Odysseus und die Schüssel

Mitten im Bild steht eine riesige Radioantenne, die in der Mitte beleuchtet ist. Darübr steht der Vollmond. Im Hintergrund am Horizont stehen Bäume.

Bildcredit und Bildrechte: John Sarkissian (ATNF Radioteleskop Parkes)

Hier steht das Parkes-Radioteleskop in New South Wales in Australien und zeigt zum fast vollen Mond. Die 64 Meter breite Schüssel ist in Mondlicht getaucht. Sie empfängt schwache Funksignale vom Landeroboter Odysseus, der am 22. Februar etwa 300 Kilometer nördlich vom Südpol des Mondes gelandet ist. Odysseus landete als erste US-amerikanische Sonde seit der Apollo 17-Mission im Jahr 1972 auf dem Mond.

Odysseus steht schräg auf der Mondoberfläche. Daher lässt sich seine sensible Antenne nicht zur Erde richten. Doch die große, lenkbare Parkes-Schüssel ist sehr empfindlich. Daher konnte man die Daten der Experimente, welche die robotische Mondlandefähre auf die Mondoberfläche gebracht hatte, besser empfangen.

Berühmt wurde das Parkes-Radioteleskop, als es die Fernsehbilder vom Mond bei der Mission Apollo 11 im Jahr 1969 hervorragend übertrug. So konnten Leute auf der Erde den ersten Außenbordeinsatz auf dem Mond zeitgleich verfolgen.

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Marsmond verfinstert Marsmond

Videocredit: ESA, DLR, FU Berlin, Mars Express; Bearbeitung und Lizenz CC BY 2.0: Andrea Luck

Was wäre, wenn es zwei Monde am Himmel gäbe, sie sich gegenseitig verfinstern? Das ist auf dem Mars passiert. Dieses Video zeigt eine Version der ungewöhnlichen Finsternis aus dem Weltraum mit beiden Marsmonden. Phobos ist der größere Mond. Er kreist näher am Roten Planeten. Der kleinere Mond Deimos ist weiter außen.

Die Filmsequenz wurde letztes Jahr von Mars Express aufgenommen. Mars Express ist eine Roboter-Raumsonde der ESA, die den Mars umkreist. Auf der Marsoberfläche sieht man ähnliche Finsternisse, allerdings nur selten. Von dort aus zieht der nähere Mond Phobos vor dem weiter entfernten Mond Deimos vorbei.

Das Verrückteste ist, dass der Mond Phobos so nahe um den Mars kreist, dass er sich – verglichen mit dem Erdmond – scheinbar rückwärts bewegt: Er geht im Westen auf und im Osten unter. Der nähere Mond Phobos wandert so nahe und schnell über den Mars, dass er fast dreimal pro Tag oben vorüberzieht.

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Auf zum Mond

Das Weitwinkelbild wurde von Odysseus fotografiert, es zeigt rechts die Landebeine der Sonde und links und oben die Mondoberfläche. Das Bild erinnert an eine Kugel, die in Staniolpapier gewickelt ist.

Bildcredit: Intuitive Machines

Die Roboter-Landesonde Odysseus von Intuitive Machines schaffte die erste erfolgreiche Landung der USA auf dem Mond seit der Mission Apollo 17 im Jahr 1972.

Die Landesonde hat die Größe einer Telefonzelle. Sie startete am 15. Februar auf einer SpaceX-Rakete, erreichte den Mondorbit am 21. Februar und landete am 22. Februar um 0:23 MEZ auf der Mondoberfläche. Der Landebereich liegt etwa 300 Kilometer nördlich vom Südpol des Mondes in der Nähe eines Kraters mit der Bezeichnung Malapert A.

Die Landesonde liegt auf der Seite, sie sammelt derzeit Sonnenenergie und sendet Daten an das Missionskontrollzentrum von Intuitive Machines in Houston. Die Mission ist die erste kommerzielle Landung ohne Besatzung auf dem Mond.

