Titania, Uranus‘ größter Mond

Der Uranus-Mond Titania ist etwas mehr als halb beleuchtet. Am Terminator ist oben ein großer Krater mit Zentralberg, der von kleineren Kratern übersät ist. In der Mitte ist eine tiefe, gefurchte Schlucht. Die ganze Oberfläche ist voller Krater und mit hellen Flächen bedeckt.
Bildcredit: NASA, Voyager 2; Bearbeitung und Lizenz: zelario12

Titanias zerklüftete Landschaft ist eine Mischung aus Schluchten, Klippen und Kratern. Dieses Bild nahm die interplanetare Roboter-Raumsonde Voyager 2 der NASA auf, als sie 1986 am größten Mond von Uranus vorbeiflog. Die Gräben auf Titania ähneln denen von Ariel, einem weiteren Uranusmond. Sie deutet auf hin, dass es auf der Oberfläche von Titania in der Vergangenheit Phasen mit gewaltigen Veränderungen gab. Wahrscheinlich spielte Wasser, das fror und sich ausdehnte, eine wichtige Rolle.

Titania ist zwar der größte Mond von Uranus, aber nur halb so groß wie Triton, Neptuns größter Mond. Triton ist wiederum nur etwa halb so groß wie der Erdmond.

1787 entdeckte William Herschel den Mond Titania. Vereinfacht kann man den Mond als großen, schmutzigen Eisball beschreiben. Er besteht zur Hälfte aus Wassereis und zur Hälfte aus Gestein. Jüngste Spekulationen besagen, dass ein Teil des Eises unter der Oberfläche zu Ozeanen geschmolzen ist. Als Grund vermutet man radioaktive Erwärmung.

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Zwei Finsternisse im Saros-Zyklus 133

Die beiden Mondfinsternisse wurden am 21. Februar 2008 und am 3. März 2026 fotografiert. Sie sehen sehr ähnlich aus und gehören zum Saroszyklus 133. In der Mitte ist der maximal verfinsterte Mond, kombiniert mit zwei Bildern von Beginn und Ende der Totalität.
Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN), Petr Horalek / Institut für Physik in Opava / KPNO/NOIRLab/NSF/AURA

Diese beiden totalen Mondfinsternisse sind auf das Maximum der Finsternis zentriert. Sie sehen fast gleich aus. Allerdings entstand die obere aus Aufnahmen im Februar 2008. Die untere ist die totale Mondfinsternis vom März 2026, sie wurde erst kürzlich fotografiert.

Warum sehen die beiden Mondfinsternisse einander so ähnlich? Das liegt daran, dass sie aus dem gleichen Saroszyklus stammen. Historisch wurde der Saroszyklus entdeckt, indem man die Mondbahn beobachtete. Seine Periode beträgt 18 Jahre, 11 und 1/31/3 Tage. Der Zyklus sagt voraus, wann Sonne, Erde und Mond zur selben geometrischen Konfiguration zurückkehren, bei der es zu einer Finsternis von Mond oder Sonne kommt.

Finsternisse, die im Abstand von genau einem Saroszyklus auftreten, haben die gleiche Nummer in der Sarosreihe. In diesem Fall ist das 133. Demnach erwarteten wir die nächste Mondfinsternis mit der Nummer 133 am 3. März dieses Jahres. Die darauffolgende findet am 13. März 2044 statt.

Galerie: Totale Mondfinsternis vom 3. März

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Totale Mondfinsternis über Tsé Bit’a’í

Über dem Tsé Bit'a'í im Gebiet der Navajo zieht der Mond über den Himmel, während er in den Erdschatten eintaucht.
Bildcredit und Bildrechte: Satoru Murata; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese Woche wanderte der Vollmond durch den Erdschatten. Es war die einzige totale Mondfinsternis des Jahres. Die beeindruckende Bildfolge zeigt den Weg des Mondes am Nachthimmel. Die Fotoserie zeigt, wie der Erdschatten den Mond langsam bedeckt, bis er rot leuchtet.

