Milchstraße über dem Yellowstone

Siehe Beschreibung. Die Milchstraße über Silex Spring im Yellowstone-Nationalpark; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Lori Jacobs

Beschreibung: Die Milchstraße entstand nicht aus einem verdampfenden Teich. Dieses Becken mit leuchtend blauem Wasser ist ungefähr 10 Meter groß, es ist als Silex Spring bekannt und liegt im Yellowstone-Nationalpark in Wyoming in den USA. Von der Quelle steigt Dampf auf, der von einer Magmakammer tief darunter aufgeheizt wird, sie wird als Yellowstone-Hotspot bezeichnet.

Unabhängig davon erhebt sich in weiter Ferne das zentrale Band unserer Milchstraße nach hoch oben, dieses Band wird von Milliarden Sternen beleuchtet. Das Bild ist ein Panorama aus drei Aufnahmen, die letzten Oktober fotografiert wurden. Falls der Yellowstone-Hotspot einen neuen Supervulkanausbruch verursacht – wie vor 640.000 Jahren -, wäre ein großer Teil Nordamerikas davon betroffen.

Zur Originalseite

Quadrantidenmeteore im Orion

Siehe Beschreibung. Orion und Meteore der Quadrantiden am Winterhimmel; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Warum verlaufen diese Meteorspuren fast parallel? Weil sie alle vom selben Weltraumfelsbrocken abgestoßen wurden und daher zu einer gemeinsamen Richtung am Himmel zurückführen: dem Radianten des Meteorstroms der Quadrantiden. Diese Richtung liegt im veralteten Sternbild Mauerquadrant (Quadrans Muralis), daher der Name Quadrantiden, doch als die Internationale Astronomische Union 1922 ihre Liste der neuzeitlichen Sternbilder formulierte, schaffte es dieses Sternbild nicht auf die Liste.

Obwohl die Meteore nun vom anerkannten Sternbild Bärenhüter (Bootes) ausströmen, blieb der alte Name erhalten. Unabhängig von der Bezeichnung wandert die Erde jeden Januar durch einen Staubstrom, und Stücke dieses Staubs leuchten als Meteore auf, wenn sie in der Erdatmosphäre verglühen.

Dieses Bildkomposit wurde am 4. Januar fotografiert, im Vordergrund liegt eine malerisch verschneite slowakische Landschaft, und ein detailreich fotografierter Himmel zeigt das markante Sternbild Orion im Hintergrund. Der rote Stern Beteigeuze erscheint ungewöhnlich matt – sein Verblassen wird seit Monaten von Astronomen verfolgt.

Zur Originalseite

Eine sternklare Nacht auf Island

Grüne Polarlichter leuchten über dem Jökulsárlón auf Island, das ist ein Gletscherrandsee. Dahinter schimmert die Milchstraße. Der Himmel spiegelt sich im See.

Bildcredit: Stephane Vetter (Nuits sacrees)

In manchen Nächten ist der Himmel die beste Schau der Stadt. So war es auch in dieser Nacht. Ein Kompositbild dieses Himmels gewann einen internationalen Wettbewerb für Landschafts- und Astrofotografie.

Dieses Siegerbild wurde 2011 über dem Jökulsárlón fotografiert. Er ist der größte Gletscherrandsee auf Island. Der Fotograf kombinierte sechs Aufnahmen. So hielt er nicht nur zwei grüne Polarlichtringe fest, sondern auch ihre Reflexionen im ruhigen See. Im Hintergrund leuchteten am Himmel das Band der Milchstraße und die Andromedagalaxie.

Die Sonne schleuderte einen mächtigen koronalen Massenauswurf zur Erde. Dadurch traten Polarlichter relativ weit südlich auf, zum Beispiel in Wisconsin in den USA. Derzeit hat die Sonne eine niedrige Oberflächenaktivität. Wenn das vorbei ist und die Sonne in einigen Jahren ein Maximum an Aktivität erreicht, sind viel mehr atemberaubende Bilder mit Polarlichtern zu erwarten.

Zur Originalseite

Quadrantiden über der Großen Mauer

Siehe Beschreibung. Meteore der Quadrantiden am Nachthimmel über der Chinesischen Mauer; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Cheng Luo

Beschreibung: Der Meteorstrom der Quadrantiden ist nach einem vergessenen Sternbild benannt. Für Himmelsbeobachter auf der Nordhalbkugel des Planeten Erde ist das ein jährliches Ereignis. Der Radiant am Himmel liegt im alten, astronomisch veralteten Sternbild Quadrans Muralis, nicht weit vom Großen Wagen entfernt und an der Grenze der heutigen Sternbilder Bärenhüter und Drache.

Der Radiant liegt rechts oben außerhalb des Bildes. Die Meteore der Quadrantiden streifen durch diese Nachthimmelslandschaft, die aus digitalen Einzelbildern zusammengesetzt wurde, welche in den Stunden um den Höhepunkt des Stroms am 4. Januar 2013 fotografiert wurden. Der abnehmende Halbmond beleuchtet eine zerklüftete Landschaft und einen Abschnitt der Chinesischen Mauer in der Provinz Hebei in China.

