Artemis I: Flugtag 13

Links unten ragt die Raumpatrouille Orion ins Bild. Rechts oben steht die blaue Erde hinter dem braunen Mond. Beide sind etwa zu drei Vierteln beleuchtet.

Bildcredit: NASA, Artemis I

Am 13. Flugtag der Mission Artemis I erreichte das Raumschiff Orion seine größte Entfernung zur Erde. Das war am 28. November 2022. Orion war damals auf ihrer fernen retrograden Umlaufbahn mehr als 430.000 Kilometer von der Erde entfernt. Die Distanz zum Mond betrug fast 70.000 Kilometer.

Dieses Standbild stammt aus einem Video vom 13. Flugtag. Es zeigt den Planeten Erde und seinen großen natürlichen Satelliten im selben Sichtfeld. Aus der Sicht des Raumschiffs sind sie fast gleich groß.

Am 26. Flugtag (am 11. Dezember 2022) landete das besatzungslose Raumschiff auf seiner Heimatwelt. Damit endete die historische Mission Artemis I. Die Mission Artemis II bringt vier Astronaut*innen um den Mond und wieder zurück. Sie startet frühestens am 6. Februar.

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Der verlorene Marsmond Phobos

Der rötliche Himmelskörper ist von vielen Kratern zernarbt und hat eine grob kugelähnliche Form. Einige der Krater sind sehr groß. Von rechts laufen parallele Rillen über die Oberfläche.

Bildcredit: NASA, LPL (U. Arizona), MRO, HiRISE

Dieser Mond ist dem Untergang geweiht. Der rote Planet Mars ist nach dem römischen Kriegsgott benannt. Er hat zwei winzige Monde: Phobos und Deimos. Ihre Namen stammen aus dem Altgriechischen und bedeuten „Furcht“ und „Schrecken“. Diese Marsmonde sind vielleicht eingefangene Asteroiden aus dem Hauptgürtel. Dieser befindet sich zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Sie könnten aber auch aus noch weiter entfernten Regionen unseres Sonnensystems stammen.

Der größere Mond Phobos ist von Kratern übersät und ähnelt in der Tat einem Asteroiden. Dieses beeindruckende Farbbild zeigt Phobos im Blick des Mars Reconnaissance Orbiter. Diese robotische Raumsonde kann kleine Details fotografieren, die gerade einmal 10 Meter groß sind.

Phobos‘ Bahn verläuft sehr eng um den Mars, nur 5800 Kilometer über der Oberfläche des Planeten. Unser Mond ist rund 400.000 Kilometer von der Erde entfernt. Deswegen ziehen Gezeitenkräfte den Marsmond zum Planeten. In vielleicht 50 Millionen Jahren zerfällt Phobos voraussichtlich. Danach werden seine Trümmer einen Ring um den Planeten bilden.

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Orion zeigt, wie die Erde untergeht

Links ragt das Raumschiff Orion ins Bild, rechts der Mond der Erde. Unten am Mondrand schimmert eine kleine blaue Murmel, die Erde.

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Dieser Schnappschuss aus dem Weltraum entstand am 21. November 2022. Hier verschwinden gerade acht Milliarden Menschen, weil der helle Rand des Mondes ihre Heimatwelt verdeckt. Es war der sechste Tag der Mission Artemis I. Eine Außenkamera des Raumschiffs Orion nahm das Bild auf.

Das Raumschiff Orion flog dabei kontrolliert am Mond vorbei und näherte sich seiner Oberfläche auf 130 Kilometer. Beim Vorbeiflug gewann Orion genug Geschwindigkeit für eine ferne rückläufige Umlaufbahn um den Mond. Diese führte die Kapsel 92.000 Kilometer vom Mond fort. Sie war rückläufig (retrograd), weil das Raumschiff in Gegenrichtung zur Umlaufbahn des Mondes um die Erde kreiste.

Als das Raumschiff Orion am 28. November 2022 den Mond umrundete, erreichte es seine größte Entfernung von der Erde. Sie betrug etwas mehr als 400.000 Kilometer. Dabei brach Orion den Rekord von Apollo 13. Seither ist es das am weitesten entfernte Raumschiff, das es Menschen möglich machen sollte, das Weltall zu erforschen.

