NGC 3324, der Gabriela-Mistral-Nebel in Carina

Die helle Emissionsregion in der Mitte leuchtet blau, sie ist von einem Staubwall umgeben. Mit diesem Rand bekommt sie das Aussehen der chilenischen Nobelpreisträgerin Gabriela Mistral.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Diese helle kosmische Wolke wurde von Sternwinden und der Strahlung junger heißer Sterne in Form gebracht. Die Sterne befinden sich im offenen Haufen NGC 3324. Vor einer taschenförmigen Region mit Sternbildung aus leuchtendem atomarem Gas zeichnen sich Staubwolken als Schemen ab. Die Region ist ungefähr 35 Lichtjahre breit und 7500 Lichtjahre entfernt. Sie liegt im nebelreichen südlichen Sternbild Schiffskiel (Carina).

Aufnahmen mit Teleskop wurden zu diesem Bild kombiniert. Sie wurden mit Schmalbandfiltern fotografiert. Diese Filter waren für die typischen Wellenlängen ionisierter Atome von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoff durchlässig. Dann wurden die Einzelbilder in roten, grünen und blauen Farbtönen kartiert. Diese Farben entsprechen der beliebten Farbpalette von Hubble.

In der himmlischen Landschaft leuchten helle Nebelwolken. Sie sind rechts von kühlem, undurchsichtigem Staub begrenzt. Manche erkennen hier das Gesicht einer bekannten Person im Profil, daher heißt die Region Gabriela-Mistral-Nebel. Sie ist eine chilenische Dichterin und Nobelpreisträgerin.

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Rigel und der Hexenkopfnebel

Diagonal verläuft eine lange, graublaue Nebelwolke durchs Bild. Sie erinnert an eine Fratze, die auf den hellen Stern Rigel links unten starrt. Dahinter schimmern zarte rote Nebel zwischen den dicht verteilten Sternen.

Bildcredit und Bildrechte: Mario Cogo (Galax Lux)

Sternenlicht leuchtet auf das schiefe Profil einer schaurigen Fratze im Dunkeln. Sie erinnert an ihren gängigen Namen: Hexenkopfnebel. Auf dem bezaubernden Teleskop-Porträt scheint es, als starrte die Hexe auf den hellen Überriesenstern Rigel im Sternbild Orion.

Der Hexenkopfnebel ist formal als IC 2118 bekannt. Er ist ungefähr 50 Lichtjahre groß und besteht aus interstellaren Staubkörnchen, die Rigels Sternenlicht reflektieren. Der Hexenkopfnebel und der Staub um Rigel sind blau getönt. Der Farbton entsteht nicht nur durch Rigels intensiv blaues Sternenlicht, sondern auch, weil die Staubkörnchen blaues Sternenlicht stärker streuen als rotes. Der gleiche physikalische Prozess färbt den Himmel auf der Erde tagsüber blau. In diesem Fall sind die streuenden Teilchen in der Erdatmosphäre Moleküle aus Stickstoff und Sauerstoff.

Rigel, der Hexenkopfnebel sowie das Gas und der Staub in ihrer Umgebung sind ungefähr 800 Lichtjahre von uns entfernt.

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Der Pferdekopfnebel

Vor einer magentafarbenen Nebelwand mit Sternen zeichnet sich eine dunkle Wolke ab. Sie hat eine Form, die viele an einen Pferdekopf erinnert.

Bildcredit: CFHT, Coelum, MegaCam, J.-C. Cuillandre (CFHT) und G. A. Anselmi (Coelum)

Der Pferdekopfnebel im Orion gehört zu den Nebeln am Himmel, die man am besten wiedererkennt. Er gehört zu einer großen, dunklen Molekülwolke. Die ungewöhnliche Form ist auch als Barnard 33 bekannt. Sie wurde erstmals Ende der 1880er-Jahre auf einer Fotoplatte entdeckt. Das rote Leuchten stammt vorwiegend von Wasserstoff, der hinter dem Nebel liegt. Er wird vom nahen, hellen Stern Sigma Orionis angeregt.

Der dicke Staub ist der Grund, weshalb der Pferdekopf so dunkel ist. Der untere Teil des Pferdekopfnackens wirft einen Schatten nach links. Gas, das aus dem Nebel strömt, wird von einem starken Magnetfeld kanalisiert. Die hellen Flecken im Sockel des Pferdekopfnebels sind junge Sterne, die gerade entstehen. Licht braucht etwa 1500 Jahre, um vom Pferdekopfnebel zu uns zu gelangen.

Dieses Bild wurde mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop auf Hawaii (USA) fotografiert. Es hat einen 3,6 Meter großen Spiegel.

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Nordamerika und der Pelikan

Die rote Emissionsregion im Bild wird von einer dunklen Staubwolke strukturiert. So erinnert der Linke Teil wie Nordamerika, der rechte Teil an einen Pelikan.

Bildcredit und Bildrechte: Paolo Moroni

Wer unseren hübschen Planeten mag, kennt sicherlich die Umrisse dieser kosmischen Wolken. Links leuchtet die Emissionsregion NGC 7000. Dunkle Staubbahnen ziehen rechts daneben einen Rand. Sie skizzieren die Form eines Kontinents. Daher hat die Emissionsergion den gängigen Namen Nordamerikanebel. Rechts vor der Ostküste des Nordamerikanebels liegt IC 5070. Sein Profil legt den Namen Pelikannebel nahe.

Die beiden hellen Nebel sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt. Sie gehören zur selben großen, komplexen Sternbildungsregion. Diese ist fast so nahe wie der besser bekannte Orionnebel. Bei dieser Entfernung misst das 6 Grad breite Sichtfeld 150 Lichtjahre.

