Eine Botschaft von der Erde

1974 wurde bei der Einweihung des Arecibo-Observatoriums diese Botschaft zum Kugelsternhaufen M13 gesendet

Bildcredit: Frank Drake (UCSC) et al., Arecibo-Observatorium (Cornell U.); Lizenz: Arne Nordmann (Wikimedia)

Beschreibung: Was versuchen die Erdlinge uns zu sagen? Diese Nachricht wurde 1974 von der Erde zum Kugelsternhaufen M13 gesendet. Das Diagramm zeigt eine Serie aus Einsen und Nullen, die während der Einweihung des Arecibo-Observatoriums gesendet wurde – es ist immer noch eines der größten Einzel-Radioteleskope der Welt.

Dieser Versuch einer extraterrestrischen Kommunikation war eher zeremoniell – die Menschheit sendet nämlich unabsichtlich regelmäßig Radio- und Fernsehsignale in den Weltraum. Selbst wenn diese Nachricht empfangen würde – M13 ist so weit entfernt, dass wir fast 50.000 Jahre auf die Antwort warten müssten.

Diese Nachricht vermittelt ein paar einfache Fakten über die Menschheit und ihr Wissen: Von links nach rechts stehen die Zahlen von eins bis zehn, danach Atome wie Wasserstoff und Kohlenstoff, einige interessante Moleküle, DNA, ein Mensch mit Beschreibung, Grundlagen unseres Sonnensystems und Einzelheiten des sendenden Teleskops.

Derzeit gibt es mehrere Versuche, außerirdische Intelligenz zu finden, unter anderem einen, bei dem Sie Ihren Computer zu Hause verwenden können.

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Ein Blick in Richtung M106

Die prächtige Spiralgalaxie M106 oder NGC 4258 in der Canes-Venatici-II-Gruppe in den Jagdhunden; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Joonhwa Lee

Beschreibung: Die große, schöne Spirale Messier 106 prägt diese kosmische Aussicht. Das Teleskopsichtfeld ist fast zwei Grad breit und blickt zum gut erzogenen Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici) in der Nähe der Deichsel des Großen Wagens. M106 ist auch als NGC 4258 bekannt, sie ist ungefähr 80.000 Lichtjahre groß, 23,5 Millionen Lichtjahre entfernt und das größte Mitglied der Canes-Venatici-II-Gruppe.

Obwohl M106 eine weit entfernte Galaxie ist, kennen wir ihre Entfernungen genau, unter anderem, weil sie direkt gemessen werden kann, indem man den bemerkenswerten Maser – Mikrowellen-Laser-Emissionen – dieser Galaxie erfasst. Die Maser-Emission ist selten, hat aber einen natürlichen Ursprung – sie entsteht durch Wassermoleküle in Molekülwolken, die den aktiven galaktischen Kern umkreisen.

Eine weitere markante Spiralgalaxie in der Szene, die man fast von der Kante sieht, ist NGC 4217 rechts unter M106. Die Entfernung zu NGC 4217 ist viel weniger gut bekannt, sie wird auf etwa 60 Millionen Lichtjahre geschätzt.

Doch die hellen gezackten Sterne liegen im Vordergrund, weit innerhalb unserer Milchstraße. Die Existenz von Galaxien außerhalb der Milchstraße wurde vor 100 Jahren in der Großen Debatte der Astronomie infrage gestellt.

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Die Andromedagalaxie – eine Insel im Universum

100 Jahre Shapley-Curtis-Debatte: Die Andromedagalaxie M31 ist eine eigenständige Galaxie wie unsere Milchstraße; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuzhe Xiao

Beschreibung: Das am weitesten entfernte Objekt, das man leicht mit bloßem Auge sehen kann, ist M31, die große Andromedagalaxie. Sie ist ungefähr zweieinhalb Millionen Lichtjahre entfernt. Ohne Teleskop erscheint sogar diese gewaltige Spiralgalaxie mit einem Durchmesser von mehr als 200.000 Lichtjahren als blasse, nebelige Wolke im Sternbild Andromeda. Im Gegensatz dazu sind auf diesem faszinierenden, detailreichen Teleskopbild ein heller, gelber Kern, dunkle gewundene Staubbahnen, ausgedehnte blaue Spiralarme und Sternhaufen zu erkennen.

