Perseïden über einem kleinen Planeten

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Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Es sieht aus wie ein Blick vom Planeten des Kleinen Prinzen. Dieses Bild ist eine Rückblende auf den Perseiden-Meteorschauer von 2024, der in dieser Projektion von den Bieszczady-Bergen in Polen umrahmt wird. Am Himmel sind der Bogen der Milchstraße sowie mehrere rote Nebel und über hundert Meteore zu sehen. Diese zeigen auf den Radianten im Sternbild Perseus.

Die Perseiden sind im Sommer auf der Nordhalbkugel gut sichtbar und sehr beliebt. (Meteorschauer im Winter zu beobachten ist aus gutem Grund weniger praktisch.) In diesem Jahr werden sie voraussichtlich ein noch beeindruckenderes Spektakel bieten als sonst, da der Höhepunkt mit Neumond zusammenfällt.

Der Perseiden-Meteorschauer 2026 erreicht heute Nacht seinen Höhepunkt mit 50 bis 100 Meteoren pro Stunde. Die Erdbahn durchquert dabei die vom Kometen Swift-Tuttle hinterlassene Staubspur. Die beste Zeit für die Beobachtung der Meteore ist in der Regel zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen. Zum Beobachten der Meteore wird kein Fernglas benötigt, aber ein Liegestuhl und ein Ort mit dunklem Himmel sind sehr hilfreich.

Heute ist eine totale Sonnenfinsternis! Weitere Info findest du hier (engl).

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Meteor verdampft und zieht eine Spur im Eidechsen-Nebel

Eine helle Spur zischt quer durchs Bild. Dahinter leuchten blasse rote Nebelwolken am sternklaren Himmel im Sternbild Eidechse.
Bildcredit und Bildrechte: Tom Burnett

Was passiert mit diesem Meteor? Die helle Meteorspur tauchte blitzschnell auf und verschwand wieder, während eine lang belichteten Aufnahme des großen Eidechsen-Nebels entstand. Der Eidechsen-Nebel leuchtet mitten im Bild in blassem Rot. Er liegt nahe beim Zentrum der Milchstraße.

Der Meteoroid war vermutlich ein kleiner Stein. Er leuchtete auf, weil er die umgebende Luft der Erdatmosphäre aufheizte und anregte. Dabei verdampfte er und hinterließ Gas und Staub, das der Wind verwehte. Die Farben des Nebels liefern Hinweise, woraus er bestand. Das Bild entstand letzten Monat an den Death-Valley-Observatorien in Nevada (USA).

Dieser Monat eignet sich besonders gut, um Meteore zu sehen. Aktuell sind drei Meteorströme aktiv, doch sie wetteifern derzeit mit dem Licht des hellen Dreiviertelmondes um Sichtbarkeit. Die Perseïden sind der aktivste dieser Ströme. Sie erreichen den Höhepunkt in etwa 10 Tagen. Dann ist der Mond sehr viel dunkler. Dieses Jahr fällt der Höhepunkt der Perseïden nämlich nicht nur fast genau auf Neumond. An manchen Orten gibt es sogar eine totale Sonnenfinsternis.

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Hauptsächlich Perseïden

Über einem Windpark im Burgenland, dessen Lichter rot blinken, regnen Meteore der Perseïden vom Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Klaus Pillwatsch

Die Himmelslandschaft wurde am 13. August vor der Morgendämmerung aufgenommenen. Wir sehen hauptsächlich Meteore der Perseïden, die auf den Planeten Erde herabregnen. Die Spuren der Perseïden erkennt man leicht. Sie strömen scheinbar alle vom selben Punkt am Himmel aus. Das ist der Radiant des jährlichen Meteorstroms. Es ist ein kleiner Bereich im Sternbild Perseus, er befindet sich über dem Bildfeld. In dieser Richtung am Himmel blicken wir die Umlaufbahn des Verursachers der Perseïden entlang. Es ist der periodische Komet Swift-Tuttle.

