Perseïdenschauer am Westmeath Aussichtspunkt

Unerwarteter Ausbruch an Perseiden-Meteoren am 14. August am Westmeath Lookout in Ontario.

Bildcredit und Bildrechte: Pierre Martin

Beschreibung: Dieses Jahr war eine überraschende Häufung an PerseÏden-Meteoren zu beobachten. Der Höhepunkt des zuverlässigen Meteorstroms wurde in der Nacht von 12. auf 13. August erwartet. Doch ausdauernde visuelle Beobachterinnen und Beobachter in Nordamerika erlebten einen Tag später einen überraschenden Ausbruch des PerseÏdenstroms: In den frühen Morgenstunden des 14. August wurden mehrere Meteore pro Minute und manchmal pro Sekunde gemeldet.

Auf diesem Kompositbild steht der Radiant des Meteorstroms hoch am dunklen Nachthimmel. Detailgetreu zeigt das Bild die Spuren von 282 PerseÏden, die am 14. August am Westmeath Lookout in Ontario während des unglaublichen Ausbruchs zwischen UTC 6:50 (8:50 MESZ) und UTC 9:00 (11:00 MESZ) erfasst wurden.

Der jährliche Meteorstrom der PerseÏden tritt auf, wenn der Planet Erde die staubigen Überreste des periodischen Kometen 109P/Swift-Tuttle erreicht. Die Ursache für den Ausbruch 2021 könnte eine unverhoffte Begegnung mit dem PerseÏden-Filament sein, das ist ein dichteres Staubband in einer breiten Geröllzone.

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Drei Perseïdennächte

Diese Nachthimmelslandschaft mit Perseiden wurde in 3 mondlosen Nächten in Magyaregres in Ungarn fotografiert.

Bildcredit und Bildrechte: Balint Lengyel

Beschreibung: Die Bildern einer Kamera, die drei mondlose Nächte lang unter den Sternen stand, ergaben dieses Nachthimmelslandschafts-Komposit. Die Aufnahmen wurden von 11.-13. August fotografiert, während der Planet Erde durch die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle fegte.

Die lang belichtete, nicht nachgeführte Aufnahme für den Vordergrund und viele Aufnahmen mit PerseÏden-Meteoren, die den Sternen folgten, entstanden in Magyaregres in Ungarn. Alle Aufnahmen sind an den Hintergrundsternen ausgerichtet. Die Meteorspuren zeigen rückwärts zum Radianten des Meteorstroms im Sternbild Perseus, der heroisch über diesem ländlichen Horizont steht.

Die Bahnen der Kometenstaubteilchen verlaufen parallel zueinander. Der Radiant-Effekt entsteht durch die Perspektive, da die parallelen Bahnen am sternklaren Himmel scheinbar in der Ferne zusammenlaufen.

Interessante APOD-Bildeinreichungen: PerseÏden-Meteore 2021
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Heller Meteor, Sternenhimmel

Gleißender Meteor der Perseiden zwischen Deneb und Altair im nördlichen Sommerdreieck.

Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN, Dark Sky Alqueva)

Beschreibung: Dieser helle Perseïd pflügte mit 60 Kilometern pro Sekunde durch die Erdatmosphäre und zog die sternklare Milchstraße entlang. Er wurde am 12. August vor dem dunklen Himmel in Portugal fotografiert und bewegte sich von rechts nach links durchs Bild.

Seine farbige Spur beginnt in der Nähe von Deneb (Alpha Cygni) und endet bei Altair (Alpha Aquilae), beide sind Sterne des nördlichen Sommerdreiecks. Dieser Perseïd überstrahlte sehr kurze Zeit beide Sterne, die zu den hellsten der irdischen Nacht zählen.

Das ursprünglich grünliche Leuchten der Spur ist typisch für einen hellen Meteor der Perseïden. Die Körnchen aus kosmischem Sand sind aufgefegter Staub des periodischen Kometen Swift-Tuttle, sie wandern schnell genug, um die charakteristische grüne Emission von atomarem Sauerstoff in einer Höhe von etwa 100 Kilometern anzuregen, bevor sie als gleißender Blitz verdampfen.

