Selbstporträt am Vera Rubin-Kamm

Selbstbildnis eine fahrenden Roboters auf der Marsoberfläche in Fischaugenoptik. Die Planetenoberfläche ist mit braunem Sand und hellen Steinen bedeckt und ist in einen Halbkreis gekrümmt. Am hellbraunen Himmel darüber steht links die schwache Sonne.
Bildcredit und Bildrechte: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Panorama: Andrew Bodrov

Der Rover Curiosity nahm dieses Selbstporträt am Sol 1943 seiner Erkundungsreise über die Marsoberfläche auf. Er stand dabei am Südrand des Vera Rubin-Kamms. Ein Sol ist ein Sonnentag auf dem Mars. Er ist etwa 40 Minuten länger ist als ein Tag auf der Erde. Der Sol 1943 von Curiosity entspricht dem 23. Januar 2018 auf der Erde. Das auch als interaktives 360-Grad-VR-Panorama erstellte Mosaik setzt sich aus 61 Aufnahmen zusammen. Die Kamera „Mars Hand Lens Imager (MAHLI)“ des kleinen, auto-großen Rovers nahm sie auf. Bilder, auf denen der Kameraarm zu sehen ist, wurden herausgearbeitet. Den weiteren Hintergrund nahm die Mastcam des Rovers am Sol 1903 auf. Oben am Mast des Rovers, über der Mastcam, sitzt das Gehäuse der laserbestückten ChemCam. Es verdeckt den 5 Kilometer hohen Gipfel des Mount Sharp in der Entfernung. Als auf der Erde der 26. August 2026 war, hatte Curiosity auf seiner Wanderung einen Höhenunterschied von insgesamt 1 Kilometer zurückgelegt. Er begann am Boden des Gale-Kraters und rollte den Hang des Mount Sharp hinauf.

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Der Schildkrötenfelsen auf dem Mars

Aus einer felsigen Ebene ragt eine Erhebung auf. Die Spitze oben besteht anscheinend nur aus hellbraunem Sand oder Staub. Darunter sind dunklere Schichten aus Gestein. Die Erhebung ist von Stücken von Schichtgestein umreben. Dahinter sind flache Stellen, die von Staub bedeckt sind und relativ glatt wirken.
Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Thomas Thomopoulos

Haben wir es hier mit einer versteinerten Schildkröte auf dem Mars zu tun? Nein. Zwar sieht das, was wir hier sehen, so ähnlich aus wie eine irdische Schildkröte. Doch es ist ein geschichteter Felskegel auf dem Mars. Er ist etwa 15 Meter lang, also deutlich größer als Schildkröten auf der Erde.

Der robotische Marsrover Curiosity der NASA stieß letzten Monat auf diesen ungewöhnlichen Erdhügel. Es war sein 4922. Tag auf dem Mars. Der Fels bekam den Namen „Miraflores“. Die kleine Erhebung blieb möglicherweise übrig, weil sie der Erosion besser standhält als das Gestein in der Umgebung.

In neuerer Zeit bedeckten Winde seine Oberseite mit orange gefärbtem Marssand. Unter der obersten Schicht liegen mehrere Schichten aus Gestein. Das ist ein Hinweis, dass in der Vergangenheit womöglich immer wieder Sand abgelagert wurde, den der Wind angeweht hat. Danach verfestigte ihn das Grundwasser. Auch auf der Erde gibt es ähnliche geschichtete Geländeformationen, die der Wind erodiert hat. Ein Beispiel sind die Yardangs. Sie liegen in der Qaidam-Wüste in China.

Die beiden Marsrover Curiosity und Perseverance erforschen weiterhin den Mars und seine frühe Geschichte. Dabei suchen sie auch nach Zeichen für urzeitliches Leben.

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Pathfinder auf dem Mars

In einer felsigen, braun gefärbten Landschaft steht ein Rover mit Rädern auf einer Plattform mit Solarpaneelen, umgeben von weißen Stofffetzen. Es ist der Marsrover Sojourner, der auf der Raumsonde Mars Pathfinder steht, bevor er zu seiner historischen Erkundung aufbricht.
Bildcredit: Mars Pathfinder, JPL, NASA

Am 4. Juli 1997 landete die Sonde Mars Pathfinder auf dem Mars. Der Abstieg zum Mars gelang mit einem eigenen Feuerwerk, einem Fallschirm und einen schützenden Prallkissen. Damit hüpfte die Sonde wie ein riesiger Wasserball etwa 15 Mal auf und ab, bevor sie schließlich um 19.07 MESZ auf der Marsoberfläche zu liegen kam. Die Landung mit Airbags war damals völlig neu.