Vor der Landung fotografierte die Kamera von Odysseus dieses extreme Weitwinkelbild. Rechts seht ihr die Landebeine. Die Sonde flog dabei etwa 200 Kilometer von ihrem Landeplatz entfernt über den Krater Schomberger. Odysseus befand sich noch etwa 10 Kilometer über der Mondoberfläche.

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Ein Wolfsmond im Januar

Mitten im Bild leuchtet der Mond, umgeben von einem hellen Lichterkranz. Oben sind regenbogenfarbige Zirren, unten ein dunkler bewaldeter Berghang.

Bildcredit und Bildrechte: Antoni Zegarski

Haben Sie letzten Monat den Vollmond gesehen? Normalerweise erscheint jeden Monat ein Vollmond am Himmel über dem Planeten Erde. Der Grund ist, dass unser Mond einen Monat für einen kompletten Umlauf umd unseren Heimatplaneten benötigt. Er zeigt dabei nacheinander alle seine Phasen und hat dabei auch einmal sein Gesicht vollständig erleuchtet, wenn es zur Erde zeigt.

Viele Naturvölker und indigenen Kulturen gaben und geben jedem Vollmond des Jahres einen eigenen Namen, der mit der Jahreszeit der Erscheinung zu tun hat. Beispielsweise gibt es Namen wie Eismond, Bleib-zuhause-Mond oder Stiller Mond. Basierend auf dem heute global in nichtreligiösen Kontexten üblichen gregorianischen Kalender heißt der Januar-Vollmond bei mehreren Kulturen Wolfsmond. Die Bezeichnung erinnert an das berühmte Heulen des Tieres.

Das heute APOD zeigt den diesjährigen Wolfsmond über den italienischen Alpen. Es ist ein Komposit aus einer langen und einer kurzen Belichtung.

Die Aufnahme ist deshalb so bemerkenswert, weil es für manche Leute so aussieht, als würden die umgebenden Wolken ein Wolfsmaul darstellen. Demnach wäre der Wolkenwolf gerade dabei den Wolfs mond zu fressen. Man kann das Wolfsgesicht in den Wolken aber auch so sehen, dass der Mond das Auge des Wolfs darstellt.

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Raketenschatten zeigt auf den Mond

Eine Abgasschwade türmt sich mächtig im Bild auf, der obere Teil ist noch von der Sonne beleuchtet und wirft einen Schatten zum aufgehenden Mond.

Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Warum zeigt die Abgasfahne einer Rakete genau auf den Mond?

Während eines Starts von Spaceshuttles Atlantis Anfang 2001 waren Sonne, Erde, Mond und die Rakete für diesen fotogenen Schnappschuss genau richtig positioniert.

Soll die Abgasfahne des Spaceshuttles einen besonders langen Schatten werfen, muss der Start in zeitlicher Nähe von Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang stattfinden. Nur dann ist der Schatten am längsten und erstreckt sich bis zum Horizont hinunter. Darüber hinaus stehen sich bei Vollmond Sonne und Mond am Himmel gegenüber. Zum Beispiel kurz nach Sonnenuntergang ist die Sonne knapp unter dem Horizont und in der entgegengesetzten Richtung steht der Mond knapp über dem Horizont. Deshalb zeigte der Schatten beim Abheben von Atlantis kurz nach Sonnenuntergang von der Sonne weg auf den gegenüberliegenden Horizont, genau auf den Vollmond.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator

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Apollo 14: Blick von Antares

Durch ein Fenster fällt der Blick auf die graue Mondoberfläche. Unten steht ein Transportfahrzeug, weiter entfernt eine Flagge und anderes Gerät, rechts sind Schubdüsen des Landefahrzeugs.

Bildcredit: Edgar Mitchell, Apollo 14, NASA; Mosaik:Eric M. Jones

Die Mondlandefähre Antares von Apollo 14 landete am 5. Februar 1971 auf dem Mond. Kurz vor Ende der Landemission nahm Astronaut Ed Mitchell eine Bilderserie der Mondoberfläche auf. Sie zeigt den Blick aus dem Fenster. Eric Jones, Gründer und Herausgeber des Apollo Lunar Surface Journal, erstellte daraus dieses detaillierte Mosaik.

