Alphonsus und Arzachel

Der eulenartige Blick der Mondkrater Alphonsus, Arzachel und Alpetragius an der Licht-Schatten-Grenze an der Küste des Mare Nubium, dem Wolkenmeer.

Bildcredit und Bildrechte: Noel Donnard

Beschreibung: Heute Abend solltet ihr euer Teleskop auf den zunehmenden Halbmond richten. Am Terminator – das ist die Schattenlinie zwischen Tag und Nacht – starren euch vielleicht diese beiden großen Krater mit einem eulenartigen Blick entgegen.

Alphonsus (links) und Arzachel sind urzeitliche Einschlagkrater auf dem Mond an der nordöstlichen Küste des Mare Nubium, dem Wolkenmeer. Alphonsus, der größere der beiden Krater, hat einen Durchmesser von mehr als 100 Kilometern. Wenn das Sonnenlicht in einem schrägen Winkel einfällt, betont es den spitzen 1,5 Kilometer hohen Zentralberg des Kraters im hellen Sonnenlicht vor dunklen Schatten. 1965 suchte die Raumsonde Ranger 9 nach möglichen Apollo-Landeplätzen und schickte Nahaufnahmen von Alphonsus, ehe sie neben dem Zentralberg im Nordosten (links) in den Krater stürzte.

Der kleine Krater Alpetragius liegt zwischen Alphonsus und Arzachel, sein Boden mit dem übermäßig großen Zentralberg liegt noch im Schatten.

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Das Marsgesicht

Die Raumsonde Viking Orbiter fotografierte einen Tafelberg, der auf dem Foto wie ein Gesicht aussieht.

Bildcredit: NASA, Viking 1 Orbiter

Beschreibung: Wäre es nicht lustig, wenn Wolken Schlösser wären? Und wenn die Wäsche auf dem Schlafzimmersessel eine Superheldin wäre? Und was wäre es für ein Spaß, wenn felsige Tafelberge auf dem Mars interplanetare Denkmäler des menschlichen Gesichts wären?

Wolken sind jedoch schwebende Tröpfchen aus Wasser und Eis. Wäsche besteht aus Baumwolle, Wolle oder Plastik, die zu Kleidung verwoben wird. Berühmte Tafelberge auf dem Mars, die unter Namen wie Marsgesicht benannt sind, erscheinen auf besseren Bildern ziemlich natürlich. Ist die Wirklichkeit also langweilig?

Nun: Niemand weiß, wieso aus manchen Wolken Regen fällt. Niemand weiß, ob auf dem Mars Leben entstanden ist. Niemand weiß, warum die Wäsche auf dem Schlafzimmersessel wie Wurzelbier riecht. Wissenschaftliche Forschung kann nicht nur Rätsel lösen, sondern auch neues Wissen liefern, größere Rätsel aufgeben und sogar noch tiefschürfendere Fragen stellen.

Während die Menschheit das Universum erforscht, fängt der Spaß – durch Entdeckungenvielleicht gerade erst an.

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Juno zeigt ein Gesicht in Jupiters Wolken

Die Raumsonde Juno fotografierte bei Perijove 6, ihrem 6. Vorbeiflug an Jupiter, das Gesicht Gesicht Jovey McJupiter.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS/Jason Major

Beschreibung: Was seht ihr in den Wolken von Jupiter? Im größten Maßstab besitzt Jupiter helle Zonen und rötlich-braune Gürtel, die den Planeten umkreisen und einander abwechseln. Aufsteigendes Zonengas, das großteils Wasserstoff und Helium besteht, wirbelt normalerweise um Regionen mit hohem Druck. Umgekehrt wirbelt das sinkende Gas in den Bändern normalerweise um Regionen mit geringem Druck, ähnlich wie Zyklone und Wirbelstürme auf der Erde.

Stürme in Bändern können sich zu großen, langlebigen weißen Ovalen und länglichen roten Flecken entwickeln. Die Roboter-Raumsonde Juno der NASA fotografierte 2017 die meisten dieser Wolkenstrukturen während Perijovum 6, ihrem sechsten Flug auf ihrem langgezogenen 2-monatigen Umlauf über den riesigen Planeten.

Doch es sind wohl nicht nur die Wolken, die auf diesem Bild eure Aufmerksamkeit erregen, sondern auch ihre Anordnung. Das auffällige Gesicht „Jovey McJupiter“ bestand vielleicht ein paar Wochen, dann waren die benachbarten Sturmwolken weiter rotiert.

Juno hat inzwischen 33 Umläufe um Jupiter vollendet und absolvierte erst gestern einen engen Vorbeiflug an Ganymed, dem größten Mond in unserem Sonnensystem.

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Phoenix-Polarlicht über Island

Polarlicht in Form eines leuchtenden Phoenix über dem Helgafell beim Kaldá ungefähr 30 Kilometer nördlich von Islands Hauptstadt Reykjavík.

Bildcredit und Bildrechte: Hallgrimur P. Helgason; Überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Alle, die Polarlichter sehen wollten, waren schon daheim. In einer ruhigen Nacht im September waren die Polarlichter auf Island um 3:30 Uhr morgens großteils schon abgeklungen. Plötzlich strömte unerwartet ein neuer Teilchenschauer aus dem All herein. Er brachte die Atmosphäre der Erde noch einmal zum Leuchten. Diesmal erhellte eine erstaunliche Form die Nacht. Sie erinnerte an einen gewaltigen Phoenix.