Interessante APOD-Bildeinreichungen: PerseÏden-Meteore 2021
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Perseïd, Roter Kobold und Nova RS Ophiuchi

Himmel über Zacatecas in Mexiko mit Perseiden-Meteor, Milchstraße, Roten Kobolden und Nova RS Ophiuchi.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Korona

Beschreibung: Das war ein ungewöhnlicher Himmel. Ungewöhnlich war er nicht wegen des Zentralbandes der Milchstraße, das links im Bild zu sehen ist. Bei dunklem Himmel ist fast immer ein Teil der Milchstraße zu sehen.

Ungewöhnlich war er auch nicht wegen des hellen Meteors, der rechts oben zu sehen ist. Viele Bilder, die letzte Woche beim Meteorstrom der PerseÏden fotografiert wurden, zeigen Meteore, allerdings war dieser PerseÏd besonders hell.

Dieser Himmel war nicht wegen der Roten Kobolde ungewöhnlich, die rechts unten zu sehen sind. Diese Art Blitze ist zwar erst seit wenigen Jahrzehnten bekannt, doch Bilder von Kobolden werden immer häufiger fotografiert.

Auch wegen der Nova über der Bildmitte war dieser Himmel nicht ungewöhnlich. Novae, die hell genug für das bloße Auge sind, treten alle paar Jahre auf. Die hier abgebildete Nova RS Ophiuchi wurde vor etwa einer Woche entdeckt.

Das Ungewöhnliche war, dass all diese Dinge zusammen auf einem einzigen Bild an einem einzigen Himmel fotografiert wurden. Es war der ungewöhnliche Himmel über Zacatecas in Mexiko.

Interessante APOD-Bildeinreichungen: PerseÏden-Meteorstrom 2021
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Perseïdenregen

Perseiden-Meteore und Milchstraße in der Nähe von Jiǔquán Shì in der Provinz Gansu in China.

Bildcredit und Bildrechte: Luo Hongyang

Beschreibung: Letzte Woche regnete Kometenstaub auf den Planeten Erde herab und zog während des jährlichen PerseÏden-Meteorstroms über den dunklen Himmel. Dieses Bild ist ein Komposit aus vielen Bildern, alle wurden in der Hauptnacht der PerseÏden am selben Ort aufgenommen. Der Schirm war kein Schutzschild vor Meteoren, da diese hoch oben in der Erdatmosphäre fast zur Gänze verdampften.

Viele der Einzelbilder erfassten einzelne PerseÏden, und ein Bild zeigt den Vordergrund in der Nähe von Jiǔquán Shì in der Provinz Gansu in China. Über den sternklaren Hintergrund verläuft das Zentralband unserer Galaxis, der Milchstraße, fast senkrecht nach oben, links leuchten die Planeten Jupiter und Saturn.

Obwohl die Kometenstaubteilchen parallel zueinander wandern, scheinen die Meteore des Stroms eindeutig von einem bestimmten Punkt am Himmel auszuströmen – dem Radianten im namensgebenden Sternbild Perseus. Das Bild zeigt ein so langes Winkelfeld, dass die Krümmung des Himmels an den Bahnen der PerseÏden erkennbar ist.

Interessante APOD-Bildeinreichungen: PerseÏden-Meteorstrom 2021
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Inseluniversum, kosmischer Sand

Der Nachthimmel über Busko-Zdrój in Polen mit einem Perseiden-Meteor, Andromeda-Galaxie und Doppelsternhaufen h und Chi Persei.

Bildcredit und Bildrechte: Marzena Rogozinska

Beschreibung: Über dieses plakative Sichtfeld sind die Sterne unserer Milchstraße verstreut. Die 30 Sekunden belichtete Aufnahme des Nachthimmels über Busko-Zdrój in Polen entstand am 13. August kurz nach Mitternacht, sie zeigt die farbige, helle Spur eines PerseÏden-Meteors. Er blitzt etwa zum Höhepunkt des jährlichen PerseÏden-Meteorschauers von links unten nach rechts oben. Das rasende kosmische Sandkörnchen ist ein Stück Staub vom periodischen Kometen Swift-Tuttle. Es verdampfte, als es mit fast 60 Kilometern pro Sekunde durch die Erdatmosphäre schoss.

