Deimos vor Sonnenaufgang

Über einer Marslandschaft geht der Mond Deimos auf. Er steht bei den hellen Sternen Regulus und Algieba.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech

Für einen Umlauf um den roten Planeten Mars benötigt der Mond Deimos 30 Stunden und 18 Minuten. Das ist etwas mehr als ein Mars-Tag (auch Sol genannt), der etwa 24 Stunden und 40 Minuten dauert. Deimos wandert deshalb westwärts über den Mars-Himmel.

Obwohl er an seiner breitesten Stelle nur einem Durchmesser von etwa 15 Kilometern hat, ist der kleinere der beiden Mars-Monde sehr hell. Tatsächlich ist Deimos das hellste Himmelsobjekt in dieser Himmelslandschaft vom Mars. Sie wurde am 1. März vor Sonnenaufgang aufgenommen. Es war der 1433. Sol der Mission des Marsrovers Perseverance.

Das Bild ist ein Komposit aus 16 Einzelaufnahmen, die von einer der Navigationskameras des Rovers aufgenommen wurden. Aus den einzelnen Bildern wurde ein einziges Bild kombiniert, um eine verbesserte Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen zu erzielen. Regulus und Algieba, zwei helle Sterne im Sternbild Löwe, sind ebenfalls am dunklen Marshimmel in der Dämmerung zu sehen.

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Yogi und Freunde in 3D

Die Anaglyphe zeigt die Marsoberfläche mit dem Mars Pathfinder, dem Rover Sojourner, einer Rampe und Felsen. Mit rot-blauen Brillen wirkt das Bild dreidimensional.

Bildcredit: Mission Mars Pathfinder, JPL, NASA

Diese 3D-Stereoansicht vom Juli 1997 zeigt die Marsoberfläche. Vorne sind eine Rampe der Pathfinder-Landeeinheit, der robotische Rover Sojourner und entleerte Landekissen, hinten ein „Sofa“, Barnacle Bill und der Fels Yogi.

Barnacle Bill ist der Felsen links neben dem Rover Sojourner. Er ist so groß wie eine Katze und mit Solarpaneelen ausgestattet. Yogi ist der große, freundlich wirkende Brocken oben rechts im Bild. Das „Sofa“ ist die kantige Felsformation nahe der Bildmitte am Horizont.

Wenn man das Bild mit einer Rot-Blau-Brille betrachtet (oder einfach eine rote Klarsichtfolie über das linke Auge und eine blaue oder grüne über das rechte hält), bekommt man die eindrucksvolle 3D-Perspektive zu sehen.

Die Stereoaufnahme stammt von der bemerkenswerten Kamera „Imager for Mars Pathfinder“ (IMP). Die IMP verfügte über zwei optische Wege zur Stereoabbildung und Entfernungsbestimmung. Sie war auch mit einer Reihe von Farbfiltern zur spektralen Analyse ausgestattet. Als erstes astronomisches Observatorium auf dem Mars nahm die IMP auch Bilder von der Sonne und von Deimos auf. Deimos ist der kleinere der beiden winzigen Marsmonde.

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Ogunquit – urzeitlicher Strand auf dem Mars

Das Bild ist horizontal verkürzt. Es zeigt hinten den Mount Sharp. Vorne ist Ogunquit Beach. Helles Gestein ragt aus dunklem Sand. Der Ort war auf dem urzeitlichen Mars manchmal von Wasser bedeckt und manchmal lag er an einem Strand.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Curiosity Rover

Hier war einmal ein Strand – auf dem urzeitlichen Mars. Das 360-Grad-Panorama ist waagrecht komprimiert. Es wurde 2017 vom Roboter-Rover Curiosity aufgenommen. Curiosity erforscht derzeit den Roten Planeten. Der Ort wurde nach einem Gegenstück auf der Erde Ogunquit Beach genannt.

Es gibt Hinweise, dass die Region vor langer Zeit mal unter Wasser lag und zu anderen Zeiten am Rand eines urzeitlichen Sees. Die helle Erhebung im Hintergrund ist der Gipfel des Mount Sharp. Er ist der Zentralberg im Krater Gale, den Curiosity erforscht.

Vorne liegt dunkler Sand. Kleine Mengen davon wurden eingesammelt und untersucht. Das helle Urgestein besteht aus Sedimenten, die sich wahrscheinlich am Grund des Seebettes setzte, das das nun trocken ist. Das Panorama entstand aus mehr als 100 Bildern. Der Rover hat es scheinbar links unten signiert. Hier gibt es eine interaktive Version.

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SuperCam-Ziel auf Ma’az

Der kreisrunde Bildausschnitt auf schwarzem Grund zeigt eine sandige, rötliche Oberfläche auf dem Mars.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/LANL/CNES/CNRS

Wie klingt ein Laserschuss? Um das herauszufinden, muss man keinen Zen-Meister konsultieren, sondern kann sich einfach die erste akustische Aufnahme von Laserschüssen auf dem Mars anhören. Am Sol 12 (2. März 2021) der Mission des Marsrovers Perseverance schoss das Instrument SuperCam auf dem Mast des Rovers 30 Mal aus einer Entfernung von etwa 3,1 Metern auf einen Felsen namens Ma’az. Das Mikrofon zeichnete die leisen Stakkato-Knallgeräusche der schnellen Serie von Laserklicks auf.

