Der Krater Herschel auf Mimas

Die Raumsonde Cassini nahm bei ihrem Rekord-Vorbeiflug an dem kleinen Saturnmond Mimas dieses detailreiche Bild des Kraters Herschel auf.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Mimas, ein kleiner Saturnmond mit einem Durchmesser von 400 Kilometern, besitzt den 130 Kilometer großen Krater Herschel, einen der größeren Einschlagkrater im ganzen Sonnensystem. Die Roboter-Raumsonde Cassini im Orbit um Saturn nahm 2010 bei einem Rekordvorbeiflug an der winzigen eisigen Welt in einer Entfernung von 10.000 Kilometern diese faszinierende Ansicht des kleinen Mondes und seines großen Kraters auf.

Das Bild ist in kontrastverstärkten Falschfarben dargestellt, die Daten zeigen deutlich, dass Herschels Landschaft ein bisschen anders gefärbt ist als das von vielen Kratern übersäte Gelände in der Umgebung. Der Farbunterschied liefert vielleicht Hinweise auf die Oberflächenzusammensetzung und die gewaltsame Geschichte von Mimas. Vermutlich hätte ein etwas größerer Einschlag auf Mimas als jener, der den 130 Kilometer großen Krater Herschel hervorrief, den kleinen Saturnmond zerstört.

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Phobos in Stereo

Der Marsmond Phobos ist von Rillen und Kratern überzogen, hier ist er als Stereo-Anaglyphe abgebildet, die Bilddaten stammen von der Raumsonde Mars Express der Europäischen Weltraumagentur ESA.

Bildcredit: G. Neukum (FU Berlin) et al., Mars Express, DLR, ESA

Nehmt eure rot-blauen Brillen und schwebt neben Phobos, dem gerillten Mond des Mars! 2004 nahm die hochauflösende Stereokamera an Bord der ESA-Raumsonde Mars Express etwa 200 Kilometer vom Marsmond entfernt die Bilddaten auf.

Diese faszinierende Stereo-Anaglyphe zeigt die zum Mars gerichtete Seite von Phobos. Die gerillte Oberfläche des asteroidenählichen Mondes ist von vielen Kratern übersät. Seine rätselhaften Rillen sind bis zu Hunderte Meter breit und stehen vielleicht in einem Zusammenhang mit dem Einschlag, bei dem der große Krater Stickney links entstand. Der Krater Stickney ist etwa 10 Kilometer breit, während Phobos sogar an seiner breitesten Stelle nur etwa 27 Kilometer breit ist.

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Der Mond, verkleidet als Saturn

Das Bild zeigt den Mond am Nachthimmel der Erde hinter einem Wolkenstreifen, sodass er aussieht wie ein riesiger Saturn.

Bildcredit und Bildrechte: Francisco Sojuel

Warum wirkt Saturn so groß? Das tut er nicht – was man hier sieht, sind Wolken im Vordergrund auf der Erde, die vor dem Mond vorbeiziehen. Der Mond zeigt eine schmale Sichelphase, ein Großteil seiner Oberfläche leuchtet in einem aschfarbenen Licht, das von der Erde reflektiert wird. Die Sonne beleuchtet die helle Mondsichel direkt von unten, was bedeutet, dass die Sonne unter dem Horizont steht und das Bild somit vor Sonnenaufgang fotografiert wurde.

Dieses Bild, bei dem man zweimal hinsehen muss, wurde am 24. Dezember 2019 fotografiert. Zwei Tage später glitt der Mond bei einer Sonnenfinsternis vor der Sonne vorbei. Im Vordergrund leuchten die Lichter kleiner Städte in Guatemala hinter dem riesigen Vulkan Pacaya.

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Der Adler steigt auf

Anaglyphe des Mondlandemoduls Eagle beim Aufstieg von der Mondoberfläche, links ragt die Erde über den Mondrand.

Bildcredit: Apollo 11, NASABildrechte: John Kaufmann (ALSJ)

Nehmt eure rot-blauen Brillen und seht euch dieses Stereobild im Mondorbit an. Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS11-44-6633, AS11-44-6634), die der Astronaut Michael Collins 1969 bei der Mission Apollo 11 fotografiert hat. Sie zeigt die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre, genannt The Eagle (Adler). Sie traf am 21. Juli auf die Kommandokapsel in der Mondumlaufbahn.

An Bord der Aufstiegsstufe befanden sich Neil Armstrong und Buzz Aldrin. Sie betraten als erste Menschen den Mond. Der glatte, dunkle Bereich auf der Mondoberfläche ist das Mare Smythii. Es liegt unter dem Äquator am äußersten östlichen Rand der Mondvorderseite. Hinter dem Horizont des Mondes lugt der blaue Planet Erde hervor.

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Dämmerungsstrahlen des Mondes über Dänemark

Das Bild zeigt den Mond, der über Wasser aufgeht, umgeben von hellen Strahlen, die durch die Wolken dringen.

Bildcredit und Bildrechte: Ruslan Merzlyakov (astrorms)

Dieser Mond legte einen besonderen Auftritt hin. Meist ist ein Mondaufgang ruhig und friedlich. Es dauert ein paar Minuten, bis der größte Begleiter der Erde ganz über dem Horizont auftaucht, und oft bleibt er relativ unauffällig, bis er am Nachthimmel höher steigt.

