Wanderer

Videocredit: Bildmaterial: Erik Wernquist; Musik: Christian Sandquist; Worte und Stimme: Carl Sagan

Wie weit dringen Menschys vor? Dieses Video kombiniert echte Bilder aus dem All mit fiktiven Visualisierungen. Vielleicht stimmen die darin gezeigten Vermutungen. Dann lautet die Antwort: zumindest bis an den Rand des Planetensystems.

Das Video zeigt fantastische Szenen. Menschys treiben durch die Saturnringe, erforschen Jupiter mit einem Raumfahrzeug oder springen in der geringen Gravitation eines Uranusmondes von einer hohen Klippe.

Niemand kennt die Zukunft. Doch das Wandern und Forschen über physische und intellektuelle Grenzen ist Teil des menschlichen Geistes. Es hat unsere Spezies bisher meistens gut gedient.

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Mars-Chiaroscuro

Diese Sanddünen auf dem Mars zeigen starke Kontraste, weil die Sonne sehr tief steht. Sie liegen im Marswinter, daher sind sie teilweise von Frost bedeckt.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Diese hoch aufgelöste Nahaufnahme der Marsoberfläche zeigt tiefe Schatten und starke Kontraste von Hell und Dunkel. Die Szene ist ungefähr 1,5 Kilometer breit. Sie wurde am 24. Jänner 2014 mit der HiRISE-Kamera aufgenommen, die sich an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters befindet.

Die Kamera blickt aus einer Höhe von 250 km auf den Roten Planeten herab. Dort liegt in einem südlichen Hochlandkrater ein Feld mit Sanddünen. Zur Zeit der Aufnahme stand die Sonne etwa 5 Grad über dem örtlichen Horizont. Daher sind nur die Dünenkämme von der Sonne beleuchtet. Auf der Südhalbkugel bricht ein langer, kalter Winter an. Die Marsdünen sind von hellen Graten aus saisonalem Frost gesäumt.

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M22 und die Wanderer

Die Planeten Mars (rechts unten) und Saturn (oben) bilden ein Dreieck mit dem Kugelsternhaufen M22 (links unten) im Sternbild Schütze.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Die hellen Planeten Mars und Saturn wanderten durch das Sternbild Schütze. In den letzten Wochen traten sie gemeinsam am Morgenhimmel auf. Diese Aufnahme vom 31. März ist drei Grad breit. Die Planeten bilden hier am Himmel ein enges Dreieck mit dem großen Kugelsternhaufen Messier 22.

Der Sternhaufen M22 steht links unten. Die riesige Kugel ist etwa 10.000 Lichtjahre entfernt. Sie enthält über 100.000 Sterne, die viel älter sind als unsere Sonne. Der blassgelbe Saturn leuchtet oben, indem er Sonnenlicht reflektiert. Er ist etwa 82 Lichtminuten entfernt. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr den großen Mond Titan. Er ist ein winziger Lichtpunkt etwa auf der 5-Uhr-Position, den man im Glanz der überbelichteten Saturnscheibe kaum sieht. Der Planet Mars ist 9 Lichtminuten entfernt. Er ist etwas heller und röter.

Beide Planeten nähern sich ihrer Oppositionen. Dabei wird Mars im Juli noch viel heller. Um seine Opposition 2018 bietet er gute Ansichten im Teleskop. Er ist dann nur 3,2 Lichtminuten vom Planeten Erde entfernt.

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Opportunity zeigt den Krater Intrepid auf dem Mars

Das Bild ist ein horizontal komprimiertes Panorama. In der Mitte ist ein großer Krater, der von Steinen umgeben ist. Hinten ragen Berge auf.

Bildcredit: NASA, JPL, Cornell, Opportunity-Roverteam

Der Roboter-Rover Opportunity fährt manchmal an kleinen Kratern auf dem Mars vorbei. 2010 entstand dieses Bild des Kraters Intrepid. Das 20 Meter große Einschlagsbecken ist etwas größer als der Krater Nereus, an dem Opportunity früher vorbeikam.

Das Bild zeigt annähernd echte Farben. Es ist waagrecht verkürzt, um das Weitwinkel-Panorama unterzubringen. Der Krater wurde nach dem Mondmodul Intrepid benannt. Es brachte vor 49 Jahren zwei Astronauten von Apollo 12 zum Erdmond. Hinter dem Krater Intrepid und langen Flecken rostiger Marswüste ragen am Horizont die Gipfel am Wall des großen Kraters Endeavour auf. Der Rover Opportunity erforscht weiterhin den Mars. Kürzlich vollendete er 5000 Marstage auf dem Roten Planeten.

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Mars zwischen den Nebeln

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Sebastian Voltmer

Zwischen dem Lagunen- und dem Trifidnebel ist ein heller roter Fleck. Was ist es? Der Mars. Das detailreiche bunte Himmelsbild zeigt, wie der Rote Planet zwischen den beiden bekannten Nebeln durchzieht. Charles Messier, der kosmische Archivar des 18. Jahrhunderts, katalogisierte die Nebel als M8 und M20.

