Kleiner dunkler Nebel

Ein dunkler Tropfen schwimmt in einem blauen Nebelmeer. Darunter sind einige dunkle Fäden. Das Objekt und die Fäden sind im Bild winzig.

Bildcredit und Bildrechte: Peter Bresseler

Ein kleiner dunkler Nebel erscheint isoliert in der Mitte dieser Nahaufnahme, die mit einem Teleskop entstand. Doch die keilförmige kosmische Wolke befindet sich in einer relativ dichten Region des Weltraums. Sie ist als M16 oder Adlernebel bekannt und ca. 7.000 Lichtjahre von uns entfernt. Das Gebiet ist mit leuchtendem Gas gefüllt und enthält einen Haufen junger Sterne, der darin eingebettet ist.

Zu den ikonischen Hubble-Bildern vom Adlernebel gehören die berühmten Säulen der Schöpfung. Die hoch aufragenden Strukturen aus interstellarem Gas und Staub sind 4 bis 5 Lichtjahre lang. Dieser kleine dunkle Nebel wird auch als Bok-Globule bezeichnet. Er hat jedoch einen Durchmesser von nur einem Bruchteil eines Lichtjahres.

Der Bok-Globulus hebt sich als Silhouette vor dem weitläufigen Hintergrund aus diffusem Leuchten von M16 ab. Bok-Globulen sind kleine interstellare Wolken. Sie bestehen aus kaltem molekularem Gas und dunklem Staub. Vereinzelt kommen sie in Emissionsnebeln und Sternhaufen vor. Auch in ihren dichten Kernen, die kollabieren, können Sterne entstehen.

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Messier 6

Ein blauer glitzernder Sternhaufen ist von roten Nebeln und kleineren Sternen umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Xinran Li

Messier 6, das sechste Objekt in Charles Messiers berühmtem Katalog von Objekten, die keine Kometen sind, ist ein galaktischer oder offener Sternhaufen. M6 ist eine Ansammlung von etwa 100 Sternen, die alle etwa 100 Millionen Jahre jung sind. Er liegt etwa 1600 Lichtjahre entfernt in Richtung zum Zentrum der Milchstraße im Sternbild Skorpion.

Der hübsche Sternhaufen ist auch als NGC 6405 katalogisiert. Seinen Spitznamen „Schmetterlingshaufen” verdankt er dem Umriss, den die Sterne bilden. Er ist von einer diffusen rötlichen Emission aus dem Wasserstoffgas umgeben, das sich in der Region befindet. Die überwiegend heißen und daher blauen Sterne des Haufens sammeln sich daher in der Mitte einer farbenfrohen kosmischen Momentaufnahme.

Das hellste Mitglied des Sternhaufens ist jedoch ein kühler Riesenstern vom Typ K mit der Bezeichnung BM Scorpii. Er leuchtet in einem gelb-orangefarbenen Ton und steht am Ende einer der Fühler des Schmetterlings.

Das Bildfeld dieser Teleskopaufnahme erstreckt sich über fast zwei Vollmonde am Himmel. Bei der geschätzten Entfernung von Messier 6 entspricht das etwa 25 Lichtjahren.

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Ein schöner Trifid

Der Trifidnebel M20 im Sternbild Schütze besteht aus drei Nebelarten. In der Mitte ist ein roter, runder Nebel mit hellen Sternen in der Mitte, der von dunklen Staubbahnen dreigeteilt wird. Außen herum verläuft unten ein blauer Reflexionsnebel. Das ganze Gebiet ist in einen Sternenteppich eingebettet.

Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Cipolat Bares

Der prächtige Trifidnebel ist eine kosmische Kontraststudie. Man kennt ihn auch als M20. Er ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt und liegt im nebelreichen Sternbild Schütze. Der Trifid ist eine Sternbildungsregion in der Ebene unserer Galaxis. Er enthält drei verschiedene Arten astronomischer Nebel. Es sind rote Emissionsnebel, blaue Reflexionsnebel und dunkle Nebel.

Das Licht der Atome von Wasserstoff prägt die roten Emissionsnebel. Blaue Reflexionsnebel entstehen, wenn Staub das Licht von Sternen reflektiert. In dunklen Nebeln sind dichte Staubwolken als Silhouetten zu sehen. Die undurchsichtigen Staubbahnen teilen die rote Emissionsregion grob in drei Teile. Daher hat der Trifidnebel seinen gängigen Namen. Rechts oben im roten Emissionsnebel sind Säulen und Strahlen erkennbar. Sie wurden von neu entstandenen Sternen geformt. Auf berühmten Nahaufnahmen des Weltraumteleskops Hubble sind sie im Detail zu sehen.