2003 wurde ein Asteroid als mögliche Quelle für den Staubstrom erkannt, aus dem die Quadrantiden entstehen. Wie gewöhnlich wird 2020 der kurze Höhepunkt des Stroms in der Nacht von 3. auf 4. Januar erwartet. Meteorliebhaberinnen in Nordamerika dürfen sich auf ein schönes Schauspiel freuen, um bei mondlosem Himmel vor der Morgendämmerung das neue Jahr zu feiern.

Zur Originalseite

Das nördliche Wintersechseck

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Der Dezember-Neumond brachte einigen zur Weihnachtszeit eine Sonnenfinsternis. Er schenkte auch Himmelsbeobachtern auf der ganzen Welt einen schönen dunklen Nachthimmel wie diese mondlose nördliche Winternacht.

Die Szenerie zeigt, wie die hellen Sterne des Wintersechsecks in der Milchstraße  aufgehen. Die gemütlichen Berghütten im verschneiten Vordergrund stehen in der Nähe von Oravská Lesná in der Slowakei. Die leuchtenden Himmelslichter, die den bekannten Asterismus markieren, sind Aldebaran, Kapella, Pollux (und Kastor), Prokyon, Rigel und Sirius. Diese winterliche Nachthimmelslandschaft zeigt auch blasse Nebel im Orion und den hübschen Sternhaufen der Plejaden.

Schieben Sie den Mauspfeil über das Bild, um das Wintersechseck zu sehen, oder folgen Sie einfach diesem Link.

Zur Originalseite

Panorama des nördlichen Winterhimmels

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tomas Slovinsky

Beschreibung: Welche Sterne leuchten im Winter auf der Nordhalbkugel der Erde? Dieses Bild zeigt einige helle Sterne, die zu Beginn dieses Monats sichtbar waren. Es ist ein horizontales 360-Grad-Kompositpanorama aus 66 senkrechten Einzelbildern, die etwa um 2:30 morgens nacheinander am selben Ort mit derselben Kamera aufgenommen wurden.

Zu den berühmten Sternen, die man im Bild sieht, zählen Kastor und Pollux links im Südosten, Sirius über dem Horizont im Süden, Kapella im Westen knapp über dem Bogen der Milchstraße und rechts im Norden der Polarstern. Zufällig wurde ganz links ein Meteor fotografiert.

Im Vordergrund steht das Museum des Orava-Dorfes in Zuberec in der Slowakei. Dieses Dorf zeigt Landleben in der Region vor Hunderten Jahren. Das Bild hingegen zeigt einen zeitlosen Himmel, der den Dorfbewohnern sicherlich vertraut war – ein Himmel, den alle Bewohner auf der Nordhalbkugel der Welt sahen.

Zur Originalseite

Vollmond-Geminiden

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Der zuverlässige jährliche Meteorstrom der Geminiden erreicht heute Nacht – von 13. auf 14. Dezember – vor der morgigen Dämmerung seinen Höhepunkt. Wenn die Erde die staubige Spur des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon durchquert, blitzen die Meteore am Himmel auf, ausgehend vom Radianten des Stroms im Sternbild Zwillinge (Gemini).

Auch die Zwillinge sind für Sternguckerinnen ziemlich leicht zu sehen, da sie in der Nähe des fast vollen abnehmenden Mondes stehen. Sie müssen jedoch nicht zum Radianten des Stroms blicken, um die Meteore zu sehen. Das Licht des fast vollen Mondes kann zwar die hellsten Geminiden nicht verbergen, doch es wird die Anzahl sichtbarer Meteore bei Zählungen beträchtlich reduzieren.

Voraussichtlich sind die Geminiden von 2019 dem Meteorstrom von 2016 sehr ähnlich. Für dieses Kompositbild der Geminiden 2016 wurden einzelne kurz belichtete Aufnahmen aneinander angeglichen, um viele helle Geminiden zu erfassen, die trotz des Vollmondes in der Nähe des Sternbildes Zwillinge zu sehen waren. Am Horizont sieht man das Solar Laboratory (rechts) des Teide-Observatoriums und der Vulkan Teide auf der Kanarischen Insel Teneriffa.

Zur Originalseite

Starlink-Satellitenspuren über Brasilien

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Egon Filter

Beschreibung: Was sind diese Streifen über dem Horizont? Neue Starlink-Satelliten, die Sonnenlicht reflektieren. SpaceX startete im Mai 60 Starlink-Kommunikationssatelliten und 60 weitere im November. Diese Satelliten und Tausende weitere, die von Kommunikationsunternehmen für die nächsten Jahre geplant sind, könnten recht häufig Streifen wie diese ziehen.

Viele in der Astronomiegemeinschaft äußerten Bedenken darüber, dass die Reflexionen dieser Satelliten künftige Beobachten des Weltraums beeinträchtigen könnten. Auf diesem Komposit aus 33 Aufnahmen sind parallele Streifen von Starlink-Satelliten über dem Süden von Brasilien zu sehen. Im Vordergrund stehen Sonnenblumen, rechts oben wurde zufällig ein heller Meteor aufgenommen.

Reflexionen von Satelliten sind nicht neu – die Konstellation aus 66 Iridiumsatelliten der ersten Generation, die seit 20 Jahren gestartet wurden, erzeugten Lichtblitze, von denen einige so helle waren, dass sie tagsüber zu sehen waren. Die meisten dieser alten Iridiumsatelliten haben jedoch im Laufe der Jahre die Umlaufbahn verlassen.

Zur Originalseite