Doch vor etwa einer Woche bot der aufgehende Mond – zumindest an diesem Ort – ein Schauspiel, obwohl er nur halb von der Sonne beleuchtet war. Der Grund dafür war, dass der Mond in Limfjord in Nykøbing Mors (Dänemark) unterhalb einiger Wolken aufging, die am Horizont verstreut waren.

Das Ergebnis wurde auf einem Einzelbild fotografiert und ist hier zu sehen: Mondlicht ergoss sich durch die Wolkenlücken und bildete so genannte Dämmerungsstrahlen. Solche Strahlenbüschel können sich dramatisch über den Himmel auffächern, wenn sie nahe am Horizont beginnen, und sie können sogar scheinbar auf der anderen Seite des Himmels zusammenlaufen.

Weit hinter unserem Mond sprenkeln die Sterne in unserer Milchstraße den Hintergrund, und links oben seht ihr die größte Begleiterin unserer Galaxis – die Andromedagalaxie.

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Finde den Neumond

Der Mond ist auf diesem Bild, das kurz nach Neumond auf Sant Martí d'Empúries in Spanien entstand, eine kaum erkennbare Sichel.

Bildcredit und Bildrechte: Mohamad Soltanolkotabi

Seht ihr den Mond? Diese für gewöhnlich einfache Aufgabe kann ziemlich schwierig sein. Der Mond steht zwar die halbe Zeit über dem Horizont, doch seine Phase kann alles zwischen Sichel- bis Vollmond sein. Dieses Bild wurde Ende Mai auf Sant Martí d’Empúries in Spanien am frühen Morgen über dem Mittelmeer fotografiert.

Ein Grund, weshalb ihr diesen Mond nicht seht, ist, weil er sich kurz vor der Neumondphase befindet. Dabei sieht man von der Erde aus nur wenig von der sonnenbeleuchteten Hälfte. Ein weiterer Grund ist, dass dieser Mond nahe am Horizont steht und das Licht einen langen Pfad durch die Erdatmosphäre zurücklegt. Dieser Pfad dämpft die ohnehin blasse Sichel zusätzlich. Der dritte Grund ist, dass jeder Sichelmond nahe bei der Sonne steht, daher sieht man ihn kurz vor Sonnenaufgang (abnehmender Mond) oder nach Sonnenuntergang (zunehmender Mond).

Der Mond zeigt alle Phasen in einem Monat (Mon-d). Diesen Monat tritt die schmälste Mondsichel – Neumond – in drei Tagen auf.

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Panorama des Landeplatzes von Apollo 11

Dieses Panorama vom Landeplatz der Mission Apollo 11 wurde aus Bildern erstellt, die durch die Fenster der Mondlandefähre Eagle fotografiert wurden.

Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr kürzlich ein Panorama aus einer anderen Welt gesehen? Dieses Panorama entstand aus hoch aufgelösten Rasterdateien der Original-Filmaufnahmen. Es zeigt die prächtige Einöde am Landeplatz von Apollo 11 auf dem Mond im Meer der Ruhe. Neil Armstrong fotografierte die Bilder kurz nach der Landung am 20. Juli 1969 aus seinem Fenster des Mondlandemoduls Eagle (Adler).

Das Bild ganz links (AS11-37-5449) ist das erste, das je eine Person auf einer anderen Welt fotografiert hat. Vorne links im Süden sind Schubdüsen, rechts im Westen fällt der Schatten des Adlers auf den Mond. Zum Größenvergleich: Der große, seichte Krater rechts ist etwa 12 Meter groß.

Die Bilder wurden etwa eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster der Mondlandefähre fotografiert. Es war noch vor dem Ausstieg auf die Mondoberfläche. Das sollte den Landeplatz dokumentieren, falls eine frühe Abreise nötig wäre.

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Voyager 1 zeigt Europa und Jupiter

Die Raumsonde Voyager 1 zeigt Jupiter mit dem großen Roten Fleck, dem Mond Europa, dem Schatten von Io und dichten Wolken.

Bildcredit: NASA, Voyager 1, JPL, Caltech; Bearbeitung und Lizenz: Alexis Tranchandon / Solaris

Was sind diese Flecken auf Jupiter? Der größte und am weitesten entfernte Fleck rechts neben der Mitte ist der große Rote Fleck – ein riesiges Sturmsystem, das vielleicht schon seit der Zeit auf Jupiter wütet, wahrscheinlich seit Giovanni Cassini es vor 357 Jahren beschrieb. Wir wissen noch nicht, warum dieser große Fleck rot ist.

Der Fleck links unten ist einer von Jupiters größten Monden: Europa. Bilder von Voyager aus dem Jahr 1979 stützen die heutige Annahme, dass Europa unter der Oberfläche einen Ozean besitzt und daher ein guter Ort ist, um nach außerirdischem Leben zu suchen.

Was aber ist der dunkle Fleck rechts oben? Das ist der Schatten eines weiteren großen Jupitermondes: Io. Voyager 1 zeigte, dass Io so vulkanisch ist, dass dort keine Einschlagkrater zu finden waren.

Sechzehn Aufnahmen vom ersten Vorbeiflug der Raumsonde Voyager 1 an Jupiter im Jahr 1979 wurden kürzlich überarbeitet und zu diesem Bild kombiniert. Vor 45 Jahren startete Voyager 1 im August von der Erde und begann eine der bisher großartigsten Forschungsreisen ins Sonnensystem.

Frei herunterladen: Voyager-Poster
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