Der Trifidnebel ist ungefähr 40 Lichtjahre groß. Er ist zu blass für das bloße Auge. Auf diesem detailreichen Teleskopbild bedeckt er am Himmel der Erde einen Bereich, der fast so groß ist wie der Vollmond.

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Die Plejaden in Rot und Blau

Die Sterne der Plejaden sind in einen dichten, blauen Reflexionsnebel gehüllt. Außen herum sind dunkle, auberginefarbene Wolken verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Ogetay Kayali (Michigan Tech U.) Text: Ogetay Kayali (Michigan Tech U.)

Wenn du schon einmal auf den Himmel geschaut und eine Gruppe von Sternen gesehen hast, die etwa so groß wie der Vollmond ist, dann hast du wahrscheinlich die Plejaden (M45) gesehen. Sie sind vielleicht der bekannteste Sternhaufen am Himmel, denn seine hellsten Sterne sind sogar aus lichtverschmutzten Städten sichtbar. Doch mit bloßem Auge kann man unter dunklem Himmel auch den Nebel erkennen, also das Gas und den Staub, der sie umgibt.

Teleskope jedoch zeigen noch mehr. Die hellen blauen Sterne der Plejaden, auch bekannt als die Sieben Schwestern, beleuchten den umliegenden Staub, der dadurch diffus blau erscheint und nur bei langen Belichtungszeiten sichtbar ist. Aber das ist noch nicht alles. Kosmischer Staub scheint sich wie Arme nach oben zu strecken. Und die gesamte Struktur ist von einem rötlichen Schimmer umgeben, der vom häufigsten Element im Universum stammt: Wasserstoff.

Dieses Bild besteht aus fast 25 Stunden Belichtungszeit. Es wurde im vergangenen Jahr vom Starfront Observatory in Texas, USA, aufgenommen.

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Messier 109

Eine Spiralgalaxie mit gelbem Balken und gewundenen blauen Spiralarmen schwebt mitten im Bild zwischen kleineren Galaxien und losen Sternen.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Eder

Die große, schöne Balkenspiralgalaxie Messier 109 ist der 109. Eintrag im berühmten Katalog heller Nebel und Sternhaufen von Charles Messier. Sie liegt direkt unter dem Kasten des Großen Wagens im nördlichen Sternbild Großer Bär (Ursa Major).

Der helle Stern Gamma Ursae Majoris heißt Phecda. Er sorgt für das helle Leuchten in der rechten oberen Ecke im Teleskopbild. Der markante zentrale Balken von M109 verleiht der Galaxie das Aussehen des griechischen Buchstabens Theta (θ). Er wird in der Mathematik häufig als Symbol für einen Winkel verwendet.

M109 nimmt am Himmel der Erde nur einen sehr kleinen Winkel ein, nämlich etwa 7 Bogenminuten. Das sind 0,12 Grad. Doch dieser Winkel entspricht in der geschätzten Entfernung von 60 Millionen Lichtjahren einem enormen Durchmesser von etwa 120.000 Lichtjahren.

M109 ist auch als NGC 3992 bekannt. Sie ist das hellste Mitglied des Ursa-Major-Galaxienhaufens, der mittlerweile anerkannt wurde. Die hellen Sterne mit spitzen Strahlen liegen im Vordergrund. Dazu kommen drei kleine, verschwommene, bläuliche Galaxien. Von oben nach unten sind sie als UGC 6969, UGC 6940 und UGC 6923 katalogisiert. Sie sind möglicherweise Satellitengalaxien der größeren Balkenspiralgalaxie Messier 109.

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Rubins erster Blick: Sternenlandschaft im Schützen

Dieses erste Bild des Vera-C.-Rubin-Observatoriums zeigt einen Ausschnitt im Sternbild Schütze mit dem Lagunen- und dem Trifidnebel. Das Bild ist sehr detailreich und zeigt viele kleine Nebel.

Bildcredit und Lizenz: NSF–DOE Vera-C.-Rubin-Observatorium

Diese interstellare Himmelslandschaft ist ein 4 Grad großes, prall gefülltes Sternenfeld in Richtung des Zentrums der Milchstraße. Es ist eines der ersten Bilder des neuen Vera-C.-Rubin-Observatoriums. Die hellen Nebel und Sternhaufen im Bild sind begehrte Halte auf Teleskoptouren am Himmel: Messier 8 und Messier 20.