Die Mission Artemis II soll vier Astronaut*innen um den Mond führen und wieder zurückbringen. Der Start ist schon für 6. Februar geplant.

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Io in Echtfarben

Der Jupitermond Io füllt das ganze Bild. Er erinnert auf diesem bunt gefärbten Bild an eine Pizza. Seine Oberfläche ist großteils schwefelgelb. Dazwischen sind Vulkane wie Pickel verteilt.

Bildcredit: NASA, JPL, Projekt Galileo

Der seltsamste Mond in unserem Sonnensystem leuchtet in hellem Gelb. Dieses Bild zeigt, wie Io in „echten Farben“ aussehen würde – also so, wie das menschliche Auge ihn wahrnehmen würde. Die Aufnahme stammt von der Raumsonde Galileo und wurde im Juli 1999 aufgenommen. Die Raumsonde umkreiste Jupiter von 1995 bis 2003.

Ios Farben stammen von Schwefel und geschmolzenem Silikatgestein. Ein System aktiver Vulkane hält die ungewöhnliche Oberfläche des Mondes Io sehr jung.

Jupiters gewaltige Gezeitenkräfte ziehen Io in die Länge. Außerdem gleichen sie die Schwankungen durch die anderen galileischen Monde aus. Dabei entsteht Reibung. Sie erhitzt das Innere von Io so stark, dass geschmolzenes Gestein durch die Oberfläche bricht. Ios Vulkane sind so aktiv, dass sie den Mond Io quasi von innen nach außen kehren. Seine Lava ist teilweise so heiß, dass sie im Dunkeln leuchtet.

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Weltraumteleskop Webb zeigt Jupiter

Jupiter im Infrarotlicht, aufgenommen vom Weltraumteleskop James Webb. Manche von Jupiters Wolken sind ungewöhnlich gefärbt, zum Beispiel der große Rote Fleck, ein Ring, mehrere Monde und ein helles Polarlicht.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, Jupiter-ERS-Team; Bearbeitung: Ricardo Hueso (UPV/EHU) und Judy Schmidt

Diese Infrarot-Ansicht von Jupiter von Webb ist erhellend. Das Weltraumteleskop James Webb machte hoch aufgelöste Infrarotbilder von Jupiter. Sie zeigen die Unterschiede zwischen hellen Wolken hoch oben – dazu gehört auch der große Rote Fleck – und dunklen, tief liegenden Wolken.

Darüber hinaus zeigt dieses Bild von Webb auch Jupiters Staubring, helle Polarlichter und die Monde Amalthea und Adrastea. Das Magnetfeld des stark vulkanischen Mondes Io lenkt elektrisch geladene Teilchen auf Jupiter. Ein Indiz dafür sieht man im südlichen Polarlicht-Oval. Einige Objekte sind so hell, dass das Licht an Webbs Optik merklich abgelenkt wird und Streifen entstehen.

Das Webb-Teleskop läuft in Erdnähe um die Sonne. Sein Spiegel hat einen Durchmesser von mehr als sechs Metern. Damit ist es das größte astronomische Teleskop, das je ins All startete. Seine Lichtsammelfläche ist sechsmal größer als die von Hubble.

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Apollo 14: Aussicht von Antares

Der Blick aus dem Landemodul Antares bei Apollo 14 reicht über das Fra-Mauro-Hochland. Vorne steht ein kleiner Transporter, links dahinter die Flagge der USA. Oben unter einem Felsen ist ein Krater. Darin liegen ein Speer und ein Golfball.

Bildcredit: Edgar Mitchell, Apollo 14, NASA; MosaikEric M. Jones

Am 5. Februar 1971 landete das Modul Antares von Apollo 14 auf dem Mond. Gegen Ende des Aufenthalts schoss der Astronaut Ed Mitchell durch das Fenster der Landefähre eine Reihe von Fotos der Mondoberfläche. Diese kombinierte Eric Jones zu einem detaillierten Mosaik. Eric Jones war Herausgeber des Apollo Lunar Surface Journal.