Die Szene entstand aus etwa 500 Aufnahmen. Darauf wurden die einzelnen Sternschnuppen eingefangen. Alle Einzelbilder wurden in etwa zweieinhalb Stunden bei einem Windpark bei Mönchhof im österreichischen Burgenland fotografiert. Vorne leuchten die roten Lichter der Windturbinen. Die spektakuläre Konjunktion der hellen Planeten Jupiter und Venus schmückt den Osthorizont.

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Perseiden-Meteore von Durdle Door

Über der Durdle Door an der englischen Küste bei Dorset steigt die Milchstraße steil über dem Meer auf. Vom Himmel fallen Meteore der Perseïden vom Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

Was sind diese hellen Bögen am Himmel? Das sind Meteore. Genauer gesagt, es sind Sternschnuppen vom Perseïden-Meteorschauer in diesem Jahr. In den letzten Wochen wurden viele einzelne Fotos dieser Perseïden-Meteore nach Einbruch der Dunkelheit aufgenommen. Diese Bilder wurden später zu einem Gesamtbild kombiniert.

Obwohl sich die Meteore auf geraden Linien über den Himmel bewegen, wirken ihre Spuren auf dem Foto gebogen. Das liegt am Weitwinkelobjektiv der Kamera, das die Perspektive verzerrt. Alle Lichtspuren zeigen auf einen gemeinsamen Punkt am Himmel. Das ist der sogenannte Radiant. Er liegt im Sternbild Perseus und befindet sich über dem oberen Rand des Bildes.

Dieselbe Kamera machte außerdem ein lang belichtetes Foto des Nachthimmels. Darauf sieht man das helle Band der Milchstraße, das fast senkrecht durch die Bildmitte verläuft. Im Vordergrund steht der bekannte Kalksteinbogen „Durdle Door“ an der Küste von Dorset in England. Der Name stammt vermutlich aus einer Zeit vor über tausend Jahren.

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Ein GIF der Perseiden von 2025

Ein Meteor zischt von oben über den Himmel in der Dämmerung und hinterlässt eine Rauchspur, die rasch verweht.

Bildcredit und Bildrechte: Renaud und Olivier Coppe

Diese coole Animation zeigt eine helle Sternschnuppe der Perseïden und ihres Nachleuchtens an einem Himmel, der vom Mond aufgehellt war. Die Aufnahmen, aus denen die Animation erstellt wurde, entstanden am 12. August gegen 2 Uhr morgens im belgischen Chastre. Das liegt in der Provinz Wallonisch-Brabant auf dem Planeten Erde. Unmittelbar danach war die Batterie der Kamera leer.

Die Sternschnuppe entstand durch ein schnell fliegendes Staubteilchen aus dem Schweif des großen periodischen Kometen Swift-Tuttle. Es wurde durch Staudruck aufgeheizt und verglühte, als es mit 60 Kilometern pro Sekunde durch die obere Atmosphäre raste.

Im Vergleich zum kurzen Aufleuchten der Sternschnuppe ist ihre geisterhafte Spur deutlich langlebiger. Ein charakteristisches Merkmal heller Meteore ist ein rauchähnliches Nachleuchten. Es schwebt in Höhen von 60 bis 90 Kilometern im Wind und kann manchmal sogar minutenlang verfolgt werden.

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Mondschein, Planeten und Perseïden

Am mondhellen Himmel stehen zwei gleißend helle Planeten eng beisammen. Sie spiegeln sich im Vordergrund in einem Gewässer. Ein Meteor der Perseïden fliegt scheinbar auf sie zu. In Wirklichkeit ist der Meteor viel näher.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Am 13. August standen zwei Planeten in der Dämmerung am Himmel nahe beisammen. Obwohl der abnehmende Mond hell schien, waren Jupiter und die noch hellere Venus schwer zu übersehen. Ihre gleißende enge Konjunktion posiert auf dieser Landschaft am Morgenhimmel über dem östlichen Horizont.

