekopfnackens einen Schatten nach links wirft. Gas strömt aus dem Nebel und wird von einem starken Magnetfeld gebündelt. Helle Flecken in der Basis des Pferdekopfnebels sind junge Sterne, die sich gerade im Bildungsprozess befinden. Licht braucht etwa 1500 Jahre Jahre um uns vom Pferdekopfnebel aus zu erreichen. Dieses Bild wurde mit dem 90-Zentimeter-Teleskop am Kitt Peak National Observatory aufgenommen.

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IC 4592: ein blauer Pferdekopf

Die Form dieses blauen Reflexionsnebels mit einigen hellen Sternen erinnert an einen Pferdekopf.

Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Dieser Komplex aus schönen staubhaltigen Reflexionsnebeln liegt im Sternbild Skorpion in der Ebene unserer Milchstraße. Seine Kontur erinnert an einen Pferdekopf, doch er bedeckt am Himmel eine viel größere Fläche als der bekannte Pferdekopfnebel im Orion.

Der Stern beim Auge des Pferdes in der Mitte ist in den blauen Reflexionsnebel IC 4592 eingebettet. Er ist mehr als 400 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist die 5 Grad große Ansicht fast 40 Lichtjahre breit.

Der Blick des Pferdes ist scheinbar auf Beta Scorpii gerichtet, der auch Graffias heißt. Es ist der helle Stern links unten. Rechts oben beim Ohr des Pferdes befindet sich der auffällig blaue Reflexionsnebel IC 4601. Der charakteristische blaue Farbton der Reflexionsnebel entsteht, weil der interstellare Staub blaues Sternlicht stärker streut.

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Pferdekopf und Orionnebel

Links unten leuchtet der Flammennebel und ein roter Nebel mit einer pferdekopfförmigen Silhouette, rechts oben ist der Orionnebel.

Credit und Bildrechte: Dale J. Martin (Massapoag Pond Obs.)

Beschreibung: 1500 Lichtjahre von uns entfernt bieten in einem der am leichtesten erkennbaren Sternbilder des Nachthimmels der leuchtende Orionnebel und der dunkle Pferdekopfnebel gegensätzliche kosmische Ansichten. Sie erscheinen in einander gegenüberliegenden Ecken dieses atemberaubenden Mosaiks, das mit einer Digitalkamera aufgenommen wurde, die auf einem kleinen Teleskop montiert war. Die prächtige Emissionsregion, der Orionnebel (auch M42), befindet sich rechts oben. Unmittelbar links davon liegt ein auffälliger bläulicher Reflexionsnebel, der manchmal „laufender Mann“ genannt wird. Der Pferdekopfnebel erscheint als dunkle Wolke – eine kleine Silhouette, die in den langen roten leuchtenden Streifen unten links gekerbt ist. Alnitak ist der östlichste Stern des Gürtels des Orion und ist als hellster Stern links des Pferdekopfes zu sehen. Unter Alnitak befindet sich der Flammennebel mit Wolken aus hellen Emissionen und dramatischen dunklen Staubbahnen. Durchdringende Ranken aus leuchtendem Wasserstoffgas sind auf dieser Langzeitbelichtungsaufnahme derselben Region überall zu sehen.

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Barnardschleife um den Pferdekopfnebel

Das Schwarz-Weiß-Bild zeigt die Barnardschleife im Sternbild Orion. Die bekannten Wahrzeichen - der Pferdekopfnebel und der Flammennebel - sind hier schwer erkennbar.

Credit und Bildrechte: Drew Sullivan (Ancient Starlight)

Warum ist der Pferdekopfnebel von einem Bogen umgeben? Der berühmte Pferdekopfnebel ist oben nicht leicht erkennbar. Es ist die schwache dunkle Markierung im hellen Licht links neben der Bildmitte. Der Bogen leuchtet wie ein Emissionsnebel. Er als Barnardschleife bekannt. Sein Ursprung ist derzeit unbekannt.

Frühere Hypothesen vermuteten Winde der hellen Orionsterne oder Supernovae längst vergangener Sterne. Barnards Schleife ist so blass, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Der Nebel wurde 1895 von E. E. Barnard auf einem lang belichteten Film entdeckt.

Dieses Bild wurde in einer besonderen Spektralfarbe aufgenommen, die von Wasserstoff abgestrahlt wird. So wurden die Details betont. Der Pferdekopfnebel ist eine kleine dunkle Einkerbung. Links daneben ist der fotogene Flammennebel. Der strukturierte Bereich darunter ist der Fuchsfellnebel.