Pathfinder schickte dieses farbige Mosaikbild an das Kontrollzentrum auf der Erde. Es ist eine Szene aus einer anderen Welt. Vorne steht der Marsrover Sojourner. Er steht noch auf Pathfinder. Sojourner war der erste erfolgreiche Marsrover. Er ist etwa so groß wie eine große Hauskatze, hat sechs Räder und wird mit Solarpaneelen betrieben.

Rund um Pathfinder liegen die verbrauchten Airbags. Er steht in der Überschwemmungsebene des Ares Vallis, die mit Felsbrocken übersät ist. Am Horizont zeichnen sich ferne Marshügel vor dem bräunlichen Himmel ab. Die Landesonde Pathfinder wurde später in Carl Sagan Memorial Station umbenannt.

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Perseverance absolviert einen Mars-Marathon

Die bergige, rötliche Oberfläche des Planeten Mars ist aus der Umlaufbahn abgebildet. Eine gelbe Ellipse markiert einen kleinen roten Punkt. Eine dunkle linienförmige Spur führt quer durch das Bild zu dem Punkt.
Bildcredit: NASA, LPL (U. Arizona), MRO, HiRISE

Ein kleiner grüner Punkt auf der Oberfläche des großen Roten Planeten – das ist der Rover Perseverance auf dem Mars. Dieses Bild nahm der Mars Reconnaissance Orbiter mit seiner Kamera HiRISE am 13. Juni auf. Einen Tag später vollendete der Roboter einen Mars-Marathon. Er hat sechs Räder und ist so groß wie ein Auto.

Seit der Rover anfing die Oberfläche des Mars zu erkunden, legte er eine Strecke von insgesamt 42,195 Kilometern zurück. Perseverance erreichte diese Marathon-Entfernung an seinem Missionstag Sol 1890. Ein Sol ist ein Tag auf dem Mars. Die Fahrtdauer entspricht nach irdischem Maßstab rund 5 Jahren und 4 Monaten. Perseverance setzt seine Suche nach möglichen biologischen Spuren fort.

Auf diesem Bild von HiRISE könnt ihr die Spuren des Mars-Rovers erkennen. Sie führen zu seiner Position, die westlich von seiner Landestelle im Krater Jezero nahe einem uralten Flussdelta liegt.

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Der Schatten eines Marsroboters

Der Schatten des Marsrovers Opportunity fällt auf den Boden des Kraters Endurance auf dem Mars. Unten ragen seine Räder ins Bild. Um den Schatten der Kamera, die das Bild fotografierte, erkennt man den Oppositionseffekt.

Bildcredit: NASA, JPL, Mars Exploration Rover Mission (MER)

Wenn man auf dem Mars seinen Schatten sieht, und er ist nicht menschlich – dann stammt er vielleicht vom Rover Opportunity auf dem Mars. Opportunity erkundete den Roten Planeten von 2004 bis 2018. Dabei fand er Hinweise auf urzeitliches Wasser und schickte atemberaubende Bilder durchs innere Sonnensystem.

Dieses Bild zeigt Opportunity im Jahr 2004. Er blickte in Gegenrichtung der Sonne zum Krater Endurance und sah seinen Schatten. Unten ragen links und rechts zwei Räder ins Bild. Hinter dem Boden des ungewöhnlichen Kraters ragen seine Wände auf.

2018 geriet der Rover in einen Staubsturm. Im Jahr 2019 beendete die NASA alle Versuche, Opportunity zu kontaktieren. Damit erklärte sie die bahnbrechende Mission, die ursprünglich für nur 92 Tage geplant war, für vollendet.

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Leopardenflecken auf Marsfelsen

Die hellen Flecken mit dunklen Rändern auf dem rötlichen Marsgestein erinnern an Flecken, die man auf irdischen Felsen sieht.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Rover Perseverance

Woher kommen diese ungewöhnlichen Flecken? Es sind helle Flecken auf Marsfelsen. Jeder ist von dunklen Rändern umgeben. Sie wurden letztes Jahr von dem NASA–Rover Perseverance entdeckt, der derzeit auf dem Mars herumfährt. Wegen ihrer Ähnlichkeit mit der Fellzeichnung irdischer Raubkatzen nennt man sie Leopardflecken. Diese interessanten Muster werden derzeit noch untersucht, um ihre mögliche Entstehung durch früheres Leben auf dem Mars zu erkunden.