Warum wird der Mond rot? Die Erdatmosphäre streut und bricht Sonnenlicht. Blaues und grünes Licht, also Licht mir kürzerer Wellenlänge, wird stärker gestreut. Übrig bleiben Rot-, Orange- und Gelbtöne, die den Mond färben.

Vorne steht der Tsé Bit’a’í („Fels mit Flügeln“), der auch Shiprock genannt wird. Der Vulkan liegt im Navajo-Gebiet. Er ist ein wichtiger Ort in den Geschichten der Navajo – voller Ursprungsmythen, Abenteuer und Helden.

Diese Finsternis war speziell: Sie war der erste Vollmond im neuen Mondjahr und für viele Kulturen ein bedeutendes Ereignis. Man sah sie von Ostasien bis Nordamerika, doch sie verband Menschen weltweit – eine kosmische Erinnerung, dass wir alle unter demselben Himmel leben.

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Der Mond bei einer totalen Mondfinsternis

Bildcredit und Bildrechte: Wang Letian und Zhang Jiajie

Wie verändert sich das Aussehen des Mondes bei einer totalen Mondfinsternis? Hier seht ihr ein Zeitraffervideo. Es wurde digital bearbeitet, sodass der Mond während der fünf Stunden langen Mondfinsternis vom 31. Januar 2018 hell und zentriert bleibt.

Zunächst sieht man den Vollmond, denn nur bei Vollmond kann eine Mondfinsternis stattfinden. Im Hintergrund laufen Sterne durch das Bild, da der Mond während der Finsternis um die Erde kreist. Dann bewegt sich der kreisförmige Schatten der Erde über den Mond. Der hellblaue Farbton am Rand des Schattens hat dieselbe Ursache wie das Himmelsblau auf der Erde. Der tiefrote Farbton im Zentrum des Schattens hat dieselbe Ursache wie die rötliche Färbung der Sonne in der Nähe des Horizonts.

Morgen Nacht sehen Leute in Ostasien, Australien und weiten Teilen Nordamerikas mit etwas Glück eine totale Mondfinsternis mit Blutmond. Der Begriff Blut bezieht sich hier auf die (wahrscheinlich) rötliche Färbung des total verfinsterten Mondes.

Knobelspiel: Astronomie-Puzzle des Tages

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Der Mond bedeckt Merkur

Zwei Bilder übereinander. Oben die Sichel des Monds mit Erdschein am dunkelblauen Himmel, direkt daneben ein Stern (der Planet Merkur). Unten die Sichel am dunklen Himmel, rötlich leuchtend. Der helle Stern steht nun weiter weg vom Mondrand.

Bildcredit und Bildrechte: Fabrizio Melandri

In diesem Monat konnten Fans sich des Westhimmels nach Sonnenuntergang eine besondere Ansammlung heller Planeten freuen. Am 18. Februar schien der Planet Merkur an einigen Orten hinter dem Mond zu verschwinden. Ein solches Ereignis heißt Bedeckung durch den Mond.

Diese beiden Bilder entstanden am frühen Abendhimmel. Sie zeigen den Blick durch ein Teleskop vor und nach dem seltenen Verschwinden des sonnennächsten Planeten hinter dem jungen Mond. Im oberen Bild könnt ihr Merkur gerade noch am nördlichen (rechten) Rand der Mondscheibe sehen. Diese ist vom Erdschein beleuchtet. Im unteren Bild ist der Planet am inzwischen dunkleren Himmel wieder aufgetaucht. Er steht nun neben der von der Sonne angestrahlten Mondsichel.

In Sallisaw in Oklahoma auf der Erde dauerte diese Bedeckung von Merkur durch den Mond nur 3 Minuten (Video). Aber auch heute Nacht könnt ihr die Parade der Planeten sehen.

3. März: Totale Mondfinsternis (Verlauf in AT und DE)

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Dämmerung mit Mond und Planeten

Foto des Dämmerungshimmels über einer schneebedeckten Landschaft. Am Himmel steht die Mondsichel und drei helle Gestirne, die mit „Saturn“, „Mercury“ und „Venus“ beschriftet sind.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Eine schmale Mondsichel steht auf dieser winterlichen Landschaft in der Dämmerung über dem westlichen Horizont. Das Bild entstand nur zwei Tage nach Neumond und nach der ringförmigen Sonnenfinsternis im Februar. Der Erdschein erhellt die Nachtseite des Mondes.