Das Bild zeigt die Fra-Mauro-Formation. Sie liegt nordwestlich von der Landestelle. Dort absolvierten die Apollo-14-Astronauten ihren zweiten und letzten Außenbordeinsatz. Vorne steht ihr den Modular Equipment Transporter. Er ist ein Rikscha-ähnliches Gerät mit zwei Rädern. Damit wurden Werkzeug und Proben transportiert. Vor dem Horizont liegt ein Felsen. Er ist 1,50 Meter groß und wurde Turtle rock („Schildkrötenfelsen“) genannt.

In dem flachen Krater unter dem Turtle rock liegt der lange weiße Griff eines Probenahmegeräts. Mitchell warf ihn wie einen Speer dorthin. Mitchells Astronautenkollege Alan Shepard war auch der erste Amerikaner im Weltall. Er schlug mit einem improvisierten Eisen-6-Schläger zwei Golfbälle. Einer von Shepards Golfbällen ist der weiße Punkt unter Mitchells Speer.

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SLIM landet auf dem Mond

Auf der Mondoberfläche ist ein gelbes Gerät sichtbar. Die Schubdüsen sind nach oben gerichtet, es steht also Kopf.

Bildcredit und Bildrechte: JAXA, Takara Tomy, Sony Co., Doshisha U.

Neue Fahrzeuge sind auf dem Mond. Vor fast zwei Wochen hat die japanische Smart Lander for Investigating Moon (SLIM) Raumsonde bei ihrer Landung zwei Rover abgesetzt, kurz bevor sie selbst auf der Mondoberfläche gelandet ist.

Das größere der beiden Fahrzeuge kann wie ein Frosch hüpfen. Das kleinere Fahrzeug ist ungefähr so groß wie ein Baseball und bewegt sich, indem es sich wie ein Transformer auseinanderzieht.

Im oberen Bild, das das kleinere Fahrzeug aufgenommen hat, sieht man die Raumsonde, die den Spitznamen Moon Sniper trägt. Wenn man genau hinsieht, sieht man, dass die Antriebsdüsen von Moon Sniper nach oben zeigen.

Das bedeutet, dass das Landefahrzeug nicht so wie vorgesehen auf dem Mond gelandet ist, sondern auf dem Kopf steht. Das bedeutet allerdings auch, dass die Solarpaneele von Moon Sniper nicht in die geplante Richtung zeigen und dass die Stromversorgung der Raumsonde eingeschränkt und adaptiert werden musste.

Das erklärte Hauptziel der Landefähre von SLIM, die Demonstration der technologischen Fähigkeiten, wurde übertroffen, aber die Raumsonde wurde nicht darauf ausgelegt, eine Mondnacht zu überleben – und die beginnt morgen.

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Sternwarten-Vollmond

Hinter einem dunklen Berg, auf dem zwei Koppeln und dazwischen ein flaches Gebäude eines Observatoriums stehen, geht am klaren, dunkelblauen Himmel der Vollmond auf.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Der Vollmond im Januar wird in mnchen Gegenden auf der Nordhalbkugel der Erde auch als Wolfsmond bezeichnet. Er ist der erste Vollmond im Jahr.

In dieser gut geplanten Erde-Mond-Landschaft sehen wir ihn über dem Las-Campanas-Observatorium aufgehen. Die beiden 6,5-Meter-Magellan-Teleskope des Observatoriums im Vordergrund wirken dabei vor dem Mond wie zwei astronomische Augen.

Dieser besondere Moment wurde mit einem Teleobjektiv aus einer Entfernung von etwa 15 Kilometern zur Sternwarte über die zerklüftete Landschaft der chilenischen Atacamawüste hinweg eingefangen. Die Mondoberfläche war zu diesem Zeitpunkt allerdings etwa 400.000 Kilometer entfernt.

Der erste Vollmond nach dem Mond-Neujahr, dem Beginn vieler asiatischer Kalender, wird allerdings erst am 24. Februar aufgehen. Er wird auch als Schneemond bezeichnet.

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