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Der Gürtel des Orion, fortgesetzt

Das Bild zeigt die berühmten Nebel in und um den Gürtel des Orion.

Credit und Bildrechte: Alan Smallbone

Beschreibung: Die Himmelslandschaft von gestern zeigte Alnitak, Alnilam und Mintaka, die Sterne des Oriongürtels. Heute sehen Sie ebenfalls den östlichsten Gürtelsten, Alnitak, am rechten unteren Ende des Feldes, umgeben von zwei bekannten Nebeln – Pferdekopf und Flammennebel. Doch diese Ansicht reicht weiter nach Osten (links) und Norden (oben) und zeigt auch zartere kosmische Gas- und Staubwolken, die über die ergiebige, nebelreiche Region verteilt sind. Die Szenerie ist links oben an dem schaurigen blauen Leuchten und den unheilvollen dunklen Staubspuren des Reflexionsnebels M78 verankert. Wie der Pferdekopf, der Flammennebel und der Orionnebel selbst ist M78 ein leicht sichtbarer Teil des riesigen Orion-Molekülwolkenkomplexes in einer Entfernung von etwa 1500 Lichtjahren.

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Der Gürtel des Orion

Das Bild zeigt die Gürtelsterne des Orion diagonal angeordnet, links unten leuchtet der Flammennebel, der Pferdekopfnebel zeichnet sich als Silhouette vor einem rötlichen Nebel ab.

Credit und Bildrechte: Martin Mutti, Astronomisches Bilddatenarchiv

Alnitak, Alnilam und Mintaka sind – von Osten nach Westen (von links nach rechts) – die hellen, bläulichen Sterne in der Diagonale dieser prächtigen Aussicht. Die drei blauen Superriesen sind auch als Gürtel des Orion bekannt. Sie sind heißer und viel massereicher als die Sonne. Ihre Entfernung beträgt 1500 Lichtjahre. Sie entstanden in Orions gut untersuchten interstellaren Wolken.

Einige der Wolken aus Gas und Staub, die in dieser Region treiben, haben überraschend vertraute Formen. Dazu gehören der dunkle Pferdekopfnebel und der Flammennebel links unten bei Alnitak. Der berühmte Orionnebel liegt unten außerhalb des Sternfeldes.

Das Bild zeigt etwa 4,5 mal 3,5 Grad am Himmel. Es wurde letzten Monat mit einer Digitalkamera auf einem kleinen Teleskop in der Schweiz aufgenommen. Sie trifft das menschliche Farbempfinden besser als dieses detailreichere Komposit, das vor mehr als 15 Jahren fotografiert wurde.

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Der Pferdekopfnebel im Orion

Die untere Hälfte des Bildes ist dunkel, die obere leuchtet magentafarben. Aus der dunklen Hälfte ragt eine pferdekopfförmige dunkle Wolke in den roten Bereich. Links unten leuchtet ein blauer Nebel mit einem Stern in der Mitte.

Credit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Einer der am leichtesten erkennbaren Nebel am Himmel ist der Pferdekopfnebel in Orion. Er ist Teil einer dunklen Molekülwolke. Die ungewöhnliche Form ist auch als Barnard 33 bekannt. Sie wurde erstmals im 19. Jahrhundert auf einer Fotoplatte entdeckt.

Das rote Leuchten stammt von Wasserstoff, der sich vorwiegend hinter dem Nebel befindet. Er wird vom nahe liegenden hellen Stern Sigma Orionis ionisiert. Ein blauer Reflexionsnebel, der auch als NGC 2023 bezeichnet wird, umgibt den hellen Stern links unten.

Die dunkle Farbe des Pferdekopfnebels entsteht durch dicken Staub. Der untere Teil des Pferdekopfnackens wirft einen Schatten nach links. Aus dem Nebel entweichen Gasströme, die von einem starken Magnetfeld gebündelt werden. Helle Flecken unten im Pferdekopfnebel sind junge Sterne, die gerade entstehen.

Licht braucht etwa 1500 Jahre, um vom Pferdekopfnebel zu uns zu gelangen. Dieses Bild entstand Anfang des Monats mit einem 60-Zentimeter-Teleskop am Mt. Lemmon SkyCenter in Arizona in den USA.

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