Heutzutage sind sogar gelegentliche Himmelsbeobachterinnen begeistert von dem Wissen, dass es viele ferne Galaxien wie M31 gibt, doch vor 100 Jahren diskutierten Astronomen* ein grundlegendes Konzept: Sind diese „Spiralnebel“ einfach abgelegene Bestandteile unserer Milchstraße, oder handelt es sich um „Inseluniversen“ – ferne Systeme aus Sternen wie unsere Milchstraße selbst? Diese Frage stand im Mittelpunkt der berühmten Shapley-Curtis-Debatte von 1920, sie wurde später durch Beobachtungen von M31 zugunsten des Inseluniversums Andromeda beantwortet.

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Ein kleiner Tropfen Galaxie

Die Andromeda-Galaxie M31 in einem Wassertropfen; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Massimo Tamajo

Beschreibung: Dieses kreative Makro-Astrofoto zeigt eine ganze Galaxie in einem Tropfen Wasser. Das einfallsreiche Werk kosmischer Naturfotografie entstand mithilfe eines Makroobjektivs. Es zeigt ein früher fotografiertes Bild einer Galaxie, das in einem Wassertropfen betrachtet wird, der an einem Stiel hing.

Die Galaxie ist die Andromedagalaxie, ein Liebling vieler Astrofotografen mit Teleskop, sie ist auch als M31 bekannt. Die majestätische Galaxie ist etwa 100.000 Lichtjahre groß, ihre Spiralarme und Staubbahnen sind auf diesem Bild im zentimetergroßen Tropfen gekrümmt und verzerrt. Andromeda ist etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt, doch dieses Projekt wurde in den eigenen vier Wänden durchgeführt.

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Andromeda-Station

Bergstation Weisshorn in Arosa in der Schweiz neben der Andromeda-Galaxie Messier 31; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Kompositbild-Credit und Bildrechte: Ralf Rohner

Beschreibung: Dieses surreale Bild stammt nicht aus einem Science-Fiction-Film mit Spezialeffekten. Es ist ein digitales Komposit aus Einzelbildern der echten Andromedagalaxie, die auch als M31 bekannt ist, und die über einem echten Berg aufgeht.

Aufnahmen, die der Galaxie und den Hintergrundsternen folgen, wurden digital mit separaten Aufnahmen des Geländes im Vordergrund kombiniert. Alle Hintergrund- und Vordergrundaufnahmen wurden Rücken an Rücken fotografiert, mit derselben Kamera mit Teleobjektiv in derselben Nacht am selben Ort.

Auf der „Weltraumlandschafts“-Kombination zeigt sich ein atemberaubendes Bild mit einer Bandbreite an Helligkeiten und Farben, die Ihr Auge nicht selbst sehen kann. Es scheint, als könnten Sie in einer Seilbahn diesen Berg hinauf fahren und direkt neben Andromeda aussteigen. Doch die 2,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernte große, schöne Spiralgalaxie liegt als Reiseziel etwas außerhalb der Reichweite. Aber keine Sorge. Warten Sie einfach 5 Milliarden Jahre, und die Andromedagalaxie kommt zu Ihnen.

Diese Andromedastation ist besser bekannt als Weisshorn, es ist der höchste Gipfel eines Skigebietes in Arosa in der Schweiz.

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Komet ATLAS und die großen Galaxien

Komet ATLAS C/2019 Y4 neben den Messier-Galaxien M81 und M82; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA-Projekt, CAST)

Beschreibung: Der Komet ATLAS C/2019 Y4 wurde mit dem Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System entdeckt, das von der NASA finanziert wurde. Es ist die letzte Entdeckung eines Kometen, die 2019 veröffentlicht wurde. Der Komet wird nun am nördlichen Nachthimmel heller.

