Jupiter und Saturn gehen hinter dem Alien-Thron auf

Die Planeten Saturn und Jupiter leuchten in den Badlands der Ah-Shi-Sle-Pah-Wildnis im San-Juan-Becken in New Mexico (USA).

Bildcredit und Bildrechte: Marcin Zając

Welche Planeten leuchten hinter diesem ungewöhnlichen Felskunstwerk? Es sind Saturn (links unten) und Jupiter. Diesen Monat leuchtet das helle Planetenduo nach Sonnenuntergang ziemlich markant im Südosten.

Wahrscheinlich bietet eure Aussicht auf die größten Planeten des Sonnensystems keinen malerischen Hoodoo im Vordergrund. Vermutlich verläuft auch nicht das atemberaubende Zentralband unserer Milchstraße im Hintergrund. Trotzdem sind die beiden wohl ziemlich augenfällig.

Dieses Bild ist ein Komposit aus Aufnahmen von Vordergrund und Hintergrund. Sie wurden nacheinander Ende Mai mit derselben Kamera am selben Ortfotografiert. Der Ort waren die Badlands der Ah-Shi-Sle-Pah-Wildnis im San-Juan-Becken im US-Bundesstaat New Mexico. Die Felsnadel heißt inoffiziell „Alienthron“. Sie ist etwa 3 Meter hoch.

Saturn und Jupiter sind noch mehrere Monate nach Sonnenuntergang gemeinsam zu sehen.

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Perseïden aus Perseus

Perseïden vom August 2019 über dem Kolonica-Observatorium in der Slowakei.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Woher kommen all diese Meteore? Was die Himmelsrichtung betrifft, lautet die pointierte Antwort: aus dem Sternbild Perseus. Daher nennt man den Meteorstrom, der morgen Nacht seinen Höhepunkt erreicht, den Meteorstrom der Perseïden – die Meteore scheinen allesamt von einem Radianten im Perseus auszuströmen.

Was den Ursprungskörper betrifft, stammen die sandkorngroßen Teile, aus denen die Meteore der Perseïden entstehen, vom Kometen Swift-Tuttle. Der Komet folgt einer klar definierten Bahn um unsere Sonne, und der Teil der Bahn, der in Erdnähe verläuft, liegt vor dem Sternbild Perseus. Daher liegt der Radiant der Kometenteile, die vom Himmel fallen, wenn die Erde diese Bahn kreuzt, im Perseus.

Dieses Kompositbild wurde letzten August in einem Zeitraum von acht Nächten aufgenommen und zeigt mehr als 400 Perseïden-Meteore. Die hellen Meteore streiften über das Kolonica-Observatorium in der Slowakei.

Die Perseïden dieses Jahres versprechen, einer der besten Meteorströme des Jahres zu werden.

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MAGIC NEOWISE

Hinter den MAGIC-Teleskopen der Europäischen Nordsternwarte auf La Palma steht Komet C/2020 F3 (NEOWISE).

Bildcredit und Bildrechte: Urs Leutenegger

Beschreibung: Die 17 Meter großen MAGIC-Teleskope, die aus vielen Spiegeln bestehen, reflektieren den sternklaren Nachthimmel über der Europäischen Nordsternwarte auf dem Roque de los Muchachos auf der kanarischen Insel La Palma.

MAGIC ist die Abkürzung für Major Atmospheric Gamma Imaging Cherenkov; die Teleskope sehen die kurzen Blitze im sichtbaren Licht, die von Teilchenschauern in der Luft erzeugt werden, wenn energiereiche Gammastrahlung auf die obere Erdatmosphäre trifft. Am 20. Juli suchten zwei der drei Teleskope im Bild nach Gammastrahlen aus dem Zentrum unserer Milchstraße. Sie reflektieren die hellen Sterne von Schütze und Skorpion in der Nähe des Zentrums der Galaxis im Südosten.

Hinter der Anordnung aus Spiegelsegmenten und unter dem Großen Wagen steht Komet NEOWISE über dem nordwestlichen Horizont. NEOWISE ist ein Akronym für Near Earth Object Wide-field Infrared Survey Explorer. Das ist der Satellit im Erdorbit, mit dem der Komet mit der Bezeichnung C/2020 F3 entdeckt wurde, aber das wisst ihr ja.

Komet NEOWISE in Bildern: Juli 23 || 22 || 21 || 20 || 19 || 18 || 17 || 16 || 15 || 14 || 13 || 12 || 11 || 10 und früher

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Die Galaxie, der Planet und der Apfelbaum

Der Nachthimmel mit Milchstraße, Antares und Jupiter über Dover in Nova Scotia.

Bildcredit und Bildrechte: Kristine Richer

Beschreibung: Die Milchstraße des alten Astronomen wölbt sich über diesen friedlichen nördlichen Himmel. Vor dem blassen, diffusen Sternenlicht verlaufen dunkle Furchen aus interstellaren Staubwolken, die vom Kern der Galaxie ausgehen. Sie führen zum hellen Stern Antares auf der rechten Seite, der fast genau in Richtung Süden über dem Horizont steht.

Doch das hellste Licht in der Dämmerung ist Jupiter. Aus Sicht der Kamera scheint er vom Ast eines Baumes zu hängen, der den Vordergrund einrahmt – es ist natürlich ein Apfelbaum. Die ruhige nächtliche Meereslandschaft wurde am 16. Juni in Dover in Nova Scotia auf dem Planeten Erde fotografiert, die Aufnahmen waren teils nachgeführt, teils fixiert.