Der Blick reicht über das Hochland Fra Mauro. Es liegt nordwestlich von der Landestelle. Das Bild entstand, nachdem die Astronauten von Apollo 14 ihren zweiten und letzten Außenbordeinsatz auf dem Mond beendet hatten. Vorne steht ihr Modular Equipment Transporter. Er ist ein Gerät mit zwei Rädern, das an eine Rikscha erinnert. Sie nützten es, um Werkzeuge und Proben zu transportieren.

Oben in der Bildmitte liegt nahe am Horizont ein Felsbrocken. Er ist 1,5 Meter groß und erhielt den Namen Schildkrötenfelsen (Turtle Rock). Im flachen Krater unter der Schildkröte liegt der lange, weiße Griff eines Geräts, mit dem Proben aufgenommen wurden. Mitchell warf es wie einen Speer dorthin.

Alan Shepard war Mitchells Kollege beim Außenbordeinsatz, und er war auch der erste Amerikaner im All. Mit einem improvisierten 6er-Eisen schlug er zwei Golfbälle. Einer von Shepards Golfbällen ist der weiße Punkt unter Mitchells Speer.

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Plato und die Montes Alpes auf dem Mond

Links ist der runde Krater Plato. Sein Boden ist flach und dunkel. Rechts daneben stehen die lunaren Alpen, durch die ein auffällig gerades Tal verläuft. Oben und unten breiten sich Mondmeere aus.

Bildcredit und Bildrechte: Luigi Morrone

Dieser scharfe Schnappschuss der Mondoberfläche entstand mit einem Teleskop. Er zeigt den dunklen Boden des Kraters Plato, der 95 Kilometer breit ist. Die Gipfel der Alpen des Mondes glänzen in der Sonne.

Die Alpen der Erde heben sich im Laufe von Millionen Jahren, während die Kontinentalplatten langsam zusammenstoßen. Doch die Alpen des Mondes entstanden ganz plötzlich bei der Kollision, bei der auch die riesige Tiefebene des Mare Imbrium, dem Meer des Regens, entstand. Der flache Boden dieses Ozeans liegt unter dem Gebirgszug.

Durch die Berge zieht sich eine auffällige gerade Struktur. Es ist das Alpental Vallis Alpes, welches das Mare Imbrium mit dem nördlichen Mare Frigoris, dem Meer der Kälte, verbindet. Das Tal ist etwa 160 Kilometer lang und bis zu 10 Kilometer breit.

Der große, helle Berg rechts unter dem Krater Plato heißt Mont Blanc. Die Mondalpen haben keine Atmosphäre und deshalb auch keinen Schnee. Sie sind also kein idealer Ort für den Winterurlaub. Doch eine 75 Kilo schwere Schifahrerin würde auf dem Mond nur etwa 12 Kilogramm wiegen.

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Vollmondlicht

Über drei Hügelkuppen steht der fast volle Mond. Man erkennt deutlich die dunklen Flecken. Am oberen Rand verläuft der Terminator, dort sind ein paar Krater erkennbar. Zwischen zwei Kuppen steht ein Beobachter mit Teleskop.

Bildcredit und Bildrechte: Zhengjie Wu und Jeff Dai (TWAN)

Bei Vollmond ist der Mond am hellsten. Heute Nacht könnt ihr im Licht des ersten Vollmonds im Jahr 2026 stehen. Der Vollmondzeitpunkt ist am 3. Januar um 10:03 Uhr Weltzeit.

Etwa 7 Stunden später, um 17:16 Uhr Weltzeit, erreicht die Erde den sonnennächsten Punkt ihrer elliptischen Umlaufbahn um die Sonne im Jahr 2026: das Perihel. Der Januar-Vollmond war auch nicht weit vom Punkt seiner größten Annäherung an die Erde entfernt, dem Perigäum. In diesem Mondphasenzyklus fand das Perigäum des Mondes am 1. Januar um 21:44 Uhr Weltzeit statt.

Ihr könnt auch den Planeten Jupiter sehen, der heute Nacht fast seine größte Helligkeit für 2026 erreicht. Er steht am Himmel nahe beim Vollmond. Vergesst aber nicht, nach den seltenen, hellen Feuerkugeln des Sternschnuppenstroms der Quadrantiden Ausschau zu halten, wenn ihr draußen den Nachthimmel beobachtet!

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