Diese Teleskop-Himmelsansicht wurde am 18. März mit einem ferngesteuerten Observatorium in New Mexico fotografiert. Die hübsche grünliche Koma des Kometen ist links oben zu sehen. Rechts unten befinden sich M81 und M82, die als große, gravitativ wechselwirkende Galaxien bekannt sind. Das Galaxienpaar ist ungefähr 12 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Großer Bär hinter zarten Staubwolken über der Milchstraße.

Der einwärts wandernde Komet ATLAS ist etwa 9 Lichtminuten von der Erde entfernt und befindet sich noch außerhalb der Marsbahn. Der lang gezogene Orbit des Kometen ähnelt der Bahn des Großen Kometen von 1844, die diesen Kometen in ungefähr 6000 Jahren ins innere Sonnensystem zurückbringen wird.

Komet ATLAS erreicht sein Perihel – die größte Annäherung an die Sonne innerhalb der Merkurbahn – am 31. Mai und könnte in den nächsten Tagen ein freisichtiger Komet werden.

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M13: Der große Kugelsternhaufen im Herkules

Messier 13 im Herkules, einer der hellsten Kugelsternhaufen am Nordhimmel; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Coles und Mel Helm

Beschreibung: Im Jahr 1716 notierte der englische Astronom Edmond Halley: „Dies ist ein kleiner Fleck, aber er zeigt sich dem bloßen Auge, wenn der Himmel heiter und der Mond abwesend ist.“

Heute ist M13 weniger bescheiden als der große Kugelsternhaufen im Herkules bekannt, er ist einer der hellsten Kugelsternhaufen am Nordhimmel. Scharfe Teleskopansichten wie diese zeigen Hunderttausende Sterne des spektakulären Haufens. Er ist 25.000 Lichtjahre entfernt, die Haufensterne drängen sich in einer Region mit einem Durchmesser von 150 Lichtjahren.

Wenn man sich dem Kern des Sternhaufens nähert, können mehr als 100 Sterne in einen Würfel mit einer Seitenlänge von nur 3 Lichtjahren passen. Zum Vergleich: Der sonnennächste Stern ist mehr als 4 Lichtjahre entfernt. Die bemerkenswerte Bandbreite an Helligkeiten in diesem Bild führt uns zu den Sternen im dichten Kern des Haufens und zeigt auch drei dezente dunkle Bahnen links unter der Mitte, welche die scheinbare Form eines Propellers bilden.

Zu den fernen Galaxien im Hintergrund des mittelbreiten Sichtfeldes zählt auch NGC 6207 links oben.

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M77: Spiralgalaxie mit aktivem Kern

Die aktive Seyfertgalaxie M77 wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble detailreich abgebildet. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Hubble, NASA, ESA; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Was passiert im Zentrum der nahen Spiralgalaxie M77? Wir sehen die Galaxie von oben. Sie ist an die 47 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild des Meeresungeheuers (Cetus). Bei dieser geschätzten Entfernung ist das Inseluniversum ungefähr 100.000 Lichtjahre breit.

Die Galaxie ist auch als NGC 1068 bekannt. Ihr kompakter Kern leuchtet sehr hell. Er wurde genau untersucht, um die Rätsel sehr massereicher Schwarzer Löcher in aktiven Seyfertgalaxien zu erforschen. M77 und ihr aktiver Kern verströmen Röntgenstrahlung, ultraviolettes, sichtbares und infrarotes Licht sowie in Radiowellen.

Dieses scharfe Bild von M77 entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble. Das (sichtbare) markante rote Licht wird von Wasserstoff abgestrahlt. Das Bild zeigt Details der gewundenen Spiralarme. Sie sind von undurchsichtigen Staubwolken und rot getönten Regionen mit Sternbildung gesäumt und reichen bis in die Nähe des hellen Kerns der Galaxie.

Astrophysik: 2100+ Codes der Quellcode-Bibliothek für Astrophysik (ASL)

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