Der Abendhimmel über dem Dorf Kirazli in der Türkei war weitgehend klar. Der junge Mond steht bei drei hellen Planeten. Den inneren Planeten Venus seht ihr direkt über dem Horizont. Die strahlende Venus steht mitten im Bild im warmen Leuchten des Sonnenuntergangs. Sie beginnt derzeit ihre Vorstellung als Abendstern im Jahr 2026.

Direkt über der Venus könnt ihr den sonnennächsten Planeten Merkur leicht erkennen. Er steht bemerkenswert hoch über dem Horizont, auch wenn es schon dunkel wird. Den äußeren Planeten Saturn findet ihr links neben der Mondsichel, die von der Sonne beleuchtet wird. Er ist der entfernteste Planet, den ihr mit bloßem Auge sehen könnt.

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Die Regenbogenbucht

Mitten im Bild liegt die Regenbogenbucht, die ins Regenmeer links unten mündet. Der hohe Kraterwall ist von der Sonne beleuchtet. Vorne im "Meer" sind nur wenige Krater, das Gelände links oben ist ziemlich zerklüftet und zernarbt.

Bildcredit und Bildrechte: Olaf Filzinger

Die dunklen, glatten Flächen auf der Mondoberfläche, die uns vertraut ist, tragen lateinische Namen für „Meere“ oder „Ozeane“. Diese Benennung hat einen historischen Ursprung und klingt im Zeitalter der Raumfahrt etwas seltsam. Schließlich wissen wir, dass der Mond eine vorwiegend trockene, luftleere Welt ist. Die dunklen Ebenen sind Einschlagbecken, die von Lava geflutet wurden.

Ein gutes Beispiel ist diese Teleskopaufnahme: Sie zeigt den nordwestlichen Teil des Mare Imbrium, also des „Regenmeeres“. Der Blick fällt in die Sinus Iridum, die „Regenbogenbucht„. Sie ist vom Juragebirge (Montes Jura) umgeben und ist etwa 250 Kilometer breit.

Die Berge bilden einen Teil des Kraterrands der Sinus Iridum. Hier wurden sie nach dem lokalen Sonnenaufgang fotografiert. Ihr zerklüfteter Bogen ist von der Sonne beschienen. Oben begrenzt ihn das Kap Laplace. Es ragt fast 3000 Meter über die Oberfläche der Bucht. Am unteren Tand des Bogens liegt Kap Heraklides. Manchmal sieht man darin das Profil einer „Mondjungfrau„.

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Wiedersehen mit Miranda

Der Uranusmond Miranda ist von rauem Gelände überzogen, das viele Krater aufweist. Darunter liegen viele Gräben und Rillen.

Bildcredit: NASA, JPL, Voyager 2; Bearbeitung und Lizenz: Flickr: zelario12; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Wie sieht Miranda wirklich aus? Kürzlich wurden alte Bilder der NASA-Raumsonde Voyager 2 überarbeitet und kombiniert. So entstand dieses Bild, das den 500 Kilometer großen Uranusmond zeigt.

Ende der 1980er-Jahre flog die Raumsonde Voyager 2 an Uranus vorbei und kam dem Mond sehr nahe. Miranda ist von Kratern übersät, brüchig und hat ungewöhnliche Rillen. Benannt wurde er nach einer Figur in Shakespeares Stück „Der Sturm„. Nun entwickeln Planetenforschende anhand alter Daten und klarer Bilder neue Theorien, wie die Strukturen auf Mirandas rauer Oberfläche entstanden sind.

Eine führende Hypothese vermutet, dass es unter Mirandas eisiger Oberfläche einen weiten Ozean aus flüssigem Wasser gibt, der nun langsam zufriert. Dank der Erkenntnisse von Voyager 2 gilt Miranda nun als interessanter Ort für die Suche nach Wasser im Sonnensystem. Vielleicht gibt es dort sogar mikrobielles Leben. Damit steht Miranda nun in einer Reihe mit Europa, Titan und anderen eisigen Monden.

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