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Unsere rotierende Erde

Videocredit und -rechte: Bartosz Wojczyński

Wurde eure Welt schon einmal auf den Kopf gestellt? Das würde jeden Tag passieren, wenn ihr euch auf die Sterne konzentrieren würdet. Die meisten Zeitraffervideos vom Nachthimmel zeigen, wie die Sterne und der Himmel über eine feststehende Erde wandern. Hier rotiert jedoch die Kamera so, dass die Sterne fixiert sind und sich die Erde dreht.

Das Video komprimiert jede Stunde zu einer Sekunde. Es zeigt eindrucksvoll die tägliche Rotation der Erde, die sogenannte Tagesbewegung. Zu Beginn zeigt das Video vom letzten Jahr ein offenes Feld im afrikanischen Land Namibia an einem klaren Tag. Die Schatten wandern, während sich die Erde dreht. Am Himmel geht der Erdschatten auf. Einen kurzen Moment erscheint der Venusgürtel, dann wird der Tag zur Nacht.

Das majestätische Band unserer Milchstraße breitet sich über den Nachthimmel aus. Satelliten zischen vorüber, sie reflektieren in der Erdumlaufbahn das Sonnenlicht. Am Nachthimmel erkennt ihr auch die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

Das Video zeigt den Himmel auf der Südhalbkugel der Erde. Ein ähnliches Video könnte man auf jeder mittleren Breite unseres blauen Planeten drehen.

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Dunkle Himmelsspiegelungen

Milchstraße, Planeten, Bäume und Stadtlichter am Ufer von Lake Bonney Riverland in Südaustralien.

Bildcredit und Bildrechte: Will Godward

Beschreibung: Als der See ruhig wurde, erschienen viele Naturwunder des Landes und des Himmels doppelt. Das Dramatischste am dunklen Himmel war vielleicht das zentrale Band unserer Milchstraße, die als diagonales Band zu sehen ist. Rechts lagen die Kleine (KMW) und die Große (GMW) Magellansche Wolke, beide sind Begleitgalaxien unserer Milchstraße.

Blasse, farbenfrohe Bänder aus Nachthimmellicht waren in dieser Nacht aufgefächert. Auch viele helle Sterne wurden sichtbar, darunter Antares. Knapp über der Bildmitte erscheint der helle Planet Jupiter.

Dieses Bild wurde aus Aufnahmen erstellt, die Mitte Mai allesamt in einem Zeitraum von 30 Minuten mit derselben Kamera an einem einzigen Ort aufgenommen wurden, und zwar am Ufer von Lake Bonney Riverland in Südaustralien. Tote Bäume, die aus dem See ragen, wurden als Silhouetten, aber auch als Spiegelung fotografiert, und man sah auch die Lichter der kleinen Stadt Barmera auf dem See.

Im Juli gehen Jupiter und Saturn genau dann im Osten auf, wenn die Sonne im Westen untergeht.

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Die Milchstraße über dem schneebedeckten Himalaja

Die Milchstraße wölbt sich über den schneebedeckten Bergen des Himalaja in Nepal.

Bildcredit und Bildrechte: Tomas Havel

Beschreibung: Was ist höher als der Himalaja? Zwar ist der Himalaja das größte Gebirge auf dem Planeten Erde, doch er kann sich nicht mit der Milchstraße messen. Über den schneebedeckten Bergen wölbt sich auf diesem Bild das zentrale Band unserer Heimatgalaxis. Der helle Fleck über der zentralen Ebene ist der Planet Jupiter, der hellste orangefarbene Punkt rechts oben ist der Stern Antares.

Der Astrofotograf harrte bei Temperaturen unter Null in einer Höhe von fast 4000 Metern aus, um die Bilder zu fotografieren, aus denen dieses Bild entstand. Es ist ein Zusammenschnitt aus acht Aufnahmen, die mit derselben Kamera am selben Ort im April 2019 nach Sonnenuntergang in der Nähe eines Sees in Bimthang in Nepal im Laufe von mehr als drei Stunden aufgenommen wurden.

Über weiten Teilen des Planeten Erde sieht man diese Woche nach Sonnenuntergang die Planeten Merkur (blass) und Venus (hell).

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Mond, Mars, Saturn, Jupiter, Milchstraße

Diesen Monat stehen Mars, Saturn und Jupiter zusammen am Morgenhimmel.

Bildcredit und Bildrechte: Mihail Minkov

Beschreibung: Es ist kein Zufall, dass diese Planeten in einer Linie stehen. Sie tun das, weil alle Planeten um die Sonne in einem (engen) Bereich kreisen, der als die Ebene der Ekliptik bezeichnet wird. Wenn man die Ekliptik von innen heraus betrachtet – was Erdbewohner für gewöhnlich tun – scheinen alle Planeten auf ein Band eingegrenzt zu sein.

Ein Zufall ist jedoch, dass drei der hellsten Planeten in fast derselben Richtung stehen. Die Übereinstimmung wurde vor etwa einem Monat fotografiert. Auf diesem Bild wurden Erdmond, Mars, Saturn und Jupiter an der bulgarischen Schwarzmeerküste kurz vor Sonnenaufgang zusammen fotografiert. Ein zweites Band verläuft diagonal durch das Bild – es ist das zentrale Band unserer Milchstraße.

Wenn Sie diesem Monat frühmorgens aufwachen, sehen Sie, wie diese Planeten noch am Morgenhimmel stehen.

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