Dieses sorgfältig erstellte kosmische Porträt entstand aus Schmalbandbildern. So wurden die hellen Ionisationsfronten und das charakteristische rote Leuchten des atomaren Wasserstoffs betont. Diese Nebel seht ihr mit Fernglas an einem dunklen Ort. Sucht sie nordöstlich vom hellen Stern Deneb im Sternbild Schwan.

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NGC 6334: Der Katzenpfotennebel

Eine leuchtende Nebelwolke im Skorpion ist mitten im Bild. Sie hat die Form einer Katzenpfote.

Bildcredit und Bildrechte: George Varouhakis

Nebel sind dafür bekannt, dass man darin bekannte Formen erkennt, und Katzen geraten oft in Schwierigkeiten. Doch keine Katze hätte den gewaltigen Katzenpfotennebel im Skorpion schaffen können. Die Katzenpfote ist 5500 Lichtjahre entfernt. Sie ist ein rötlicher Emissionsnebel. Die Farbe entsteht durch einen Reichtum an ionisierten Wasserstoffatomen.

Der Nebel ist auch als Bärentatzennebel oder NGC 6334 bekannt. In den letzten paar Millionen Jahren entstanden darin Sterne mit fast zehn Sonnenmassen. Das Bild zeigt den Katzenpfotennebel in dem Licht, das von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel abgestrahlt wird.

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Das Grinsen der Gravitation

Mitten im Bild leuchten Galaxien, die von einem violett leuchtenden Nebel umgeben sind. Weitere Galaxien, die zu Bögen verzerrt sind, umgeben den Nebel. Alles zusammen lässt das Gebilde wie ein lächelndes Gesicht erscheinen.

Bildcredit: Röntgen – NASA / CXC / J. Irwin et al.; Optisch – NASA/STScI

Albert Einstein publizierte die Allgemeine Relativitätstheorie vor mehr als 100 Jahren. Sie sagte den Effekt der Gravitationslinsen vorher. Dieser verleiht fernen Galaxien so eine wunderliche Erscheinung, wenn man sie auf Bildern betrachtet, die mit den Spiegeln der Weltraumteleskope Chandra und Hubble aufgenommen wurden. Sie zeigen eine Galaxiengruppe in Röntgen- und sichtbarem Licht.

Die Gruppe hat den Spitznamen Grinsekatzen-Galaxiengruppe. Vielsagende Bögen rahmen die beiden großen elliptischen Galaxien der Gruppe. Die Bögen sind Bilder ferner Galaxien im Hintergrund. Die Verteilung der Gravitationsmasse in der vorderen Gruppe krümmt sie. Diese Masse besteht vorwiegend aus Dunkler Materie.

Die beiden großen elliptischen „Augen“-Galaxien sind die hellsten in der Gruppe, die verschmelzen. Die relative Geschwindigkeit der Kollision beträgt fast 1350 km/s. Sie erhitzt das Gas auf Millionen Grad. Dabei entsteht das violett gezeigte Leuchten in Röntgenlicht. Neugierig auf die Verschmelzung der Galaxiengruppe? Die Grinsekatze lächelt im Sternbild Große Bärin. Sie ist etwa 4,6 Milliarden Lichtjahre entfernt.

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Der Polarlichtbaum

Hinter der dunklen Silhouette eines Baumes lodert ein Polarlicht in Form des Baumes.

Bildcredit und Bildrechte: Alyn Wallace Photography

Kann euer Baum das auch? Das Bild zeigt, wie die dunklen Zweige eines nahen Baumes mit dem hellen Leuchten eines fernen Polarlichts visuell überlagert wurden. Die Schönheit des Polarlichts ahmte einen Baum in der Nähe scheinbar nach. Es faszinierte den Fotografen, sodass er vorübergehend zu fotografieren vergaß.

Aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet schien es, als hätte der Baum Blätter aus Polarlicht. Zum Glück kam er zu Sinnen, bevor das Polarlicht eine andere Form annahm. Er fotografierte die atemberaubende, flüchtige Überlagerung.

Polarlichter werden meist von energiereichen Elektronen ausgelöst, die von Sonneneruptionen stammen. Sie treffen in einer Höhe von etwa 150 Kilometern auf die Erdatmosphäre. Das ungewöhnliche Spiel zwischen Erde und Himmel wurde Anfang des Monats auf Island beobachtet.

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Mimas, Krater und Berg

Der kleine Mond Mimas ist von vielen Kratern übersät. Rechts ist sein besonders großer Krater Herschel. Mit diesem Krater erinnert Mimas an den Todesstern aus Star Wars.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Mimas ist ein eisiger Saturnmond, der von Kratern übersät ist. Er hat einen Durchmesser von ungefähr 400 km. Sein größter Krater Herschel ist fast 140 km groß. Damit hat der Krater ungefähr ein Drittel der Grüße von Mimas selbst. Er verleiht dem kleinen Mond ein unheilvolles Aussehen. Freundinnen des Todessterns aus der Science-Fiction-Saga Star Wars schätzen ihn deshalb. Wenn der Einschlag, der auf dem kleinen Mond diesen großen Krater erzeugte, etwas stärker gewesen wäre, hätte er Mimas zerstören können.

Dieses Cassini-Bild vom Oktober 2016 zeigt die Halbkugel Mondes im Sonnenlicht, die von Saturn abgewandt ist. Der Mond rotiert synchron zu Saturn. Am rechten Rand liegt sein großer Krater Herschel. Sein Zentralberg wirft einen langen Schatten über den Kraterboden. Der Gipfel ist fast so hoch wie der Mount Everest auf dem Planeten Erde.

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