In der dünnen Marsatmosphäre entstehen Stoßwellen, wenn Gesteinsbrocken durch die Laserschüsse verdampft werden. Sie erzeugen die Knallgeräusche, die wiederum Hinweise auf die physikalische Struktur des Ziels liefern. Die SuperCam-Nahaufnahme der Ma’az-Zielregion hat einen Durchmesser von 6 Zentimetern (2,3 Zoll). Ma’az bedeutet in der Sprache der Navajo Mars.

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Leopardenflecken auf Marsgestein

Das zartrötliche Gestein im Bild ist von Flecken übersät, die an das Fell eines Leoparden erinnern. Sie sind gelblich und von einem dunklen Rand umgeben. Solche Flecken entstehen auf der Erde unter dem Einfluss von Organismen.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Rover Perseverance

Woher kommen diese ungewöhnlichen Flecken? Zu Beginn des Monats entdeckte der Rover Perseverance der NASA, der derzeit den Mars erforscht, helle Flecken auf Marsgestein. Jeder ist von einem dunklen Rand umgeben. Sie werden Leopardenflecken genannt, weil sie an die Markierungen eines bekannten Raubtiers auf der Erde erinnern.

Bei der Untersuchung der seltsamen Muster will man herausfinden, ob sie vielleicht durch urzeitliches Marsleben entstanden sind. Die Flecken sind wenige Millimeter groß. Sie wurden auf einem größeren Fels namens Cheyava Falls entdeckt.

Eine aufregende, aber unbewiesene Überlegung besagt, dass vor langer Zeit Mikroben durch chemische Reaktionen Energie gewannen. Dabei färbten sie rotes Gestein weiß und hinterließen einen dunklen Ring. Manche Flecken auf irdischen Felsen sehen ähnlich aus.

Es gibt auch nichtbiologische Erklärungen, die viel wahrscheinlicher sind. Aber Mutmaßungen mit einem vielleicht biologischen Ursprung erregen mehr Aufmerksamkeit.

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Schatten eines Marsroboters

Der Schatten des Rovers Perseverance fällt auf eine steinige Marslandschaft. Der Rover befindet sich im Krater Jezero. Hinten am Horizont ragt ein Berg auf.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, ASU, NeV-T, Rover Perseverance; Bearbeitung und Bildrechte: Neville Thompson, Gigapan Zoom

Ein Schatten fällt auf den Mars, und es ist nicht der Schatten eines Menschen? Dann handelt es sich möglicherweise um den Perseverance Rover bei der Erforschung des Mars. Perseverance erforscht den Roten Planeten schon seit 2021, findet Hinweise auf die komplexe Geschichte von Vulkanismus und früher fließendem Wasser und schickt atemberaubende Bilder quer durch das innere Sonnensystem.

Im Bild hier, aufgenommen im Februar 2024, blickt Perseverance mit der Sonne im Rücken über Neretva Vallis im Jezero Crater. Am oberen Bildrand ist ein lokaler Hügel zu sehen. Der eindeutig nicht-menschliche Schatten des autogroßen Rovers fällt auf die verstreuten Felsbrocken. Perseverance sucht weiter nach Hinweisen auf früheres Leben auf dem Mars, allerdings nun ohne seinen fliegenden Begleiter Ingenuity.

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Ein Staubteufel auf dem Mars wirbelt vorbei

Videocredit: NASA, JPL-Caltech, Rober Perseverance; AI-Bearbeitung: PipploIMP

Es bewegte sich über die Marsoberfläche – was war es? Ein Staubteufel. Solche rotierenden Säulen, in denen Luft aufsteigt, werden von der warmen Oberfläche aufgeheizt. Sie kommen auch in warmen, trockenen Gebieten auf dem Planeten Erde vor.

Staubteufel bestehen in der Regel nur wenige Minuten. Man sieht sie, wenn sie losen, rötlichen Staub mitreißen und der dunklere, schwerere Sand darunter zurückbleibt. Staubteufel sehen nicht nur interessant aus, sie können auch sichtbare Spuren zurücklassen. Manchmal sind sie für unerwartete Säuberungen der Oberflächen von Solarpaneelen verantwortlich.

Die Bilder in diesem Video wurden von einer KI interpoliert. Aufgenommen wurden sie sie Anfang August vom Rover Perseverance, der gerade im Krater Jezero nach Anzeichen für urzeitliches Leben sucht. Das sechssekündige Zeitraffervideo dauert in Echtzeit etwas länger als einer Minute. In der Ferne seht ihr den rotierenden Staubteufel. Er bewegt sich mit etwa 20 km/h und reicht ungefähr 2 Kilometer aufwärts.

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Fünf Meter über dem Mars

Der Marshelikopter Ingenuity zeigt seine Aussicht 5 Meter über dem Marsboden. Oben hinten ist der untere Teil des Marsrovers Perseverance zu sehen.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Ingenuity

Am Missions-Sol 872 (Erddatum 3. August) fotografierte Ingenuity bei ihrem 54. Flug über die Oberfläche des Roten Planeten dieses scharfe Bild. Beim Flug schwebte der Mars-Helikopter etwa 5 Meter über dem Kraterboden von Jezero.

Links und rechts ragen die Spitzen von Ingenuitys Landebeinen ins Sichtfeld der Kamera. Die Spuren rechts oben im Bild führen zum Marsrover Perseverance, der am oberen rechten Bildrand in der Ferne zu sehen ist.

Ingenuitys 54. Flug war als kurzer Überraschungsflug geplant und dauerte weniger als 25 Sekunden. Er folgte auf Ingenuitys 53. Flug vom 22. Juli, der mit einer ungeplanten Landung endete.

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