M20, der Trifidnebel, liegt rechts über der Mitte. Er zeigt einen markanten Kontrast aus Rot, Blau und dunklen Staubbahnen. Rechts unten breitet sich das weite, rote Leuchten von M8 aus, dem Lagunennebel. Beide Nebel sind nur ein paar Tausend Lichtjahre entfernt. Zum Vergleich: Zwischen den beiden steht vorübergehend der Mars als markantes „lokales“ Himmelslicht. Als der Rote Planet letzte Woche fotografiert wurde, war er nur etwa 10 Lichtminuten entfernt.

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Selbstporträt am Vera-Rubin-Grat

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS – Panorama: Andrew Bodrov

Der Rover Curiosity ist so groß wie ein Fahrzeug und erforscht die Oberfläche des Planeten Mars. An Sol 1943 fotografierte er dieses Selbstporträt am südlichen Rand des Vera-Rubin-Grates. Ein Sol ist ein Sonnentag auf dem Mars. Er ist ungefähr 40 Minuten länger als ein Tag auf der Erde. Curiositys Sol 1943 entspricht auf der Erde dem Datum 23. Jänner 2018.

Das Panorama ist ein Mosaik aus 61 Aufnahmen. Diese wurden mit dem Mars Hand Lens Imager (MAHLI) aufgenommen. MAHLI ist ein Instrument des Rovers. Von dem Mosaik gibt es auch eine interaktive Version, die 360 Grad umfasst. Einzelbilder, die den Arm der Kamera zeigen, wurden aussortiert. Der erweiterte Hintergrund wurde an Sol 1903 mit der Mastkamera des Rovers aufgenommen. Das Gehäuse der ChemCam, die Laserstrahlen schießen kann, verdeckt den fernen Gipfel des Mount Sharp. ChemCam sitzt über der Mastkamera an der Spitze des Rovermasts.

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Planeten am Flügel

Über einem Flugzeugflügel leuchten die Planeten Mars und Jupiter sowie der Stern Zubenelgenubi im Sternbild Waage. Unten leuchten die Lichter von Prag. Das Bild entstand in der Morgendämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Dong Han

Seit Kurzem sieht man morgens den hellen Jupiter und den schwächeren Mars ganz leicht. Am 7. Jänner erreichen die beiden Planeten, die man mit bloßem Auge sieht, in der Morgendämmerung eine enge Konjunktion am Horizont. Sie stehen am östlichen Himmel nur einen Viertelgrad voneinander entfernt. Die scheinbare Distanz ist ungefähr ein halber Winkeldurchmesser eines Vollmondes.

Der Schnappschuss entstand am frühen Morgen des 5. Jänner hinter dem Flügel eines Flugzeuges. Die Planeten Jupiter (links) und Mars (Mitte) stehen in einer Reihe mit dem ausgewogenen Stern Zubenelgenubi (rechts). Er ist der Alphastern in der Waage (Libra). Darunter leuchten die Lichter von Prag in Tschechien.

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Die Spirale am Nordpol des Planeten Mars

Der Nordpol des Planeten Mars ist von einer Eisschicht bedeckt. Auf einer spiralförmigen Struktur aus Wassereis entsteht jeden Winter eine neue Schicht Trockeneis aus Kohlendioxid. Das Bild zeigt die Polkappe schräg von der Seite. Man erkennt deutlich die spiralförmige Struktur.

Bildcredit: ESA/DLR/FU Berlin; NASA MGS MOLA-Wissenschaftsteam

Warum läuft eine Spirale um den Nordpol des Planeten Mars? Jeden Winter bekommt der Pol eine neue Außenschicht aus Kohlendioxid, das aus der Marsatmosphäre gefriert. Sie ist etwa einen Meter dick. Diese frische Schicht lagert sich auf einer Schicht aus Wassereis ab. Diese Eisschicht besteht das ganze Jahr über. Starke Winde wehen von der Mitte der Kappe herab, und die Rotation des Roten Planeten erzeugt Wirbel. Das führt zur Spiralstruktur von Planum Boreum.

Das Bild ist ein perspektivisches Mosaik. Es entstand Anfang des Jahres aus zahlreichen Aufnahmen der ESA-Raumsonde Mars Express und Messungen eines Laser-Höhenmessers, der sich an Bord der NASA-Mission Mars Global Surveyor befindet.

Für die nächsten Jahre sind neue Missionen zum Mars geplant. Dazu gehören Insight, ExoMars und der Rover Mars 2020. Insight soll in den Mars bohren. ExoMars und der Rover Mars 2020 suchen nach Hinweisen auf mikroskopisches Leben auf dem Mars einst und jetzt.

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