Der Adler steigt auf

Das Stereobild in Rot und Cyan zeigt das Mondlandemodul vor dem riesigen Mond, links am Rand taucht die Erde auf.

Credit: Apollo 11, NASAStereobild-Bildrechte: John Kaufmann (ALSJ)

Nehmt eure rot-blauen Brillen und schaut dieses interessante Stereobild aus dem Mondorbit an. Die 3D-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS11-44-6633, AS11-44-6634), die der Astronaut Michael Collins vor 40 Jahren bei der Mission Apollo 11 im Jahr 1969 fotografierte.

Das Bild zeigt die Aufstiegsstufe des Mondmoduls „Adler“. Sie steigt auf und trifft bald das Kommandomodul im Mondorbit. An Bord der Aufstiegsstufe sind Neil Armstrong und Buzz Aldrin. Sie sind die ersten Menschen, die den Mond betraten. Das glatte, dunkle Gelände auf der Mondoberfläche ist Mare Smythii. Es liegt knapp unter dem Äquator weit östlich auf der Seite des Mondes, die zur Erde zeigt. Am Mondhorizont ist unser hübscher Planet Erde.

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Küsten-Mondtrugbild

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Jean-Marc Audrin

Beschreibung: Diese seltsame Ansicht des Vollmondes wurde am 7. Juni bei seinem Aufgang mit einem Teleobjektiv auf einem Balkon an der Küste nahe Nizza in Frankreich aufgenommen. Die dunklen Markierungen und die seltsame Form des orangefarbenen Mondes erinnerten den Fotografen an das Gesicht eines Außerirdischen, der auf das vorbeifahrende Schiff blickt. Natürlich entsteht die verzerrte Erscheinung des Mondes durch die ungewöhnliche Brechung (Refraktion) der Lichtstrahlen, wodurch Mehrfach- oder Trugbilder, ähnlich wie Sonnenuntergangs- und Sonnenaufgangs-Luftspiegelungen, entstehen. Die Effekte werden am häufigsten angekündigt, wenn durch Temperaturschichten in der Atmosphäre abrupte Unterschide der Luftdichte und des Brechungsindexes auftreten. Die Lichtbrechung, die entlang der weiten Sichtlinien zu auf- oder untergehender Sonne oder zum Mond auftritt, ändert den Weg der Lichtstrahlen erheblich, wodurch gekrümmte, verzerrte Bilder entstehen. Solche Trugbilder werden auch mit dem Grünen Blitz assoziiert.

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Mondaufgang über der Türkei

Der Mond geht über einer Bucht auf, am hinteren Ufer liegt Izmit in der Türkei.

Credit und Bildrechte: Tahir Sisman

Ist der Mond größer, wenn er nahe am Horizont steht? Nein. Oben seht ihr, dass der Mond immer fast gleich groß erscheint, egal wo er am Himmel steht. Es ist seltsam, dass die Ursachen für die bekannte Mondtäuschung immer noch diskutiert werden.

Zwei der häufigsten Erklärungen von früher hängen mit der Illusion zusammen, dass Objekte im Vordergrund den Mond am Horizont breiter erscheinen lassen. Die gängigste Erklärung lautete, dass der Verstand weiter entfernte Objekte als größer interpretiert. Dazu gibt es eine aktuellere Deutung, dass die Illusion der Distanz sogar dazu führt, dass das Auge anders fokussiert. Wie dem auch sei – der Winkeldurchmesser des Mondes beträgt immer etwa 0,5 Grad.

Diese Bildfolge des Mondes entstand 2007. Eine Aufnahme wurde länger belichtet und zeigt vorne die Bucht von Izmit in der Türkei. Zum 14. Jahrestag von APOD danken die Herausgeber allen Mitarbeitenden und Übersetzenden. Ihr ehrenamtlicher Einsatz bringt die Wunder der Astronomie Millionen von Menschen auf der ganzen Welt näher. Besonderer Dank geht an die Betreiber der türkischen Site für den Gruß. Er erscheint, wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Pyrenäen-Nebenmond

Eine Landschaft mit Bergen und Wolken, darüber ein blauer Himmel mit einigen Wolken, links oben ist ein kleiner regenbogenfarbiger Nebenmond.

Credit und Bildrechte: Patrick Lécureuil

Ein Wolkenmeer umgibt die zerfurchten Berggipfel. Die stimmungsvolle Aussicht stammt vom Pic-du-Midi-Observatorium in den französischen Pyrenäen. Die Langzeitbelichtung wurde am 4. Juni aufgenommen. In der sternklaren Nacht standen die Sternbilder Schütze und Skorpion am Himmel.

Rechts oben leuchtet ein schwacher, farbiger Nebenmond. Ähnlich wie eine Nebensonne (Parhelion) entsteht ein Nebenmond durch Mondlicht, das durch dünne, sechsseitige Eiskristalle in hoch gelegenen Zirruswolken gebrochen wird. Außerhalb des rechten Bildrandes beleuchtet ein heller, fast voller Mond die Szenerie. Die Geometrie der Eiskristalle gibt vor, dass er in einem Winkel von 22 Grad zum Nebenmond steht.

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Apollo 12 und Surveyor: 3D-Ansicht

Das Bild wurde schräg fotografiert. Im Vordergrund steht ein Astronaut bei einer Raumsonde, im Hintergrund am Horizont steht das Landemodul. Mit rot-grünen Brillen wirkt das Bild dreidimensional.