Diese Flecken sind nur wenige Millimeter groß. Sie wurden auf einem größeren Felsen namens Cheyava Falls entdeckt. Es gibt eine aufregende, aber unbewiesene Spekulation. Sie vermutet, dass diese Flecken vor langer Zeit durch Mikroben entstanden sind. Die Mikroben könnten durch chemische Reaktionen Energie erzeugen, die den Fels von Rot nach Weiß verfärbte. Dabei hinterließ ihre Biosignatur den dunklen Ring. So zumindest entstehen ähnliche Flecken auf irdischen Felsen.

Es gibt zwar auch andere Erklärungen, die nicht biologisch sind. Doch die Spekulationen mit einem möglichen biologischen Ursprung des Musters sind viel aufregender.

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Zwei Welten, eine Sonne

Das Bild vergleicht Sonnenuntergänge auf der Erde und auf dem Mars. Links geht die Sonne auf der Erde unter, der Himmel leuchtet orangefarben. Rechts auf dem Mars wirkt der Sonnenuntergang kalt wegen der bläulichen Farbe des Himmels. Die Sonne wirkt auf dem Mars kleiner, weil der Planet weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde.

Linkes Bild – Credit und Rechte: Damia Bouic; Rechtes Bild – Credit und Rechte: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Digitale Bearbeitung: Damia Bouic

Wie anders sieht der Sonnenuntergang auf dem Mars aus als auf der Erde? Zum Vergleich wurden zwei Bilder unseres gemeinsamen Sterns bei Sonnenuntergang aufgenommen, eines auf der Erde und eines auf dem Mars.

Diese Bilder wurden so skaliert, dass sie die gleiche Winkelbreite haben. Sie werden hier nebeneinander gezeigt. Bei kurzer Betrachtung wird deutlich, dass die Sonne auf dem Mars etwas kleiner erscheint als auf der Erde. Das ist so, weil der Mars 50 % weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde.

Noch auffälliger ist vielleicht, dass der Sonnenuntergang auf dem Mars in der Nähe der Sonne deutlich bläulich ist, anders als die typischen orangefarbenen Töne in der Nähe der untergehenden Sonne auf der Erde. Der Grund für die blauen Farbtöne auf dem Mars ist noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet jedoch, dass sie mit den Eigenschaften der Vorwärtsstreuung des Marsstaubs zusammenhängen.

Der Sonnenuntergang auf der Erde wurde im März 2012 im französischen Marseille fotografiert. Der Sonnenuntergang auf dem Mars wurde im Jahr 2015 vom NASA–Roboter Curiosity im Gale Krater auf dem Mars aufgenommen.

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Perseverance posiert mit Ingenuity

Der Marsrover Perseverance posiert rechts im Bild. Dahinter verlaufen die Spuren seiner Räder auf dem dunkelbraunen Marsboden, auf dem hellbraune Steine verteilt sind. Links steht die Flugsonde Ingenuity.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Am 46. Marstag oder Sol seiner Mission streckte der Marsrover Perseverance seinen Roboterarm aus und nahm sein erstes Selfie auf dem Mars auf. Auf der Erde war das am 6. April 2021.

Die WATSON-Kamera am Ende des Arms war allerdings für Nahaufnahmen von Marsgestein und Oberflächendetails konzipiert und nicht für schnelle Schnappschüsse von Freunden mit lächelnden Gesichtern. Dazu brauchte es Teamwork und wochenlange Planung nach Marszeit. Man hat eine komplexe Reihe von Belichtungen und Kamerabewegungen programmiert, die Perseverance und seine Umgebung erfassen sollten.

So entstandenen 62 Einzelbilder. Diese wurden zu einem detaillierten Mosaik zusammengesetzt. Es ist eins der kompliziertesten Marsrover-Selfies, die je aufgenommen wurden. In dieser Version des Selfies blicken die Instrumente Mastcam-Z und SuperCam auf WATSON. Dieser befindet sich am Ende des ausgestreckten Arms des Rovers. Etwa 4 Meter von Perseverance entfernt steht sein Begleiter. Es ist der robotergesteuerte Mars-Helikopter Ingenuity.

Perseverance hat nun über 1500 Sol mit der Erkundung der Oberfläche des Roten Planeten verbracht. Am 18. Januar 2024 Erdzeit absolvierte Ingenuity seinen 72. Flug durch die dünne Marsatmosphäre. Es war sein letzter Flug.

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