Rechts über der Mitte, weit hinter den Sternen der Milchstraße, liegt ein Inseluniversum, das als M31 oder Andromedagalaxie bekannt ist. Die Andromedagalaxie ist etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und das fernste Objekt, das leicht mit bloßem Auge sichtbar ist.

Die sichtbare Meteorspur beginnt nur ungefähr 100 Kilometer über der Erdoberfläche. Rückwärts zeigt sie zum Radianten des Meteorstroms im Sternbild Perseus außerhalb der linken unteren Bildecke. Links unten führt die helle PerseÏden-Meteorspur zu den Sternen von NGC 869 und NGC 884, dem Doppelsternhaufen in Perseus.

Interessante APOD-Bildeinreichungen: PerseÏden-Meteore 2021
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Perseus und die verlorenen Meteore

Kompositbild der Perseiden, links aus der Slowakei, rechts aus Tschechien.

Bildcredit und Bildrechte: Tomas Slovinsky (Slowakei) und Petr Horálek (Tschechien; Physikinstitut von Opava)

Beschreibung: Wie kann man einen Meteorstrom am besten beobachten? Diese Frage stellt sich im Laufe dieser Woche, wenn der Meteorstrom der Perseïden seinen jährlichen Höhepunkt erreicht.

Ein dunkler Himmel hilft, wie dieses Kompositbild der Perseïden vom letzten Jahr zeigt. Im linken Bild, das bei sehr dunklem Himmel in der Slowakei fotografiert wurde, sind viel mehr blasse Meteore zu sehen als im rechten Bild, das bei mäßig dunklem Himmel in Tschechien entstand. Das Band der Milchstraße überbrückt die beiden koordinierten Bilder, während der Radiant des Meteorstroms im Sternbild Perseus links deutlich erkennbar ist.

In Summe gehen bei hellem Himmel viele blasse Meteore verloren. Die Lichtverschmutzung verkleinert die Bereiche auf unserer Erde mit dunklem Himmel, obwohl das kostengünstig geändert werden könnte.

Neu in Österreich: Sternpark am Attersee / OÖ
Interessante bei APOD eingereichte Perseïden-Bilder: 2018, 2019, 2020

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Perseïd da unten

Astronaut Ron Garan beobachtet auf der Internationalen Raumstation einen Meteor der Perseiden.

Bildcredit: NASA Besatzung ISS-Expedition 28, Ron Garan

Beschreibung: Erdlinge beobachten Meteorströme meist, indem sie nach oben schauen. Doch auf dieser bemerkenswerten Ansicht fotografierte der Astronaut Ron Garan am 13. August 2011 einen Meteor der Perseïden, indem er hinunterblickte. Aus Garans Perspektive an Bord der Internationalen Raumstation in einem etwa 380 Kilometer hohen Orbit blitzen die Perseïden-Meteore unten.

Perseïden sind aufgefegter Staub des Kometen Swift-Tuttle, die bis zur Weißglut aufgeheizt werden. Die leuchtenden Staubkörnchen des Kometen rasen etwa 100 Kilometer über der Erdoberfläche mit ungefähr 60 Kilometern pro Sekunde durch die dichte Atmosphäre. Hier seht ihr den verkürzten Meteorblitz rechts neben der Bildmitte unter dem gekrümmten Erdrand und einer Schicht aus grünlichem Nachthimmellicht gleich unter dem hellen Stern Arktur.

Möchtet ihr zu einem Meteorstrom hinaufschauen? Dann habt ihr Glück, denn der Meteorstrom der Perseïden 2021 erreicht diese Woche seinen Höhepunkt. Dieses Jahr sollten an dunklen Orten bei klarem Himmel sogar relativ blasse Meteore sichtbar sein, da der helle Mond großteils abwesend ist.

Interessante Perseïden-Einreichungen an APOD: 2018, 2019, 2020
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Eine Perseiden-Feuerkugel und die Milchstraße

Meteor der Perseïden vom Kern des Kometen Swift-Tuttle in Yichang in der chinesischen Provinz Hubei.