Credit: Apollo 12, NASA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blauen Brillen und betrachten Sie diese beeindruckende Stereoansicht von der Oberfläche des Mondes. Die 3D-Szenerie zeigt den Apollo 12-Astronauten Pete Conrad, wie er im November 1969 die Raumsonde Surveyor 3 besuchte. Das Bild wurde sorgfältig aus zwei Einzelbildern erstellt (AS12-48-7133, AS12-48-7134), die auf der Mondoberfläche aufgenommen wurden. Sie zeigen die Szene von zwei geringfügig verschiedenen Standpunkten, deren Abstand jenem menschlicher Augen nahekommt. Wenn man Bilder korrekt versetzt zusammenfügt, eines rot gefärbt und das andere blau-grün, entsteht der 3D-Effekt, wenn man rot-blaue Brillen verwendet, den roten Filter über dem linken Auge. Die Farbefilter bewirken, dass jedes Auge nur jenes Bild sieht, das dem korrekten Blickpunkt entspricht. Das hier gewählte Bildpaar erforderte außerdem eine leichte Verkippung um den Stereoeffekt zu optimieren. Wenn Sie schon diese Brillen tragen: es gibt weitere Internetseiten für Astronomie- und Weltraum-Stereobilder, darunter das Mars-Pathfinder-Archiv, eine 3D-Reise durch das Sonnensystem und einen Satz Stereobilder der Apollo-Mondmissionen des Stereo-Experimentators Patrick Vantyune.

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Mimas: kleiner Mond mit großem Krater

Der schwarzweiß abgebildete runde Mond ist vollständig mit Kratern überzogen. Ein besonders großer Krater rechts oben gibt ihm eine Ähnlichkeit mit dem Todesstern aus Star Wars.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was immer Mimas getroffen hat, es hätte ihn beinahe zerstört. Zurück blieb einer der größten Einschlagkrater auf einem der kleinsten Saturnmonde. Der Krater mit dem Namen Herschel, benannt nach Sir Wilhelm Herschel, der Mimas 1789 entdeckte, hat einen Durchmesser von etwa 130 Kilometern und ist oben abgebildet.

Mimas‚ geringe Masse bewirkt eine Oberflächengravitation, die gerade stark genug ist, um einen kugelförmigen Körper zu erzeugen, aber schwach genug, um solche relativ großen Oberflächenerscheinungen entstehen zu lassen. Mimas besteht großteils aus Wassereis mit ein bisschen Gestein – somit kann er treffend als großer schmutziger Schneeball beschrieben werden.

Dieses Bild entstand im August 2005 bei einem Vorbeiflug der Robotersonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist.

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Prometheus erzeugt Strömungsbänder in den Saturnringen

Von links oben nach rechts unten verlaufen zwei helle Ringstreifen, die von einem dunklen Streifen schräg von links oben nach rechtsunten gekreuzt werden. Links oben ist ein dunklr Mond erkennbar.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was verursacht diese seltsamen dunklen Schlieren in Saturns Ringen? Prometheus. Ein kreisförmiger Tanz, an dem der Saturnmond Prometheus beteiligt ist, erzeugt fortwährend ungewöhnliche helle und dunkle Ströme in Saturns F-Ring. Prometheus umrundet Saturn zwar innerhalb des dünnen F-Rings, wagt sich jedoch etwa alle 15 Stunden in seinen inneren Rand vor. Dann zieht seine Gravitation die nächstgelegenen Ringpartikel zu dem 100 Kilometer großen Mond. Das Ergebnis ist nicht nur ein Strom heller Ringteilchen, sondern auch ein dunkles Band, wo zuvor Ringpartikel waren. Da Prometheus schneller wandert als die Ringteilchen, zieht der eisige Mond bei jeder Passage einen neuen Teilchenstrom heraus. Manchmal sind mehrere Ströme oder Knicke auf einmal zu sehen. Dieses Bild wurde Mitte Jänner von der Robotersonde Cassini im Saturnorbit aufgenommen. Der längliche Mond Prometheus ist links oben im Bild zu sehen.

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Mond und Morgenstern

Das Bild zeigt die Sichel der Venus rechts unten und fast bildfüllend die Sichel des Mondes, die aber so blass ist, dass man sie kaum sieht.

Credit und Bildrechte: David Cortner

Beschreibung: Am Mittwoch gingen Mond und Venus am frühen Morgenhimmel gemeinsam auf. Diese gut komponierte Himmelslandschaft stammt aus dem Rutherford College in North Carolina im Osten der USA. Sogar durch die Wolken hindurch waren beide als hübsche Sicheln zu sehen. Weit im Westen konnten Himmelsbeobachter in Nordamerika sehen, wie der Mond vor der Venus vorüberzog. Der helle Planet verschwand hinter der sonnenbeleuchteten Seite der Mondsichel und tauchte am dunklen Rand wieder auf, als die Morgendämmerung schon das Tageslicht ankündigte. Die schwächere Mondsichel war abnehmend, da sie sich der heutigen Neumondphase näherte. Die Sichelvenus nimmt nach Beginn ihrer Sichtberkeitsperiode als gleißender Morgenstern zu und wird in den kommenden Monaten breiter, während die Venus am Morgenhimmel höher steigt.

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