M 110: Satellitengalaxie der Andromedagalaxie

Rechts unter der Mitte leuchtet die Zwerggalaxie M110. In der linken oberen Bildecke ist ein Stück der viel größeren Andromedagalaxie M31 zu sehen.

Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Unsere Milchstraße ist nicht alleine. Sie ist Teil einer Ansammlung von etwa 25 Galaxien, die als Lokale Gruppe bezeichnet wird. Zu den Mitgliedern zählen die große Andromedagalaxie (M31), M32, M33, die Große Magellansche Wolke, die Kleine Magellansche Wolke, Dwingeloo 1, mehrere kleine irreguläre Galaxien und viele elliptische Zwerg– und sphäroidale Zwerggalaxien.

Rechts unten ist eine der elliptischen Zwerggalaxien abgebildet: NGC 205. Wie M32 ist NGC 205 eine Begleiterin der riesigen Galaxie M31. Auf Fotografien ist sie manchmal südlich des Zentrums von M31 zu sehen. Das Bild zeigt, dass NGC 205 ungewöhnlich für eine elliptische Galaxie ist. Sie enthält nämlich mindestens zwei Staubwolken (auf 9 und 2 Uhr – sie sind sichtbar, aber schwierig erkennbar) sowie Anzeichen von Sternbildung, die kürzlich stattgefunden hat. Die Galaxie ist manchen als M110 bekannt, obwohl sie nicht Teil von Messiers Originalkatalog ist.

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Verborgene Galaxie IC 342 von Kitt Peak

Die Spiralgalaxie IC 342 ist direkt von oben sichtbar, aber von Staub in der Milchstraße gedämpft. In ihren Spiralarmen sind rosarote Sternbildungsregionen. Das Bild ist außerdem voller Sterne.

Credit und Bildrechte: T. Rector (U. Alaska Anchorage), H. Schweiker, WIYN, NOAO, AURA, NSF

Die schöne, nahe Spiralgalaxie IC 342 wäre bekannter, wenn sie nicht so versteckt wäre. IC 342 ist ein großes Inseluniversum. Sie wäre eine markante Galaxie am Nachthimmel. Doch sie ist fast ganz hinter dem Schleier aus Sternen, Gas und Staub in der Ebene unserer Milchstraße verborgen. Sie ist ähnlich groß wie die andere große, helle Spiralgalaxien.

IC 342 ist nur 7 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im langhalsigen nördlichen Sternbild Giraffe (Camelopardalis). Das Licht von IC 342 wird zwar durch kosmische Wolken gedämpft, die dazwischen liegen. Doch dieses scharfe Teleskopbild zeigt den undurchsichtigen Staub, die blauen Sternhaufen und die leuchtend rosafarbenen Sternbildungsregionen in den Spiralarmen, die vom Kern der Galaxie ausgehen.

IC 342 erlebte in der jüngsten Vergangenheit eine Häufung von Sternbildungsaktivität. Sie ist so nahe, dass sie die Entwicklung der Lokalen Gruppe von Galaxien und die Milchstraße durch Gravitation beeinflusst haben könnte.

Hinweis: Astronomiekurse eines APOD-Herausgebers sind als Podcast verfügbar.

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Die nächstgelegene Galaxie: Die Canis-Major-Zwerggalaxie

Unscharfe Wülste winden sich im Bild, sie sind blau und magentafarben, in der Mitte leuchtet ein helles Zentrum. Schilder zeigen zu den Positionen Sun, Canis Major Galaxy, Milky Way und Stream of the Canis Major galaxy.

Illustrationscredit und -rechte: R. Ibata (Observatorium Straßburg, ULP) et al., 2MASS, NASA

Welche Galaxie ist der Milchstraße am nächsten? Die neue Antwort auf diese alte Frage lautet: die Canis-Major-Zwerggalaxie. Viele Jahre lang dachten Astronomen, die Große Magellansche Wolke (LMC) wäre die nächste. Doch diesen Titel hat sie 1994 an die Sagittarius-Zwerggalaxie verloren.

Neueste Messungen zeigen, dass die Canis-Major-Zwerggalaxie nur 42.000 Lichtjahre vom galaktischen Zentrum entfernt ist. Das sind etwa drei Viertel der Entfernung zur Sagittarius-Zwerggalaxie und ein Viertel der Entfernung zur LMC. Die Entdeckung gelang mit Daten der 2MASS-Himmelsdurchmusterung. Infrarotlicht erlaubt nämlich eine bessere Sicht durch unsere galaktische Ebene. Im sichtbaren Licht ist die galaktische Ebene undurchsichtig.

Die Canis-Major-Zwerggalaxie wurde neu entdeckt. Diese beschriftete Illustration zeigt die Position der Zwerggalaxie und einen Gezeitenstrom aus Material in Bezug zur Milchstraße. Die Canis-Major-Zwerggalaxie und andere Begleitgalaxien werden langsam  von den Gravitationskräften auseinandergerissen, wenn sie um unsere Galaxie und durch sie hindurchwandern.

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Magellans kleine Wolke

Die kleine Magellansche Wolke wirkt im Bild irregulär, links daneben und darunter sind zwei Kugelsternhaufen zu sehen.

Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard

Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan und seine Besatzung hatten bei der ersten Umsegelung des Planeten Erde reichlich Zeit, um den Südhimmel zu studieren. Seither sind zwei Himmelswunder, die am südlichen Sternenhimmel leicht zu sehen sind, als Magellans Wolken bekannt. Von diesen kosmischen Wolken weiß man heute, dass sie irreguläre Zwerggalaxien sind. Sie sind Begleiterinnen unserer großen Spiralgalaxie, der Milchstraße.

Die oben gezeigte Kleine Magellansche Wolke im Sternbild Tukan breitet sich über etwa 15.000 Lichtjahre aus. Sie enthält mehrere Hundert Millionen Sterne. Ihre Entfernung beträgt etwa 210.000 Lichtjahre. Damit ist sie die viertnächste bekannte Begleitgalaxie der Milchstraße, nach der Canis-Major– und der Sagittarius-Zwerggalaxie sowie der Großen Magellanschen Wolke.

Die prachtvolle Ansicht zeigt auch zwei Kugelsternhaufen im Vordergrund: NGC 362 und 47 Tucanae. Der imposante 47 Tucanae ist nur 13.000 Lichtjahre entfernt. Hier ist er links neben der Kleinen Magellanschen Wolke zu sehen.

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