Bildcredit und Bildrechte: Dandan Huang

Beschreibung: Es war hell und grün und blitzte, als es die Milchstraße entlang sauste. Zurück blieb eine Spur, die sich erst nach 30 Minuten auflöste. Der Tag war der 12. August, und es zog von Perseus fort, daher war es wohl ein kleines Stück vom Kern des Kometen Swift-Tuttle, das durch die Erdatmosphäre pflügte – und somit Teil des jährlichen Meteorstroms der Perseïden.

Der Astrofotograf dokumentierte die Feuerkugel, als sie 2018 in einem Tal in Yichang in der Provinz Hubei in China über den Himmel schoss. Die Meteorspur, die auch auf Video zu sehen ist, endete links unten etwa in Richtung Mars.

Nächste Woche erreicht der Meteorstrom der Perseïden 2021 seinen Höhepunkt. Dieses Jahr geht der Mond kurz nach der Sonne unter. Daher ist der Nachthimmel bestens geeignet, um an dunklen, klaren Orten auf dem Planeten Erde viele Perseïden zu sehen.

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Perseïden um die Milchstraße

Auf diesem komprimierten Bild aus der inneren Mongolei in China verlaufen die Meteorspuren der Perseïden gekrümmt.

Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang

Beschreibung: Warum sind diese Meteorspuren gekrümmt? Dieser Bogeneffekt tritt auf, weil das Bild (fast) den ganzen Himmel künstlich zu einem Rechteck komprimiert. Die Sternschnuppen stammen vom Meteorstrom der Perseïden, der letzte Woche seinen Höhepunkt erreichte.

Dieses Panorama wurde aus mehreren Aufnahmen kombiniert. Die 360-Grad-Projektion kombiniert nicht nur unterschiedliche Richtungen, sondern auch unterschiedliche Zeiten, zu denen helle Perseïden für einen Augenblick über den Himmel flitzten. Alle Meteore der Perseïden können rückwärts zum Sternbild Perseus (links unten) verfolgt werden, sogar die scheinbar gekrümmten Meteorbahnen (die in Wirklichkeit gerade sind). Die Perseïden zeigen zwar hinten immer zu ihrem Radianten im Perseus, doch sie können fast überall am Himmel auftreten.

Das Bild entstand in der Inneren Mongolei in China, wo Grasland auf Sanddünen trifft. Zu den vielen Schätzen, die ihr am dicht gedrängten Nachthimmel ebenfalls seht, gehören der zentrale Bogen unserer Milchstraße, rechts die Planeten Saturn und Jupiter, links in der Mitte ein farbenprächtiges Nachthimmellicht und einige relativ nahe irdische Wolken.

Der Meteorstrom der Perseïden erreicht jeden August seinen Höhepunkt.
Meteorstrom der Perseïden: Interessante Bilder, die bei APOD eingereicht wurden

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Perseïden aus Perseus

Perseïden vom August 2019 über dem Kolonica-Observatorium in der Slowakei.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Woher kommen all diese Meteore? Was die Himmelsrichtung betrifft, lautet die pointierte Antwort: aus dem Sternbild Perseus. Daher nennt man den Meteorstrom, der morgen Nacht seinen Höhepunkt erreicht, den Meteorstrom der Perseïden – die Meteore scheinen allesamt von einem Radianten im Perseus auszuströmen.

Was den Ursprungskörper betrifft, stammen die sandkorngroßen Teile, aus denen die Meteore der Perseïden entstehen, vom Kometen Swift-Tuttle. Der Komet folgt einer klar definierten Bahn um unsere Sonne, und der Teil der Bahn, der in Erdnähe verläuft, liegt vor dem Sternbild Perseus. Daher liegt der Radiant der Kometenteile, die vom Himmel fallen, wenn die Erde diese Bahn kreuzt, im Perseus.

Dieses Kompositbild wurde letzten August in einem Zeitraum von acht Nächten aufgenommen und zeigt mehr als 400 Perseïden-Meteore. Die hellen Meteore streiften über das Kolonica-Observatorium in der Slowakei.

Die Perseïden dieses Jahres versprechen, einer der besten Meteorströme des Jahres zu werden.

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