Kamera und Ausrüstung standen bereit. Rasch wurden zwei Himmelsbilder fotografiert und gleich noch ein drittes von der Landschaft. Der Berg hinten ist Helgafell. Vorne ist ein kleiner Fluss, der Kaldá. Beide liegen ungefähr 30 Kilometer nördlich von Islands Hauptstadt Reykjavík. Leute mit Erfahrung bei der Himmelsbeobachtung erkennen sicher das Sternbild Orion. Es steht links über dem Berg. Mitten im Bild steht der Sternhaufen der Plejaden.

Das Polarlicht dauerte im Jahr 2016 nur eine Minute. Bald darauf war es für immer verschwunden. Ohne dieses digital kombinierte Bildmosaik wäre es wohl als fantastische Fabel abgetan worden.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator

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Der Ghul in IC 2118

Der Geisternebel, ein Teil des Hexenkopfnebels, liegt im Reflexionsnebel IC 2118 im Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Casey Good/Steve Timmons

Beschreibung: Die Inspiration für dieses Teleskop-Porträt stammt vom Abend vor Allerheiligen, es zeigt eine kosmische Wolke mit einem schaurigen Gesicht. Die interstellare Szene liegt in der staubhaltigen Weite des Reflexionsnebels IC 2118 im Sternbild Orion.

IC 2118 ist ungefähr 800 Lichtjahre von eurer Nachbarschaft entfernt, er schwebt in der Nähe des hellen, bläulichen Sterns Rigel am Fuß von Orion. Wegen seiner Erscheinung in einem größeren Sichtfeld wird er häufig als Teil des Hexenkopfnebels erkannt. Derzeit geht er vor der Geisterstunde auf.

Die hier erkennbare geisthafte Erscheinung mit Augen in Form gezackter Sterne scheint mit einen Arm zum heißen Überriesenstern in Orion zu zeigen. Rigel, die Lichtquelle für IC 2118, Rigel liegt links oben außerhalb des Bildes.

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Gespenstisches Polarlicht über Kanada

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuichi Takasaka, TWAN

Beschreibung: Wonach sieht dieses Polarlicht aus? Während ein Astrofotograf der Kälte trotzte, um eines frühen Morgens im Jahr 2013 den Himmel über dem nördlichen Kanada zu beobachten, tauchte ein sehr ungewöhnliches Polarlicht auf. Das Polarlicht war definitiv wie etwas geformt, aber was? Der Astrofotograf schlug zwei gespenstische Möglichkeiten vor: „Hexe“ oder „Göttin der Dämmerung“. Zögern Sie jedoch nicht, weiter von Halloween inspirierte Vorschläge zu machen.

Abgesehen von fantasievollen pareidolischen Interpretationen hatte dieses Polarlicht eine typische grüne Farbe und entstand sicherlich durch eine wissenschaftlich gesehen alltägliche Aktion, bei der energiereiche Teilchen aus dem Weltraum mit Sauerstoff in der oberen Erdatmosphäre wechselwirken. Im Vordergrund des Bildes befinden sich unten die gefrorenen Alexandrafälle, in der Mitte stehen immergrüne Bäume.

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MyCn 18: Der gravierte planetarische Sanduhrnebel

Der Nebel besteht aus roten Kreisen, die sich in der Mitte überschneiden. In der Schnittmenge leuchtet eine helle Stelle, die stark an ein Auge erinnert.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Seht ihr die Form der Sanduhr – oder starrt sie euch an? Mit etwas Fantasie zeichnen die Ringe von MyCn 18 den Umriss einer Sanduhr, doch in der Mitte ist ein ungewöhnliches Auge. Dem Zentralstern im sanduhrförmigen planetarischen Nebel läuft der Sand der Zeit davon. Wenn der Kernbrennstoff zur Neige geht, beginnt die kurze, spektakuläre Schlussphase in der Existenz eines sonnenähnlichen Sterns. Dabei stößt er seine äußeren Schichten ab. Sein Kern wird ein Weißer Zwerg, der abkühlt und verblasst.

1995 entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble eine Bilderserie planetarischer Nebel. Dieser Nebel war einer davon. Die zarten Ringe aus farbig leuchtendem Gas umhüllen die zarten Wände der Sanduhr. Stickstoff leuchtet rot, Wasserstoff grün und Sauerstoff blau. Das beispiellos scharfe Hubble-Bild zeigt überraschende Details im Prozess, bei dem der Nebel ausgeworfen wird. Das Bild soll helfen, offene Rätsel um die komplexen Formen und Symmetrien planetarischer Nebel wie MyCn 18 zu lösen.

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NGC 3324 in Carina

Die helle blaue Region in der Mitte bekommt mit den dunklen Staubrändern die Form eines Gesichtes, das an die chilenische Nobelpreisträgerin und Dichterin Gabriela Mistral erinnert.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Diese helle kosmische Wolke wurde von den Sternwinden und der Strahlung heißer junger Sterne im offenen Haufen NGC 3324 geformt. Die taschenförmige Sternbildungsregion ist ungefähr 35 Lichtjahre groß. Vor dem leuchtenden atomaren Gas liegen sich die Silhouetten von Staubwolken. Die Region liegt etwa 7500 Lichtjahre entfernt im nebelreichen südlichen Sternbild Carina.

Das Teleskopbild ist ein Komposit. Die einzelnen Bilder wurden mit Schmalband-Filtern aufgenommen. Die typische Strahlung ionisierter Atome von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoff wurde in roten, grünen und blauen Farbtönen kartiert. Sie bilden die bekannte Hubble-Farbpalette.

Rechts begrenzen Grate aus kühlem, dichtem Staub die hell leuchtende Region in der himmlischen Landschaft. Manche sehen hier ein bekanntes Gesicht im Profil. Es ist ein chilenischer Dichter* und Nobelpreisträger*. Der beliebte Name der Region ist daher Gabriela-Mistral-Nebel.

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