Die Szene zeigt einen Ort in der Nähe von Gansu in China. Sie wurde als Einzelaufnahme fotografiert. Das Licht beider Planeten spiegelt sich im ruhigen Wasser eines Teiches. Im Mondlicht blitzten auch zwei Meteore des jährlichen Perseïdenschauers auf. Die Perseïden sind bekannt für gleißende, schnelle Meteore. Zum lang erwarteten Höhepunkt vereinten sich die Meteore des Schauers und die beiden Planeten zu einem Spektakel, obwohl der Mond hell vom Himmel leuchtete.

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Perseiden aus dem Perseus

Über einer Wiese mit Hügeln am Horizont strahlt ein Sternhimmel. Das Band unserer Milchstraße zieht sich in einem Bogen nach rechts. Von einer Stelle der Milchstraße knapp über dem Horizont strömen viele Lichtspuren aus.

Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński

Woher kommen all diese Meteore? In Bezug auf die Richtung am Himmel lautet die präzise Antwort: aus dem Sternbild Perseus. Deshalb nennt man den Meteorschauer, der heute Nacht seinen Höhepunkt erreicht, auch Perseïden. Die Meteore strömen scheinbar alle aus einem Punkt im Perseus, dem sogenannten Radianten.

Doch was ihren Ursprung betrifft, stammt der sandkorngroße Staub, aus dem die Perseïden entstehen, vom Kometen Swift-Tuttle. Dieser Komet folgt einer genau definierten Umlaufbahn um unsere Sonne. Der Teil dieser Bahn, der der Erde am nächsten kommt, liegt vor dem Sternbild Perseus. Daher liegt der Radiant der herabfallenden Teilchen im Perseus, wenn die Erde diese Umlaufbahn kreuzt.

Dieses Bild ist eine Komposition mit über 100 Meteoren. Sie wurden in sechs Nächten beim Perseïden-Schauer im August 2018 aufgenommen. Am Himmel über den Bieszczady-Bergen in Polen leuchteten viele helle Meteore. Die Perseïden sind üblicherweise einer der besten Meteorschauer des Jahres. Heuer konkurrieren sie mit dem hellen Mond, der an vielen Orten kurz nach Sonnenuntergang aufgeht.

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Meteor vor Galaxie

Ein Meteor blitzt vor der fernen Andromedagalaxie Messier 31 auf. Die lange Spur lodert immer wieder grünlich auf. Sie trifft fast das Zentrum von M31.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Was ist das für ein grüner Streifen vor der Andromedagalaxie? Ein Meteor. Im Jahr 2016 wurde die Andromedagalaxie fotografiert. Gleichzeitig war der Meteorstrom der Perseïden zu sehen. Nahe dem Maximum dieses Meteorstroms schoss ein kleiner Stein aus den Tiefen des Weltraums durchs Bild. Seine Leuchtspur verlief genau vor der weit entfernten Begleiterin unserer Milchstraße.

Der kleine Meteor brauchte nur den Bruchteil einer Sekunde, um das 10 Grad große Feld zu durchkreuzen. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre wurde er stark abgebremst. Dabei flackerte er mehrmals hell auf. Die grüne Farbe entsteht teilweise durch das ausströmende Gas, das dabei verdampft.

Die Aufnahme war so geplant, dass sie einen Meteor der Perseïden einfangen sollte. Doch die Richtung des Streifens im Bild passt besser zu einem Meteor der südlichen Delta-Aquariiden. Dieser Meteorstrom erreichte das Maximum vor einigen Wochen.

Der Höhepunkt des Meteorstroms der Perseïden findet „zufällig“ kommende Woche statt. Der fast volle Mond erhellt dann den Nachthimmel. Daher ist es dieses Jahr schwierig für die Meteore, den bereits hellen Himmel zu überstrahlen.

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