Messier 8 wird auch der Lagunennebel genannt. Er ist eine gigantische Sternentstehungsregion mit über 100 Lichtjahren im Durchmesser. M8 ist etwa 4000 Lichtjahre von uns entfernt. Er enthält einen außergewöhnlichen Sternhaufen voll mit jungen und massereichen Sternen. Ihre starke Strahlung und ihre Sternwinde mischen den Nebel ordentlich durch und regen ihn zum Leuchten an.

Messier 20 trägt den Spitznamen Trifidnebel, weil er von dunklen Staubbändern in drei Teile geteilt wird. Sein rotes Leuchten entsteht durch leuchtenden Wasserstoff. Die blauen Farbtöne stammen von reflektiertem Sternenlicht.

Das Rubin-Observatorium nahm das Bild in den Nächten von 1.-4. Mai auf. In seiner vollen Auflösung ist die prachtvolle Sternenlandschaft im Schützen 84.000 Pixel breit und 51.500 Pixel hoch.

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Das Zentrum der Spiralgalaxie M61

Die Galaxie M61 oder NGC 4303 im Virgo-Galaxienhaufen ist direkt von oben sichtbar. Es wirkt, als wäre innen eine eigene kleine Spiralgalaxie. Außen herum verlaufen ausschweifende Spiralarme mit blauen Sternhaufen und rosaroten Sternbildungsgebieten.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, ESO; Bearbeitung und Bildrechte: Robert Gendler

Befindet sich hier tatsächlich eine Spiralgalaxie in der Mitte einer Spiralgalaxie? Nun, fast! Dieses detaillierte Porträt entstand aus Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble, der Europäischen Südsternwarte und etlicher kleiner Teleskope auf der Erde. Es zeigt die Spiralgalaxie Messier 61 (M61), wir sehen sie direkt von oben. Auffallend ist das helle Zentrum der Galaxie. M61 ist astronomisch gesehen schon fast nahe. Sie ist lediglich 55 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und befindet sich im Virgo-Galaxienhaufen. Eine andere Bezeichnung ist NGC 4303.

M61 ist ein Beispiel für eine Balkenspiralgalaxie, ähnlich wie unsere Galaxis, die Milchstraße. Die Galaxie zeigt die üblichen Spiralarme, die vom Zentrum auslaufen, kosmischen Staub, rosarote Regionen mit Sternbildung und junge blaue Sternhaufen.

Der Kern der Galaxie enthält ein aktives, sehr massereiches Schwarzes Loch. Es ist von einer hellen spiralförmigen Struktur umgeben. Die Materie in dieser Gegend bewegt sich zum Zentrum hin. Durch die Sternentstehung, die hier angeregt wird, erscheint diese Gegend wie eine eigene, separate Spiralgalaxie.

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Regenbogen-Nachthimmellicht über den Azoren

Über Wasser, Wolken und den Lichtern einer Stadt schimmert ein Sternenfeld. Seltsamerweise ist es nicht schwarz, sondern zeigt eine Mischung aus transparenten Farben, die sich diagonal wiederholen.

Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN); überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Warum leuchtet der Himmel wie ein gigantischer Regenbogen, der sich wiederholt? Die Antwort lautet: Nachthimmellicht (Airglow). Die Luft leuchtet ständig, doch normalerweise ist das kaum zu sehen. Eine Störung kann allerdings deutliche Wellen in der Erdatmosphäre erzeugen. Das kann z. B. ein herannahender Sturm sein. Solche Schwerewellen sind Schwingungen in der Luft, ähnlich wie Wellen, die entstehen, wenn man einen Stein in ruhiges Wasser wirft.

Diese lang belichtete Aufnahme betont die wellenförmigen Strukturen. Der Grund ist vermutlich, dass sie fast genau entlang der senkrechten Wände des Nachthimmellichtes aufgenommen wurde.

Soweit so gut, doch wie entstehen die Farben? Der dunkelrote Schein stammt vermutlich von OH-Molekülen in etwa 87 Kilometern Höhe. Sie werden dort vom ultravioletten Licht der Sonne angeregt. Airglow in Orange und Grün entsteht wohl, wenn Natrium- und Sauerstoffatomen etwas höher in der Atmosphäre angeregt werden.

Dieses Bild wurde bei einer Besteigung des Mount Pico auf den Azoren in Portugal aufgenommen. Der Lichtschein vom Boden stammt von der Insel Faial im Atlantischen Ozean. Hinter den Bändern des Nachthimmellichtes ist ein spektakulärer Himmel zu sehen. Mitten im Bild verläuft das Zentralband unserer Milchstraße. Die Andromedagalaxie (M31) ist oben links zu erkennen.

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